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Jahre aus Seide

Das Schicksal einer Familie. Roman

Die große Seidenstadt-Saga 1

(12)
Ruth wächst glücklich und behütet auf, sie besucht das Lyzeum, verbringt die Sommer an der See und taucht in der benachbarten Villa des Seidenfabrikanten Merländer in die Welt der Stoffe ein. Mit Begeisterung lernt sie nähen und fertigt aus sorgsam gehüteten Stoffresten kunstvolle Verzierungen und kleine Taschen. Und sie verliebt sich. Kurt ist einige Jahre älter und, genau wie sie, jüdischen Glaubens. Dann kommen die Nazis an die Macht, und all ihre Träume für die Zukunft zerplatzen. Immer häufiger sind sie und ihre Familie Anfeindungen ausgesetzt, wissen nicht mehr, wem sie noch trauen können und stehen schließlich vor der Frage, ob sie ihre geliebte Heimat, Freunde und Verwandte verlassen müssen. Und dann kommt der schicksalhafte Tag, an dem sich das Leben von Ruth mit einem Mal ändert.
Portrait
Ulrike Renk, 1967 in Detmold geboren, studierte in Aachen Anglistik, Soziologie und Literaturwissenschaften.§Heute lebt sie mir ihrer Familie am Niederrhein.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 07.12.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3441-8
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 20,3/13,1/4,3 cm
Gewicht 554 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 1.034
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Neue Familiensaga von Ulrike Renk , die mich von der ersten Seite an wieder gefesselt und begeistert hat.
Lesefutter bester Qualität - aber leider mit Wartezeit auf zwei Folgebände
Neue Familiensaga von Ulrike Renk , die mich von der ersten Seite an wieder gefesselt und begeistert hat.
Lesefutter bester Qualität - aber leider mit Wartezeit auf zwei Folgebände

„Dieses Buch ist einfach knorke, famos und einzig!“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ende 2017 habe ich für mich die Autorin Ulrike Renk entdeckt. Bei meinem ersten Buch von ihr war ich noch etwas vorsichtig, aber mit den beiden folgenden Bänden der Ostpreußen Saga hat sie mich dann für sich gewonnen. Dementsprechend war die Freude groß, als ich entdeckte, dass peu á peu ein neuer Dreiteiler von ihr in Arbeit ist. Der erste Band der großen Seidenstadt Saga ist jetzt gerade erschienen. Band 2 wird voraussichtlich im Juni 2019 folgen und Band 3 im Februar 2020. (Wie soll ich es nur so lange aushalten?)

Am Anfang, als ich das Buch in der Vorschau des Aufbau Verlags entdeckte, war ich erst etwas skeptisch. Mich hatte der Reihentitel „Die große Seidenstadt Saga“ irritiert. Bis dato wusste ich noch nicht, dass Krefeld aufgrund der Seidenstoffproduktion des 18. und 19. Jahrhunderts auch als „Samt- und Seidenstadt“ bezeichnet wird. Aber Krefeld ist halt der Ort des Geschehens und somit passt der Reihentitel also optimal. Zur Abwechslung bin ich einmal mit der Inhaltsangabe hier zufrieden. Ich füge nur noch wenige Informationen hinzu.
Ulrike Renk erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Meyer. Karl Meyer ist Handlungsreisender für Schuhe und hat sich damit einen gewissen Wohlstand erarbeitet. Irgendwann im Laufe der Handlung baut er ein Haus für sich und seine Familie. Dieses Haus liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Seidenfabrikanten Richard Merländer. Und dort lebt die Familie, die aus Karl und Martha Meyer, sowie ihren beiden Töchtern Ruth und Ilse besteht glücklich bis langsam aber sicher die Schatten des 3. Reichs heraufziehen. Der erste Band geht bis zum 11. November 1938 und lässt einen atemlos mit einem offenen Ende sehnsüchtig und angstvoll auf den 2. Band warten.

