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Hier ist noch alles möglich

Roman. Ausgezeichnet mit dem Robert Walser Preis 2018

Eine junge Frau wird als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik eingestellt. Abend für Abend macht sie ihren Rundgang, kontrolliert die Zäune. Ein Wolf soll in das Gelände eingedrungen sein. Mit jeder Nachtschicht wird die Suche nach dem Wolf mehr zu einer Suche nach sich selbst und zur Frage nach den Grenzen, die wir ziehen, um das zu schützen, woran wir glauben.

„Gianna Molinari nimmt uns an Bord einer literarischen Forschungsreise zu den Terrae Incognitae der Gegenwart, nimmt uns vom vermeintlich sicheren Ufer mit ins offene Meer.“ Ruth Schweikert

„Manche Bücher sind wie Inseln. Leser betreten sie nur kurz, aber lang genug, dass sie ihre rätselhafte Schönheit, ihren sprachlichen Bewuchs, ihre Bewohner nicht mehr missen möchten. Hier ist noch alles möglich ist genau so ein Buch.“ Saša Stanišić
Rezension
"Hier, in diesem eigentümlichen Buch, ist tatsächlich ALLES möglich. Ein Plädoyer für die Vorstellungskraft" Frankfurter Rundschau 20181011
Portrait
Gianna Molinari wurde 1988 in Basel geboren und lebt in Zürich. Sie studierte von 2009 bis 2012 Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und danach Neuere Deutsche Literatur an der Universität Lausanne. Seit 2015 arbeitet sie als Programmassistentin der Solothurner Literaturtage. Gianna Molinari ist Mitbegründerin der Kunstaktionsgruppe „Literatur für das, was passiert“. Ihre Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, u.a. in „Sprache im technischen Zeitalter“ und „Neue Rundschau“. Sie war Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa 2012 am Literarischen Colloquium Berlin und erhielt im selben Jahr den Preis sowie den Publikumspreis des 17. MDR-Literaturwettbewerbs. Bei den diesjährigen „Tagen der deutschen Literatur“ in Klagenfurt wurde sie für einen Auszug aus ihrem Debüt „Hier ist noch alles möglich“ mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 13.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03739-0
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22/13,4/2,5 cm
Gewicht 350 g
Abbildungen 37 Abbildungen schwarzweiß, mitlaufend
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Paula Ulrich, Thalia-Buchhandlung Düren

Die Bedeutung des Buches sieht man durch die Metaphern und den löchrigen Zaun des Fabrikgeländes. Text wie Satz und Gestaltung sind Kunst. Begeisterung pur! Die Bedeutung des Buches sieht man durch die Metaphern und den löchrigen Zaun des Fabrikgeländes. Text wie Satz und Gestaltung sind Kunst. Begeisterung pur!

„Einzigartig!“

Annika Seibert

Ein spannendes Debüt, das zu Recht für den deutschen Buchpreis nominiert war. Aus der Sicht der jungen Nachtwärterin erfährt der Leser nicht nur was in der Fabrik und um diese herum passiert, sondern auch was dort möglich ist und war. Ein spannendes Debüt, das zu Recht für den deutschen Buchpreis nominiert war. Aus der Sicht der jungen Nachtwärterin erfährt der Leser nicht nur was in der Fabrik und um diese herum passiert, sondern auch was dort möglich ist und war.

„"Warum bist du hier?" - "Es gefällt mir hier. Das ist ein guter Ort. Hier ist noch alles möglich..."“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Der Ort, an dem noch alles möglich ist, ist eine Kartonagefabrik in einem Industriegebiet in der Nähe eines Flughafens. Obwohl die Fabrik wohl kurz vor der Schließung steht, wird eine junge Frau als Nachtwächterin eingestellt - zu stehlen gibt es zwar nicht viel, aber der Kantinenkoch behauptet, er habe einen Wolf auf dem Gelände gesehen, wie er in den Küchenabfällen wühlte.
Vom Wolf keine Spur, aber die Nachtwächterin setzt sich gedanklich mit der Situation auseinander, was ist mit dem Raubtier, was bedeutet das für sie? Alles gerät für sie dann wirklich aus dem Takt, als sie hört, daß vor einiger Zeit hier ein Mann vom Himmel fiel, wohl ein blinder Passagier, der aus dem Radkasten eines Flugzeuges stürzte. Alles was galt, gilt für sie nicht länger...

