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Du wolltest es doch

(57)

Nein, richtig sympathisch ist Emma nicht. Sie steht gern im Mittelpunkt, die Jungs reißen sich um sie und Emma genießt es. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist auf der Party mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?

Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch.

Rezension
»Seid tapfer. O'Neills Roman ist erschreckend, aber auch packend und unverzichtbar wichtig.«, New York Times
Portrait

Die Autorin Louise O'Neill hat Themen wie Feminismus, Body Shaming und Selbstbestimmung zu ihren Herzensanliegen erklärt und mit ihren Büchern international zahlreiche Preise gewonnen. Sie lebt und arbeitet in West Cork, Irland, hat eine wöchentliche Kolumne im Irish Examiner und ist ein häufiger Gast in Fernseh- und Radiosendungen.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 25.07.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783646920178
Verlag Carlsen
Dateigröße 1913 KB
Übersetzer Katarina Ganslandt
Verkaufsrang 19.150
eBook
12,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Simone Mkirech, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Von Schadenfreude über Hasstiraden reicht das Spektrum der sozialen Netzwerke nach einem Partyabend,der die einst beliebte Emma in den Abgrund stürzt.Erschreckend und bewegend. Von Schadenfreude über Hasstiraden reicht das Spektrum der sozialen Netzwerke nach einem Partyabend,der die einst beliebte Emma in den Abgrund stürzt.Erschreckend und bewegend.

Eindeutig keine leichte Kost. Weder die Thematik, noch der Schreibstil, aber ein sehr lesenswertes Buch! Eindeutig keine leichte Kost. Weder die Thematik, noch der Schreibstil, aber ein sehr lesenswertes Buch!

„Provokant, wichtig, erschreckend.“

Vanessa Blaumeiser, Thalia-Buchhandlung Bonn

Dieses Buch hat mich umgehauen.

Emma ist das schönste Mädchen in Ballinatoom.
Und das ist auch schon das einzige positive was man über sie sagen kann. Denn Emma ist arrogant, nervtötend, missgünstig, eine schlechte Freundin und Tochter - es gibt an sich über sie gar nichts nettes zu sagen.
Und genau das macht dieses Buch um so besser.

Denn man muss Emma nicht sympathisch finden um zu verstehen welche unglaubliche Ungerechtigkeit ihr widerfährt. Man muss Emma nicht mögen um zu verstehen dass das was ihr passiert jeden Tag unzähligen Mädchen und Frauen genauso passiert.
Dieses Buch ist so unglaublich realistisch das Ich es mehrmals zur Seite legen und schlucken musste.
Vor Wut, vor Trauer, vor Drang endlich etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen.

Das Ende, so falsch es sich auch beim Lesen angefühlt hat, zieht dieses Buch perfekt zusammen.
Denn obwohl man sich immer wünscht das man kämpft und das es Gerechtigkeit gibt: Meistens gibt man einfach auf, so wie Emma.

Ich möchte dieses Buch, egal wie weh es auch tut, jedem ans Herz legen der genug hat von der Ohnmacht die man fühlt, wenn man über sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen hört, jedem der wütend und traurig ist, und auch jedem der zweifelt das Mädchen und Frauen jeden Tag darunter leiden.

Für mich ein Highlight des Jahres!
Wichtiges Thema provokant und toll umgesetzt!


Dieses Buch hat mich umgehauen.

Emma ist das schönste Mädchen in Ballinatoom.
Und das ist auch schon das einzige positive was man über sie sagen kann. Denn Emma ist arrogant, nervtötend, missgünstig, eine schlechte Freundin und Tochter - es gibt an sich über sie gar nichts nettes zu sagen.
Und genau das macht dieses Buch um so besser.

Denn man muss Emma nicht sympathisch finden um zu verstehen welche unglaubliche Ungerechtigkeit ihr widerfährt. Man muss Emma nicht mögen um zu verstehen dass das was ihr passiert jeden Tag unzähligen Mädchen und Frauen genauso passiert.
Dieses Buch ist so unglaublich realistisch das Ich es mehrmals zur Seite legen und schlucken musste.
Vor Wut, vor Trauer, vor Drang endlich etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen.

