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Eine Familie in Deutschland

Zeit zu hoffen, Zeit zu leben. Roman

(18)
Die große Familiengeschichte in Zeiten der Entscheidung - berührend, lebensnah, historisch genau.

Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land, fernab der Welt und doch mitten in Deutschland. Alles verändert sich für die Familie, als auf Hitlers Befehl eine gigantische Automobilfabrik entstehen soll, um den „Volkswagen“ zu bauen. Kinderärztin Charly und Filmproduzentin Edda, Autoingenieur Georg und Parteisoldaten Horst – sie alle müssen sich entscheiden: Mache ich mit? Beuge ich mich? Oder widersetze ich mich? Mut, Verzweiflung, Verrat und Liebe im Zeichen des Nazi-Regimes: bewegend schildert Bestseller-Autor Peter Prange die deutsche Jahrhundert-Tragödie und den Weg einer Familie, deren Mitglieder so unterschiedlich sind, wie Menschen nur sein können.

Der Auftakt des großen Zweiteilers „Eine Familie in Deutschland“: „Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“.

Wenn Prange deutsche Geschichte erzählt, wird sie für uns gegenwärtig. Klug und wahrhaftig beschreibt er Menschen, die sich in schweren Zeiten bewähren müssen und die doch einfach so sind wie wir.
Portrait
Peter Prange ist als Autor international erfolgreich. Seine Werke haben eine Gesamtauflage von über zweieinhalb Millionen erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher, etwa sein Bestseller ›Das Bernstein-Amulett‹, wurden verfilmt. Nach seinem Erfolgsroman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ folgt nun der große Roman in zwei Bänden, ›Eine Familie in Deutschland‹. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 672
Erscheinungsdatum 24.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-651-02556-1
Verlag Fischer Scherz
Maße (L/B/H) 21,7/15/5,5 cm
Gewicht 913 g
Auflage 2
Verkaufsrang 348
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
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Buchhändler-Empfehlungen

„"Fallersleben, ein Städtchen im Wolfsburger Land, zählte 1933 wenig mehr als 2000 Einwohner..."“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

In Fallersleben lebt seit Generationen die Familie Ising, wohlhabendes Bürgertum, dank Landbesitz und einer erfolgreichen Zuckerrübenfabrik. In 1933 sind vier der fünf Kinder erwachsen, nur ihr jüngster Bruder Willy, ein "Nachzügler" mit Down-Syndrom, lebt umsorgt und geliebt wie kaum ein Fünfjähriger, noch zu Hause.
Sein einer Bruder, Georg, will Karriere als Ingenieur und Entwickler für Automobile machen, der andere, Horst, hat sich mit Haut und Haaren der aufstrebenden NSDAP verschrieben. Willys Schwester Charlotte steht kurz vor ihrem Doktortitel, die andere , Edda, studiert etwas chaotisch, Ergebnis offen.

Dann beginnt für die Familie Ising die Zeitenwende, Hitler übernimmt die Macht in Deutschland, am Anfang sogar durch demokratische Wahlen. Aber es wird in Deutschland kein Stein auf dem anderen bleiben, buchstäblich alles wird sich ändern, wird schlimmer und schlimmer werden...

Prange zeigt sein ganzes schriftstellerisches Können, und seine große geschichtliche Kompetenz in diesem Roman: Am Beispiel der Familie Ising erzählt er die Geschichte von 1933 bis zum Kriegsanfang 1939. Alle Personen des Romans sind absolut lebendig getroffen, egal ob es Edda ist, die an der Seite Leni Riefenstahls die "großartige" neue Zeit im Film dokumentiert, oder ob es Georg ist, der eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des "Volkswagens" spielt, oder Charlottes Mann Benny, aus einer jüdischen Familie stammend, der ausgerechnet in Fallersleben mit anderen Architekten zusammen die "grüne Kunststadt" Wolfsburg entwickelt, samt dem riesigen VW-Werk. Oder ob es sich um Horst handelt, der "typische" Deutsche, der plötzlich einen Sinn in seinem Leben in Form einer Uniform findet....

Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite - und der Rezensent kann nur hoffen, daß Prange den Erscheinungstermin des zweiten Teils (Herbst 2019) einhalten wird....
In Fallersleben lebt seit Generationen die Familie Ising, wohlhabendes Bürgertum, dank Landbesitz und einer erfolgreichen Zuckerrübenfabrik. In 1933 sind vier der fünf Kinder erwachsen, nur ihr jüngster Bruder Willy, ein "Nachzügler" mit Down-Syndrom, lebt umsorgt und geliebt wie kaum ein Fünfjähriger, noch zu Hause.
Sein einer Bruder, Georg, will Karriere als Ingenieur und Entwickler für Automobile machen, der andere, Horst, hat sich mit Haut und Haaren der aufstrebenden NSDAP verschrieben. Willys Schwester Charlotte steht kurz vor ihrem Doktortitel, die andere , Edda, studiert etwas chaotisch, Ergebnis offen.

Dann beginnt für die Familie Ising die Zeitenwende, Hitler übernimmt die Macht in Deutschland, am Anfang sogar durch demokratische Wahlen. Aber es wird in Deutschland kein Stein auf dem anderen bleiben, buchstäblich alles wird sich ändern, wird schlimmer und schlimmer werden...

Prange zeigt sein ganzes schriftstellerisches Können, und seine große geschichtliche Kompetenz in diesem Roman: Am Beispiel der Familie Ising erzählt er die Geschichte von 1933 bis zum Kriegsanfang 1939. Alle Personen des Romans sind absolut lebendig getroffen, egal ob es Edda ist, die an der Seite Leni Riefenstahls die "großartige" neue Zeit im Film dokumentiert, oder ob es Georg ist, der eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des "Volkswagens" spielt, oder Charlottes Mann Benny, aus einer jüdischen Familie stammend, der ausgerechnet in Fallersleben mit anderen Architekten zusammen die "grüne Kunststadt" Wolfsburg entwickelt, samt dem riesigen VW-Werk. Oder ob es sich um Horst handelt, der "typische" Deutsche, der plötzlich einen Sinn in seinem Leben in Form einer Uniform findet....

Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite - und der Rezensent kann nur hoffen, daß Prange den Erscheinungstermin des zweiten Teils (Herbst 2019) einhalten wird....

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Lesefutter, das uns von Anfang an in die Geschichte hinein zieht. Ausgefeilte Charaktere, detailliert recherchierte Historie und viel Leben !!
Beste Unterhaltung - warte auf Bd 2!!
Lesefutter, das uns von Anfang an in die Geschichte hinein zieht. Ausgefeilte Charaktere, detailliert recherchierte Historie und viel Leben !!
Beste Unterhaltung - warte auf Bd 2!!

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Traurig als das Buch zu ende war. Vorfreude auf den zweiten Teil.
Deutsche Geschichte ,fundiert, lebendig anhand einer Familie nachzuerleben.
Anspruchsvolle, gute Unterhaltung.
Traurig als das Buch zu ende war. Vorfreude auf den zweiten Teil.
Deutsche Geschichte ,fundiert, lebendig anhand einer Familie nachzuerleben.
Anspruchsvolle, gute Unterhaltung.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Erster Band des Zweiteilers. Er legt eine Geschichte vor, welche den Leser zurückführt in die Zeit der Machtergreifung der Nazis. Ein gründlich recherchierter u. informativer Roman Erster Band des Zweiteilers. Er legt eine Geschichte vor, welche den Leser zurückführt in die Zeit der Machtergreifung der Nazis. Ein gründlich recherchierter u. informativer Roman

„bewegender Einblick in die deutsche Geschichte..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Peter Prange ist was deutsche Geschichte betrifft ein absoluter Erfolgsautor und das zu Recht, was sein neuestes Buch wieder mal schlüssig beweist. Die Familiengeschichte der Isings ist hochemotional und zeigt in eindringlicher Weise, dass das Leben nie nur schwarz oder weiß ist und man sich als Leser immer wieder fragt, wie man wohl selbst in politischen oder moralischen Ausnahmesituationen handeln würde. Alles verändert sich , die Entwicklung einer neuen Fabrik bietet Chancen, ist aber ideologisch mehr als fragwürdig..die Parallelen zu unserer jetzigen Gesellschaft unübersehbar..ein spannender, wichtiger und beeindruckender Roman ist da gelungen , den ich sehr gern gelesen habe. Peter Prange ist was deutsche Geschichte betrifft ein absoluter Erfolgsautor und das zu Recht, was sein neuestes Buch wieder mal schlüssig beweist. Die Familiengeschichte der Isings ist hochemotional und zeigt in eindringlicher Weise, dass das Leben nie nur schwarz oder weiß ist und man sich als Leser immer wieder fragt, wie man wohl selbst in politischen oder moralischen Ausnahmesituationen handeln würde. Alles verändert sich , die Entwicklung einer neuen Fabrik bietet Chancen, ist aber ideologisch mehr als fragwürdig..die Parallelen zu unserer jetzigen Gesellschaft unübersehbar..ein spannender, wichtiger und beeindruckender Roman ist da gelungen , den ich sehr gern gelesen habe.

