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Der Ruf der Stille

Die Geschichte eines Mannes, der 27 Jahre in den Wäldern verschwand

Michael Finkel

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Beschreibung


Sehnsucht nach Stille - wie Christopher Knight 27 Jahre in der Wildnis lebte.

Im Sommer 1986 begibt sich Christopher Knight auf einen Roadtrip von Massachusetts nach Maine und verschwindet dort in den Wäldern. Fast drei Jahrzehnte lang lebt er allein in der Waldwildnis. In einem einfachen Zelt übersteht er die härtesten Winter. Er bricht in entfernte Ferienhäuser ein und versorgt sich dort mit allem, was er zum Leben brauchte - bis er eines Tages gefasst wird. Der Journalist Michael Finkel hat das außergewöhnliche Leben des Chris Knight in einer fesselnden Story dokumentiert. Das tief bewegende Porträt eines Mannes, der sich seinen Traum erfüllte: ein Leben in absoluter Stille.

»Das tief bewegende Portrait eines Mannes, der sich seinen Traum erfüllte: ein Leben in absoluter Stille.«

Michael Finkel ist Journalist und Autor von "True Story - Spiel um Macht", einem Thriller und gleichnamigen Kinofilm (2015). Er schreibt für National Geographic, GQ, Rolling Stone, Esquire, Vanity Fair, The Atlantic und The New York Times Magazine. Finkel lebt mit seiner Familie in Montana.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 18.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15974-1
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,5/12,3/2,2 cm
Gewicht 251 g
Originaltitel The Stranger in the Woods
Übersetzer Joannis Stefanidis
Verkaufsrang 76534

Buchhändler-Empfehlungen

Wie aus einem jungen Mann eine Legende wurde

Sarah Elle, Thalia-Buchhandlung Eisenach

Christopher Knight verschwindet freiwillig über 20 Jahre seines Lebens im Wald und überlebt, trotz der Herausforderungen, die ihm die Natur bietet. Die Leute aus der Umgebung erzählen sich über die Legende des „Eremiten“, eine echte Lagerfeuergeschichte! Bis immer häufiger in die Ferienhäuser der Bewohner eingebrochen wird und die Polizei eines Nachts einen Dieb auf frischer Tat ertappt – Chis Knight. Moment! Handelt das Buch nicht von einem Mann, der sich freiwillig dazu entscheidet, sein Leben hinter sich zu lassen und in völliger Abgeschiedenheit im Wald zu wohnen? Auch ich habe mich vor dem Lesen des Buches der romantischen Vorstellung hingegeben, dass Chris Knight als Jäger und Sammler in einer selbstgebauten Hütte lebt, angelt, Fallen stellt und solch abenteuerliche Dinge erlebt… Doch schon das erste Kapitel belehrt mich eines Besseren, wodurch ich das ganze Buch im Zwiespalt las. Aus der Sicht eines Reporters, Michael Finkel, der auf Chris außergewöhnlichen Fall aufmerksam wurde und versuchte, mehr über diesen Mann und seine Motive herauszufinden, lernt man als Leser, dass Chris Leben im Wald ein ganz anderes war. Hintergründe über das Dasein als Eremiten, als Meditationsart und Selsbtfindungsphase werden mit wissenswerten Fakten aus Religion. Literatur, Geschichte und Philosophie gemischt. Dazwischen streut der Autor immer wieder Szenen aus Chris Leben, die er von ihm erfahren hatte. Diese Szenen führen die ganze Geschichte im Verlaufe des Buches zu einem Großen und Ganzen zusammen, lassen Motive erkennen und forderte mich als Leser selbst zum Nachdenken auf. Doch dann gibt es noch die andere Seite der Medaille, die „illegalen“ Gesichtspunkte des „Eremiten“, die Art und Weise, wie Knight sich durch harte Winter brachten, indem er in fremde Häuser einbrach aber für mich auf faszinierend sorgfältig und rücksichtsvolle Weise. Dieser Teil der Geschichte wird großes Streitthema unter den Betroffenen, dem Gesetzt und auch für den Autor, der versucht über Fragen zu Moral und Grenzen glaubwürdig zu argumentieren. Sofort habe ich mir selbst ähnliche Fragen gestellt und mir überlegt, wie ich gehandelt hätte. Der ruf der Stille ist ein tiefgreifender, emotionaler Erfahrungsbericht, indem es vorallem um das große Thema Freiheit geht. Was ist Freiheit? Wo fängt sie an, wo hört sie auf und wie weit darf man wirklich gehen, um dieses Gefühl zu erreichen? Ich war sehr überrascht über dieses Buch, besonders, weil ich mir etwas ganz anderes vorgestellt hatte. Mehr eine Reise des Autors zu sich selbst und zu den magischen Gründen der Natur. Tatsächlich haben mir manchmal die Referenzen zur Natur ein bisschen gefehlt. Dennoch war das Buch informativ und gleichzeitig emotional, die Geschichte von Chris wurde sehr gut aufgearbeitet.