Es gibt vieles, was mich an diesem Buch begeistert. Zum einen ist es, dass es sowohl die Familie Meyer, als auch den Seidenfabrikanten Richard Merländer wirklich gegeben hat. Die Villa von Richard Merländer ist heute die NS-Dokumentationsstelle in Krefeld. Dort ist die Autoren eigentlich eher per Zufall auf die Geschichte der Familie Meyer gestoßen. Und sie hatte Glück, sie lernte einen Nachfahren der Familie kennen und konnte sich dort die Erlaubnis, die Geschichte der Familie als Roman aufzuarbeiten, holen. Dafür standen ihr u.a. auch die Tagebücher von Ruth Meyer zur Verfügung. Und falls Sie sich bereits über die Begriffe „knorke“, „famos“ und „einzig“ gewundert haben, so sind dies Begriffe, die die junge Ruth sehr gerne verwendet hat. In ihrem Nachwort zu diesem Roman erzählt Ulrike Renk viel zu den Hintergründen für diese Geschichte und klärt auch auf, was Fiktion und was Wahrheit ist.

Die Geschichte beginnt im Oktober 1926. Da ist Ruth, die die eigentliche Hauptperson ist, knapp sechs Jahre alt. Für mich war es in diesem Buch so schön zu entdecken, wie assimilierte Juden in Deutschland wohl gelebt haben, denn die Familie Meyer feiert zwar die jüdischen Feiertage und auch den Sabbat, aber sie sind keine extrem gläubigen Juden. Sie leben nicht koscher und sehen sich zu allererst als Deutsche. Für sie ist das Judentum eine Glaubensrichtung wie das Christentum. Und so ist es für sie schwer zu fassen, als die Nationalsozialisten immer mehr an Macht gewinnen und der Antisemitismus in Deutschland immer stärker wird. Doch trotzdem sprechen die Meyers bereits früh mit ihren anderen jüdischen Freunden darüber, ob sie Deutschland verlassen sollten oder ob der braune Spuk schnell vorübergehen wird. In dem Buch wird sehr deutlich, wie schwierig es von Anfang an für die jüdischen Familien war, auszureisen. Palästina war erst im Aufbau und die Engländer vergaben nur eine stark begrenzte Anzahl an Visen an Interessenten. In Amerika musste man Verwandte haben, die für einen bürgten. Und auch in Südamerika waren die politischen Verhältnisse nicht so, dass es ohne weiteres Sinn machte dorthin auszuwandern.

Und dann hat mich noch begeistert, wie die Autorin die Geschichte erzählt hat. Die Familie Meyer ist in diesem Buch eine ausgesprochen liebenswerte und liebevolle Familie. Und Ruth ist ein ausgesprochen intelligentes und wissbegieriges Mädchen, was viele Fragen stellt. Irgendwie erinnerte sie mich an Nesthäkchen – die Kinderbuch-Reihe von Else Ury. Ruth ist wie Annemie ein lebendiges und aufgeschlossenes Mädchen. Sie ist neugierig und sucht ihren Weg. Und sie ist modern und möchte später gerne studieren. Nesthäkchen spielt zwar in einer anderen Zeit und ist wohl auch Christin gewesen, wenn auch die Autorin selbst Jüdin war, aber irgendwie fühlte ich mich an diese Geschichte, die ich in meiner Kindheit geliebt habe, erinnert. Es ist einfach ein Durchschnittsleben in Deutschland.

Das einzige, was mich an diesem Buch wirklich gestört hat – aber das ist wirklich eine unwesentliche Kleinigkeit – ist das zwar sehr hübsche Cover, was aber überhaupt nicht zu der Geschichte passt. Die Dame auf dem Cover ist 1. Erwachsen und trägt 2. ein Kleid, wie es nach dem 1. Weltkrieg mit Sicherheit nicht mehr getragen wurde. Ich hätte ein Cover mit der vierköpfigen Familie vor ihrem Haus im Bauhausstil viel stimmiger gefunden.

Ein großartiger Roman über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig sehr traurig ist, aber auch Mut macht. Wir haben heute eine Demokratie, für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir dürfen sie niemals selbstverständlich hinnehmen, denn wie schnell es sich ändern kann, hat unsere Geschichte in den 30er Jahren gezeigt.
Ende 2017 habe ich für mich die Autorin Ulrike Renk entdeckt. Bei meinem ersten Buch von ihr war ich noch etwas vorsichtig, aber mit den beiden folgenden Bänden der Ostpreußen Saga hat sie mich dann für sich gewonnen. Dementsprechend war die Freude groß, als ich entdeckte, dass peu á peu ein neuer Dreiteiler von ihr in Arbeit ist. Der erste Band der großen Seidenstadt Saga ist jetzt gerade erschienen. Band 2 wird voraussichtlich im Juni 2019 folgen und Band 3 im Februar 2020. (Wie soll ich es nur so lange aushalten?)

