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Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben.

Zeit zu hoffen, Zeit zu leben. Roman

Eine Familie in Deutschland 1

Die große Familiengeschichte in Zeiten der Entscheidung - berührend, lebensnah, historisch genau. Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land, fernab der Welt und doch mitten in Deutschland. Alles verändert sich für die Familie, als auf Hitlers Befehl eine gigantische Automobilfabrik entstehen soll, um den „Volkswagen“ zu bauen. Kinderärztin Charly und Filmproduzentin Edda, Autoingenieur Georg und Parteisoldaten Horst – sie alle müssen sich entscheiden: Mache ich mit? Beuge ich mich? Oder widersetze ich mich? Mut, Verzweiflung, Verrat und Liebe im Zeichen des Nazi-Regimes: bewegend schildert Bestseller-Autor Peter Prange die deutsche Jahrhundert-Tragödie und den Weg einer Familie, deren Mitglieder so unterschiedlich sind, wie Menschen nur sein können. Der Auftakt des großen Zweiteilers „Eine Familie in Deutschland“: „Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“. Wenn Prange deutsche Geschichte erzählt, wird sie für uns gegenwärtig. Klug und wahrhaftig beschreibt er Menschen, die sich in schweren Zeiten bewähren müssen und die doch einfach so sind wie wir.
Portrait
Peter Prange ist als Autor international erfolgreich. Seine Werke haben eine Gesamtauflage von über zweieinhalb Millionen erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher, etwa sein Bestseller ›Das Bernstein-Amulett‹, wurden verfilmt. Nach seinem Erfolgsroman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ folgt nun der große Roman in zwei Bänden, ›Eine Familie in Deutschland‹. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 672
Erscheinungsdatum 24.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-651-02556-1
Verlag Fischer Scherz
Maße (L/B/H) 21,7/15/5,5 cm
Gewicht 892 g
Auflage 2
Verkaufsrang 2.550
Buch (gebundene Ausgabe)
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  • Band 1

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    eBook
    18,99

Buchhändler-Empfehlungen

„Große Leseabende garantiert - auch wenn man sich nicht für Volkswagen interessiert!“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Der erste Band einer Familiensaga um die Gründung der Volkswagen-Fabrik - spielt von 1933-1939. Große Leidenschaften, Geschwisterstreit, Elternliebe auf dem Dauerprüfstand - das alles vor dem Hintergrund eines Deutschlands, das immer mehr die Nazis beherrschen. Mit reichlich Cliffhangern! Der erste Band einer Familiensaga um die Gründung der Volkswagen-Fabrik - spielt von 1933-1939. Große Leidenschaften, Geschwisterstreit, Elternliebe auf dem Dauerprüfstand - das alles vor dem Hintergrund eines Deutschlands, das immer mehr die Nazis beherrschen. Mit reichlich Cliffhangern!

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Ein sehr realistischer, guter Familienroman, bei dem man seine deutschen Geschichtskenntnisse sehr gut auffrischen oder vervollständigen kann. Ein tolles Leseerlebnis! Ein sehr realistischer, guter Familienroman, bei dem man seine deutschen Geschichtskenntnisse sehr gut auffrischen oder vervollständigen kann. Ein tolles Leseerlebnis!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Der eine kann erzählen, der andere nicht...Peter Prange ist einer der ganz großen Könner! Auch dieser Familienroman im Fallersleben der Nazizeit fesselt vom ersten Moment an. Lesen Der eine kann erzählen, der andere nicht...Peter Prange ist einer der ganz großen Könner! Auch dieser Familienroman im Fallersleben der Nazizeit fesselt vom ersten Moment an. Lesen

