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Tiere für Fortgeschrittene

Eva Menasse

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Beschreibung

Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch.

Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin studiert ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick und erzählt in einer wunderbaren Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.

"Keine Theorie, echtes Leben. Mal anrührend, mal mit bösem Witz, immer in hinreißender Sprache erzählt. Großartig." taz, zeozwei Magazin

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, lebt als Publizistin und freie Schriftstellerin in Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Gerty-Spies-Literaturpreis, Alpha-Literaturpreis, Heinrich-Böll-Preis, Jonathan-Swift-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 08.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71662-3
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,9/2,7 cm
Gewicht 294 g
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 68300

Buchhändler-Empfehlungen

Klug und erbarmungslos

Michaela Höher, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Kurzgeschichten dieses Bandes, die reichlich quälend zu lesen waren, halten sich in etwa die Waage mit den erträglicheren. Wie schon dem Klappentext zu entnehmen ist, geht es hier nicht um Tiere. Dennoch musste ich permanent an Tierquälerei denken. Vielleicht weil ein Vergleich von tierischem (einer sehr selektiven Mischung aus Säugetieren, Reptilien und Insekten) mit menschlichem Verhalten suggeriert wird. Vielleicht, weil Tiere, mal ehrlich, besser sind. Vielleicht, weil sich die Menschen allesamt selbst quälen mit dem, was sie von den Tieren abhebt: ihren ewig rumorenden Gedanken. Es geht fast ausnahmslos um Menschen, die sich selbst belügen. Das wirkt oft bitter und giftig, auch wenn es wohl bissig humorvoll gemeint sein soll. /// Ich habe mich schwer getan damit. Vielleicht, weil teilweise scheinbar zu große Füße in den kleinen Schuh der Kurzgeschichte gequetscht werden. Dazu gehört, wenn auch sehr aktuell, die Diskriminierung einer ausländischen Familie in einer Montessori-Schule und die merkwürdige pseudo-utopische Kolonie in einem abgeschirmten Wohnkomplex irgendwo in Italien, ein ausgesuchter Menschenmix, der von einem experimentierfreudigen Wissenschaftler zusammengeworfen zu sein scheint. Es wird dann schnell 'too much'. /// Bemerkenswert ist, wie schleichend die Missverhältnisse aufgedeckt werden. Viele Bilder sind sprachlich stark, wie wenn eine Figur "aus allen Seelenfalten blutet": "all seine Stärke und seine Liebe und sein Glaube an Familie und Lebenswerk liefen aus ihm heraus." - "Wut- und Schamgestrüpp", "geruchlose Jungpuppen", Väter, die "entweder die im Fleiß ergrauten Mütter ihrer fast erwachsenen Kinder oder wechselnde Mannequins im Arm haben" - "große Jungs, quasi über Nacht zu schlaksigen Türmen mit rauhen Gesichtern geworden, zappelten im Gegenlicht der Wintersonne." /// Ohne unangenehme oder oft bittere Wahrheiten geht es nicht: "Es kommt der Tag, wo die schönen Erinnerungen in so krassem Missverhältnis zur Gegenwart stehen, dass man sie lieber ganz loswerden will." - "Zu Hause trug sie die gleiche starre Maske genervter Überforderung, die sie an ihrer Mutter so gehasst hatte." "Ein ironisches Zitat, bezogen auf eine hysterische Gesellschaft, die so spät wie möglich und dabei unversehrt sterben wollte..." /// Kein Tier (zumindest nicht die in Freiheit, auf die sich hier bezogen wird) kann sich so isoliert, entfremdet, entwurzelt und heimatlos fühlen wie die Figuren in diesen Geschichten.

Kundenbewertungen

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Mögen sich auch manche Tiere gekonnt vor mir verbergen, liegt das in ihrer Natur?
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 29.03.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die menschlichen Protagonisten in Menasses Erzählungen sind dafür umso präsenter. Acht wunderbar beobachtete, facettenreiche Menschengeschichten - wie acht kompakte Miniromane.

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