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Hagard

Roman

Lukas Bärfuss

(4)
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Beschreibung

Ein Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. Es bedeutet ja nichts, niemand kommt zu Schaden, und der Abstand in der Menge ist so groß, dass die Frau es gar nicht bemerken wird. Eher ist es eine sportliche Aufgabe, sie in der Menge nicht zu verlieren. Was ihn bewegt, ist erst einmal unklar. Ist der Verfolger einfach ein gelangweilter Schnösel? Ein Verrückter? Ein Verbrecher? Er scheint selbst vor etwas zu fliehen. Etwas Bedrohliches liegt in der Luft, etwas Getriebenes. Ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät, je länger die Verfolgung anhält.



"Stringent und kraftvoll von der ersten bis zur letzten Seite." Manfred Papst, NZZ am Sonntag

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 10.12.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71669-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/12,2/1,7 cm
Gewicht 185 g
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 166505

Buchhändler-Empfehlungen

Eine arglose Verfolgung. Doch warum? Und gibt es so etwas überhaupt?

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

‘Hagard‘ ist eine Geschichte über eine scheinbar arglose Verfolgung. Im Trubel des Feierabends sieht ein Mann eine Frau. Er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen und entschließt sich der schönen Unbekannten zu folgen. Doch warum macht er das? Warum beginnt Philip ein zunächst harmlos anmutendes Spiel, was sehr schnell pathologische Züge annimmt und dramatisch enden könnte? Und ist es so etwas wie eine arglose Verfolgung überhaupt möglich? Lukas Bärfuss ist mit ‘Hagard‘ ein sprachgewaltiger und erzählerisch starker Roman gelungen. Zwar mutet der Plot zunächst nach einem Thriller an, jedoch entpuppt sich die Handlung im Lauf der Zeit als kluge Studie über den Geisteszustand einer Gesellschaft, in der die Vorstellung alles über jeden zu wissen eine reizvolle Vision ist. Doch dieses Verlangen tatsächlich in die Tat umzusetzen ist hochgefährlich. Philips Schicksal ist der beste Beweis dafür. Ein verstörender und fesselnder Roman.

Kundenbewertungen

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Intensive Derealisation
von einer Kundin/einem Kunden am 02.05.2020

Philip beginnt aus einem Affekt heraus eine junge Tänzerin zu verfolgen, er gerät dadurch in eine Abwärts-spirale. Am Anfang der mehrtägigen Geschichte besitzt er noch die Position eines wohlhabenden Managers, doch die Umstände hinterlassen ihre Spuren, verändern ihn. Aus dem anfänglich abenteuerlichen Bruch mit den gegebenen Ko... Philip beginnt aus einem Affekt heraus eine junge Tänzerin zu verfolgen, er gerät dadurch in eine Abwärts-spirale. Am Anfang der mehrtägigen Geschichte besitzt er noch die Position eines wohlhabenden Managers, doch die Umstände hinterlassen ihre Spuren, verändern ihn. Aus dem anfänglich abenteuerlichen Bruch mit den gegebenen Konventionen wird schnell eine Art Wahn. Der Absturz beginnt. Mir persönlich gefällt diese Art Buch, ich mag Protagonisten die sich am Rande des Wahnsinns bewegen, ich mag den Schreibstil des Autors, der am Rücken des Machwerks als luzide bezeichnet wird (was ich sehr treffend finde), und nicht zuletzt mag ich auch die etwas verdrehte, unkoventionelle, Erzählweise die sowohl einen Protagonisten, als auch einen Chronisten vorsieht. Das mag jetzt natürlich nicht jedermann's Sache sein, aber wenn man, wie ich, einen Art literarischen Fetisch für Geisteskrankheiten entwickelt hat, ist dieses Buch mit Sicherheit empfehlenswert. Mich hat es jedenfalls bis zum Ende in seinen Bann gezogen, und nach dem letzten Satz lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Well done!

HAGARD - Lukas Bärfuss
von einer Kundin/einem Kunden aus Stäfa am 06.10.2019

Spannender Geschichtenaufbau mit einnehmendem Schreibstil. Befremdende Selbstdarstellung des Autors mitten in den Plot - die Absicht des Autors ist nicht wirklich erkennbar. Trotzdem lesenswert.

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