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Jahre aus Seide

Das Schicksal einer Familie

Die große Seidenstadt-Saga 1

Träume aus Seide in Zeiten des Aufruhrs.

1932: Ruth hat eine unbeschwerte Jugend. Die meiste Zeit verbringt sie in der Villa des benachbarten Seidenhändlers Merländer. Sie ist fasziniert von den kunstvoll bedruckten Stoffen, lernt Schnittmuster zu entwerfen und Taschen und Zierrat zu fertigen. Und sie begegnet Kurt, ihrer ersten großen Liebe. Als die Nazis an die Macht kommen, scheint es für sie keine Zukunft zu geben, denn sie sind beide Juden. Kurts Familie trägt sich mit dem Gedanken auszuwandern, auch Ruth soll gegen ihren Willen ihr Elternhaus verlassen. Und dann kommt der Tag, an dem das Schicksal ihrer Familie in Ruths Händen liegt.

Eine dramatische Familiengeschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.
Portrait
Ulrike Renk, 1967 in Detmold geboren, studierte in Aachen Anglistik, Soziologie und Literaturwissenschaften.§Heute lebt sie mir ihrer Familie am Niederrhein.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.12.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783841216243
Verlag Aufbau digital
Dateigröße 2224 KB
Verkaufsrang 110
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Weitere Bände von Die große Seidenstadt-Saga

  • Band 1

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    Jahre aus Seide
    von Ulrike Renk
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    Zeit aus Glas
    von Ulrike Renk
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  • Band 3

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Buchhändler-Empfehlungen

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Schöner Schmöker nach bekanntem Ulrike Renk Erfolgsrezept : Familiengeschichte mit historischem Hintergrund , starkes Frauenporträt plus spannend und unterhaltsam geschrieben ! Schöner Schmöker nach bekanntem Ulrike Renk Erfolgsrezept : Familiengeschichte mit historischem Hintergrund , starkes Frauenporträt plus spannend und unterhaltsam geschrieben !

„Band 1 der Seidenstadt-Saga und wieder eine Geschichte nach wahren Begebenheiten“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

1932 - noch lebt die Jüdin Ruth mit ihrer Familie eine Kindheit in Geborgenheit und Wohlstand, doch als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, geht es nur noch darum, wie man überleben wird. Eine einfühlsam erzählte Geschichte eines tragischen Lebens - nicht ganz so gelungen wie Renks Ostpreußen-Saga. 1932 - noch lebt die Jüdin Ruth mit ihrer Familie eine Kindheit in Geborgenheit und Wohlstand, doch als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, geht es nur noch darum, wie man überleben wird. Eine einfühlsam erzählte Geschichte eines tragischen Lebens - nicht ganz so gelungen wie Renks Ostpreußen-Saga.

„„Lesefutter zum Wegschmökern!“ “

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Wer von der 'Ostpreußen-Saga' nicht genug bekommen konnte, der darf sich jetzt auf den Auftakt der 'Krefelder-Seidendynastie-Saga' freuen. Es ist die dramatische Familiensaga über die Seidenweberei im 18. Jahrhundert, die auf authentischen Quellen beruht. Die wohlbehütete Ruth, die sich mit Leib und Seele den schönen Stoffen hingibt und vor Kreativität kaum zu bremsen ist, muss erfahren, wie ihr unbeschwertes Leben durch politische Machenschaften mit einem Mal jäh zusammenbricht. Doch tapfer nimmt sie ihr tragisches Schicksal an und kämpft in schweren Zeiten für sich und ihre Familie. Gewohnt eloquent verknüpft die in Krefeld lebende Autorin historische Fakten und Fiktion. Große Gefühle vor historischem Hintergrund – ein schön zu lesendes Stück Zeitgeschichte.
Freuen wir uns auf die nächsten Bände: 'Zeit aus Glas' und 'Tage des Lichts'.
Wer von der 'Ostpreußen-Saga' nicht genug bekommen konnte, der darf sich jetzt auf den Auftakt der 'Krefelder-Seidendynastie-Saga' freuen. Es ist die dramatische Familiensaga über die Seidenweberei im 18. Jahrhundert, die auf authentischen Quellen beruht. Die wohlbehütete Ruth, die sich mit Leib und Seele den schönen Stoffen hingibt und vor Kreativität kaum zu bremsen ist, muss erfahren, wie ihr unbeschwertes Leben durch politische Machenschaften mit einem Mal jäh zusammenbricht. Doch tapfer nimmt sie ihr tragisches Schicksal an und kämpft in schweren Zeiten für sich und ihre Familie. Gewohnt eloquent verknüpft die in Krefeld lebende Autorin historische Fakten und Fiktion. Große Gefühle vor historischem Hintergrund – ein schön zu lesendes Stück Zeitgeschichte.
Freuen wir uns auf die nächsten Bände: 'Zeit aus Glas' und 'Tage des Lichts'.