„Eine Familie in Deutschland“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Peter Prange macht Geschichte lebendig.

Spannend geschrieben ist dieser Roman, der auf wahren Tatsachen beruht.

Diesem Erzähl-Sog konnte ich mich nur schwer entziehen, knapp 700 Seiten vergingen wie im Flug.

Freue mich schon auf den 2. Teil!
Peter Prange macht Geschichte lebendig.

Spannend geschrieben ist dieser Roman, der auf wahren Tatsachen beruht.

Diesem Erzähl-Sog konnte ich mich nur schwer entziehen, knapp 700 Seiten vergingen wie im Flug.

Freue mich schon auf den 2. Teil!

„Wie hätte ich damals agiert?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich liebe die Bücher von Peter Prange. Ganz besonders die, die im 20. Jahrhundert spielen. Und genau so eines ist gerade jetzt wieder neu erschienen. Ursprünglich wollte ich noch ein wenig damit warten, es zu lesen. Es war mir eigentlich mit 672 Seiten zu dick. Doch dann war die Neugier stärker und ich habe es innerhalb einer knappen Woche durchgelesen.

Peter Prange erzählt in diesem 1. Band seiner Familiengeschichte die Geschichte der Familie Ising von 1933 bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939. Doch jetzt möchte ich Ihnen erst einmal die Familie Ising vorstellen:

- Vater Hermann Ising ist ein Zuckerbaron in dem kleinen Ort Fallersleben. Er ist Ortsgruppenleiter, aber kein waschechter Nazi.
- Mutter Dorothee wollte eigentlich gerne Pianistin werden. Aber um ihren Bruder Carl zu unterstützen hat sie Hermann Ising geheiratet. Inzwischen lieben sie und ihr Mann sich sehr.
- Edda Ising ist die älteste Tochter. Sie studiert zu Anfang Französisch, bricht dieses Studium aber nach einer privaten Tragödie ab. Später macht sie Karriere beim Film.
- Georg Ising ist Ingenieur. Sein Traum ist ein Auto, das sich jeder leisten kann. Dafür lebt er und tut alles, um seinen Traum zu erfüllen.
- Horst Ising ist das schwarze Schaf der Familie. Er möchte so gerne seinem Vater imponieren, kommt aber nicht gegen seine Geschwister an. Stattdessen konzentriert er sich nun auf eine Karriere bei den Nationalsozialisten. Er ist mit Ilse, einer ebenso überzeugten Parteigängerin, verheiratet und hat zwei Kinder.
- Charlotte, genannt Charly, studiert Medizin. Sie liebt den Juden Benjamin Jungblut, genannt Benny, und versucht alles, um ihn zu schützen.
- Willy Ising ist der Nachzügler der Familie. Zum Richtfest ist er noch ein Baby. Sein Schicksal wird noch die ganze Familie beschäftigen.
- Carl Schmitt ist der Bruder von Dorothee. Er ist ein sehr kluger Jurist und ein enger Vertrauter von Hermann Göring. Über seine politische Meinung bewahrt er Stillschweigen.

Dazu gibt es noch einige weitere Personen, die für die Handlung noch wichtig werden, aber die zähle ich hier nicht alle auf.

