Honigkuckuckskinder

Andreas Steinhöfel

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Beschreibung


 Die zwölfjährige Lena und ihre Mutter verlieren ihre Wohnung und müssen ins heruntergekommene »Hotel Paradies« am Hafen ziehen, wo Asylbewerber und Obdachlose zusammengepfercht werden. Dort freundet sich Lena mit dem Mädchen Ajoke aus Angola an. Gemeinsam mit dem kleinen Efrem versuchen die beiden dahinterzukommen, wer für die Diebstähle verantwortlich ist, die sich in letzter Zeit im Haus ereignen. Doch die Ausmaße des Betrugs sind größer als gedacht und die Spur führt zum Besitzer und Aufseher, Herrn Schmuck …

"Über Menschenwürde und Respekt, über Zusammenhalt und darüber, wie man gemeinsam etwas schaffen kann.", Nürnberger Nachrichten, 01.12.2018

Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren. Er ist Autor zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. »Die Mitte der Welt«. Für »Rico, Oskar und die Tieferschatten« erhielt er u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis. Nach Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi Ungerer hat Andreas Steinhöfel 2009 den Erich Kästner Preis für Literatur verliehen bekommen. 2013 wurde er mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk ausgezeichnet und 2017 folgte der James-Krüss-Preis. Zudem wurde er für den ALMA und den Hans-Christian-Andersen-Preis nominiert. Andreas Steinhöfel ist als erster Kinder- und Jugendbuchautor Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Serie über Rico und Oskar wurde sehr erfolgreich fürs Kino verfilmt. Zusätzlich zu seiner Autorentätigkeit arbeitet er als Übersetzer und Rezensent und schreibt Drehbücher. Seit 2015 betätigt er sich in seiner Filmfirma sad ORIGAMI als Produzent von Kinderfilmen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Altersempfehlung 12 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-31780-3
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/1,9 cm
Gewicht 196 g
Auflage 2. Auflage

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Wichtiges Thema kindgerecht erzählt!
von Lales Bücherwelt am 22.11.2018

Inhalt: Lena und ihre Mutter sind geschockt als sie ihre Wohnung verlassen müssen und von nun an in einem herunter gekommenen Hotel gemeinsam mit „Ausländern“ - wie Lena‘s Mutter sie abfällig nennt - leben müssen. Während sie in ihrem Zimmer immer mehr in Selbstmitleid und Verzweiflung versinkt und keinerlei Interesse daran hat... Inhalt: Lena und ihre Mutter sind geschockt als sie ihre Wohnung verlassen müssen und von nun an in einem herunter gekommenen Hotel gemeinsam mit „Ausländern“ - wie Lena‘s Mutter sie abfällig nennt - leben müssen. Während sie in ihrem Zimmer immer mehr in Selbstmitleid und Verzweiflung versinkt und keinerlei Interesse daran hat, ihre Situation zu verbessern bzw. überhaupt nur aus dem Zimmer herauszukommen, findet Lena schnell neue Freunde. Gemeinsam mit Ihnen findet sie heraus, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zu zu gehen scheint... Meine Meinung: Eine leichte und doch vielschichtige Geschichte, gut geeignet für jüngere Leser. Eigentlich ging es Lena‘s Familie gut. Sie lebten in einer schönen Wohnung, die Eltern hatten eine gute Arbeit und Urlaube, Ausflüge und Essen gehen waren kein Problem. Doch als Lena‘s Vater sie plötzlich sitzen lässt und ihnen Schulden hinterlässt - von denen Lena und ihre Mutter überhaupt nichts wussten - haben sie ein Problem. Denn die Schulden können sie nicht begleichen. So müssen sie ihre Wohnung aufgeben und werden vom Sozialamt in einem etwas verwahrlosten Hotel untergebracht. Während Lena‘s Mutter es für unter ihre Würde hält, dort zu leben und in Verzweiflung stürzt, versucht Lena das Beste aus der Situation zu machen. Schnell findet sie in einem afrikanischen Mädchen namens Ajoke eine neue Freundin. Durch sie bekommt Lena einen Blick auf das Leben der Flüchtlinge und ihre Situation. Mit der Zeit lernt Lena nicht nur immer neue Geschichten von anderen Bewohnern des Hotels kennen, sondern findet gemeinsam mit ihren neuen Freunden auch heraus, dass in dem Hotel einiges schief zu laufen scheint... „Honigkuckuckskinder“ erzählt die Geschichte der 12-jährigen Lena, die durch einen Schicksalsschlags einen Blick auf eine andere Seite des Lebens bekommt und überdies ein kleines Abenteuer erlebt. Die Aufmachung des Buches ist eher schlicht, sodass der Titel gänzlich in den Vordergrund rückt. Über die Bedeutung des Titels und des Covers und inwiefern es zur Geschichte selbst passt - darüber lässt sich sicher streiten. Allerdings wird so Raum für mögliche Interpretationen gelassen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der Protagonistin Lena und ihren neuen Freunden erzählt. So kann man die Handlung aus verschiedenen Sichtweisen miterleben und kann zugleich auch einen neuen Blickwinkel auf bestimmte Situationen, wie zum Beispiel die Flüchtlingspolitik, erlangen. Die Erzählweise und die Handlung selbst sind an das Alter angepasst, sodass die Geschichte trotz der ernsten Themen auch unterhaltsam ist. Insgesamt finde ich es gut, dass aktuelle und wichtige Aspekte thematisiert werden und das Buch trotzdem nicht zu einem Lehrbuch wird. Dementsprechend geht die Handlung auch nicht allzu sehr in die Tiefe. Gedanken und Gefühle sind eher oberflächlich dargestellt, sodass man sich als Leser eine grobe Vorstellung von der Situation machen kann. Der Schreibstil an sich ist schmucklos. Ohne zu viel Worte zu verlieren werden werden die wesentlichen und die für die Geschichte am wichtigsten Punkte zur Sprache gebracht. Die Handlung erzählt sich durchweg flüssig und leicht, sodass man das ohnehin schon recht dünne Buch schnell durchgelesen hat. Fazit: „Honigkuckuckskinder“ erzählt auf leichte und spannende Weise die vielschichtige Geschichte mehrerer Kinder, die mit Veränderungen und ihren Folgen konfrontiert sind. Ohne belehrend zu wirken, regt das Buch zum Nachdenken an und bietet trotzdem eine gute Unterhaltung. Gut geeignet auch vor allem für jüngere Leser ab etwa 12 Jahren, aber auch ältere Leser können sich viel daraus mitnehmen.


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