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Ein Buch das bewegt und zugleich gut unterhält. Reale Geschehnisse und Überlegungen der Protagonisten sind aus dem Leben gegriffen. Lesenswerter Schmöker, zugleich Trilogieauftakt Ein Buch das bewegt und zugleich gut unterhält. Reale Geschehnisse und Überlegungen der Protagonisten sind aus dem Leben gegriffen. Lesenswerter Schmöker, zugleich Trilogieauftakt

„Packend erzählter zeitgeschichtlicher Reihenauftakt.“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Neues und schönes dreiteiliges Schmökerwerk mit Suchtgarantie von Ulrike Renk. Ein Roman, der mir gut gefallen hat und den ich gerne weiterempfehle. Macht jedenfalls jetzt schon neugierig auf die Folgebände zwei und drei, auch wenn hier Geduld bis Juni 2019 und Februar 2020 geübt werden muss. Neues und schönes dreiteiliges Schmökerwerk mit Suchtgarantie von Ulrike Renk. Ein Roman, der mir gut gefallen hat und den ich gerne weiterempfehle. Macht jedenfalls jetzt schon neugierig auf die Folgebände zwei und drei, auch wenn hier Geduld bis Juni 2019 und Februar 2020 geübt werden muss.

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Neue Familiensaga von Ulrike Renk , die mich von der ersten Seite an wieder gefesselt und begeistert hat.
Lesefutter bester Qualität - aber leider mit Wartezeit auf zwei Folgebände
Neue Familiensaga von Ulrike Renk , die mich von der ersten Seite an wieder gefesselt und begeistert hat.
Lesefutter bester Qualität - aber leider mit Wartezeit auf zwei Folgebände

„Dieses Buch ist einfach knorke, famos und einzig!“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ende 2017 habe ich für mich die Autorin Ulrike Renk entdeckt. Bei meinem ersten Buch von ihr war ich noch etwas vorsichtig, aber mit den beiden folgenden Bänden der Ostpreußen Saga hat sie mich dann für sich gewonnen. Dementsprechend war die Freude groß, als ich entdeckte, dass peu á peu ein neuer Dreiteiler von ihr in Arbeit ist. Der erste Band der großen Seidenstadt Saga ist jetzt gerade erschienen. Band 2 wird voraussichtlich im Juni 2019 folgen und Band 3 im Februar 2020. (Wie soll ich es nur so lange aushalten?)

Am Anfang, als ich das Buch in der Vorschau des Aufbau Verlags entdeckte, war ich erst etwas skeptisch. Mich hatte der Reihentitel „Die große Seidenstadt Saga“ irritiert. Bis dato wusste ich noch nicht, dass Krefeld aufgrund der Seidenstoffproduktion des 18. und 19. Jahrhunderts auch als „Samt- und Seidenstadt“ bezeichnet wird. Aber Krefeld ist halt der Ort des Geschehens und somit passt der Reihentitel also optimal. Zur Abwechslung bin ich einmal mit der Inhaltsangabe hier zufrieden. Ich füge nur noch wenige Informationen hinzu.
Ulrike Renk erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Meyer. Karl Meyer ist Handlungsreisender für Schuhe und hat sich damit einen gewissen Wohlstand erarbeitet. Irgendwann im Laufe der Handlung baut er ein Haus für sich und seine Familie. Dieses Haus liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Seidenfabrikanten Richard Merländer. Und dort lebt die Familie, die aus Karl und Martha Meyer, sowie ihren beiden Töchtern Ruth und Ilse besteht glücklich bis langsam aber sicher die Schatten des 3. Reichs heraufziehen. Der erste Band geht bis zum 11. November 1938 und lässt einen atemlos mit einem offenen Ende sehnsüchtig und angstvoll auf den 2. Band warten.