Der Familiensitz der Familie Ising liegt in Fallersleben, einem kleinen Ort, der später in der der Autostadt Wolfsburg aufgehen wird. Edda und Charly studieren in Göttingen, Georg arbeitet zumeist in Stuttgart. Und Onkel Carl lebt in Berlin, wohin es später auch Edda verschlägt. Peter Prange hat in dem 1. Buch seine Protagonisten so aufgestellt, dass es in deren politischen Einstellung fast alles gibt, was in der damaligen Zeit möglich war. Stramme Parteigänger, Menschen, denen die Politik egal war, die nur versucht haben, das Beste für ihr Leben herauszuholen, Opportunisten, die immer ihr Mäntelchen in den Wind hängen und Menschen, die die Politik Hitlers und seiner Parteigenossen verabscheuen. Ich bin sehr gespannt, wie und ob sich die Einstellungen der einzelnen Familienmitglieder noch ändern werden. Und was für sie wichtiger ist – Familie oder Partei?

Der Roman liest sich ausgesprochen gut weg. Dies liegt sicherlich u.a. auch daran, dass der Autor seine Geschichte in sehr kurze Kapitel unterteilt hat. Man springt also sehr schnell von einer Hauptperson zur nächsten. Bereits im 1. Kapitel lernt man alle Familienmitglieder kennen und erfährt, welche Charaktereigenschaften sie haben, wer mit wem kann und wer nicht. Für mich war das besonders spannende, wie Peter Prange seine erdachte Geschichte mit realen Begebenheiten verknüpft hat. So lernt man sehr viel über Hitlers Idee eines Volkswagens, den jeder Bürger Deutschland für unter 1000 RM erwerben können sollte. Wir sind also von Anfang an dabei, wie der VW-Käfer, der damals noch unter dem Namen KdF-Wagen lief, entwickelt und extra dafür eine Stadt aus dem Boden gestampft wurde. Eine Stadt, die eigentlich auch für die Arbeiter vorbildlich geplant war. Aber ob sie jemals so fertiggestellt werden konnte, erfahren wir sicherlich im 2. Band. Dann geht ein Teil der Geschichte um die Filme der Leni Riefenstahl. Eine Frau, die ja auch heute noch polarisiert. War sie nun eine echte Nationalsozialistin, oder ging es ihr wirklich nur um ihre Kunst? Und als drittes großes Thema greift Peter Prange die Geschichte des Schiffes St. Louis auf, jenem Schiff mit dem knapp 1000 Juden aus Propagandagründen nach Kuba ausreisen können sollten. Das vierte wichtige Thema wird wahrscheinlich erst im 2. Band so richtig wichtig. Es deutet sich allerdings schon im 1. Band an. Dabei geht es um den jüngsten Spross der Familie – Willy.

Peter Prange schreibt am Anfang des Buches „Für uns Nachgeborene, die wir unserer selbst so sicher sind.“. Und im Nachwort schreibt er „Wie hätte ich mich verhalten? Welcher Mensch wäre in jener Zeit aus mir geworden?“ Und genau das ist es, was mich an diesem Buch und an diesem Thema immer wieder fasziniert. Wie hätte ich mich damals verhalten? Wäre ich ein Mitläufer gewesen, ein Opportunist oder hätte ich Widerstand gewagt. Heute sind wir ja zumeist so klug und meinen, dass so etwas nicht mehr möglich wäre. Aber ist dem wirklich so? Lernen die Politiker und wir Wähler gerade aus dem, was bei den Wahlen herauskommt?

Ein toll erzähltes und sehr spannendes Buch, das sowohl für Männer als auch Frauen interessant ist. Ich habe mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgelitten. Besonders Charly, Benni und Willy haben es mir angetan. Aber auch die Geschichte um Edda und Leni Riefenstahl fasziniert mich. Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger. Nun muss ich bis zum Herbst 2019 warten, um zu erfahren, wie es mit der Familie weitergeht. Wer wird überleben? Wer nicht? Wie entwickeln sich die einzelnen Mitglieder weiter?
Ich liebe die Bücher von Peter Prange. Ganz besonders die, die im 20. Jahrhundert spielen. Und genau so eines ist gerade jetzt wieder neu erschienen. Ursprünglich wollte ich noch ein wenig damit warten, es zu lesen. Es war mir eigentlich mit 672 Seiten zu dick. Doch dann war die Neugier stärker und ich habe es innerhalb einer knappen Woche durchgelesen.