„Toller Auftakt einer deutschen Familiengeschichte“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Peter Prange fügt die historischen Hintergründe der Jahre 1930 – 1939 gekonnt in die Geschichte ein, unterhält mit bildreichen Worten, so dass der Zeitgeist deutlich spürbar wird. Er präsentiert bewegende Einblicke in diese Familie, die nicht nur gegen das politische Regime, sondern ebenfalls gegen die innere Zerrissenheit zu kämpfen hat. Eine Gratisstunde in Deutscher Geschichte gibt es on top.
Die Isings betreiben in dritter Generation eine Zuckerfabrik, haben fünf Kinder, führen ein unaufgeregtes, bürgerliches Leben. Mit dem Zweiten Weltkrieg ziehen politische Unruhe und zunehmende Angst bei ihnen ein. Aus der Zuckerfabrik sollen die Volkswagen-Werke werden. Auch privat haben sie den Nationalsozialsmus zu fürchten. Werden sie zusammenhalten und sich Hilters Forderung beugen?
Ein großartiger Familienroman – schön zum Wegschmökern! Die Grundsteinlegung des VW-Werks war tatsächlich am 26. Mai 1938 in Fallersleben.
Peter Prange fügt die historischen Hintergründe der Jahre 1930 – 1939 gekonnt in die Geschichte ein, unterhält mit bildreichen Worten, so dass der Zeitgeist deutlich spürbar wird. Er präsentiert bewegende Einblicke in diese Familie, die nicht nur gegen das politische Regime, sondern ebenfalls gegen die innere Zerrissenheit zu kämpfen hat. Eine Gratisstunde in Deutscher Geschichte gibt es on top.
Die Isings betreiben in dritter Generation eine Zuckerfabrik, haben fünf Kinder, führen ein unaufgeregtes, bürgerliches Leben. Mit dem Zweiten Weltkrieg ziehen politische Unruhe und zunehmende Angst bei ihnen ein. Aus der Zuckerfabrik sollen die Volkswagen-Werke werden. Auch privat haben sie den Nationalsozialsmus zu fürchten. Werden sie zusammenhalten und sich Hilters Forderung beugen?
Ein großartiger Familienroman – schön zum Wegschmökern! Die Grundsteinlegung des VW-Werks war tatsächlich am 26. Mai 1938 in Fallersleben.

„"Fallersleben, ein Städtchen im Wolfsburger Land, zählte 1933 wenig mehr als 2000 Einwohner..."“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

In Fallersleben lebt seit Generationen die Familie Ising, wohlhabendes Bürgertum, dank Landbesitz und einer erfolgreichen Zuckerrübenfabrik. In 1933 sind vier der fünf Kinder erwachsen, nur ihr jüngster Bruder Willy, ein "Nachzügler" mit Down-Syndrom, lebt umsorgt und geliebt wie kaum ein Fünfjähriger, noch zu Hause.
Sein einer Bruder, Georg, will Karriere als Ingenieur und Entwickler für Automobile machen, der andere, Horst, hat sich mit Haut und Haaren der aufstrebenden NSDAP verschrieben. Willys Schwester Charlotte steht kurz vor ihrem Doktortitel, die andere , Edda, studiert etwas chaotisch, Ergebnis offen.

Dann beginnt für die Familie Ising die Zeitenwende, Hitler übernimmt die Macht in Deutschland, am Anfang sogar durch demokratische Wahlen. Aber es wird in Deutschland kein Stein auf dem anderen bleiben, buchstäblich alles wird sich ändern, wird schlimmer und schlimmer werden...

Prange zeigt sein ganzes schriftstellerisches Können, und seine große geschichtliche Kompetenz in diesem Roman: Am Beispiel der Familie Ising erzählt er die Geschichte von 1933 bis zum Kriegsanfang 1939. Alle Personen des Romans sind absolut lebendig getroffen, egal ob es Edda ist, die an der Seite Leni Riefenstahls die "großartige" neue Zeit im Film dokumentiert, oder ob es Georg ist, der eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des "Volkswagens" spielt, oder Charlottes Mann Benny, aus einer jüdischen Familie stammend, der ausgerechnet in Fallersleben mit anderen Architekten zusammen die "grüne Kunststadt" Wolfsburg entwickelt, samt dem riesigen VW-Werk. Oder ob es sich um Horst handelt, der "typische" Deutsche, der plötzlich einen Sinn in seinem Leben in Form einer Uniform findet....

Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite - und der Rezensent kann nur hoffen, daß Prange den Erscheinungstermin des zweiten Teils (Herbst 2019) einhalten wird....
In Fallersleben lebt seit Generationen die Familie Ising, wohlhabendes Bürgertum, dank Landbesitz und einer erfolgreichen Zuckerrübenfabrik. In 1933 sind vier der fünf Kinder erwachsen, nur ihr jüngster Bruder Willy, ein "Nachzügler" mit Down-Syndrom, lebt umsorgt und geliebt wie kaum ein Fünfjähriger, noch zu Hause.
Sein einer Bruder, Georg, will Karriere als Ingenieur und Entwickler für Automobile machen, der andere, Horst, hat sich mit Haut und Haaren der aufstrebenden NSDAP verschrieben. Willys Schwester Charlotte steht kurz vor ihrem Doktortitel, die andere , Edda, studiert etwas chaotisch, Ergebnis offen.

Dann beginnt für die Familie Ising die Zeitenwende, Hitler übernimmt die Macht in Deutschland, am Anfang sogar durch demokratische Wahlen. Aber es wird in Deutschland kein Stein auf dem anderen bleiben, buchstäblich alles wird sich ändern, wird schlimmer und schlimmer werden...

Prange zeigt sein ganzes schriftstellerisches Können, und seine große geschichtliche Kompetenz in diesem Roman: Am Beispiel der Familie Ising erzählt er die Geschichte von 1933 bis zum Kriegsanfang 1939. Alle Personen des Romans sind absolut lebendig getroffen, egal ob es Edda ist, die an der Seite Leni Riefenstahls die "großartige" neue Zeit im Film dokumentiert, oder ob es Georg ist, der eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des "Volkswagens" spielt, oder Charlottes Mann Benny, aus einer jüdischen Familie stammend, der ausgerechnet in Fallersleben mit anderen Architekten zusammen die "grüne Kunststadt" Wolfsburg entwickelt, samt dem riesigen VW-Werk. Oder ob es sich um Horst handelt, der "typische" Deutsche, der plötzlich einen Sinn in seinem Leben in Form einer Uniform findet....

Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite - und der Rezensent kann nur hoffen, daß Prange den Erscheinungstermin des zweiten Teils (Herbst 2019) einhalten wird....

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Lesefutter, das uns von Anfang an in die Geschichte hinein zieht. Ausgefeilte Charaktere, detailliert recherchierte Historie und viel Leben !!
Beste Unterhaltung - warte auf Bd 2!!
Lesefutter, das uns von Anfang an in die Geschichte hinein zieht. Ausgefeilte Charaktere, detailliert recherchierte Historie und viel Leben !!
Beste Unterhaltung - warte auf Bd 2!!

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Traurig als das Buch zu ende war. Vorfreude auf den zweiten Teil.
Deutsche Geschichte ,fundiert, lebendig anhand einer Familie nachzuerleben.
Anspruchsvolle, gute Unterhaltung.
Traurig als das Buch zu ende war. Vorfreude auf den zweiten Teil.
Deutsche Geschichte ,fundiert, lebendig anhand einer Familie nachzuerleben.
Anspruchsvolle, gute Unterhaltung.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Erster Band des Zweiteilers. Er legt eine Geschichte vor, welche den Leser zurückführt in die Zeit der Machtergreifung der Nazis. Ein gründlich recherchierter u. informativer Roman Erster Band des Zweiteilers. Er legt eine Geschichte vor, welche den Leser zurückführt in die Zeit der Machtergreifung der Nazis. Ein gründlich recherchierter u. informativer Roman

„bewegender Einblick in die deutsche Geschichte..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Peter Prange ist was deutsche Geschichte betrifft ein absoluter Erfolgsautor und das zu Recht, was sein neuestes Buch wieder mal schlüssig beweist. Die Familiengeschichte der Isings ist hochemotional und zeigt in eindringlicher Weise, dass das Leben nie nur schwarz oder weiß ist und man sich als Leser immer wieder fragt, wie man wohl selbst in politischen oder moralischen Ausnahmesituationen handeln würde. Alles verändert sich , die Entwicklung einer neuen Fabrik bietet Chancen, ist aber ideologisch mehr als fragwürdig..die Parallelen zu unserer jetzigen Gesellschaft unübersehbar..ein spannender, wichtiger und beeindruckender Roman ist da gelungen , den ich sehr gern gelesen habe. Peter Prange ist was deutsche Geschichte betrifft ein absoluter Erfolgsautor und das zu Recht, was sein neuestes Buch wieder mal schlüssig beweist. Die Familiengeschichte der Isings ist hochemotional und zeigt in eindringlicher Weise, dass das Leben nie nur schwarz oder weiß ist und man sich als Leser immer wieder fragt, wie man wohl selbst in politischen oder moralischen Ausnahmesituationen handeln würde. Alles verändert sich , die Entwicklung einer neuen Fabrik bietet Chancen, ist aber ideologisch mehr als fragwürdig..die Parallelen zu unserer jetzigen Gesellschaft unübersehbar..ein spannender, wichtiger und beeindruckender Roman ist da gelungen , den ich sehr gern gelesen habe.