Es gibt vieles, was mich an diesem Buch begeistert. Zum einen ist es, dass es sowohl die Familie Meyer, als auch den Seidenfabrikanten Richard Merländer wirklich gegeben hat. Die Villa von Richard Merländer ist heute die NS-Dokumentationsstelle in Krefeld. Dort ist die Autoren eigentlich eher per Zufall auf die Geschichte der Familie Meyer gestoßen. Und sie hatte Glück, sie lernte einen Nachfahren der Familie kennen und konnte sich dort die Erlaubnis, die Geschichte der Familie als Roman aufzuarbeiten, holen. Dafür standen ihr u.a. auch die Tagebücher von Ruth Meyer zur Verfügung. Und falls Sie sich bereits über die Begriffe „knorke“, „famos“ und „einzig“ gewundert haben, so sind dies Begriffe, die die junge Ruth sehr gerne verwendet hat. In ihrem Nachwort zu diesem Roman erzählt Ulrike Renk viel zu den Hintergründen für diese Geschichte und klärt auch auf, was Fiktion und was Wahrheit ist.

Die Geschichte beginnt im Oktober 1926. Da ist Ruth, die die eigentliche Hauptperson ist, knapp sechs Jahre alt. Für mich war es in diesem Buch so schön zu entdecken, wie assimilierte Juden in Deutschland wohl gelebt haben, denn die Familie Meyer feiert zwar die jüdischen Feiertage und auch den Sabbat, aber sie sind keine extrem gläubigen Juden. Sie leben nicht koscher und sehen sich zu allererst als Deutsche. Für sie ist das Judentum eine Glaubensrichtung wie das Christentum. Und so ist es für sie schwer zu fassen, als die Nationalsozialisten immer mehr an Macht gewinnen und der Antisemitismus in Deutschland immer stärker wird. Doch trotzdem sprechen die Meyers bereits früh mit ihren anderen jüdischen Freunden darüber, ob sie Deutschland verlassen sollten oder ob der braune Spuk schnell vorübergehen wird. In dem Buch wird sehr deutlich, wie schwierig es von Anfang an für die jüdischen Familien war, auszureisen. Palästina war erst im Aufbau und die Engländer vergaben nur eine stark begrenzte Anzahl an Visen an Interessenten. In Amerika musste man Verwandte haben, die für einen bürgten. Und auch in Südamerika waren die politischen Verhältnisse nicht so, dass es ohne weiteres Sinn machte dorthin auszuwandern.

Und dann hat mich noch begeistert, wie die Autorin die Geschichte erzählt hat. Die Familie Meyer ist in diesem Buch eine ausgesprochen liebenswerte und liebevolle Familie. Und Ruth ist ein ausgesprochen intelligentes und wissbegieriges Mädchen, was viele Fragen stellt. Irgendwie erinnerte sie mich an Nesthäkchen – die Kinderbuch-Reihe von Else Ury. Ruth ist wie Annemie ein lebendiges und aufgeschlossenes Mädchen. Sie ist neugierig und sucht ihren Weg. Und sie ist modern und möchte später gerne studieren. Nesthäkchen spielt zwar in einer anderen Zeit und ist wohl auch Christin gewesen, wenn auch die Autorin selbst Jüdin war, aber irgendwie fühlte ich mich an diese Geschichte, die ich in meiner Kindheit geliebt habe, erinnert. Es ist einfach ein Durchschnittsleben in Deutschland.

Das einzige, was mich an diesem Buch wirklich gestört hat – aber das ist wirklich eine unwesentliche Kleinigkeit – ist das zwar sehr hübsche Cover, was aber überhaupt nicht zu der Geschichte passt. Die Dame auf dem Cover ist 1. Erwachsen und trägt 2. ein Kleid, wie es nach dem 1. Weltkrieg mit Sicherheit nicht mehr getragen wurde. Ich hätte ein Cover mit der vierköpfigen Familie vor ihrem Haus im Bauhausstil viel stimmiger gefunden.

Ein großartiger Roman über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig sehr traurig ist, aber auch Mut macht. Wir haben heute eine Demokratie, für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir dürfen sie niemals selbstverständlich hinnehmen, denn wie schnell es sich ändern kann, hat unsere Geschichte in den 30er Jahren gezeigt.
Ende 2017 habe ich für mich die Autorin Ulrike Renk entdeckt. Bei meinem ersten Buch von ihr war ich noch etwas vorsichtig, aber mit den beiden folgenden Bänden der Ostpreußen Saga hat sie mich dann für sich gewonnen. Dementsprechend war die Freude groß, als ich entdeckte, dass peu á peu ein neuer Dreiteiler von ihr in Arbeit ist. Der erste Band der großen Seidenstadt Saga ist jetzt gerade erschienen. Band 2 wird voraussichtlich im Juni 2019 folgen und Band 3 im Februar 2020. (Wie soll ich es nur so lange aushalten?)

