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Wer wir sind

Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein

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gebundene Ausgabe
Den Osten verstehen.

Wer sind diese Ostdeutschen?, fragt sich die Öffentlichkeit nicht zuletzt seit Pegida, NSU und den Wahlerfolgen der AfD. Antidemokraten, Fremdenfeinde, unverbesserliche Ostalgiker? Zwei herausragende Stimmen des Ostens stellen sich in diesem Streitgespräch jenseits von Vorurteilen und Klischees der Frage nach der ostdeutschen Erfahrung, die, so ihre These, „vielleicht am besten mit Heimatlosigkeit zu beschreiben ist, mit einem Unbehaustsein, das viele Facetten kennt. Das sich nicht jeden Tag übergroß vor einem aufstellt, aber das immer spürbar ist, nie weggeht.“ Ein unverzichtbarer Beitrag zur Geschichtsschreibung des Nachwendedeutschlands.

Rezension
"Wer etwas über den Osten Deutschlands erfahren will, dem bietet dieses Buch jede Menge historische, politische und gesellschaftliche Fakten sowie eine kontroverse Diskussion." Frankfurter Allgemeine Woche 20181012
Portrait
Wolfgang Engler, geboren 1952 in Dresden, Soziologe, Dozent an der Schauspielhochschule »Ernst Busch« in Berlin, von 2005 bis 2017 dort Rektor. Langjähriger Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen. Bei Aufbau erschienen »Unerhörte Freiheit. Arbeit und Bildung in Zukunft«, »Lüge als Prinzip. Aufrichtigkeit im Kapitalismus«, »Die Ostdeutschen. Kunde von einem verlorenen Land«, »Die Ostdeutschen als Avantgarde« und »Bürger, ohne Arbeit. Für eine radikale Neugestaltung der Gesellschaft«. Zuletzt, zusammen mit Jana Hensel, "Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein".
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03734-5
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22,1/13,4/3 cm
Gewicht 428 g
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 21451
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Warum es im Osten brodelt. Was wurzelt in der DDR? Spannender Dialog in ungemütlichen Rechtsruckzeiten, der weit hinausreicht über deutsche Verhältnisse.

Zum Nachdenken

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Aufgrund der Empfehlung eines Buchhändler-Freundes habe ich mich an diese Gespräche herangewagt. Die befürchtete Ostalgie und Jammerei ist ausgeblieben. Stattdessen konnte ich hochinteressanten (ehrlich gesagt manchmal sehr sehr philosophischen) Gesprächen lauschen, die vieles über den Osten und seinen Menschen aufklären, benennen und diskutieren. Wobei sich Engler und Hensel längst nicht in allem einig sind. Geeignet für politisch und geschichtlich Interessierte.

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WER WIR SIND: DIE ERFAHRUNG, OSTDEUTSCH ZU SEIN - Ein spannendes Streitgespräch
von j.h. aus Berlin am 04.10.2018

Der Klappentext des Buches erweckt den Anschein, dem Phänomen des Ostdeutschen schlechthin auf die Spur zu kommen und generalistisch darzustellen, worin sich die Unterschiede zwischen Ost und West fast 30 Jahre nach der staatlichen Einheit noch immer (oder vielleicht auch immer mehr) manifestieren. Denn zweifellos gibt es sie - ... Der Klappentext des Buches erweckt den Anschein, dem Phänomen des Ostdeutschen schlechthin auf die Spur zu kommen und generalistisch darzustellen, worin sich die Unterschiede zwischen Ost und West fast 30 Jahre nach der staatlichen Einheit noch immer (oder vielleicht auch immer mehr) manifestieren. Denn zweifellos gibt es sie - die gravierenden und in den Medien zumeist zugespitzt dargestellten Unterschiede in Wertvorstellungen und Lebensentwürfen. WER WIR SIND ist kein dröger soziologischer Diskurs und ebensowenig eine grundsätzliche Erklärung ostdeutscher Befindlichkeiten. Die Journalistin Jana Hensel (*1976) und der Soziologe Wolfgang Engler (*1952) sind Vertreter zweier Generationen, die sehr unterschiedlich durch ihr Leben in der DDR sozialisiert wurden. Und entsprechend differenziert fällt auch beider Blick aus: "Der überdurchschnittliche Erfolg der AfD in den 'neuen Ländern' findet seine so gut wie vollständige Erklärung in den Erfahrungen die sie (die Ostdeutschen, j.h.) nach 1990 sammelten und eben nicht im Rekurs auf ihren vermeintlich obrigkeitsstaatlichen, führerorientierten DDR-Habitus. Diese Dummheit grassiert noch immer und gerade jüngst wieder besonders heftig, und sie hat Methode. Indem man die Herkunftsgesellschaft der Ostdeutschen für jegliches kritikwürdiges Verhalten verantwortlich macht, legitimiert man die strukturellen Gebrechen und Ungerechtigkeiten der Ankunftsgesellschaft." (Engler, S. 51) Dazu passt natürlich, dass auch beinahe 3 Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung kaum Ostdeutsche in Führungspositionen anzutreffen sind, was kaum auf mangelhafte Ausbildung zurückgeführt werden kann: "Gleichwohl, wenn es um die fehlende Präsenz von Ostdeutschen in der gesamtdeutschen Elite geht, löst das immer große Betroffenheit aus. ... Ich glaube tatsächlich, dass die ostdeutsche Erfahrung gar nicht als wert empfunden wird, repräsentiert zu sein. In der Wissenschaft, in der Politik, in der Kunst, in den Medien. Im Prinzip ist es eine Art Marginalisierungskreislauf: Sie wird nicht erkannt, sie wird nicht erinnert, sie wird nicht repräsentiert." (S. 107 f., Hensel) Jana Hensel und Wolfgang Engler vertreten ihre Argumente durchaus streitbar und sind von Einigkeit häufig weit entfernt. Dabei ist der Leser geneigt, sich auf eine Position gewissermaßen als "Mitstreiter" einzulassen - ob für die vielfach politisch korrekte Argumentation Hensels oder die etwas abgeklärteren Positionen Englers ist stark von eigenen Ansichten abhängig. Wann und wo das von Marke Nedo moderierte und bearbeitete Gespräch (untergliedert in 10 Kapitel) stattgefunden hat, wird leider nicht kommuniziert. Einzelne Fakten legen das Frühjahr 2018 nahe. Das im AUFBAU-Verlag erschienene Buch ist eine ebenso spannende wie erhellende Lektüre, die Ost- wie Westdeutschen gleichermaßen zu empfehlen ist und Stoff für manche Diskussion bietet.