„Eine Familie in Deutschland“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Peter Prange macht Geschichte lebendig.

Spannend geschrieben ist dieser Roman, der auf wahren Tatsachen beruht.

Diesem Erzähl-Sog konnte ich mich nur schwer entziehen, knapp 700 Seiten vergingen wie im Flug.

Freue mich schon auf den 2. Teil!
Peter Prange macht Geschichte lebendig.

Spannend geschrieben ist dieser Roman, der auf wahren Tatsachen beruht.

Diesem Erzähl-Sog konnte ich mich nur schwer entziehen, knapp 700 Seiten vergingen wie im Flug.

Freue mich schon auf den 2. Teil!

„Wie hätte ich damals agiert?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich liebe die Bücher von Peter Prange. Ganz besonders die, die im 20. Jahrhundert spielen. Und genau so eines ist gerade jetzt wieder neu erschienen. Ursprünglich wollte ich noch ein wenig damit warten, es zu lesen. Es war mir eigentlich mit 672 Seiten zu dick. Doch dann war die Neugier stärker und ich habe es innerhalb einer knappen Woche durchgelesen.

Peter Prange erzählt in diesem 1. Band seiner Familiengeschichte die Geschichte der Familie Ising von 1933 bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939. Doch jetzt möchte ich Ihnen erst einmal die Familie Ising vorstellen:

- Vater Hermann Ising ist ein Zuckerbaron in dem kleinen Ort Fallersleben. Er ist Ortsgruppenleiter, aber kein waschechter Nazi.
- Mutter Dorothee wollte eigentlich gerne Pianistin werden. Aber um ihren Bruder Carl zu unterstützen hat sie Hermann Ising geheiratet. Inzwischen lieben sie und ihr Mann sich sehr.
- Edda Ising ist die älteste Tochter. Sie studiert zu Anfang Französisch, bricht dieses Studium aber nach einer privaten Tragödie ab. Später macht sie Karriere beim Film.
- Georg Ising ist Ingenieur. Sein Traum ist ein Auto, das sich jeder leisten kann. Dafür lebt er und tut alles, um seinen Traum zu erfüllen.
- Horst Ising ist das schwarze Schaf der Familie. Er möchte so gerne seinem Vater imponieren, kommt aber nicht gegen seine Geschwister an. Stattdessen konzentriert er sich nun auf eine Karriere bei den Nationalsozialisten. Er ist mit Ilse, einer ebenso überzeugten Parteigängerin, verheiratet und hat zwei Kinder.
- Charlotte, genannt Charly, studiert Medizin. Sie liebt den Juden Benjamin Jungblut, genannt Benny, und versucht alles, um ihn zu schützen.
- Willy Ising ist der Nachzügler der Familie. Zum Richtfest ist er noch ein Baby. Sein Schicksal wird noch die ganze Familie beschäftigen.
- Carl Schmitt ist der Bruder von Dorothee. Er ist ein sehr kluger Jurist und ein enger Vertrauter von Hermann Göring. Über seine politische Meinung bewahrt er Stillschweigen.

Dazu gibt es noch einige weitere Personen, die für die Handlung noch wichtig werden, aber die zähle ich hier nicht alle auf.

Der Familiensitz der Familie Ising liegt in Fallersleben, einem kleinen Ort, der später in der der Autostadt Wolfsburg aufgehen wird. Edda und Charly studieren in Göttingen, Georg arbeitet zumeist in Stuttgart. Und Onkel Carl lebt in Berlin, wohin es später auch Edda verschlägt. Peter Prange hat in dem 1. Buch seine Protagonisten so aufgestellt, dass es in deren politischen Einstellung fast alles gibt, was in der damaligen Zeit möglich war. Stramme Parteigänger, Menschen, denen die Politik egal war, die nur versucht haben, das Beste für ihr Leben herauszuholen, Opportunisten, die immer ihr Mäntelchen in den Wind hängen und Menschen, die die Politik Hitlers und seiner Parteigenossen verabscheuen. Ich bin sehr gespannt, wie und ob sich die Einstellungen der einzelnen Familienmitglieder noch ändern werden. Und was für sie wichtiger ist – Familie oder Partei?