Peter Prange erzählt in diesem 1. Band seiner Familiengeschichte die Geschichte der Familie Ising von 1933 bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939. Doch jetzt möchte ich Ihnen erst einmal die Familie Ising vorstellen:

- Vater Hermann Ising ist ein Zuckerbaron in dem kleinen Ort Fallersleben. Er ist Ortsgruppenleiter, aber kein waschechter Nazi.
- Mutter Dorothee wollte eigentlich gerne Pianistin werden. Aber um ihren Bruder Carl zu unterstützen hat sie Hermann Ising geheiratet. Inzwischen lieben sie und ihr Mann sich sehr.
- Edda Ising ist die älteste Tochter. Sie studiert zu Anfang Französisch, bricht dieses Studium aber nach einer privaten Tragödie ab. Später macht sie Karriere beim Film.
- Georg Ising ist Ingenieur. Sein Traum ist ein Auto, das sich jeder leisten kann. Dafür lebt er und tut alles, um seinen Traum zu erfüllen.
- Horst Ising ist das schwarze Schaf der Familie. Er möchte so gerne seinem Vater imponieren, kommt aber nicht gegen seine Geschwister an. Stattdessen konzentriert er sich nun auf eine Karriere bei den Nationalsozialisten. Er ist mit Ilse, einer ebenso überzeugten Parteigängerin, verheiratet und hat zwei Kinder.
- Charlotte, genannt Charly, studiert Medizin. Sie liebt den Juden Benjamin Jungblut, genannt Benny, und versucht alles, um ihn zu schützen.
- Willy Ising ist der Nachzügler der Familie. Zum Richtfest ist er noch ein Baby. Sein Schicksal wird noch die ganze Familie beschäftigen.
- Carl Schmitt ist der Bruder von Dorothee. Er ist ein sehr kluger Jurist und ein enger Vertrauter von Hermann Göring. Über seine politische Meinung bewahrt er Stillschweigen.

Dazu gibt es noch einige weitere Personen, die für die Handlung noch wichtig werden, aber die zähle ich hier nicht alle auf.

Der Familiensitz der Familie Ising liegt in Fallersleben, einem kleinen Ort, der später in der der Autostadt Wolfsburg aufgehen wird. Edda und Charly studieren in Göttingen, Georg arbeitet zumeist in Stuttgart. Und Onkel Carl lebt in Berlin, wohin es später auch Edda verschlägt. Peter Prange hat in dem 1. Buch seine Protagonisten so aufgestellt, dass es in deren politischen Einstellung fast alles gibt, was in der damaligen Zeit möglich war. Stramme Parteigänger, Menschen, denen die Politik egal war, die nur versucht haben, das Beste für ihr Leben herauszuholen, Opportunisten, die immer ihr Mäntelchen in den Wind hängen und Menschen, die die Politik Hitlers und seiner Parteigenossen verabscheuen. Ich bin sehr gespannt, wie und ob sich die Einstellungen der einzelnen Familienmitglieder noch ändern werden. Und was für sie wichtiger ist – Familie oder Partei?

Der Roman liest sich ausgesprochen gut weg. Dies liegt sicherlich u.a. auch daran, dass der Autor seine Geschichte in sehr kurze Kapitel unterteilt hat. Man springt also sehr schnell von einer Hauptperson zur nächsten. Bereits im 1. Kapitel lernt man alle Familienmitglieder kennen und erfährt, welche Charaktereigenschaften sie haben, wer mit wem kann und wer nicht. Für mich war das besonders spannende, wie Peter Prange seine erdachte Geschichte mit realen Begebenheiten verknüpft hat. So lernt man sehr viel über Hitlers Idee eines Volkswagens, den jeder Bürger Deutschland für unter 1000 RM erwerben können sollte. Wir sind also von Anfang an dabei, wie der VW-Käfer, der damals noch unter dem Namen KdF-Wagen lief, entwickelt und extra dafür eine Stadt aus dem Boden gestampft wurde. Eine Stadt, die eigentlich auch für die Arbeiter vorbildlich geplant war. Aber ob sie jemals so fertiggestellt werden konnte, erfahren wir sicherlich im 2. Band. Dann geht ein Teil der Geschichte um die Filme der Leni Riefenstahl. Eine Frau, die ja auch heute noch polarisiert. War sie nun eine echte Nationalsozialistin, oder ging es ihr wirklich nur um ihre Kunst? Und als drittes großes Thema greift Peter Prange die Geschichte des Schiffes St. Louis auf, jenem Schiff mit dem knapp 1000 Juden aus Propagandagründen nach Kuba ausreisen können sollten. Das vierte wichtige Thema wird wahrscheinlich erst im 2. Band so richtig wichtig. Es deutet sich allerdings schon im 1. Band an. Dabei geht es um den jüngsten Spross der Familie – Willy.