Am Anfang, als ich das Buch in der Vorschau des Aufbau Verlags entdeckte, war ich erst etwas skeptisch. Mich hatte der Reihentitel „Die große Seidenstadt Saga“ irritiert. Bis dato wusste ich noch nicht, dass Krefeld aufgrund der Seidenstoffproduktion des 18. und 19. Jahrhunderts auch als „Samt- und Seidenstadt“ bezeichnet wird. Aber Krefeld ist halt der Ort des Geschehens und somit passt der Reihentitel also optimal. Zur Abwechslung bin ich einmal mit der Inhaltsangabe hier zufrieden. Ich füge nur noch wenige Informationen hinzu.
Ulrike Renk erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Meyer. Karl Meyer ist Handlungsreisender für Schuhe und hat sich damit einen gewissen Wohlstand erarbeitet. Irgendwann im Laufe der Handlung baut er ein Haus für sich und seine Familie. Dieses Haus liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Seidenfabrikanten Richard Merländer. Und dort lebt die Familie, die aus Karl und Martha Meyer, sowie ihren beiden Töchtern Ruth und Ilse besteht glücklich bis langsam aber sicher die Schatten des 3. Reichs heraufziehen. Der erste Band geht bis zum 11. November 1938 und lässt einen atemlos mit einem offenen Ende sehnsüchtig und angstvoll auf den 2. Band warten.

Es gibt vieles, was mich an diesem Buch begeistert. Zum einen ist es, dass es sowohl die Familie Meyer, als auch den Seidenfabrikanten Richard Merländer wirklich gegeben hat. Die Villa von Richard Merländer ist heute die NS-Dokumentationsstelle in Krefeld. Dort ist die Autoren eigentlich eher per Zufall auf die Geschichte der Familie Meyer gestoßen. Und sie hatte Glück, sie lernte einen Nachfahren der Familie kennen und konnte sich dort die Erlaubnis, die Geschichte der Familie als Roman aufzuarbeiten, holen. Dafür standen ihr u.a. auch die Tagebücher von Ruth Meyer zur Verfügung. Und falls Sie sich bereits über die Begriffe „knorke“, „famos“ und „einzig“ gewundert haben, so sind dies Begriffe, die die junge Ruth sehr gerne verwendet hat. In ihrem Nachwort zu diesem Roman erzählt Ulrike Renk viel zu den Hintergründen für diese Geschichte und klärt auch auf, was Fiktion und was Wahrheit ist.

Die Geschichte beginnt im Oktober 1926. Da ist Ruth, die die eigentliche Hauptperson ist, knapp sechs Jahre alt. Für mich war es in diesem Buch so schön zu entdecken, wie assimilierte Juden in Deutschland wohl gelebt haben, denn die Familie Meyer feiert zwar die jüdischen Feiertage und auch den Sabbat, aber sie sind keine extrem gläubigen Juden. Sie leben nicht koscher und sehen sich zu allererst als Deutsche. Für sie ist das Judentum eine Glaubensrichtung wie das Christentum. Und so ist es für sie schwer zu fassen, als die Nationalsozialisten immer mehr an Macht gewinnen und der Antisemitismus in Deutschland immer stärker wird. Doch trotzdem sprechen die Meyers bereits früh mit ihren anderen jüdischen Freunden darüber, ob sie Deutschland verlassen sollten oder ob der braune Spuk schnell vorübergehen wird. In dem Buch wird sehr deutlich, wie schwierig es von Anfang an für die jüdischen Familien war, auszureisen. Palästina war erst im Aufbau und die Engländer vergaben nur eine stark begrenzte Anzahl an Visen an Interessenten. In Amerika musste man Verwandte haben, die für einen bürgten. Und auch in Südamerika waren die politischen Verhältnisse nicht so, dass es ohne weiteres Sinn machte dorthin auszuwandern.

Und dann hat mich noch begeistert, wie die Autorin die Geschichte erzählt hat. Die Familie Meyer ist in diesem Buch eine ausgesprochen liebenswerte und liebevolle Familie. Und Ruth ist ein ausgesprochen intelligentes und wissbegieriges Mädchen, was viele Fragen stellt. Irgendwie erinnerte sie mich an Nesthäkchen – die Kinderbuch-Reihe von Else Ury. Ruth ist wie Annemie ein lebendiges und aufgeschlossenes Mädchen. Sie ist neugierig und sucht ihren Weg. Und sie ist modern und möchte später gerne studieren. Nesthäkchen spielt zwar in einer anderen Zeit und ist wohl auch Christin gewesen, wenn auch die Autorin selbst Jüdin war, aber irgendwie fühlte ich mich an diese Geschichte, die ich in meiner Kindheit geliebt habe, erinnert. Es ist einfach ein Durchschnittsleben in Deutschland.