Der Roman liest sich ausgesprochen gut weg. Dies liegt sicherlich u.a. auch daran, dass der Autor seine Geschichte in sehr kurze Kapitel unterteilt hat. Man springt also sehr schnell von einer Hauptperson zur nächsten. Bereits im 1. Kapitel lernt man alle Familienmitglieder kennen und erfährt, welche Charaktereigenschaften sie haben, wer mit wem kann und wer nicht. Für mich war das besonders spannende, wie Peter Prange seine erdachte Geschichte mit realen Begebenheiten verknüpft hat. So lernt man sehr viel über Hitlers Idee eines Volkswagens, den jeder Bürger Deutschland für unter 1000 RM erwerben können sollte. Wir sind also von Anfang an dabei, wie der VW-Käfer, der damals noch unter dem Namen KdF-Wagen lief, entwickelt und extra dafür eine Stadt aus dem Boden gestampft wurde. Eine Stadt, die eigentlich auch für die Arbeiter vorbildlich geplant war. Aber ob sie jemals so fertiggestellt werden konnte, erfahren wir sicherlich im 2. Band. Dann geht ein Teil der Geschichte um die Filme der Leni Riefenstahl. Eine Frau, die ja auch heute noch polarisiert. War sie nun eine echte Nationalsozialistin, oder ging es ihr wirklich nur um ihre Kunst? Und als drittes großes Thema greift Peter Prange die Geschichte des Schiffes St. Louis auf, jenem Schiff mit dem knapp 1000 Juden aus Propagandagründen nach Kuba ausreisen können sollten. Das vierte wichtige Thema wird wahrscheinlich erst im 2. Band so richtig wichtig. Es deutet sich allerdings schon im 1. Band an. Dabei geht es um den jüngsten Spross der Familie – Willy.

Peter Prange schreibt am Anfang des Buches „Für uns Nachgeborene, die wir unserer selbst so sicher sind.“. Und im Nachwort schreibt er „Wie hätte ich mich verhalten? Welcher Mensch wäre in jener Zeit aus mir geworden?“ Und genau das ist es, was mich an diesem Buch und an diesem Thema immer wieder fasziniert. Wie hätte ich mich damals verhalten? Wäre ich ein Mitläufer gewesen, ein Opportunist oder hätte ich Widerstand gewagt. Heute sind wir ja zumeist so klug und meinen, dass so etwas nicht mehr möglich wäre. Aber ist dem wirklich so? Lernen die Politiker und wir Wähler gerade aus dem, was bei den Wahlen herauskommt?

Ein toll erzähltes und sehr spannendes Buch, das sowohl für Männer als auch Frauen interessant ist. Ich habe mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgelitten. Besonders Charly, Benni und Willy haben es mir angetan. Aber auch die Geschichte um Edda und Leni Riefenstahl fasziniert mich. Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger. Nun muss ich bis zum Herbst 2019 warten, um zu erfahren, wie es mit der Familie weitergeht. Wer wird überleben? Wer nicht? Wie entwickeln sich die einzelnen Mitglieder weiter?
Ich liebe die Bücher von Peter Prange. Ganz besonders die, die im 20. Jahrhundert spielen. Und genau so eines ist gerade jetzt wieder neu erschienen. Ursprünglich wollte ich noch ein wenig damit warten, es zu lesen. Es war mir eigentlich mit 672 Seiten zu dick. Doch dann war die Neugier stärker und ich habe es innerhalb einer knappen Woche durchgelesen.