Am Anfang, als ich das Buch in der Vorschau des Aufbau Verlags entdeckte, war ich erst etwas skeptisch. Mich hatte der Reihentitel „Die große Seidenstadt Saga“ irritiert. Bis dato wusste ich noch nicht, dass Krefeld aufgrund der Seidenstoffproduktion des 18. und 19. Jahrhunderts auch als „Samt- und Seidenstadt“ bezeichnet wird. Aber Krefeld ist halt der Ort des Geschehens und somit passt der Reihentitel also optimal. Zur Abwechslung bin ich einmal mit der Inhaltsangabe hier zufrieden. Ich füge nur noch wenige Informationen hinzu.
Ulrike Renk erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Meyer. Karl Meyer ist Handlungsreisender für Schuhe und hat sich damit einen gewissen Wohlstand erarbeitet. Irgendwann im Laufe der Handlung baut er ein Haus für sich und seine Familie. Dieses Haus liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Seidenfabrikanten Richard Merländer. Und dort lebt die Familie, die aus Karl und Martha Meyer, sowie ihren beiden Töchtern Ruth und Ilse besteht glücklich bis langsam aber sicher die Schatten des 3. Reichs heraufziehen. Der erste Band geht bis zum 11. November 1938 und lässt einen atemlos mit einem offenen Ende sehnsüchtig und angstvoll auf den 2. Band warten.

Es gibt vieles, was mich an diesem Buch begeistert. Zum einen ist es, dass es sowohl die Familie Meyer, als auch den Seidenfabrikanten Richard Merländer wirklich gegeben hat. Die Villa von Richard Merländer ist heute die NS-Dokumentationsstelle in Krefeld. Dort ist die Autoren eigentlich eher per Zufall auf die Geschichte der Familie Meyer gestoßen. Und sie hatte Glück, sie lernte einen Nachfahren der Familie kennen und konnte sich dort die Erlaubnis, die Geschichte der Familie als Roman aufzuarbeiten, holen. Dafür standen ihr u.a. auch die Tagebücher von Ruth Meyer zur Verfügung. Und falls Sie sich bereits über die Begriffe „knorke“, „famos“ und „einzig“ gewundert haben, so sind dies Begriffe, die die junge Ruth sehr gerne verwendet hat. In ihrem Nachwort zu diesem Roman erzählt Ulrike Renk viel zu den Hintergründen für diese Geschichte und klärt auch auf, was Fiktion und was Wahrheit ist.

Die Geschichte beginnt im Oktober 1926. Da ist Ruth, die die eigentliche Hauptperson ist, knapp sechs Jahre alt. Für mich war es in diesem Buch so schön zu entdecken, wie assimilierte Juden in Deutschland wohl gelebt haben, denn die Familie Meyer feiert zwar die jüdischen Feiertage und auch den Sabbat, aber sie sind keine extrem gläubigen Juden. Sie leben nicht koscher und sehen sich zu allererst als Deutsche. Für sie ist das Judentum eine Glaubensrichtung wie das Christentum. Und so ist es für sie schwer zu fassen, als die Nationalsozialisten immer mehr an Macht gewinnen und der Antisemitismus in Deutschland immer stärker wird. Doch trotzdem sprechen die Meyers bereits früh mit ihren anderen jüdischen Freunden darüber, ob sie Deutschland verlassen sollten oder ob der braune Spuk schnell vorübergehen wird. In dem Buch wird sehr deutlich, wie schwierig es von Anfang an für die jüdischen Familien war, auszureisen. Palästina war erst im Aufbau und die Engländer vergaben nur eine stark begrenzte Anzahl an Visen an Interessenten. In Amerika musste man Verwandte haben, die für einen bürgten. Und auch in Südamerika waren die politischen Verhältnisse nicht so, dass es ohne weiteres Sinn machte dorthin auszuwandern.

