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Die Barbaren

Über die Mutation der Kultur

Stehen wir vor einem epochalen Umbruch ähnlich dem der Aufklärung, jetzt, da die Computerisierung und Kommerzialisierung nahezu aller Lebensbereiche unsere kulturellen Errungenschaften nach und nach verschlingen? Ja, lautet Alessandro Bariccos – wertfreie – Antwort. Die weitgreifende Popularisierung von Kulturphänomenen nimmt er zum Anlass, so unvoreingenommen wie originell darüber nachzudenken, wie sich unser aller Art, die Welt zu erfahren, durch moderne Technologien und unsere ständige Vernetzung via Internet grundlegend verändert. Geistreich, mit einer gehörigen Prise Humor und stets unterhaltsam entfaltet Alessandro Baricco eine bestechend hellsichtige Analyse unserer Epoche, die ihrerseits zum Denken anstiftet.
Rezension
»Der launige Tonfall hindert Baricco nicht daran, sein Thema tiefgründig zu behandeln, wobei er eine große Vertrautheit mit der europäischen Geistesgeschichte unter Beweis stellt.«
Portrait
Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst, sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Baricco wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm bei Hoffmann und Campe So sprach Achillund Die Barbaren (beide 2018).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 14.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40580-4
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/2,5 cm
Gewicht 347 g
Übersetzer Annette Kopetzki
Verkaufsrang 90015
Buch (gebundene Ausgabe)
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Weniger Feuereifer als erwartet
von Jennifer am 19.08.2018

Ich habe Alessandro Bariccos Essayband "Die Barbaren: Über die Mutation der Kultur" mit großer Neugier entgegengefiebert. Vor allem auf die kritischen Töne gegenüber der zunehmenden Popularisierung von Kultur- und Medienwelt war ich gespannt. Der italienische Journalist und Autor (*1958) hat mitnichten ein feuriges Streitpam... Ich habe Alessandro Bariccos Essayband "Die Barbaren: Über die Mutation der Kultur" mit großer Neugier entgegengefiebert. Vor allem auf die kritischen Töne gegenüber der zunehmenden Popularisierung von Kultur- und Medienwelt war ich gespannt. Der italienische Journalist und Autor (*1958) hat mitnichten ein feuriges Streitpamphlet abgeliefert, sondern eher eine laue Brise durch unsere derzeitige Lebenswelt wehen lassen. Obschon Baricco um die mangelnde Beobachtungsgabe und Reflexionsfähgkeit der heutigen Generation weiß, hält er einen anhaltenden kulturellen Abstieg für fragwürdig. Er ist und bleibt ein Optimist der alten Schule. Mehr noch. Er argumentiert damit, dass es im Bereich Kultur immer schon Vereinfachungen und Kapitalinteressen gegeben habe. Sprich, was sich gut verkauft, ist per se Kultur. Oder etwa nicht? Jedenfalls werden die derzeitigen Bestsellerlisten, so Baricco, hauptsächlich von Erfahrungsberichten der Prominenz angeführt und nicht von literarisch anspruchsvollen Werken. Da muss man ihm leider zustimmen, auch in Hinblick auf das oft zu Marketingzwecken vernachlässigte Lektorat. Musikalisch setzt sich dieser Trend fort. Und doch seien es nach Baricco wir selbst, die es in der Hand hätten. Gerade daran zweifle ich, wenn man die momentane Politik, Wirtschaft etc. betrachtet. Insgesamt hatte ich mir von Bariccos 30 Essays, die allesamt 2006 in der La Repubblica erschienen sind, mehr versprochen. Mir fehlte nicht nur der kämpferische Geist, sondern auch der Alltagsbezug. Denn viel zu oft glitt der studierte Philosoph und Musikwissenschaftler in ihm bekannte Erfahrenswelten ab. D. h., die klassischen Philosophen und Musiker, wie Walter Benjamin oder Ludwig van Beethoven, wurden geradezu regelmäßig als Gegenbeispiele und Mahnungen herangezogen. Zudem empfand ich es anstrengend und nervig, dass er seine Aufsätze stets mit dem immer gleichen Barbarenpassus beginnen ließ. Sicher ist die Angst vor Überfremdung ein zeitloser Topos. Doch deswegen muss man ihn nicht fortwährend auch bemühen. Sprachlich vermisste ich Klarheit und Witz, was z. T. auch an der Textform gelegen haben mag. Kritikpunkte gingen im literarischen Durcheinander oft unter.