Peter Prange erzählt in diesem 1. Band seiner Familiengeschichte die Geschichte der Familie Ising von 1933 bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939. Doch jetzt möchte ich Ihnen erst einmal die Familie Ising vorstellen:

- Vater Hermann Ising ist ein Zuckerbaron in dem kleinen Ort Fallersleben. Er ist Ortsgruppenleiter, aber kein waschechter Nazi.
- Mutter Dorothee wollte eigentlich gerne Pianistin werden. Aber um ihren Bruder Carl zu unterstützen hat sie Hermann Ising geheiratet. Inzwischen lieben sie und ihr Mann sich sehr.
- Edda Ising ist die älteste Tochter. Sie studiert zu Anfang Französisch, bricht dieses Studium aber nach einer privaten Tragödie ab. Später macht sie Karriere beim Film.
- Georg Ising ist Ingenieur. Sein Traum ist ein Auto, das sich jeder leisten kann. Dafür lebt er und tut alles, um seinen Traum zu erfüllen.
- Horst Ising ist das schwarze Schaf der Familie. Er möchte so gerne seinem Vater imponieren, kommt aber nicht gegen seine Geschwister an. Stattdessen konzentriert er sich nun auf eine Karriere bei den Nationalsozialisten. Er ist mit Ilse, einer ebenso überzeugten Parteigängerin, verheiratet und hat zwei Kinder.
- Charlotte, genannt Charly, studiert Medizin. Sie liebt den Juden Benjamin Jungblut, genannt Benny, und versucht alles, um ihn zu schützen.
- Willy Ising ist der Nachzügler der Familie. Zum Richtfest ist er noch ein Baby. Sein Schicksal wird noch die ganze Familie beschäftigen.
- Carl Schmitt ist der Bruder von Dorothee. Er ist ein sehr kluger Jurist und ein enger Vertrauter von Hermann Göring. Über seine politische Meinung bewahrt er Stillschweigen.

Dazu gibt es noch einige weitere Personen, die für die Handlung noch wichtig werden, aber die zähle ich hier nicht alle auf.

Der Familiensitz der Familie Ising liegt in Fallersleben, einem kleinen Ort, der später in der der Autostadt Wolfsburg aufgehen wird. Edda und Charly studieren in Göttingen, Georg arbeitet zumeist in Stuttgart. Und Onkel Carl lebt in Berlin, wohin es später auch Edda verschlägt. Peter Prange hat in dem 1. Buch seine Protagonisten so aufgestellt, dass es in deren politischen Einstellung fast alles gibt, was in der damaligen Zeit möglich war. Stramme Parteigänger, Menschen, denen die Politik egal war, die nur versucht haben, das Beste für ihr Leben herauszuholen, Opportunisten, die immer ihr Mäntelchen in den Wind hängen und Menschen, die die Politik Hitlers und seiner Parteigenossen verabscheuen. Ich bin sehr gespannt, wie und ob sich die Einstellungen der einzelnen Familienmitglieder noch ändern werden. Und was für sie wichtiger ist – Familie oder Partei?

Der Roman liest sich ausgesprochen gut weg. Dies liegt sicherlich u.a. auch daran, dass der Autor seine Geschichte in sehr kurze Kapitel unterteilt hat. Man springt also sehr schnell von einer Hauptperson zur nächsten. Bereits im 1. Kapitel lernt man alle Familienmitglieder kennen und erfährt, welche Charaktereigenschaften sie haben, wer mit wem kann und wer nicht. Für mich war das besonders spannende, wie Peter Prange seine erdachte Geschichte mit realen Begebenheiten verknüpft hat. So lernt man sehr viel über Hitlers Idee eines Volkswagens, den jeder Bürger Deutschland für unter 1000 RM erwerben können sollte. Wir sind also von Anfang an dabei, wie der VW-Käfer, der damals noch unter dem Namen KdF-Wagen lief, entwickelt und extra dafür eine Stadt aus dem Boden gestampft wurde. Eine Stadt, die eigentlich auch für die Arbeiter vorbildlich geplant war. Aber ob sie jemals so fertiggestellt werden konnte, erfahren wir sicherlich im 2. Band. Dann geht ein Teil der Geschichte um die Filme der Leni Riefenstahl. Eine Frau, die ja auch heute noch polarisiert. War sie nun eine echte Nationalsozialistin, oder ging es ihr wirklich nur um ihre Kunst? Und als drittes großes Thema greift Peter Prange die Geschichte des Schiffes St. Louis auf, jenem Schiff mit dem knapp 1000 Juden aus Propagandagründen nach Kuba ausreisen können sollten. Das vierte wichtige Thema wird wahrscheinlich erst im 2. Band so richtig wichtig. Es deutet sich allerdings schon im 1. Band an. Dabei geht es um den jüngsten Spross der Familie – Willy.