Und dann hat mich noch begeistert, wie die Autorin die Geschichte erzählt hat. Die Familie Meyer ist in diesem Buch eine ausgesprochen liebenswerte und liebevolle Familie. Und Ruth ist ein ausgesprochen intelligentes und wissbegieriges Mädchen, was viele Fragen stellt. Irgendwie erinnerte sie mich an Nesthäkchen – die Kinderbuch-Reihe von Else Ury. Ruth ist wie Annemie ein lebendiges und aufgeschlossenes Mädchen. Sie ist neugierig und sucht ihren Weg. Und sie ist modern und möchte später gerne studieren. Nesthäkchen spielt zwar in einer anderen Zeit und ist wohl auch Christin gewesen, wenn auch die Autorin selbst Jüdin war, aber irgendwie fühlte ich mich an diese Geschichte, die ich in meiner Kindheit geliebt habe, erinnert. Es ist einfach ein Durchschnittsleben in Deutschland.

Das einzige, was mich an diesem Buch wirklich gestört hat – aber das ist wirklich eine unwesentliche Kleinigkeit – ist das zwar sehr hübsche Cover, was aber überhaupt nicht zu der Geschichte passt. Die Dame auf dem Cover ist 1. Erwachsen und trägt 2. ein Kleid, wie es nach dem 1. Weltkrieg mit Sicherheit nicht mehr getragen wurde. Ich hätte ein Cover mit der vierköpfigen Familie vor ihrem Haus im Bauhausstil viel stimmiger gefunden.

Ein großartiger Roman über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig sehr traurig ist, aber auch Mut macht. Wir haben heute eine Demokratie, für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir dürfen sie niemals selbstverständlich hinnehmen, denn wie schnell es sich ändern kann, hat unsere Geschichte in den 30er Jahren gezeigt.

„Lesefutter zum Wegschmökern!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Wer von der 'Ostpreußen-Saga' nicht genug bekommen konnte, der darf sich jetzt auf den Auftakt der 'Krefelder-Seidendynastie-Saga' freuen. Es ist die dramatische Familiensaga über die Seidenweberei im 18. Jahrhundert, die auf authentischen Quellen beruht. Die wohlbehütete Ruth, die sich mit Leib und Seele den schönen Stoffen hingibt und vor Kreativität kaum zu bremsen ist, muss erfahren, wie ihr unbeschwertes Leben durch politische Machenschaften mit einem Mal jäh zusammenbricht. Doch tapfer nimmt sie ihr tragisches Schicksal an und kämpft in schweren Zeiten für sich und ihre Familie. Gewohnt eloquent verknüpft die in Krefeld lebende Autorin historische Fakten und Fiktion. Große Gefühle vor historischem Hintergrund – ein schön zu lesendes Stück Zeitgeschichte.
Freuen wir uns auf die nächsten Bände: 'Zeit aus Glas' und 'Tage des Lichts'.
Wer von der 'Ostpreußen-Saga' nicht genug bekommen konnte, der darf sich jetzt auf den Auftakt der 'Krefelder-Seidendynastie-Saga' freuen. Es ist die dramatische Familiensaga über die Seidenweberei im 18. Jahrhundert, die auf authentischen Quellen beruht. Die wohlbehütete Ruth, die sich mit Leib und Seele den schönen Stoffen hingibt und vor Kreativität kaum zu bremsen ist, muss erfahren, wie ihr unbeschwertes Leben durch politische Machenschaften mit einem Mal jäh zusammenbricht. Doch tapfer nimmt sie ihr tragisches Schicksal an und kämpft in schweren Zeiten für sich und ihre Familie. Gewohnt eloquent verknüpft die in Krefeld lebende Autorin historische Fakten und Fiktion. Große Gefühle vor historischem Hintergrund – ein schön zu lesendes Stück Zeitgeschichte.
Freuen wir uns auf die nächsten Bände: 'Zeit aus Glas' und 'Tage des Lichts'.

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Ulrikes Renks Romane entführen auf ganz besondere Weise in die Deutsche Geschichte. Gut recherchiert mit wunderbaren Figuren sind diese Bücher echte Schmöker mit Mehrwert. Ulrikes Renks Romane entführen auf ganz besondere Weise in die Deutsche Geschichte. Gut recherchiert mit wunderbaren Figuren sind diese Bücher echte Schmöker mit Mehrwert.