Einsiedler oder Krimineller

Hendrikje Adriani, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine wahre Geschichte: ein junger Mann beschließt, ab sofort ganz allein im Wald zu leben. Andere Menschen bereiten ihm Unbehagen, er fühlt sich am wohlsten, wenn er ganz auf ich gestellt ist. Er baut sich ein perfekt ausgestattetes Zeltlager an einem nicht einsehbaren Platz im Wald. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er vor allem durch Einbrüche in Ferienhäuser: hier nimmt er sich Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs. Erst nach vielen Jahren wird er entdeckt und es stellt sich die Frage: was ist er - Einbrecher, Dieb, Krimineller? Oder Einsiedler, Überlebenskünstler, Autist? Letztendlich muss er feststellen, dass seine spezielle Lebensweise niemand so richtig versteht und dass er, trotz aller Hilfsangebote, in der Gesellschaft keine Platz findet, der ihm gefällt.

Kundenbewertungen

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Doku über einen, der jahrzehntelang in die Wälder verschwand
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 11.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem ich den Untertitel gelesen habe, musste ich das Buch in die Hand nehmen und kaufen. Es ist die wahre Geschichte von Christopher Knight, der fast 3 Jahrzehnte in den Wäldern von Main gelebt hat, ohne eine Menschenseele zu treffen (wenn man mal von 2 Zufallsbegegnungen mit Wanderern absieht…aber 2 Begegnungen in 27 Jahren,... Nachdem ich den Untertitel gelesen habe, musste ich das Buch in die Hand nehmen und kaufen. Es ist die wahre Geschichte von Christopher Knight, der fast 3 Jahrzehnte in den Wäldern von Main gelebt hat, ohne eine Menschenseele zu treffen (wenn man mal von 2 Zufallsbegegnungen mit Wanderern absieht…aber 2 Begegnungen in 27 Jahren, na, das zählt nicht wirklich, denke ich), und der Klappentext verrät weiter, diese wahre Geschichte geht „über ein Leben in der Natur, in absoluter Einsamkeit und Stille“. Okay, damit hatten sie mich , solche Geschichten versprechen super spannend zu sein. Der Autor Michael Finkel ist Journalist und Drehbuchautor, und war ebenfalls von Christopher Knight und dessen Geschichte so fasziniert, dass er ein Buch über ihn schreiben musste. Dieses Buch nun ist kein Roman, sondern eher eine Doku in Buchformat. Knights Leben wird beleuchtet, seine Geschichte erzählt, ein fesselndes Portrait von ihm entworfen; und Finkel beschäftigt sich auf grossen Strecken des Buches auch mit Eremiten generell. Knight ist definitv ein Eremit, und Finkel geht der Frage nach, was einen Eremiten überhaupt ausmacht, und wie die Gesellschaft im Laufe der Geschichte mit ihren Einsiedlern so umgegangen ist. Also noch mal ein recht interessanter Nebenaspekt in diesem Buch. So, aber nun zurück zu Christopher Knight: Im Sommer 1986 entscheidet der 20 jährige mehr oder weniger spontan, auf einem Roadtrip durch Maine in den Wäldern zu bleiben. Geplant war das nicht, aber einmal unterwegs, gibt es auch kein zurück mehr. Er sucht sich ein abgeschiedenes Plätzchen, umrundet von Findlingen, von aussen nicht einsichtbar, und richtet sich dort häuslich ein. Weit weg von der Zivilisation ist er aber nicht: er ist nah an zwei Seen, und da gibt’s einige Blockhütten, die teils nur von Sommergästen, teils aber auch ganzjährig bewohnt sind. Es zu schaffen, dort allen Menschen aus dem Weg zu gehen, ist schon eine Leistung. Aber Knight, der die Stille über