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Sophies Tagebuch

Roman

Ein packendes Familiendrama in den 30er Jahren und zur Zeit des Mauerfalls
Berlin zur Zeit des Mauerfalls: Erika zur Linde erfährt, dass ihr Vater Ulrich sich überraschend an seinem Schreibtisch erschossen hat. Als sie in seinem Nachlass stöbert, fällt ihr das Tagebuch ihrer Mutter Sophie in die Hände. Gebannt fängt sie an zu lesen und stößt dabei auf einen gewissen Felix Auerbach: einen blonden, attraktiven Juden und Schulfreund ihres Vaters. Während Ulrich als Offizier in den Krieg musste, hielt Sophie Auerbach bei sich versteckt, dabei geriet die Welt der regimetreuen Neunzehnjährigen ins Wanken - in mehr als einer Beziehung.
Was Erika bei ihren Nachforschungen erfährt, bringt alles in Gefahr: ihr Erbe, den Ruf ihres Vaters und nicht zuletzt ihre eigene Identität.
Rezension
Schnörkellos gut. B.Z. (Berliner Zeitung) 20181125
Portrait
Nicolas Remin wurde 1948 in Berlin geboren. Er studierte Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin und Kalifornien und arbeitete im Anschluss als Synchronautor und Sychronregisseur. Nicolas Remin lebt heute als freier Schriftsteller in der Lüneburger Heide. Nach den sechs Bänden der "Commissario Tron"-Reihe ist "Sophies Tagebuch" sein siebter Roman.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 23.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-463-40695-4
Verlag Rowohlt Kindler
Maße (L/B/H) 21,1/13/3,5 cm
Gewicht 497 g
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Wer bin ich?

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Erika zur Linde, Lehrerin in Berlin, 1989, erfährt, dass ihr Vater sich erschossen hat, nachdem er einen Brief aus den Staaten Bekommen hat. Warum? Bei Ihre Recherchen findet sie das Tagebuch ihrer Mutter aus der Zeit vor und im Krieg. Da erfährt sie von der Freundschaft ihrer Eltern mit dem Juden, Felix Auerbach. Plötzlich ist nichts mehr wie es war und sie muss ihre Herkunft und die Geschichte ihrer Eltern neu denken. Nicolas Remin hat hier einen sehr spannenden, gut geschriebenen und gut recherchierten Roman geschaffen, mit tollen Figuren, die dem Leser sehr ans Herz wachsen. Habe ich in einem Rutsch durchgelesen! Einfach gut!

Geheimnisvolle Eltern

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Die Geheimnisse aus Sophies Tagebüchern, getarnt als Rezeptbücher, bringen das Leben von Erika zur Linde ziemlich ins Wanken. Was sie da beim Transkribieren über das Leben ihrer Eltern, insbesondere das ihrer Mutter, erfährt ist schwer zu verarbeiten. Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt: Die Tagebucheinträge der Mutter zur Zeit des Nationalsozialismus und die Zeit des Mauerfalls. Er fesselt schon wegen der interessanten Charaktere und eines aufzudeckendes Geheimnis, auf dass der Prolog hinweist. Bis zuletzt bleibt undurchschaubar welche Rolle die einzelnen spielen. Gekonnt wird historisches mit fiktionalem verschwoben. Ein etwas anderer Roman, der dem anspruchsvollen Leser sicher gefallen wird.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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3
1
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Spannend ja, aber mir gefehlt das gewisse Etwas
von Monika Schulte aus Hagen am 03.02.2019