Das Ende, so falsch es sich auch beim Lesen angefühlt hat, zieht dieses Buch perfekt zusammen.
Denn obwohl man sich immer wünscht das man kämpft und das es Gerechtigkeit gibt: Meistens gibt man einfach auf, so wie Emma.

Ich möchte dieses Buch, egal wie weh es auch tut, jedem ans Herz legen der genug hat von der Ohnmacht die man fühlt, wenn man über sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen hört, jedem der wütend und traurig ist, und auch jedem der zweifelt das Mädchen und Frauen jeden Tag darunter leiden.

Für mich ein Highlight des Jahres!
Wichtiges Thema provokant und toll umgesetzt!


Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vom Thema interessant, vom Stil her leider gar nichts für mich. Ich kam gar nicht in die Geschichte rein und verstand auch die Art der Erzählerin nicht. Schade! Vom Thema interessant, vom Stil her leider gar nichts für mich. Ich kam gar nicht in die Geschichte rein und verstand auch die Art der Erzählerin nicht. Schade!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Aufwühlend und einfühlsam. Seid tapfer. O'Neills Roman ist erschreckend, aber auch packend und unverzichtbar wichtig. Ein mutiges und kluges Buch! Aufwühlend und einfühlsam. Seid tapfer. O'Neills Roman ist erschreckend, aber auch packend und unverzichtbar wichtig. Ein mutiges und kluges Buch!

Annika Riedel, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Schwieriger Stil, aber wichtiges Thema! Schwieriger Stil, aber wichtiges Thema!

„Aufwühlend. Schonungslos. Erschreckend.“

Lisa Leiteritz, Thalia-Buchhandlung Marburg

Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so mitgenommen. Ich musste beim Lesen immer wieder absetzen, weil es mich so entsetzt und emotional mitgenommen hat. Die Intensität dieser Geschichte ist absolut überwältigend!
Emma ist jung und wunderschön. Beliebt und… mega arrogant. Eigentlich war sie mir von Anfang an sehr unsympathisch. Wie sie sich ihren Freunden gegenüber verhält, sich selbst auf ihr Äußeres reduziert und selbst überschätzt. Aber dann passiert, was niemals und niemanden – egal wie sympathisch oder nicht – passieren sollte: Emma wird vergewaltigt. Es ist eine widerliche Szene, die mich erschüttert hat. Doch das, was mich entsetzt hat, war das, was danach geschah.
Die Themen Vergewaltigung und sexuelle Belästigung sind durch die „Me Too“-Bewegung wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Ich bin froh, dass sich Louise O’Neill getraut hat, diesen Roman zu schreiben und der Verlag, ihn zu veröffentlichen. Er trifft den Zahn der Zeit und regt zum Nachdenken und Diskutieren an: Ist ein kurzer Rock eine Aufforderung? Kann und sollte man bei einer Vergewaltigung die „Schuldfrage“ stellen? Was ist sexuelle Belästigung? Wie setzt man sich zur Wehr? Wer hilft?
Dieser Roman stößt einen Diskurs an, der schon längst überfällig ist. Junge Mädchen und Frauen sollten diesen Roman lesen – und unbedingt darüber sprechen! Er zeigt auf, was im schlimmsten Fall passieren kann und schildert äußerst realitätsnah die juristischen, sozialen und persönlichen Folgen. Zudem spiegelt er eine Gesellschaft, die sich über Äußerlichkeiten definiert und verhöhnt eindrucksvoll das Wörtchen „sozial“ im geflügelten Wort der „sozialen Medien“.
Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so mitgenommen. Ich musste beim Lesen immer wieder absetzen, weil es mich so entsetzt und emotional mitgenommen hat. Die Intensität dieser Geschichte ist absolut überwältigend!
Emma ist jung und wunderschön. Beliebt und… mega arrogant. Eigentlich war sie mir von Anfang an sehr unsympathisch. Wie sie sich ihren Freunden gegenüber verhält, sich selbst auf ihr Äußeres reduziert und selbst überschätzt. Aber dann passiert, was niemals und niemanden – egal wie sympathisch oder nicht – passieren sollte: Emma wird vergewaltigt. Es ist eine widerliche Szene, die mich erschüttert hat. Doch das, was mich entsetzt hat, war das, was danach geschah.
Die Themen Vergewaltigung und sexuelle Belästigung sind durch die „Me Too“-Bewegung wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Ich bin froh, dass sich Louise O’Neill getraut hat, diesen Roman zu schreiben und der Verlag, ihn zu veröffentlichen. Er trifft den Zahn der Zeit und regt zum Nachdenken und Diskutieren an: Ist ein kurzer Rock eine Aufforderung? Kann und sollte man bei einer Vergewaltigung die „Schuldfrage“ stellen? Was ist sexuelle Belästigung? Wie setzt man sich zur Wehr? Wer hilft?
Dieser Roman stößt einen Diskurs an, der schon längst überfällig ist. Junge Mädchen und Frauen sollten diesen Roman lesen – und unbedingt darüber sprechen! Er zeigt auf, was im schlimmsten Fall passieren kann und schildert äußerst realitätsnah die juristischen, sozialen und persönlichen Folgen. Zudem spiegelt er eine Gesellschaft, die sich über Äußerlichkeiten definiert und verhöhnt eindrucksvoll das Wörtchen „sozial“ im geflügelten Wort der „sozialen Medien“.

