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Loyalitäten

Roman

Der 12-jährige Théo ist ein stiller, aber guter Schüler. Dennoch glaubt seine Lehrerin Hélène besorgniserregende Veränderungen an ihm festzustellen. Doch keiner will das hören. Théos Eltern sind geschieden und mit sich selbst beschäftigt. Der Junge funktioniert und kümmert sich um die unglückliche Mutter und den vereinsamten Vater. Um ihren Sohn müssen sie sich keine Sorgen machen. Doch Théo trinkt heimlich, und nur sein Freund Mathis weiß davon. Der Alkohol wärmt und schützt ihn vor der Welt. Eines Tages wird ihn der Alkohol ganz aufsaugen, das weiß Théo. Doch wer sollte ihm helfen? Hélène, seine Lehrerin, würde es tun, wie aber soll das gehen, ohne dass er die Eltern verrät? Mathis beobachtet das alles voller Angst. Zu gerne würde er sich seiner Mutter anvertrauen, allerdings ist Théo sein einziger Freund. Und einen Freund verrät man nicht. Außerdem würde er damit auch demjenigen in den Rücken fallen, der den Minderjährigen den Alkohol besorgt. Und der ist es, der das gefährliche Spiel in dem schneebedeckten Park vorschlägt, bei dem Théo bewusst den eigenen Tod in Kauf nimmt.
Wer möchte nicht denen gegenüber loyal sein, die er liebt? In ihrem neuen Roman erzählt Delphine de Vigan von der manchmal gefährlichen Komplexität unserer Beziehungen. Dabei erweist sie sich einmal mehr als unbestechliche Chronistin zwischenmenschlicher Missstände.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 176 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.09.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783832184285
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel >Les loyautés<
Dateigröße 1409 KB
Übersetzer Doris Heinemann
Verkaufsrang 14559
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Buchhändler-Empfehlungen

M. Prehn, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wie in so vielen ihrer Werke schreibt Delphine de Vigan auch in diesem Buch schonungslos und voller Feingefühl über ein schwieriges Thema. Diese Geschichte hat mich, insbesondere durch ihre vier Erzählperspektiven, schnell in ihren Bann gezogen und lange nicht mehr losgelassen.

Ein großartiges Buch!

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Zu viel Verantwortung und Hilflosigkeit und zu wenig Liebe. Eine harte Geschichte über einen 12jährigen Jungen, der sich in den Alkohol flüchtet, seinen Freund, der sich ihm anschließt und eine Lehrerin, die nicht wegsieht. De Vigan ist neben Slimani, Despentes und Bayard eine Autorin, die Tabu-Themen knallhart auf den Tisch legt und uns Leser damit schonungslos konfrontiert. In seiner Dramatik einfach gekonnt geschrieben. LESEN!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Lieblingsbuchpotenzial
von Lesendes Federvieh aus München am 26.03.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Théo versucht alles richtig zu machen. Seine getrennt lebenden Eltern nicht zu enttäuschen und ein guter Schüler zu sein. Doch dieser Spagat überfordert den erst 12-jährigen Jungen zunehmend. Außer seiner Klassenlehrerin und der Mutter seines besten Freundes fällt niemandem etwas auf. Théo steuert mit Vollgas auf den Abgrund zu.... Théo versucht alles richtig zu machen. Seine getrennt lebenden Eltern nicht zu enttäuschen und ein guter Schüler zu sein. Doch dieser Spagat überfordert den erst 12-jährigen Jungen zunehmend. Außer seiner Klassenlehrerin und der Mutter seines besten Freundes fällt niemandem etwas auf. Théo steuert mit Vollgas auf den Abgrund zu... "Loyalitäten" ist eines jener großartigen Bücher, die man nicht so schnell vergisst. Delphine de Vigan ist mit diesem kleinen, feinen Buch ein Gesellschaftsportrait gelungen, das seinesgleichen sucht. Präzise und schonungslos offen beschäftigt sie sich mit dem Thema Loyalität in seinen verschiedenen Ausprägungen. Sie schreibt über menschliche Abgründe, innere Zerrissenheit und über emotionales Alleingelassensein. Dabei nimmt sie den Leser mit in Théos verkorkste Welt und somit hat das Geschehen ein Gesicht, nämlich das eines liebenswerten 12-jährigen Jungens, der versucht alles zusammenzuhalten. Es war für mich fesselnd und aufwühlend zugleich, Théo auf seinem Weg zu begleiten. Seite um Seite war ich von diesem intensiven, kraftvollen Buch mehr und mehr fasziniert - und erschüttert. Delphine de Vigan schafft es mühelos den Leser durch ihre klare, ruhige Sprache zum Nachdenken anzuregen. Es reicht doch oft schon ein genauerer Blick und ein Quäntchen Mut, um einem Menschen zu helfen. Für mich gehört dieses Buch auf jeden Fall zu meinen Highlights 2020. Fazit: Lieblingsbuchpotenzial

