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Desperation Road

Roman

Mississippi-Delta: Elf lange Jahre saß Russell Gaines im
Gefängnis, weil er betrunken Auto fuhr und dabei einen
Jugendlichen tötete. Doch am Morgen seiner Entlassung muss
er feststellen, dass nicht jeder der Meinung ist, er hätte schon
für seine Schuld bezahlt. Am selben Tag stapfen eine Frau namens
Maben und ihre kleine Tochter Annalee die Interstate
entlang, verzweifelt, erschöpft, und bezahlen mit ihren letzten
paar Dollar ein Zimmer für die Nacht - eine Nacht, die damit
enden wird, dass Maben mit einer Pistole in der Hand durch
die Dunkelheit irrt und ein Deputy tot auf der Straße liegt.
Im Morgengrauen kreuzen sich die Wege von Russell und
Maben, und der Ex-Sträfling muss sich entscheiden, wessen
Leben er retten wird: sein eigenes oder das der Frau und ihrer Tochter ...
Portrait
Michael Farris Smith, geboren 1971,
ist Schriftsteller und Essayist und lebt mit
seiner Familie in Columbia, Mississippi.
Für sein literarisches Schaffen wurde er
vielfach ausgezeichnet. Er gilt als einer der
bedeutendsten Autoren des amerikanischen
Südens. Der endgültige Durchbruch gelang
ihm mit seinem dritten Roman Desperation
Road (2017), 2018 folgte The Fighter.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 27.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86913-972-2
Verlag Ars vivendi
Maße (L/B/H) 21,6/14,2/3 cm
Gewicht 476 g
Übersetzer Jürgen Bürger
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

"Tu was du tun willst, und schau nicht zurück, sagte er sich. Wie jeder andere auch..."

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Nach 11 langen Jahren wird Russell aus dem Gefängnis entlassen und macht sich auf den Weg in das Städtchen, in dem er groß wurde, in dem er nach wie vor verwurzelt ist, in dem er einen Mann, Jason, getötet hat. Eine Trunkenheitsfahrt, die ihn verständlicherweise nicht loslässt, auch wenn er, rein juristisch gesehen, seine Tat gesühnt hat. Maben, und ihre kleine Tochter Annalee, sind auch auf dem Weg in diese Stadt, mittellos, nur mit einem Müllsack, gefüllt mit ihren wenigen Habseligkeiten, im Gepäck. Ein freundlicher Fremder hilft den beiden, gibt ihnen ein wenig Geld, endlich reicht es einmal wieder für eine Übernachtung in einem billgen Motel. Larry und Walt, Jasons Brüder, sinnen seit Jahren auf Rache, und nehmen Russell gebührend in Empfang, mehr als heftig sind die Schläge und Tritte, mit denen sie ihn fast umbringen. Als Maben nicht schlafen kann, verlässt sie das Motel, fällt einem Deputy auf, der seine Uniform und seinen Stern immer wieder nutzt, um Menschen zu misshandeln, zu Unrecht in`s Gefängnis zu bringen und Frauen sexuell auszunutzen. Er entführt Maben, fährt mit ihr an einen versteckten Platz im Wald und versucht, sie zu vergewaltigen. Gelingt ihm dank Mabens Gegenwehr nicht, statt dessen bleibt er tot, erschossen mit seiner eigenen Dienstwaffe, am Boden zurück. In der gleichen Nacht kreuzen sich Russells und Mabens Wege.... Michael Farris Smith hat einen kraftvollen Roman über den Süden Amerikas geschrieben, sprachlich und stilistisch ganz groß. Das Buch ist geprägt, wie solche Romane oft, von Alkohol, Gewalt, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung - die ja schon im Titel da ist. Und doch: Es gibt da durchaus auch Gutes, trotz allem, das Smith sehr fein herausarbeitet.... Es ist einfach ein Genuss, dieses Buch zu lesen, fiebrig und angespannt, und man muss sich zwingen, nicht schon mal schnell zum Ende zu blättern. Es wäre ein Fehler: Es entgingen einem wunderbare Sätze und Formulierungen, die von Jürgen Bürger auch in adequates und elegantes Deutsch übertragen wurden... Der Rezensent mag solche Vergleiche eigentlich nicht, aber Cormac McCarthy wäre sicherlich stolz, wenn er "Desperation Road geschrieben hätte!

Tiefer Süden

Thomas Coenen, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Das Faulkner Zitat vor dem ersten Kapitel fasst das Buch sehr gut zusammen. Zwei Heimkehrer mit einer zerstörten Vergangenheit und wie es scheint einer ebenfalls kaputten Gegenwart, kehren in ihren Heimatort zurück. Dort kreuzen sich ihre Wege und beide werden von den damaligen Taten eingeholt. Südstaatendrama mit Krimielementen. Für Leser von James Lee Burke und Greg Iles.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Auf der Straße der Hoffnungslosigkeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 23.02.2019

McComb, Mississippi, eine Kleinstadt im Delta, der die Hoffnungslosigkeit aus allen Poren quillt. Wo man nicht redet sondern zuschlägt. Wo Träume begraben werden, man einfach weiterrennt im Hamsterrad eines trostlosen Lebens. Eines Lebens, dem immer irgendetwas dazwischenkommt. Wo die Sehnsucht nach Liebe ncht gestillt wird. Wo ... McComb, Mississippi, eine Kleinstadt im Delta, der die Hoffnungslosigkeit aus allen Poren quillt. Wo man nicht redet sondern zuschlägt. Wo Träume begraben werden, man einfach weiterrennt im Hamsterrad eines trostlosen Lebens. Eines Lebens, dem immer irgendetwas dazwischenkommt. Wo die Sehnsucht nach Liebe ncht gestillt wird. Wo der Wunsch nach Rache und Vergeltung übermächtig ist. wo sich Leere in Hass Bahn bricht. Wo Hilflosigkeit und Verzweiflung übermächtig ist. Eine Frau, vom Leben gezeichnet, erschöpft. Unterwegs mit ihrem kleinen Mädchen, ausgemergelt einen Müllsack mit ihrem gesamten Hab und Gut hinter sich her schleppend. Ein Mann, nach langjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen und auf dem Weg zurück. Zwei Wege, zwei Schicksale, die unwissentlich miteinander verbunden sind und sich im Verlauf der Geschichte kreuzen werden. Die nicht in einem "und sie lebten glücklich und zufrieden" enden wird. Wo Entscheidungen gefordert sind, die mühsam aufgebaute Leben zerstören könnten. Michael Farris Smith lebt mit seiner Familie in Oxford, dieser Kleinstadt im Bundesstaat Mississippi, die durch eine hohe Dichte an herausragenden Autoren (Tom Franklin, Larry Brown, William Faulkner etc.) auffällt, die sich mit der Ressentiment getränkten Realität der Südstaaten jenseits der Plantagenschnulzen auseinandersetzen. Wie bereits er Titel vermuten lässt, ist es harte Kost, die der Autor seinen Lesern serviert. Lakonisch, gradlinig erzählt, ohne überflüssige Sentimentalitäten und gerade deshalb umso eindringlicher. Es ist eine Geschichte von zweiten Chancen. Eine Geschichte über Menschen, die die Verzweiflung hinter sich lassen wollen. Die sich gemachter Fehler bewusst sind und für ihr Handeln Verantwortung übernehmen. Die einen Neuanfang wollen. Die nach Erlösung suchen. Und für die sich am Ende vielleicht ein Silberstreif am Horizont abzeichnet. Aber Garantie gibt es keine. Niemals.