Peter Prange schreibt am Anfang des Buches „Für uns Nachgeborene, die wir unserer selbst so sicher sind.“. Und im Nachwort schreibt er „Wie hätte ich mich verhalten? Welcher Mensch wäre in jener Zeit aus mir geworden?“ Und genau das ist es, was mich an diesem Buch und an diesem Thema immer wieder fasziniert. Wie hätte ich mich damals verhalten? Wäre ich ein Mitläufer gewesen, ein Opportunist oder hätte ich Widerstand gewagt. Heute sind wir ja zumeist so klug und meinen, dass so etwas nicht mehr möglich wäre. Aber ist dem wirklich so? Lernen die Politiker und wir Wähler gerade aus dem, was bei den Wahlen herauskommt?

Ein toll erzähltes und sehr spannendes Buch, das sowohl für Männer als auch Frauen interessant ist. Ich habe mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgelitten. Besonders Charly, Benni und Willy haben es mir angetan. Aber auch die Geschichte um Edda und Leni Riefenstahl fasziniert mich. Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger. Nun muss ich bis zum Herbst 2019 warten, um zu erfahren, wie es mit der Familie weitergeht. Wer wird überleben? Wer nicht? Wie entwickeln sich die einzelnen Mitglieder weiter?

„Wege einer Familie“

Kerstin Weigelt, Thalia-Buchhandlung Meißen

Im Mittelpunkt dieser groß angelegten Geschichte steht Fam.Ising, ein Unternehmerehepaar mit 2 erwachsenen Töchtern wie Söhnen und einen kleinen Nachzügler. Es ist Deutschland 1930 und Hitler kommt an die Macht. Mit Deutschland geht es aufwärts, Sohn Georg entwickelt den ersten VW mit , Charly wird Ärztin und Edda feiert mit Leni Riefenstahl Erfolge beim Film. Sohn Horst setzt in erster Linie auf die neue Partei. Doch jeder in der Familie hat seine eigene Geschichte. Peter Prange versteht es hervorragend historische Ereignisse mit diesen der Familie zu verknüpfen. Man darf auf den zweiten Band gespannt sein. Im Mittelpunkt dieser groß angelegten Geschichte steht Fam.Ising, ein Unternehmerehepaar mit 2 erwachsenen Töchtern wie Söhnen und einen kleinen Nachzügler. Es ist Deutschland 1930 und Hitler kommt an die Macht. Mit Deutschland geht es aufwärts, Sohn Georg entwickelt den ersten VW mit , Charly wird Ärztin und Edda feiert mit Leni Riefenstahl Erfolge beim Film. Sohn Horst setzt in erster Linie auf die neue Partei. Doch jeder in der Familie hat seine eigene Geschichte. Peter Prange versteht es hervorragend historische Ereignisse mit diesen der Familie zu verknüpfen. Man darf auf den zweiten Band gespannt sein.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
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1