Dieser Roman, fast ohne Handlung, ist wirklich meisterlich! Sätze von solcher Klarheit, von solcher Nachdenklichkeit, die aber leicht und, fast, verspielt daher kommen, sind selten. Es ist hohe Kunst, das Seelenleben einer Protagonistin so kühl und gleichzeitig gefühlvoll zu beschreiben!

Passend dazu sind in den Text Photographien und Zeichnungen eingeflochten - hier erinnert die Autorin schon ein wenig an den jungen Arno Schmidt...

Zitat:

"Clemens befeuchtet seine Finger und wischt damit über das Glas seiner Armbanduhr. Ob ich hier das Gefühl hätte, ein Bestandteil von etwas zu sein, fragt Clemens.
Vielleich, ja, vorübergehend, sage ich.
Es tut mir leid, sagt Clemens. Es ist nur die Ähnlichkeit der Gesichter. Es tut mir leid, sagt er noch einmal, und ich nehme ihm den Zettel aus der Hand und gehe damit in meine Halle."
Der Ort, an dem noch alles möglich ist, ist eine Kartonagefabrik in einem Industriegebiet in der Nähe eines Flughafens. Obwohl die Fabrik wohl kurz vor der Schließung steht, wird eine junge Frau als Nachtwächterin eingestellt - zu stehlen gibt es zwar nicht viel, aber der Kantinenkoch behauptet, er habe einen Wolf auf dem Gelände gesehen, wie er in den Küchenabfällen wühlte.
Vom Wolf keine Spur, aber die Nachtwächterin setzt sich gedanklich mit der Situation auseinander, was ist mit dem Raubtier, was bedeutet das für sie? Alles gerät für sie dann wirklich aus dem Takt, als sie hört, daß vor einiger Zeit hier ein Mann vom Himmel fiel, wohl ein blinder Passagier, der aus dem Radkasten eines Flugzeuges stürzte. Alles was galt, gilt für sie nicht länger...

Dieser Roman, fast ohne Handlung, ist wirklich meisterlich! Sätze von solcher Klarheit, von solcher Nachdenklichkeit, die aber leicht und, fast, verspielt daher kommen, sind selten. Es ist hohe Kunst, das Seelenleben einer Protagonistin so kühl und gleichzeitig gefühlvoll zu beschreiben!

Passend dazu sind in den Text Photographien und Zeichnungen eingeflochten - hier erinnert die Autorin schon ein wenig an den jungen Arno Schmidt...

Zitat:

"Clemens befeuchtet seine Finger und wischt damit über das Glas seiner Armbanduhr. Ob ich hier das Gefühl hätte, ein Bestandteil von etwas zu sein, fragt Clemens.
Vielleich, ja, vorübergehend, sage ich.
Es tut mir leid, sagt Clemens. Es ist nur die Ähnlichkeit der Gesichter. Es tut mir leid, sagt er noch einmal, und ich nehme ihm den Zettel aus der Hand und gehe damit in meine Halle."

Jan Kleinschmidt, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Gianna Molinari gelingt es beeindruckend, trotz minimalistischer Handlung, eine faszinierende literarische und philosophische Reise zu erschaffen! Absolut lesenswerter Debütroman! Gianna Molinari gelingt es beeindruckend, trotz minimalistischer Handlung, eine faszinierende literarische und philosophische Reise zu erschaffen! Absolut lesenswerter Debütroman!