Während des Unterrichts erfährt die Französisch-Lehrerein Erika zur Linde Ende der 80er Jahre vom plötzlichen Tod ihres Vaters Ulrich. Der Mann, der ihr immer irgendwie fern geblieben ist, hat sich an seinem Schreibtisch erschossen. Ob der Brief aus Amerika etwas damit zu tun hat, den er ein paar Tage zuvor erhalten hat? Als... Während des Unterrichts erfährt die Französisch-Lehrerein Erika zur Linde Ende der 80er Jahre vom plötzlichen Tod ihres Vaters Ulrich. Der Mann, der ihr immer irgendwie fern geblieben ist, hat sich an seinem Schreibtisch erschossen. Ob der Brief aus Amerika etwas damit zu tun hat, den er ein paar Tage zuvor erhalten hat? Als Erika die Unterlagen ihres Vaters sortiert, findet sie ein Tagebuch ihrer Mutter Sophie. Hier hat die Mutter alles aufgeschrieben, was ihr zu Zeiten des Nationalsozialismus wichtig schien - was ihr persönlich wichtig schien. Während der Ehemann in den Krieg musste, hat sie deren Freund Felix Auerbach, einem Juden, verbotenerweise Obdach gegeben. Ständige Bombenabwürfe haben Sophie und Felix sich näher kommen lassen, doch kann sie Felix wirklich retten? Während sich Erika zur Linde durch das Tagebuch ihrer Mutter arbeitet, beginnen in Ostberlin die Unruhen. Berlin steht kurz vor dem Mauerfall. Und dann kündet sich Paul Singer aus Amerika an, der Mann, dem Ulrich zur Linde kurz vor seinem Tod geschrieben hat. "Sophies Tagebuch" - ein sehr spannendes Buch, obwohl es in der Mitte auch einige mit Sicherheit vermeidbare Längen gegeben hat. Leider konnte ich mir die einzelnen Figuren nicht wirklich vorstellen, eine Tatsache, die mich persönlich stört. Die Figuren blieben blass, trotz der außergewöhnlichen Rollen, die sie gespielt haben. Gut kommt heraus, wie sich Sophie zum Beispiel eher gedankenlos der Partei anschließt, weil sie ihrem Job als Journalistin nachgehen möchte. Und warum ist Felix Auerbach nicht ausgereist? Möglichkeiten dazu hatte er genug. Mir erscheint es etwas zu naiv, das wirklich nur der Liebe wegen getan zu haben. Auch er muss sich der tatsächlichen Gefahren bewusst gewesen sein. Gefragt habe ich mich auch, warum der zweite Erzählstrang ausgerechnet ins Berlin zu Zeiten des Mauerfalls gelegt wurde? Der Mauerfall, die ganzen politischen Umwälzungen in Ostberlin, in der DDR, bleiben zweitrangig, werden nur eher nebenbei erwähnt. "Sophies Tagebuch" - eine sicherlich spannende Geschichte; mir persönlich fehlt jedoch das gewisse Etwas.

Außergewöhnlich
von Kunde am 20.11.2018

Erika zur Linde findet ihren Vater in seinem Haus tot auf. Er hat sich selbst das Leben genommen. Vier Tage zuvor erhielt er einen mysteriösen Brief aus Amerika. Als Erika in den Sachen ihres Vaters stöbert, entdeckt sie das Tagebuch ihrer Mutter Sophie. Und stößt darin auf eine Geschichte, die sie nie vermutet hätte. Hängt dies... Erika zur Linde findet ihren Vater in seinem Haus tot auf. Er hat sich selbst das Leben genommen. Vier Tage zuvor erhielt er einen mysteriösen Brief aus Amerika. Als Erika in den Sachen ihres Vaters stöbert, entdeckt sie das Tagebuch ihrer Mutter Sophie. Und stößt darin auf eine Geschichte, die sie nie vermutet hätte. Hängt diese Geschichte vielleicht mit dem Brief aus Amerika zusammen? Und dies alles vielleicht mit dem Selbstmord ihres Vaters Dieser Roman ist von Beginn an fesselnd. Man befindet sich sehr schnell in der Handlung und verfolgt die Geschichte mit großem Interesse. Die Geschichte spielt zu zwei Zeiten. Die Vergangenheit wird durch die Tagebucheinträge beleuchtet und beschrieben. Die Gegenwart, also das Berlin im Jahre 1989, erlebt der Leser durch Erika. Dadurch bekommt das Buch einen besonderen Reiz und bietet eine außergewöhnliche Spannung. Man fragt sich die ganze Zeit, wie beide Handlungen mit dem mysteriösen Brief in Verbindung stehen. Beide Zeiten werden sehr bildhaft beschrieben und man hat das Gefühl, Teil der Handlung zu sein. Der Schreibstil ist dabei klar und flüssig, ohne aufgebläht zu sein. Trotzdem wird alles ausreichend beschrieben, so daß man sehr gut folgen kann. Die Charaktere werden ebenfalls gut daegestellt. Sophie erlebt man lediglich durch ihre Einträge in ihr Tagebuch. Sie wirkt, als ob sie sich gar nicht darüber im klaren ist, was um sie herum passiert. Doch sie wird im Laufe der Geschichte erwachsen und entwickelt sich weiter. Auch Erika macht eine bedeutende Entwicklung durch - sie erstarkt. Was das Buch zu einem besonderen Buch macht ist die Tatsache, daß die beiden Geschichten zu Zeiten spielen, die Eckdaten der deutschen Geschichte sind. Hier wird historisches mit Fiktion perfekt verwoben. Dieser Roman lohnt entdeckt und gelesen zu werden. Er ist etwas ganz besonderes!