Stefanie Dovermann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Fassungslos liest man Seite um Seite und sucht nach Antworten und Gerechtigkeit. Fassungslos liest man Seite um Seite und sucht nach Antworten und Gerechtigkeit.

„Denkanstoß für ALLE!“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Das Buch, welches zunächst an Gossip Girl erinnert, ist nichts für schwache Gemüter. Haargenau beschreibt die Autorin die Vergewaltigung und die Wochen danach. Durch die bildliche Darstellung steigen einem die Tränen in die Augen. Die nahezu unvorstellbaren Dinge, die Emma widerfahren, machen einem bewusst wie verkehrt unsere Gesellschaft sich verhält. Zunächst ist man schnell genervt von Emma, und regt sich genau wie ihr Umfeld über ihre hochnäsige Art auf. Doch ihr Schicksal hat kein Mädchen der Welt verdient, mag sie noch so hochnäsig sein. Es ist erschreckend wie das Umfeld von Emma auf die Nachricht reagiert.
Die Hölle ist nach der Nacht nicht vorbei; Emma wird immer wieder mit ihren Peinigern konfrontiert und muss sich immer wieder rechtfertigen. Sie muss eine Schlacht kämpfen, die von Anfang an verloren erscheint. Als wäre das Geschehene nicht schlimm genug. Wir leben in einer Gesellschaft in der wir unseren Töchtern und Frauen erzählen wie sie sich zu kleiden und zu verhalten haben um nicht vergewaltigt zu werden. Möge das Kleid noch so kurz sein, der Alkoholpegel noch so hoch sein und die Person weiß Gott wie viele Sexpartner gehabt haben, nichts davon ist eine Entschuldigung oder gar Einladung für eine Vergewaltigung! (Unbedingt auch das Nachwort lesen)
Das Buch, welches zunächst an Gossip Girl erinnert, ist nichts für schwache Gemüter. Haargenau beschreibt die Autorin die Vergewaltigung und die Wochen danach. Durch die bildliche Darstellung steigen einem die Tränen in die Augen. Die nahezu unvorstellbaren Dinge, die Emma widerfahren, machen einem bewusst wie verkehrt unsere Gesellschaft sich verhält. Zunächst ist man schnell genervt von Emma, und regt sich genau wie ihr Umfeld über ihre hochnäsige Art auf. Doch ihr Schicksal hat kein Mädchen der Welt verdient, mag sie noch so hochnäsig sein. Es ist erschreckend wie das Umfeld von Emma auf die Nachricht reagiert.
Die Hölle ist nach der Nacht nicht vorbei; Emma wird immer wieder mit ihren Peinigern konfrontiert und muss sich immer wieder rechtfertigen. Sie muss eine Schlacht kämpfen, die von Anfang an verloren erscheint. Als wäre das Geschehene nicht schlimm genug. Wir leben in einer Gesellschaft in der wir unseren Töchtern und Frauen erzählen wie sie sich zu kleiden und zu verhalten haben um nicht vergewaltigt zu werden. Möge das Kleid noch so kurz sein, der Alkoholpegel noch so hoch sein und die Person weiß Gott wie viele Sexpartner gehabt haben, nichts davon ist eine Entschuldigung oder gar Einladung für eine Vergewaltigung! (Unbedingt auch das Nachwort lesen)

„Wichtig und verstörend!“

Annika Xanten, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Dieses Buch macht nicht gerade Mut, hat keine besonders schöne Geschichte und ist extrem hart...genau wie das Thema um das es geht. Trotzdem finde ich dieses Buch genau so richtig! Dieses Buch macht nicht gerade Mut, hat keine besonders schöne Geschichte und ist extrem hart...genau wie das Thema um das es geht. Trotzdem finde ich dieses Buch genau so richtig!