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Eine behütete höhere Töchter erfährt wie Politik und Hass das Leben vieler Menschen zerstört. Schleichend bricht eine heile Welt zusammen aber ein Hoffnungsschimmer bleibt. Eine behütete höhere Töchter erfährt wie Politik und Hass das Leben vieler Menschen zerstört. Schleichend bricht eine heile Welt zusammen aber ein Hoffnungsschimmer bleibt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
11
0
1
0
0

Familiensaga im dunklen Deutschland
von einer Kundin/einem Kunden aus Shanna 1512 am 18.12.2018

Aus dem Klappentext Ruth wächst glücklich und behütet auf, sie besucht das Lyzeum, verbringt die Sommer an der See und taucht in der benachbarten Villa des Seidenfabrikanten Merländer in die Welt der Stoffe ein. Mit Begeisterung lernt sie nähen und fertigt aus sorgsam gehüteten Stoffresten kunstvolle Verzierungen und kleine... Aus dem Klappentext Ruth wächst glücklich und behütet auf, sie besucht das Lyzeum, verbringt die Sommer an der See und taucht in der benachbarten Villa des Seidenfabrikanten Merländer in die Welt der Stoffe ein. Mit Begeisterung lernt sie nähen und fertigt aus sorgsam gehüteten Stoffresten kunstvolle Verzierungen und kleine Taschen. Und sie verliebt sich. Kurt ist einige Jahre älter und, genau wie sie, jüdischen Glaubens. Dann kommen die Nazis an die Macht, und all ihre Träume für die Zukunft zerplatzen. Immer häufiger sind sie und ihre Familie Anfeindungen ausgesetzt, wissen nicht mehr, wem sie noch trauen können und stehen schließlich vor der Frage, ob sie ihre geliebte Heimat, Freunde und Verwandte verlassen müssen. Das Buch ist der Auftakt einer 3-teiligen Familiensaga rund um die jüdische Familie Meyer. Allen voran Tochter Ruth. Deren Leben verläuft bis zur Machtergreifung der Nazis wohl behütet und sorgenfrei. Hier muss ich allerdings anmerken, dass ich mir anhand des Klappentext eine andere Vorstellung vom Inhalt des Buches gemacht habe. Ich dachte eigentlich, dass es sich bei Ruth um eine junge Dame handelt und nicht um ein Kind, welches ich aufwachsen sehen werde. Im Grund dreht sich die eigentlich Handlung in diesem Buch, mehr um ihre Mutter Martha. Spannend fand ich, mehr über den jüdischen Glauben zu erfahren, über die Spannungen welche die Machtergreifung der Nazis auslöste, die Ängste der Menschen und die verzweifelten Versuche, den Gräueltaten der braunen Brut zu entkommen. Gerade in der heutigen Zeit, darf dies nicht vergessen werden. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings kommt es immer wieder zu Wiederholungen ganzer Passagen. Hier müsste von Seiten des Lektorats nachgearbeitet werden. Ich würde auch die Altersfreigabe auf 16 Jahre setzen. Manche Passagen waren schon recht naiv geschrieben. Die Protagonisten waren mir dagegen weitgehend sympathisch und von der Autorin gut ausgearbeitet. Auch der geschichtliche Hintergrund war sehr gut recherchiert. Interessant fand ich, dass es sich um die wahre Geschichte von Ruth Elcott handelt. Von ihr hatte ich schon gelesen, aber sie nicht mit der ?Ruth? hier in Verbindung gebracht. Obwohl das Buch für mich ein paar kleine Schwächen hat und ich leider nur gute 3 Sterne vergeben kann, möchte ich gerne lesen, wie es mit der Familie Meyer und ihren Freunden weitergeht, denn das Thema ist hoch interessant.

rührend geschrieben, mir hat es an Handlung gefehlt
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienburg am 17.12.2018

