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Lenin heute

Im Spätwerk Lenins verdichten sich Dringlichkeit und revolutionäre Schlagkraft in besonderer Weise. Dennoch stehen meist seine frühen Schriften im Rampenlicht. Der Philosoph und ausgezeichnete Lenin-Kenner Slavoj Žižek zeigt nun anhand ausgewählter Briefe, Reden und Notizen eine neue Seite des sowjetischen Regierungschefs, fernab von Personenkult und Verklärung. Anfang der Zwanzigerjahre, inmitten der letzten Wellen des russischen Bürgerkriegs, sah sich Lenin mit der größten politischen Herausforderung seines Lebens konfrontiert. Die junge Sowjetunion war nach außen wie nach innen schwach, isoliert und zerrüttet - eine neue, gemäßigte Politik musste her. In seiner scharfsichtigen, präzisen und unterhaltsamen Interpretation zieht Žižek eine Verbindung von den turbulenten Zeiten des jungen Staates bis zu gegenwärtigen ökonomischen Krisen. Angetrieben wird er von der Frage, was wir für unsere Situation von Lenin lernen können.
Portrait
Slavoj Žižek (geb. 1949) ist hegelianischer Philosoph, lacanianischer Psychoanalytiker und Kommunist. Er gehört zu den bekanntesten Philosophen und Kulturkritikern der Gegenwart und ist International Director am Birkbeck Institute for Humanities der University of London, Visiting Professor an der New York University sowie Professor für Philosophie an der Universität seiner slowenischen Heimatstadt Ljubljana. Wladimir Iljitsch Lenin (1870 - 1924) war ein russischer Politiker und Revolutionär sowie marxistischer Theoretiker. Er war Vorsitzender der Kommunistischen Partei Russlands und gilt als Begründer der Sowjetunion.
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  • Inhaltsverzeichnis
    Einführung: Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten 7
    Anmerkungen zu den Texten 97
    An M. Solokow 101
    Brief an G. Mjasnikow. 104
    Neue Zeiten, alte Fehler in neuer Gestalt 111
    Notizen eines Publizisten: Über das Besteigen hoher Berge, über die Schädlichkeit der Verzagtheit, über den Nutzen des Handels, über das Verhältnis zu den Menschewiki u. dgl.m. 122
    Politischer Bericht des Zentralkomitees der KPR(B) 133
    Notiz für das Politbüro über den Kampf gegen den Grossmachtchauvinismus 190
    Brief an den Parteitag 191
    Tagebuchblätter 199
    Über das Genossenschaftswesen 206
    Über unsere Revolution 216
    Wie wir die Arbeiter- und Bauerninspektion reorganisieren sollen 220
    Lieber weniger, aber besser 227
    An Genosse Stalin 247
    An P. G. Mdiwani, F.J. Macharadse und andere 249
    Nachwort: Lenin steuert durch unbekanntes Gebiet 251
    Quellen 267
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 268
Erscheinungsdatum 01.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-534-27026-2
Verlag Wbg Academic in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Maße (L/B/H) 22,1/15,1/2,5 cm
Gewicht 455 g
Originaltitel Lenin 2017
Übersetzer Axel Walter
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Lenin Heute
von Sikal am 03.11.2018

Der Autor Zizek ist nicht ganz ohne Grund einer der bekanntesten Philosophen und Kulturkritiker der Gegenwart. Mit „Lenin Heute“ gibt er auch sein Wissen über die Sowjetunion der Zwanzigerjahre an seine Leser weiter. Das Buch besteht aus zwei Teilen wobei der erste Teil – Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten – für den ... Der Autor Zizek ist nicht ganz ohne Grund einer der bekanntesten Philosophen und Kulturkritiker der Gegenwart. Mit „Lenin Heute“ gibt er auch sein Wissen über die Sowjetunion der Zwanzigerjahre an seine Leser weiter. Das Buch besteht aus zwei Teilen wobei der erste Teil – Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten – für den Leser eine Einführung in das revolutionäre Denken unterschiedlicher politischer Umwälzungen und deren Anführer darstellt. Dieser erste Teil zeigt aber auch gleichzeitig, dass wir auch heute eine Revolution erfahren könnten, wenn die Parameter stimmen und das Volk sich mit den Gegebenheiten nicht länger abfinden möchte. Ob eine solche Revolution von rechts oder von links, bleibt allerdings (bewusst) unbeantwortet. Sehr wohl aber finden sich im ersten Teil von „Lenin Heute“ einige Beispiele, warum es der heutigen Sozialdemokratie an Anhängern und begeisterten Mitstreitern fehlt. So ist zum Beispiel auf Seite 34 zu lesen, dass sich die Sozialdemokratie mit dem Wohlfahrtsstaat in einer Sackgasse befindet und sehr genau erläutert der Autor auch die – sehr plausiblen – Gründe dafür. Auch der Brexit, Terrorismus oder illegale Immigration werden im Kontext der Sozialdemokratie und deren Bedeutung in diesen Zusammenhängen genannt. „Lenin Heute“ ist in diesem Teil des Buches nicht nur ein Schlagwort, sondern sehr treffend auf die Punkte der heutigen Problemfelder hingeschrieben. Im zweiten Teil kommt Lenin selbst zu Wort. Hier werden wichtige Schriften seiner letzten Jahre wiedergegeben und für den eher unbedarften Leser in Fußnoten erläutert. Dieser Teil des Buches stimmt oftmals sehr nachdenklich, wenn man die Inhalte der Schriften und Briefe mit der heutigen Politik vergleicht. Bei so mancher Zeile hat man das Gefühl, als würde man noch in der Zeit leben, in der Lenin seine Werke verfasst hat. Hier gilt es ebenfalls dem Autor zu danken, ist es doch eine sehr sensible Auswahl, die er vorgenommen hat, um uns die Parallelen der heutigen Zeit zu damals aufzuzeigen. Leider ist der Philosoph Zizek nicht immer leicht zu lesen. Viele Aussagen müssen sehr genau gelesen werden, um sie richtig verstehen zu können und ohne philosophisches Hintergrundwissen hat man mit den Aussagen des Autors zu kämpfen. Dennoch kommt – wer sich mit der Sowjetunion der Zwanzigerjahre beschäftigt - nicht um dieses Buch umhin. Aber auch für die aktuelle Situation in so manch westeuropäischem Staat könnte man die eine oder andere Lehre ableiten.