Was ist damals wirklich passiert?
von hasirasi2 aus Dresden am 14.11.2018

West-Berlin, Oktober 1989: Erika zur Linde ist Französischlehrerin, Mitte 40 und geschieden. Außer in ihrer Schule hat sie kaum soziale Kontakte, nur ihren Vater Ulrich besucht sie alle 4 Wochen zum Sonntagsessen. Der wurde in den 50er Jahren mit einem Kriegsroman berühmt, hatte sich kurz darauf aber aus der Öffentlichkeit zurüc... West-Berlin, Oktober 1989: Erika zur Linde ist Französischlehrerin, Mitte 40 und geschieden. Außer in ihrer Schule hat sie kaum soziale Kontakte, nur ihren Vater Ulrich besucht sie alle 4 Wochen zum Sonntagsessen. Der wurde in den 50er Jahren mit einem Kriegsroman berühmt, hatte sich kurz darauf aber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Jetzt hat er sich an seinem Schreibtisch erschossen, kurz nachdem er einen Brief aus Amerika bekam. Ein gewisser Paul Singer fragt darin nach seinem Onkel Felix Auerbach, einem Juden, mit dem Ulrich und seine Frau Sophie (Erikas Mutter) während des 2. WKs befreundet waren und nach dessen Manuskript. Erika ist wie vor den Kopf gestoßen, über den Krieg oder gar Felix haben ihre Eltern nie geredet. Ihre Mutter starb, als sie 15 war. Auf der Suche nach weiteren Hinweisen findet sie deren Tagebuch und taucht in die Vergangenheit ihrer Familie ab. Nicolas Remin erzählt auf 2 Zeitebenen Sophies Geschichte und Erikas Suche nach der Wahrheit. Sophie heiratet 1939 nach nur wenigen Monaten den älteren Ulrich zur Linde, weil er in der Wehrmachts-Uniform gut aussieht und sie unbedingt Journalistin für eine Frauenzeitschrift werden will, was ihre Eltern ihr verboten haben. Ulrich ist sehr in sie verliebt und erlaubt ihr alles, überhäuft sie mit Geschenken. Allerdings wird ihr schnell klar, dass sie ihn nicht liebt. Sie ist extrem naiv und unpolitisch, tritt nur in die NSDAP ein, um bei Journalistin bleiben zu können und weil sie – wie so viele andere Frauen auch – Hitler anhimmelt. Ulrichs bester Freund Felix Auerbach ist Jude, aber das spielt für sie keine Rolle. Felix sieht zu gut aus – groß, schlank, blond, wie ein echter Arier. Auch er bewundert Hitler, ist t traurig, dass er nicht wieder an der Front kämpfen darf, wie im ersten WK. Als Ulrich in den Krieg zieht, kümmert sich Sophie um Felix, dessen geplante Emigration immer wieder scheitert. Bald müssen sie ihn verstecken, sein Aussehen hilft ihm dabei. Sophie und er verbringen viel Zeit miteinander ... Ich fand es schade, dass Nicolas Remin einen so nüchternen Schreibstil gewählt hat, dadurch sind mir Erika, Sophie und auch die anderen Protagonisten fremd geblieben. Obwohl sie viel Schlimmes erleben, bleibt man beim Lesen seltsam distanziert. Sophie scheint eine verwöhnte Göre gewesen zu sein. Die „ehelichen Pflichten“ erträgt sie nur mit Alkohol. Glücklich ist sie nur, wenn Ulrich einen neuen Orden bekommt und in der Hierarchie der Wehrmacht aufsteigt oder Pakete aus Frankreich schickt, wo er stationiert ist. Erika hat sie immer als ziemlich kühle Frau bzw. Mutter empfunden und ist genau so geworden. Doch nach dem Tod ihres Vaters blüht Erika in kürzester Zeit plötzlich auf. Sie macht eine 180 Grad-Wendung, ändert ihren Kleidungsstil, ihre Frisur, trägt auf einmal Makeup. Aus dem unscheinbaren Mauerblümchen wird ein heißer Feger. Diese Wandlung fand ich zu extrem, ihre Gründe dafür bleiben nebulös. Zudem lebt Erika in West-Berlin und interessiert sich kaum dafür, was gerade auf der anderen Seite der Mauer passiert. Als diese dann fällt, stört sie sich am Geruch der Trabbis, dass die vielen Menschen aus dem Osten h in Berlin „einfallen“ und die Straßen verstopfen. Was das politisch bedeutet, scheint ihr egal zu sein. Am meisten irritiert aber war ich von Felix. Gab es wirklich Juden, die zu 100 Prozent hinter Hitler standen und dachten, dass nach dem Endsieg alles wieder gut wird, dass die KZs nur Lügen sind? Oder hat Felix sich das nur eingeredet, weil er es glauben wollte? Auch das wird leider nicht wirklich aufgelöst. Abgesehen von den o.g. Kritikpunkten, hat mir das Buch gut gefallen. Ich fand es faszinierend, wie sich die verschiedenen Menschen in der Nazizeit verhalten und wie viele dabei geholfen haben, Felix zu verstecken oder ihm wieder neue Identitäten zu beschaffen. Der Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen Felix, Ulrich und Sophie waren sehr beeindruckend. Auch Erikas fast schon manische Suche nach der Wahrheit, das Verdrängen wollen oder Zurechtbiegen, ihre Ängste vor den eigenen Erinnerungen und ihre Gewissenskonflikte waren authentisch. Mein Fazit: Ein weiteres wichtiges Buch #gegendasvergessen