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Eine besondere Sprache, ganz anders als alles, was man bisher gewohnt ist. Und doch überzeugt Molinari auf ganzer Linie. Nicht für jeden etwas, aber trotzdem toll! Eine besondere Sprache, ganz anders als alles, was man bisher gewohnt ist. Und doch überzeugt Molinari auf ganzer Linie. Nicht für jeden etwas, aber trotzdem toll!

Saskia Hoppe, Thalia-Buchhandlung Emden

Die Aufmachung des Buches ist ausgefallen und wirklich schön.
Man kommt gut rein ins Buch, irgendwann wird es jedoch sehr wirr.
Düster und ohne roten Faden, jedoch fesselnd.
Die Aufmachung des Buches ist ausgefallen und wirklich schön.
Man kommt gut rein ins Buch, irgendwann wird es jedoch sehr wirr.
Düster und ohne roten Faden, jedoch fesselnd.

„Ungewöhnlicher Roman!“

Alina Tiedemann, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Ein durchaus interessanter Roman, der viel Spielraum für die eigene Interpretation lässt. Die Blickwinkel sind sehr begrenzt, da die Protagonistin in den Grenzen ihrer kleinen Welt bleibt und man nie viel über sie erfährt. Der Schreibstil ist recht ungewöhnlich, man kommt aber ganz gut rein und es passt definitiv zur düsteren, bedrückenden Atmosphäre des Buches. Einige Illustrationen, Fotografien und eingefügte Textausschnitte runden die sehr subjektive Erzählung ab. Die gesamte Handlung ist recht wirr, wie ein Haufen ungefilterte Gedanken. Jedoch passt irgendwie alles zusammen und man muss sich sein eigenes Bild zusammenbasteln. Ein durchaus interessanter Roman, der viel Spielraum für die eigene Interpretation lässt. Die Blickwinkel sind sehr begrenzt, da die Protagonistin in den Grenzen ihrer kleinen Welt bleibt und man nie viel über sie erfährt. Der Schreibstil ist recht ungewöhnlich, man kommt aber ganz gut rein und es passt definitiv zur düsteren, bedrückenden Atmosphäre des Buches. Einige Illustrationen, Fotografien und eingefügte Textausschnitte runden die sehr subjektive Erzählung ab. Die gesamte Handlung ist recht wirr, wie ein Haufen ungefilterte Gedanken. Jedoch passt irgendwie alles zusammen und man muss sich sein eigenes Bild zusammenbasteln.

„Eigentümlich.“

Anna Möllmann, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Das beschreibt es vielleicht ganz gut. Der ruhige, unaufgeregte Schreibstil macht es nicht zu einer spannenden, aber wirklich schönen, fast schon poetischen, Lektüre. Besonders gefiel mir, dass Molinaris Art zu Erzählen dem Leser bis zum Schluss jede Menge Interpretationsfreiraum lässt. Das beschreibt es vielleicht ganz gut. Der ruhige, unaufgeregte Schreibstil macht es nicht zu einer spannenden, aber wirklich schönen, fast schon poetischen, Lektüre. Besonders gefiel mir, dass Molinaris Art zu Erzählen dem Leser bis zum Schluss jede Menge Interpretationsfreiraum lässt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Ein außergewöhnliches Buch
von Martin Schult aus Borken am 17.12.2018