Die jüdische Familie Meyer lebt in Krefeld der 30er Jahre. Vater Karl ist viel als Vertreter für Schuhe in Deutschland unterwegs. Mutter Martha kümmert sich um Haushalt und die beiden Kinder Ruth und Ilse. Der Familie geht es gut. Aber immer mehr machen sich die Braunen im Lande bemerkbar... Die jüdische Familie Meyer lebt in Krefeld der 30er Jahre. Vater Karl ist viel als Vertreter für Schuhe in Deutschland unterwegs. Mutter Martha kümmert sich um Haushalt und die beiden Kinder Ruth und Ilse. Der Familie geht es gut. Aber immer mehr machen sich die Braunen im Lande bemerkbar mit ihren Hassparolen und Ideologien. Mehr will ich nicht verraten! Wieder einmal hat die Autorin sehr gefühlvoll und einfühlsam das Leben der Meyer beschrieben. Dabei ist der Schreibstil so wunderbar, dass man als Leser einfach abtauchen kann in die damalige Zeit. Ulrike Renk vermittelt mit der Geschichte auch die Sorgen, Nöte und Ängste der jüdischen Bevölkerung, ihren Irrglauben, dass die Nazis sich nicht lange halten werden, sehr glaubhaft. Auch die Charaktere im Buch sind wieder sehr gut beschrieben und gelungen. Am besten > wenn auch als Person eher unsympathisch< gelungen fand ich Marthas Mutter Emilie. Einfach zum Schmunzeln, wie herrisch, altmodisch und uneinsichtig diese Frau dargestellt ist. Ein ?Traum? von Schwiegermutter?. Ich habe mich gefragt, warum das Buch ?Jahre aus Seide? heißt. Nur weil Ruth von ihrem Nachbarn Seidenstoffe geschenkt bekommt und damit erste Stücke entwirft? Sicher doch nicht. Eher würde ich denken, dass in diesem ersten Teil der Trilogie die Familie noch in ?Samt und Seide? gebettet war. So richtig kritisch wurde es für diese jüdische Familie, außer die finanziellen Einbußen des Vaters bei seinem Vertretergeschäft, ja noch nicht. Und das ist es, was mich an dem Buch gestört hat. So richtig aufregendes ist in diesem ersten Teil nicht passiert. Gestört haben mich die vielen grammatikalischen Fehler im ersten Drittel. Insgesamt gesehen ist es ein unterhaltsames, lesenswertes Buch. Für die beiden folgenden Teile hoffe ich, dass da dann mehr Handlung, mehr Wendungen auftreten werden. Der erste Teil bekommt von mir 3,5 Lese-Sterne.

Ruths Lebensgeschichte
von Lesemone am 17.12.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In einem sehr detaillierten Schreibstil erzählt Ulrike Renk die Geschichte von Ruth Meyer, welche auf einer wahren Begebenheit beruht. Anhand von Tagebüchern hat die Autorin Ruths Geschichte rekonstruiert, da sie leider schon verstorben ist. Der erste Band der Seidenstadt-Trilogie fängt im Jahr 1932 an, wo Ruth in einem behüteten... In einem sehr detaillierten Schreibstil erzählt Ulrike Renk die Geschichte von Ruth Meyer, welche auf einer wahren Begebenheit beruht. Anhand von Tagebüchern hat die Autorin Ruths Geschichte rekonstruiert, da sie leider schon verstorben ist. Der erste Band der Seidenstadt-Trilogie fängt im Jahr 1932 an, wo Ruth in einem behüteten Elternhaus in Frieden und Glück aufwachsen kann. Mit den Jahren kristallisiert sich jedoch heraus, dass die Nationalsozialisten immer stärker werden und sie als Juden immer mehr Probleme bekommen. Stück für Stück begreift die Familie, dass Hitler doch an die Macht kommt und ihnen alles nimmt, was sie sich aufgebaut haben. Es kommen bei den gemeinsam Familienabenden sehr stark die politischen Sorgen zur Sprache und man kann sich als Leser gut vorstellen, was in den Köpfen der damaligen Betroffenen vorging. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin das Leben der Familie Meyer und wie sie mit der plötzlichen Ausgrenzung aus der Gesellschaft umgingen. So wird die Geschichte der Judenverfolgung lebendig gehalten und ich war sehr gefesselt beim Lesen. Sehr berührend waren die Reaktionen der Kinder und auch wie sie mit allem umgegangen sind. Man muss sich im Klaren sein, dass es in diesem Buch auch sehr viel um die politische Situation geht. Ich finde aber, dass die Autorin dies sehr gut in der Geschichte verpacken konnte, ohne dass der Stoff trocken wirkt. So macht Geschichtsunterricht doch gleich viel mehr Spaß. Ich bin sehr gespannt auf den weiteren Verlauf von Ruths Lebensgeschichte.