Peter Prange schreibt am Anfang des Buches „Für uns Nachgeborene, die wir unserer selbst so sicher sind.“. Und im Nachwort schreibt er „Wie hätte ich mich verhalten? Welcher Mensch wäre in jener Zeit aus mir geworden?“ Und genau das ist es, was mich an diesem Buch und an diesem Thema immer wieder fasziniert. Wie hätte ich mich damals verhalten? Wäre ich ein Mitläufer gewesen, ein Opportunist oder hätte ich Widerstand gewagt. Heute sind wir ja zumeist so klug und meinen, dass so etwas nicht mehr möglich wäre. Aber ist dem wirklich so? Lernen die Politiker und wir Wähler gerade aus dem, was bei den Wahlen herauskommt?

Ein toll erzähltes und sehr spannendes Buch, das sowohl für Männer als auch Frauen interessant ist. Ich habe mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgelitten. Besonders Charly, Benni und Willy haben es mir angetan. Aber auch die Geschichte um Edda und Leni Riefenstahl fasziniert mich. Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger. Nun muss ich bis zum Herbst 2019 warten, um zu erfahren, wie es mit der Familie weitergeht. Wer wird überleben? Wer nicht? Wie entwickeln sich die einzelnen Mitglieder weiter?

„Wege einer Familie“

Kerstin Weigelt, Thalia-Buchhandlung Meißen

Im Mittelpunkt dieser groß angelegten Geschichte steht Fam.Ising, ein Unternehmerehepaar mit 2 erwachsenen Töchtern wie Söhnen und einen kleinen Nachzügler. Es ist Deutschland 1930 und Hitler kommt an die Macht. Mit Deutschland geht es aufwärts, Sohn Georg entwickelt den ersten VW mit , Charly wird Ärztin und Edda feiert mit Leni Riefenstahl Erfolge beim Film. Sohn Horst setzt in erster Linie auf die neue Partei. Doch jeder in der Familie hat seine eigene Geschichte. Peter Prange versteht es hervorragend historische Ereignisse mit diesen der Familie zu verknüpfen. Man darf auf den zweiten Band gespannt sein. Im Mittelpunkt dieser groß angelegten Geschichte steht Fam.Ising, ein Unternehmerehepaar mit 2 erwachsenen Töchtern wie Söhnen und einen kleinen Nachzügler. Es ist Deutschland 1930 und Hitler kommt an die Macht. Mit Deutschland geht es aufwärts, Sohn Georg entwickelt den ersten VW mit , Charly wird Ärztin und Edda feiert mit Leni Riefenstahl Erfolge beim Film. Sohn Horst setzt in erster Linie auf die neue Partei. Doch jeder in der Familie hat seine eigene Geschichte. Peter Prange versteht es hervorragend historische Ereignisse mit diesen der Familie zu verknüpfen. Man darf auf den zweiten Band gespannt sein.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
17
1
0
0
0