Das einzige, was mich an diesem Buch wirklich gestört hat – aber das ist wirklich eine unwesentliche Kleinigkeit – ist das zwar sehr hübsche Cover, was aber überhaupt nicht zu der Geschichte passt. Die Dame auf dem Cover ist 1. Erwachsen und trägt 2. ein Kleid, wie es nach dem 1. Weltkrieg mit Sicherheit nicht mehr getragen wurde. Ich hätte ein Cover mit der vierköpfigen Familie vor ihrem Haus im Bauhausstil viel stimmiger gefunden.

Ein großartiger Roman über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig sehr traurig ist, aber auch Mut macht. Wir haben heute eine Demokratie, für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir dürfen sie niemals selbstverständlich hinnehmen, denn wie schnell es sich ändern kann, hat unsere Geschichte in den 30er Jahren gezeigt.

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Ulrikes Renks Romane entführen auf ganz besondere Weise in die Deutsche Geschichte. Gut recherchiert mit wunderbaren Figuren sind diese Bücher echte Schmöker mit Mehrwert. Ulrikes Renks Romane entführen auf ganz besondere Weise in die Deutsche Geschichte. Gut recherchiert mit wunderbaren Figuren sind diese Bücher echte Schmöker mit Mehrwert.

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Eine behütete höhere Töchter erfährt wie Politik und Hass das Leben vieler Menschen zerstört. Schleichend bricht eine heile Welt zusammen aber ein Hoffnungsschimmer bleibt. Eine behütete höhere Töchter erfährt wie Politik und Hass das Leben vieler Menschen zerstört. Schleichend bricht eine heile Welt zusammen aber ein Hoffnungsschimmer bleibt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
51 Bewertungen
Übersicht
34
7
6
3
1

Ruth Meyer´s Tagebuch
von Kikki/Leseratte77 aus dem Thüringer Wald am 03.02.2019

?Jahre aus Seide? von Ulrike Renk erzählt eine dramatische Familiengeschichte, einer jüdischen Familie, die die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht aufgibt. Auch als die Nazis die Macht in Deutschland übernehmen, versucht die Familie alles, um zu überleben. Ruth Meyer und ihre Familie sind Juden. Sie führen ein unbeschwertes Leben und... ?Jahre aus Seide? von Ulrike Renk erzählt eine dramatische Familiengeschichte, einer jüdischen Familie, die die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht aufgibt. Auch als die Nazis die Macht in Deutschland übernehmen, versucht die Familie alles, um zu überleben. Ruth Meyer und ihre Familie sind Juden. Sie führen ein unbeschwertes Leben und Vater Karl sorgt mit seinem Schuhhandel für ein gutes Auskommen. Die Geschwister Ruth und Ilse wachsen voller Liebe und Zuneigung auf. Auch Freunde und Angestellte der Familie sind gerne bei Meyer´s zu Hause. In der Schule ist Ruth eine sehr gute und beliebte Schülerin. Dann kommt der Hass und Neid auf Juden auf und die Familie wird in ihren Rechten immer mehr beschränkt, irgendwann denken sie sogar über eine Ausreise nach. Ein sehr emotionales und trauriges Buch, wobei ein buntes, fröhliches und liebevolles Leben im Mittelpunkt steht. Leider hat man Bilder im Hinterkopf, die bei jüdischen Geschichten nicht positiv ausgehen. Trotzdem ist der Kampfgeist und positive Lebenseinstellung sehr beeindruckend. Sehr empfehlenswertes Buch.

Jahre aus Seide
von einer Kundin/einem Kunden aus Ebmatingen am 03.02.2019

Super Roman, freue mich schon auf die Fortsetzung. Spannend, konnte fast nicht aufhören mit dem Lesen.

Ein interessantes Thema
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfungstadt am 18.01.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

wie alle bücher von Ulrike rank ist auch dieses wieder spannend. Ich habe es sehr schnell gelesen und würde mich über eine Fortsetzung freuen. das aufgegriffene thema regt zum Nachdenken an. Sehr schön.