Eine junge Frau tritt ihre neue Stelle als Nachtwächterin bei einer maroden Verpackungsfabrik an. Der Kantinenkoch hat vor kurzer Zeit einen Wolf gesichtet und die Aufgabe der jungen Frau besteht nun darin mit ihrem direkten Kollegen diesen Wolf ausfindig zu machen. Die Suche nach dem Wolf ist jedoch wenig... Eine junge Frau tritt ihre neue Stelle als Nachtwächterin bei einer maroden Verpackungsfabrik an. Der Kantinenkoch hat vor kurzer Zeit einen Wolf gesichtet und die Aufgabe der jungen Frau besteht nun darin mit ihrem direkten Kollegen diesen Wolf ausfindig zu machen. Die Suche nach dem Wolf ist jedoch wenig erfolgreich, und so wandelt sich die Suche in einer nach der eigenen Identität... Ich bin auf Den Roman "Hier ist noch alles möglich" durch die Nominierung auf die Longlist des Deutschen Buchpreises aufmerksam geworden. Mit einer hohen Erwartung bin ich in das Buch gestartet und wurde von der erfrischenden und auf dem ersten Blick sehr einfachen Schreibweise der Schweizer Autorin Gianna Molinari überrascht. Sie erzählt die Geschichte in einfachen wenig ausgeschmückten Sätzen, überlässt aber gleichzeitig dem Leser eine stetige Interpretation der geschriebenen Worte. Das Buch liest sich hervorragend, verlangt aber aufgrund der Gedanken zwischen den Zeilen die volle Konzentration des Lesers. Der Roman wird so zu einem überraschenden Erlebnis, welches ich in dieser Form nicht erwartet habe. Die Hauptprotagonistin, die auch namentlich nicht genannt wird, wirkt sehr sympathisch, obwohl es so gut wie keine Informationen zu ihrem Leben gibt. Sie befindet sich nicht nur auf der Suche nach dem Wolf, sondern wohl auch nach sich selbst und erscheint so ein wenig naiv und kindlich. Gerade diese Orientierungs-losigkeit lässt das Gefühl aufkommen, dass in ihrem Leben eigentlich noch alles möglich ist. Die liebevolle Gestaltung des Buches verleiht dem Text noch einen zusätzlichen Charme. "Hier ist noch alles möglich" ist ein in seiner Form mehr als ungewöhnlicher Roman und wird auf diese Weise sicherlich nicht nur Fürsprecher finden. Aber gerade ein Buch, welches derart polarisiert, weckt mein Interesse, so dass ich die Nominierung zum Deutschen Buchpreis auch gut nachvollziehen kann. Da ich das Buch für lesenswert halte, empfehle ich es gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Hier ist noch alles möglich
von Miss.mesmerized am 15.08.2018