äußerst unterhaltsam und lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienburg am 08.11.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Isings betreiben seit mehreren Generationen eine Zuckerraffinerie im Wolfsburger Land. Doch dann entwickelt Hitler die Idee gerade in diesem Landstrich eine riesige Autofabrik nebst einer Wohnstadt zu errichten. Das wirkt sich auf das Unternehmen und auch auf die Familie Ising aus? Mich hat das Buch von Anfang bis Ende... Die Isings betreiben seit mehreren Generationen eine Zuckerraffinerie im Wolfsburger Land. Doch dann entwickelt Hitler die Idee gerade in diesem Landstrich eine riesige Autofabrik nebst einer Wohnstadt zu errichten. Das wirkt sich auf das Unternehmen und auch auf die Familie Ising aus? Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Die Familie Isings ist in meinen Augen eine typische Familie der damaligen Zeit. Dabei sind die Mitglieder so unterschiedlich in ihrem Denken, in ihren Zielen und somit auch in ihrem Handeln. Auch wenn die Familie versucht zusammenzuhalten, so wirken sich auch bei ihnen die Dogmatiken und die Judenentrechtung auf das Miteinander aus. All dies beschreibt der Autor so eindrucksvoll und glaubhaft, dass ich insbesondere mit Charlotte und ihrem Liebsten mitgelitten habe. Benny und Charly sind meiner Meinung nach die stärksten Charaktere in dieser Geschichte und man muss sie einfach mögen. Ganz anders verhält es sich bei mir dagegen mit Onkel Carl, dem Bruder mütterlicherseits. Auch wenn der immer wieder seine Beziehungen als hoher Regierungsbeamter in Berlin nutzt, um den Retter in der Not zu spielen, so war er mir äußerst unsympathisch. Ein richtiger Wendehals in meinen Augen. Aber es muss ja auch negative Charaktere geben. Dieser Roman lebt von der Vielfältigkeit der Charaktere. Sie macht das Lesen abwechslungsreich, kurzweilig und spannend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit kann man beim Lesen spüren. Gleichzeitig erhält der Leser auch Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Autostadt Wolfsburg. Mir war gar nicht bewusst, dass Hitler den Anstoß zum Bau dieses Werkes gegeben hat. Interessant fand ich auch, dass die Kalkulation der Herstellungskosten auf einem Kilo-Preis basiert hat und der Name des 1. Volkswagens ?KdF-Wagen? (Kraft durch Freude) war. Der Autor hat hier sehr viel Energie in die Recherche zu diesem Thema gesteckt. Energie, die sich für uns Leser aber bestens gelohnt hat, denn man wird mit diesem Buch wunderbar kurzweilig unterhalten. Von mir gibt?s daher eine 100%ige Leseempfehlung und 5 wohlverdiente Lese-Sterne.

Dieser Roman gehört auf die Bestsellerlisten
von einer Kundin/einem Kunden aus Stralsund am 07.11.2018

In seinem neuen Roman "Eine Familie in Deutschland" gelingt es Peter Prange wieder einmal ganz hervorragend Historisches mit dem Genre des Familienromanes zu verbinden. Vor allem durch die Erzählweise in kleinen kurzen Kapiteln erhält er, durch das Springen von Protagonist zu Protagonist, die Spannung in der Romanhandlung aufrecht. Man... In seinem neuen Roman "Eine Familie in Deutschland" gelingt es Peter Prange wieder einmal ganz hervorragend Historisches mit dem Genre des Familienromanes zu verbinden. Vor allem durch die Erzählweise in kleinen kurzen Kapiteln erhält er, durch das Springen von Protagonist zu Protagonist, die Spannung in der Romanhandlung aufrecht. Man wird dadurch ständig zum Weiterlesen animiert. Das Buch ist auf Grund dessen kurzweilig zu lesen. Die historischen Ereignisse Deutschlands in der Zeit von 1933 bis 1939 sind sehr gut recherchiert und geschickt mit den Familiengeschehnissen verwoben. Gelungen finde ich persönlich den Einstieg in den Roman und damit die Kurzvorstellung der einzelnen Romanfiguren mit einem Familienfest. Durch diese "geballte Ansammlung" von Personen ist es gelungen, diese mit kurzen knappen Sätzen zu beschreiben und mitunter auch schon eine Charakteristik Einzelner zu treffen. Absolut zu kurz kommt mir in dem Roman die Figur der "Familienmutter" Dorothee weg. Warum sie sich gegen ihre Zukunft als Konzertpianistin und für den doch eher farblosen Hermann entschieden hat, ist mir noch nicht ganz eindeutig klar. Habe da in Richtung ihres Bruders Carl nur wage Vermutungen. Die Figur Horst ist und bleibt von Anfang an unangenehm. Im Verbund mit seiner Frau Ilse und mit Unterstützung des speichelleckenden Heinz-Ewald Pagels wird wohl noch Einiges auf alle Beteiligten des Romanes zu kommen. Carl Schmitt als "Chamäleon" zu bezeichnen trifft es auf den Punkt. In den Anfängen des Buches sah ich ihn noch als freundlichen und hilfsbereiten Onkel, der vor allem seine Nichte Charly mit ihrem Mann Benny unterstützt. Auch für Georg hat er ein gutes Wort bei Prof. Porsche eingelegt. Wenn man aber seine Handlungsweise gegenüber Gilla betrachtet, dann finde ich ihn reichlich unangenehm. Nicht nur, dass er sich die Tickets für die Überfahrt der Familie Bernstein mit Sex bezahlen lässt, erwartet er als Krönung noch, dass Gilla an Bord der St. Louis für ihn als Spitzel tätig wird. Für ihre Entscheidung dagegen und somit auch der Vergabe der Chance, Deutschland endlich verlassen zu können, verdient Gilla meine absolute Hochachtung. Diese Entscheidung hätte ich so nicht von ihr erwartet, da sie eher als ein auf ihren eigenen Vorteil bedachtes Wesen in Erscheinung tritt und sich für ihr Lebensmotto: "Warum heißt das Leben "Leben"? Natürlich, um was zu erleben!" sogar prostituiert. Traurig und beklemmend stellt sich für mich die Abschiedsszene mit dem kleinen Willy dar. Da wir den Romanfiguren gegenüber einen historischen Vorsprung haben, kann der Leser hier bereits erahnen, was den Kleinen erwartet. Sehr gut fand ich den Abschluß zum Bogen, den Peter Prange mit dem Abspielen des Filmes (von Edda auf dem Richtfest gedreht) durch Hermann schließt. Es werden noch einmal im Schnelldurchlauf wichtige Figuren des Romanes "beleuchtet". Das biblische Schlußwort: Und es brach an eine Zeit, in der ein jeder gezwungen sein würde, sich zu erkennen zu geben. Im Guten wie im Bösen. Zwei Sätze die gerade zu würdig und weitblickend sind, um diesen Roman zu beenden. Vielen Dank für spannende und kurzweilige Lesestunden. Ein absolut empfehlenswerter Roman, der auf die vorderen Plätze der Bestsellerlisten gehört.