Eine Familie in besonderen Zeiten
von Eliza am 18.03.2019

Meine Meinung: Der erste Teil der neuen Saga von Peter Prange hat mich bereits direkt von Anfang an in seinen Bann gezogen. Wie schon mit ?Unsere wunderbaren Jahre? lässt der Autor ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden. Das Cover finde ich sehr gelungen, zum einem fängt es meiner Meinung nach, den Zeitgeist... Meine Meinung: Der erste Teil der neuen Saga von Peter Prange hat mich bereits direkt von Anfang an in seinen Bann gezogen. Wie schon mit ?Unsere wunderbaren Jahre? lässt der Autor ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden. Das Cover finde ich sehr gelungen, zum einem fängt es meiner Meinung nach, den Zeitgeist in Deutschland recht gut ein und zum anderen bekommen so die wichtigsten handelnden Figuren zumindest teilweise ein Gesicht. Sowohl im Vorder-, als auch im Rückblatt werden anhand der abgebildeten Personen des Covers die Protagonisten vorgestellt (Alter und kurze Zusammenfassung). Die Familie Ising mit ihren vier Kindern bildet den Mittelpunkt der Geschichte, anhand dieser Charaktere erzählt Peter Prange die Auswirkungen auf das Leben einer Familie im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten. Der Roman umfasst die Jahre von 1933 ? 1939, fern ab der Hauptstadt berührt die NS-Propaganda zunächst kaum, doch immer mehr nimmt der Nationalsozialistische Staat Einfluss auf das Leben der Familie und ihrer Freunde. Sehr interessant und informativ beschreibt Peter Prange aus verschiedenen Sichtweisen in recht kurzen Sequenzen (Kapiteln) das Denken und Handeln der Familie Ising. Dabei geht er chronologisch vor, um so die Entwicklung deutlich zu gestalten. Trotz der der schnellen Szenenwechsel lässt sich der Roman flüssig lesen und man gewöhnt sich an das hohe Tempo innerhalb des Romans. Auch bleiben die Figuren nicht blass oder unnahbar, sondern entwickeln sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu Persönlichkeiten, die vor dem Auge des Lesers immer mehr Gestalt annehmen. Der Roman gliedert sich noch einmal in drei Teile, ein Personenregister am Ende des Buches stellt auch die zahlreichen Nebenfiguren vor. Die Intention des Romans ist es vor Augen zu führen, wie Menschen sich in ?dunklen Zeiten? verhalten, so ein Zitat des Autors im Vorderblatt. Welche Rolle wählen wir? Werden wir zu Rebellen, oder zu Mitläufern oder sehen wir unsere Chance und werden sogar zu Anführern? Dies ist Peter Prange sehr gut gelungen darzustellen und jeder Leser muss letztlich für sich selber entscheiden, welche Person, welche Rolle ihm am nächsten ist, doch dabei sollten wir nicht den Blick aus unsere heutigen Perspektive anführen, sondern uns bewusst machen, was man selber zur Zeit des NS-Regimes getan hätte. Eine absolut spannende Geschichte, deren Fortsetzung ich im Herbst entgegen fiebere und mich darauf freue die Familie Ising weiter durch diese Zeit begleiten zu dürfen. Ein Roman, den ich allen Lesern nur ans Herz legen kann, wenn man sich entweder für deutsche Geschichte oder Familiensaga interessiert. Sowohl Frauen als auch Männer haben zahlreiche Identifikationsfiguren zur Auswahl, so dass für jeden ?Geschmack? etwas dabei sein sollte. Mich hat dieser Roman auf ganzer Linie überzeugt!

Mein neues Lieblingsbuch
von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2019

Die Fabrikantenfamilie Ising in Fallersleben führt ein zufriedenes Leben. Bis auf eine Ausnahme haben sie wenig am Hut mit den herrschenden Nationalsozialisten. Ein zukünftiger Schwiegersohn ist sogar Jude. Doch nach und nach beugen sich alle dem neuen System, will man doch im Leben vorankommen und seine Träume verwirklichen. Und... Die Fabrikantenfamilie Ising in Fallersleben führt ein zufriedenes Leben. Bis auf eine Ausnahme haben sie wenig am Hut mit den herrschenden Nationalsozialisten. Ein zukünftiger Schwiegersohn ist sogar Jude. Doch nach und nach beugen sich alle dem neuen System, will man doch im Leben vorankommen und seine Träume verwirklichen. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf... Man liebt und fühlt mit den Protagonisten. Langsam schleichen sich die Beschränkungen der Diktatur ein. Man muss halt in der Partei sein, um ein Geschäft abzuschließen. Und Adolf Hitler ist so ein netter Mann, der will keinen Krieg. Den Juden passiert schon nichts. Niemand will etwas böses und man verschließt die Augen. Vielleicht ist diese Leid unvorstellbar, was dieses Regime mit sich bringt. Und plötzlich fragt man sich, ob man nicht auch dabei gewesen wäre. Ohne zu hinterfragen, denn das Grauen kommt schleichend.

Heimat
von einer Kundin/einem Kunden aus Cloppenburg am 31.12.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das ist ein super Buch, wenn man aus Wolfsburg/Fallersleben kommt kann man vieles nachvollziehen. Einiges trifft zu und man kann die Orte des geschehens nachvollziehen.