Tabu
von einer Kundin/einem Kunden aus Brüggen am 03.03.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Delphine de Vigan erzählt in ihrem faszinierenden Buch von der verhängnisvollen Entwicklung des 12-jährigen Theo. Theo, völlig überfordert von der Trennung seiner Eltern, wohnt mal hier und mal da und ist nirgendwo wirklich zu Hause. In seiner Verzweiflung betäubt er sich mit Alkohol. Die Eltern, ausschließlich mit sich und ihr... Delphine de Vigan erzählt in ihrem faszinierenden Buch von der verhängnisvollen Entwicklung des 12-jährigen Theo. Theo, völlig überfordert von der Trennung seiner Eltern, wohnt mal hier und mal da und ist nirgendwo wirklich zu Hause. In seiner Verzweiflung betäubt er sich mit Alkohol. Die Eltern, ausschließlich mit sich und ihren eigenen Problemen beschäftigt, bekommen nichts mit von der lebensbedrohlichen Leidenschaft ihres Sohnes. Die Autorin erzählt die Geschichte in fast nüchternen Worten jeweils aus der Sicht der vier Hauptpersonen. Das Verhalten eines jeden einzelnen ist für mich sehr gut nachvollziehbar und so tut sich nach und nach ein Abgrund auf, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Hauptpersonen sind authentisch und gut gezeichnet mit den dazugehörigen Schwächen und Unzulänglichkeiten. Die Handlung entwickelt sich mehr und mehr in eine Richtung, die mir als Leser den Atem stocken lässt. Am Ende stellt sich die drängende Frage, was Loyalität wirklich ist und ob das Unvermeidliche doch noch zu verhindern ist. Ein erschreckend schonungsloses und zugleich aufrüttelndes Buch um das Tabuthema Alkoholismus eines Kindes, das ich nur empfehlen kann!

Psychologisch sehr interessant
von einer Kundin/einem Kunden aus Schweich am 23.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Schüler Théo beginnt mit 12 Jahren regelmäßig Alkohol zu trinken. Seine Eltern leben getrennt und Théo wohnt jede Woche abwechselnd bei Vater oder Mutter. Die Beziehung zu seiner Mutter ist distanziert, da sie es nicht ertragen kann, durch ihren Sohn immer wieder an ihren verabscheuten Ex-Mann erinnert zu werden. Wenn Théo b... Der Schüler Théo beginnt mit 12 Jahren regelmäßig Alkohol zu trinken. Seine Eltern leben getrennt und Théo wohnt jede Woche abwechselnd bei Vater oder Mutter. Die Beziehung zu seiner Mutter ist distanziert, da sie es nicht ertragen kann, durch ihren Sohn immer wieder an ihren verabscheuten Ex-Mann erinnert zu werden. Wenn Théo bei seinem Vater ist, der sein Leben überhaupt nicht mehr im Griff hat, kümmert er sich fürsorglich um ihn. Beide scheinen nicht zu merken, wie sehr Théo die ganze Situation seelisch belastet. Sein Freund Mathis steht zu ihm und beteiligt sich ebenfalls am Alkoholkonsum. Einzig und allein ihre Lehrerin und Mathis' Mutter ahnen, dass etwas nicht stimmt. Jedoch steht die Lehrerin damit alleine im Kollegium und Mathis' Mutter ist zu sehr damit beschäftigt sich Gedanken über ihre Ehe zu machen. Sehr gut gefallen hat mir, dass jedes Kapitel einem der Charaktere Théo, Mathis, der Lehrerin oder Mathis' Mutter gewidmet ist, wobei die Kapitel der beiden Frauen aus der Ich-Perspektive erzählen. Auch wenn das Buch kein besonders Dickes ist, steckt viel dahinter und dem Leser wird aufgezeigt, zu welchen Missständen es in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen kommen kann. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!