Wichtiger denn je
von einer Kundin/einem Kunden aus Shanna 1512 am 06.11.2018

Aus dem Klappentext Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land, fernab der Welt und doch mitten in Deutschland. Doch alles verändert sich für die Familie, als auf Hitlers Befehl genau dort eine gigantische Automobilfabrik entstehen soll, um den "Volkswagen" zu bauen. Kinderärztin Charly und Filmproduzentin Edda, Autoingenieur... Aus dem Klappentext Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land, fernab der Welt und doch mitten in Deutschland. Doch alles verändert sich für die Familie, als auf Hitlers Befehl genau dort eine gigantische Automobilfabrik entstehen soll, um den "Volkswagen" zu bauen. Kinderärztin Charly und Filmproduzentin Edda, Autoingenieur Georg und Parteisoldat Horst - sie alle müssen sich entscheiden: Mache ich mit? Beuge ich mich? Oder widersetze ich mich? Dieses Buch ist heute wichtiger denn je. Gerade in der heutigen Zeit, wo der braune Sumpf wieder nach oben schwappt und Fremdenfeindlichkeit sogar im Bundestag vertreten ist. Wo man sich fragt, hat die Menschheit nicht aus der Geschichte gelernt? Ja gerade jetzt sind die Fragen, beugen, widersetzen, oder gar mitmachen brandaktuell. Dem Autor ist ein Buch gelungen, dass zum Nachdenken anregt. Der flüssige Schreibstil im Erzählstil, haben mich als Leser durch die Seiten fliegen lassen. Die kurzen Kapitel haben ihr Übriges dazu beigetragen. Die Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet. Jedem einzelnen wurde eine eigenständige Persönlichkeit und Leben eingehaucht. Man hat sie gemocht, oder abgelehnt. Der Leser hat viel über die damalige Zeit erfahren und wurde von dem Strudel des Bösen mitgerissen. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr gut recherchiert. Realität und Fiktion wurden miteinander verflochten, so daß ein spannendes, wie auch lehrreiches Buch entstanden ist. Allerdings ist manchmal weniger mehr und das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch. Für mich waren es ein paar zu viel Zufälle, bzw. geschichtlichen Begebenheiten, die der Familie widerfahren sind. Trotzdem fühlte ich mich von der ersten Seite an gut unterhalten und habe zusammen mit der Familie gelebt, geliebt und auch gehasst. Ich vergebe sehr gute 4 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung.