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Die Barbaren

Über die Mutation der Kultur

Alessandro Baricco

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Beschreibung

Stehen wir vor einem epochalen Umbruch ähnlich dem der Aufklärung, jetzt, da die Computerisierung und Kommerzialisierung nahezu aller Lebensbereiche unsere kulturellen Errungenschaften nach und nach verschlingen? Ja, lautet Alessandro Bariccos – wertfreie – Antwort. Die weitgreifende Popularisierung von Kulturphänomenen nimmt er zum Anlass, so unvoreingenommen wie originell darüber nachzudenken, wie sich unser aller Art, die Welt zu erfahren, durch moderne Technologien und unsere ständige Vernetzung via Internet grundlegend verändert. Geistreich, mit einer gehörigen Prise Humor und stets unterhaltsam entfaltet Alessandro Baricco eine bestechend hellsichtige Analyse unserer Epoche, die ihrerseits zum Denken anstiftet.

"[Baricco] schreibt unterhaltsam und unkompliziert, doch der Inhalt ist komplex. Das macht dieses Buch subversiv." Carsten Hueck Deutschlandfunk Kultur, 20.08.2018

Annette Kopetzki, geboren 1954 in Hamburg, war Universitätsdozentin und Journalistin in Italien. Seit vielen Jahren übersetzt sie italienische Belletristik und Lyrik, u.a. Pier Paolo Pasolini, Erri De Luca und Andrea Camilleri..
Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst, sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Baricco wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschienen von ihm bei Hoffmann und Campe Die Barbaren. Über die Mutation der Kultur (2018) und The Game. Topographie unserer digitalen Welt (2019).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 14.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40580-4
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/2,5 cm
Gewicht 343 g
Auflage 1
Übersetzer Annette Kopetzki

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2021
Bewertet: anderes Format

Ein Fortsetzungsessay, welches zuvor in einer Zeitung erschienen ist, wurde in Buchform zusammengefasst. Baricco beobachtet gut, zerlegt und nimmt den Leser aktiv mit. Ein Leseexperimant für mich, welches interessant zu lesen war.

Weniger Feuereifer als erwartet
von Jennifer am 19.08.2018

Ich habe Alessandro Bariccos Essayband "Die Barbaren: Über die Mutation der Kultur" mit großer Neugier entgegengefiebert. Vor allem auf die kritischen Töne gegenüber der zunehmenden Popularisierung von Kultur- und Medienwelt war ich gespannt. Der italienische Journalist und Autor (*1958) hat mitnichten ein feuriges Streitpam... Ich habe Alessandro Bariccos Essayband "Die Barbaren: Über die Mutation der Kultur" mit großer Neugier entgegengefiebert. Vor allem auf die kritischen Töne gegenüber der zunehmenden Popularisierung von Kultur- und Medienwelt war ich gespannt. Der italienische Journalist und Autor (*1958) hat mitnichten ein feuriges Streitpamphlet abgeliefert, sondern eher eine laue Brise durch unsere derzeitige Lebenswelt wehen lassen. Obschon Baricco um die mangelnde Beobachtungsgabe und Reflexionsfähgkeit der heutigen Generation weiß, hält er einen anhaltenden kulturellen Abstieg für fragwürdig. Er ist und bleibt ein Optimist der alten Schule. Mehr noch. Er argumentiert damit, dass es im Bereich Kultur immer schon Vereinfachungen und Kapitalinteressen gegeben habe. Sprich, was sich gut verkauft, ist per se Kultur. Oder etwa nicht? Jedenfalls werden die derzeitigen Bestsellerlisten, so Baricco, hauptsächlich von Erfahrungsberichten der Prominenz angeführt und nicht von literarisch anspruchsvollen Werken. Da muss man ihm leider zustimmen, auch in Hinblick auf das oft zu Marketingzwecken vernachlässigte Lektorat. Musikalisch setzt sich dieser Trend fort. Und doch seien es nach Baricco wir selbst, die es in der Hand hätten. Gerade daran zweifle ich, wenn man die momentane Politik, Wirtschaft etc. betrachtet. Insgesamt hatte ich mir von Bariccos 30 Essays, die allesamt 2006 in der La Repubblica erschienen sind, mehr versprochen. Mir fehlte nicht nur der kämpferische Geist, sondern auch der Alltagsbezug. Denn viel zu oft glitt der studierte Philosoph und Musikwissenschaftler in ihm bekannte Erfahrenswelten ab. D. h., die klassischen Philosophen und Musiker, wie Walter Benjamin oder Ludwig van Beethoven, wurden geradezu regelmäßig als Gegenbeispiele und Mahnungen herangezogen. Zudem empfand ich es anstrengend und nervig, dass er seine Aufsätze stets mit dem immer gleichen Barbarenpassus beginnen ließ. Sicher ist die Angst vor Überfremdung ein zeitloser Topos. Doch deswegen muss man ihn nicht fortwährend auch bemühen. Sprachlich vermisste ich Klarheit und Witz, was z. T. auch an der Textform gelegen haben mag. Kritikpunkte gingen im literarischen Durcheinander oft unter.

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