alles liebt, ist dort glücklich. Jetzt könnte man sagen, das ist ja super, ein glückliches Leben in den Wäldern von Maine in der Stille mit sich selbst. Jetzt kommt aber der Haken: von irgendwas muss der Mensch ja leben, und Maines Wälder geben nicht wirklich viel her. Also verlegt sich Knight aufs „organisieren“. Sprich, er klaut die Hütten aus. Er nimmt immer nur das, was er zum Leben braucht, aber er stielt. Wenn auch mit schlechtem Gewissen. Im Laufe der 27 Jahre kommen da über 1000 Diebstahlsdelikte zusammen, und ein Einbruch wird ihm dann auch zum Verhängnis, und man schnappt ihn. Und nein, das ist jetzt kein spoilern, das ist die Ausgangslage der Doku, denn Finkel trifft Knight im Gefängnis, und die Gespräche der beiden bilden die Grundlage dieses Buches. Und jetzt fange ich persönlich an zu bewerten und den Herrn Knight abzuwerten. Schön und gut, die böse und laute Gesellschaft zu verlassen, das steht jedem frei, aber dann die Gesellschaft zu bestehlen, um das eigene Überleben zu sichern, da hört dann mein Verständnis auf. Und damit stehe ich nicht allein, denn die Besitzer der Blockhütten rund um den North Pond und den Little North Pond sehen und sahen das ähnlich. Einige Hüttenbesitzer waren eher entspannt, irgendwann gewöhnt man sich wohl dran, dass jeden Frühling die Vorräte in den Hütten geplündert sind, aber andere sind nach dem 2 oder 3 Einbruch eher unentspannt und verängstigt – und ich persönlich bin da voll bei ihnen. Also, wie immer man das sieht, kalt lässt einen die Geschichte nicht. Der Autor gibt unumwunden seine Faszination zu, aber schreibt erstaunlich wertfrei und ist nur der Berichterstatter. Mich hat die Geschichte teils wütend gemacht, teils bass erstaunt. Die Überlebenskünste von Knight sind schon beachtlich, keine Frage. Aber irgendwelche grossen philosophischen oder gar spirituellen Erkenntnisse darf man von ihm nicht erwarten. Knight will einfach nur seine Ruhe. Über sein wahres Selbst erfahren wir hier nur wenig. Schade. Ja, gut geschrieben, super recherchiert. Ein Bericht, der zum Nachdenken anregt und polarisiert. Ein Bericht über Outdoor-Survival ist es nicht wirklich. Ein sympathischer Held ist Knight auch nicht unbedingt. Trotzdem hat mich das Buch gepackt, von daher: ich empfehle es gerne weiter!

Into The Wild mit einem "guten" Ende
von Bérénice Bernal am 06.07.2020

Als letzter authentischer Eremit hat Christopher Knight 27 Jahre in den dichten Wäldern von Maine verbracht. Ein aussenordentliches Tatsachenbericht, welches die moralischen Grenzen unserer Gesellschaft verdeutlicht und hinterfragt.

Sehr interessant!
von einer Kundin/einem Kunden aus Graz am 31.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wenn man Interesse an dem Thema des Christopher Knight's hat, dann ist das Buch absolut zu empfehlen. Sehr spannend geschrieben! Zu Beginn fesselnd aus den Perspektiven verschiedener Personen. Das Buch erzählt viele Details ohne jemals wertend zu werden, der Leser soll selbst einen Eindruck bekommen und sich sein eigenes Bild ... Wenn man Interesse an dem Thema des Christopher Knight's hat, dann ist das Buch absolut zu empfehlen. Sehr spannend geschrieben! Zu Beginn fesselnd aus den Perspektiven verschiedener Personen. Das Buch erzählt viele Details ohne jemals wertend zu werden, der Leser soll selbst einen Eindruck bekommen und sich sein eigenes Bild machen. Ich finde es sehr gelungen!


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