Nachdem sie ihren Job als Bibliothekarin zu langweilig findet, übernimmt eine junge Frau die Aufgabe das Gelände einer Verpackungsfabrik als Nachtwächterin zu schützen. Da es dort auch einen leerstehenden, ungenutzten Raum gibt, zieht sie direkt an ihren Arbeitsplatz. Nacht um Nacht zieht sie ihre Runden, überwacht via Monitor das... Nachdem sie ihren Job als Bibliothekarin zu langweilig findet, übernimmt eine junge Frau die Aufgabe das Gelände einer Verpackungsfabrik als Nachtwächterin zu schützen. Da es dort auch einen leerstehenden, ungenutzten Raum gibt, zieht sie direkt an ihren Arbeitsplatz. Nacht um Nacht zieht sie ihre Runden, überwacht via Monitor das Firmengrundstück. Löcher im Zaun lassen sie stutzen: Einbrüche? Abnutzung? Ein Tier? Als der Kantinenkoch einen Wolf gesehen haben will, muss die Überwachung intensiviert und Fallen aufgestellt werden. Auch eine Fallgrube muss die Erzählerin mit ihrem Kollegen ausheben. Dabei ist alles nur temporär, denn das Ende der Fabrik ist bereits besiegelt und alle warten nur noch auf den Tag, an dem sich die Tore für immer schließen. Gianna Molinari wurde in Basel geboren und lebt heute in Zürich. Der Roman „Hier ist noch alles möglich“ ist ihr Debüt, das bei den „Tagen der deutschen Literatur“ in Klagenfurt bereits geehrt wurde und die Autorin ist auch die diesjährige Preisträgerin des Robert-Walser-Preises. Die Nominierung auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018 kommt daher wenig überraschend. Vieles an der Geschichte ist auf den ersten Blick ungewöhnlich und auffällig: zunächst beschränkt die Autorin den Radius ihrer Erzählerin enorm. Nicht nur, dass der Arbeitsplatz fernab größerer Menschenmengen ist, die junge Frau wohnt auch noch auf dem Firmengelände und verlässt dies und die kleine Welt quasi nie. Später besucht sie zwar noch den nahegelegenen Flughafen, der aber auch nur sehr eingeschränkt menschliche Kontakte mit sich bringt. Dieser Fokus auf den engsten Raum bringt aber einen ganz anderen Blick auf die unmittelbare Umwelt, viel stärker nimmt sie Alltagsgegenstände wahr und hinterfragt diese. Das Besondere im Banalen ist es, das sie fasziniert. Auch der Schreibstil fällt aus dem Rahmen. Es sind keine langen, vor Metaphern nur so strotzende Sätze, die vielfältige Deutungen erlauben. Keine gekünstelte Sprache oder elaborierte Wendungen erwartet den Leser, sondern eine oftmals geradezu radikal sachliche und extrem verkürzte Ausdrucksweise kennzeichnet den vorherrschenden Ton. Doch gerade diese scheinbare Eindeutigkeit eröffnet wieder Interpretationsspielräume, wie der Erzählerin auch bewusst wird, denn „Wolf“ oder „Elefant“ sind zwar eindeutige Benennungen, welches konkrete Tier man sich jedoch darunter vorstellt, kann sehr vielfältig sein. Das Tier ist es auch, das weite Teile des Arbeitsalltags der Nachtwächterin bestimmt. Auffällig viele Wölfe und Füchse sind mir in den vergangenen Monaten in der Literatur begegnet. Woher das Faible für die wilden Vorfahren unserer heutigen tierischen Mitbewohner stammt, kann ich nur mutmaßen. Ist es das Rohe, das Wilde, das in unserer vollorganisierten und kontrollierten Welt fasziniert? Das letzte bisschen Natur, das der Mensch nicht erobert hat und das ihn nun in seinem Lebensraum bedrohen kann? Er lässt vielerlei Deutung zu, vom biblischen Wolf, der die Lämmer reißt, bis hin zu Wölfin, die Romulus und Remus säugt und so den Grundstein für ein Imperium legte. „Hier ist noch alles möglich“ ist ein durchaus gewagter Roman, der jedoch in seiner Einzigartigkeit aus der Masse heraussticht. Sicher kein Titel, der eine breite Masse begeistern wird, aber das Potenzial hat, in einer kleinen Nische seinen Platz zu finden.

Der (innere) Wolf
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2018

Wenn man "Die Wand" von Marlen Haushofer kennt, der hat mit diesem Buch in den gleichen Genretopf gegriffen. So ist diese Geschichte ein Wirrwarr in sich selbst und dem Leser wird nie eindeutig klar, was Fakten und was nur Gedankenspiele sind. Die ganze Geschichte ist fast wie ein innerer... Wenn man "Die Wand" von Marlen Haushofer kennt, der hat mit diesem Buch in den gleichen Genretopf gegriffen. So ist diese Geschichte ein Wirrwarr in sich selbst und dem Leser wird nie eindeutig klar, was Fakten und was nur Gedankenspiele sind. Die ganze Geschichte ist fast wie ein innerer Monolog zu lesen und obwohl wir viel Inneres von der Protagonistin erfahren, so wird nie ihr Name oder ihre Vergangenheit genannt, nur die Gegenwart erzählt. Ob es sich bei dem gesuchten Wolf tatsächlich um einen Wolf oder eine Metapher handelt, bleibt dem Leser am Ende selbst zu entscheiden. Das Buch bleibt von Anfang bis Ende relativ offen und lässt viel Freiraum für eigene Gedanken und eigene Verwirrung. Die aufgebaute Atmosphäre ist ruhig, aber gleichzeitig ein wenig düster, fast unheimlich. Mal ein anderes Leseerlebnis, das sich doch recht schnell lesen lässt.