„Du wolltes es doch “

Sarah-Marie Wöhe, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Ist ein Mädchen selbst an einer Vergewaltigung schuld, wenn sie Alkohol oder sogar Drogen konsumiert?
Ist ein Mädchen selbst schuld, wenn sie gerne kurze Röcke trägt und scheinbar nie etwas anbrennen lässt?
Wie geht das Umfeld des Missbrauchsopfers damit um ?
Und vor allem wie geht es dem Missbrauchsopfer selbst?
All diese Fragen versucht Autorin Louise O‘ Nell in ihrem Buch ,,Du wolltest es doch‘‘ zu beantworten.

Ein schockierend ehrliches und emotionales Buch, weches in der aktuellen Metoo-Debatte jeden Leser zum Nachdenken anregt und nicht spurlos an einem vorbei geht.
Ist ein Mädchen selbst an einer Vergewaltigung schuld, wenn sie Alkohol oder sogar Drogen konsumiert?
Ist ein Mädchen selbst schuld, wenn sie gerne kurze Röcke trägt und scheinbar nie etwas anbrennen lässt?
Wie geht das Umfeld des Missbrauchsopfers damit um ?
Und vor allem wie geht es dem Missbrauchsopfer selbst?
All diese Fragen versucht Autorin Louise O‘ Nell in ihrem Buch ,,Du wolltest es doch‘‘ zu beantworten.

Ein schockierend ehrliches und emotionales Buch, weches in der aktuellen Metoo-Debatte jeden Leser zum Nachdenken anregt und nicht spurlos an einem vorbei geht.

„Schockierend, aufwühlend, unfassbar emotional.“

Ulrike Buehnemann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Die Geschichte von Emma ist so authentisch und realistisch beschrieben, dass man schnell vergisst, dass es eine Geschichte ist. Die Story macht deutlich was eine Vergewaltigung mit seinen Opfer und deren Familie macht, es öffnet einen die Augen und regt zum Nachdenken an. Es hat mich vor Wut schäumen, zu Tränen gerührt und verzweifeln lassen. Ein sehr aufwühlendes und topaktuelles Thema, so rasant geschrieben, dass man sich in einem Strudel der Gefühle wiederfindet. Absolut empfehlenswert. Dieses Buch lässt einen nicht so leicht los. Die Geschichte von Emma ist so authentisch und realistisch beschrieben, dass man schnell vergisst, dass es eine Geschichte ist. Die Story macht deutlich was eine Vergewaltigung mit seinen Opfer und deren Familie macht, es öffnet einen die Augen und regt zum Nachdenken an. Es hat mich vor Wut schäumen, zu Tränen gerührt und verzweifeln lassen. Ein sehr aufwühlendes und topaktuelles Thema, so rasant geschrieben, dass man sich in einem Strudel der Gefühle wiederfindet. Absolut empfehlenswert. Dieses Buch lässt einen nicht so leicht los.

„Schonungsloses Buch mit einer wichtigen Botschaft!“

Luisa Scholz, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden!

Es sei vorab gesagt, ich fand Emma unsympathisch, arrogant, respektlos und missgünstig, sie belügt und betrügt außerdem ihre eigenen Freundinnen. Deswegen und weil O`Neills Schreibstil am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist (sie springt in der Zeit herum, die Dialoge sind anfangs etwas merkwürdig, Figuren werden dem Leser gar nicht erklärt...) fielen mir die ersten 100 Seiten schwer.
ABER es ist gut das Emma kein aller Welt sympathisches Mädchen ist. Denn so wird die Botschaft noch deutlicher und einprägsamer. Egal ob sympathisch oder nicht, ob jemand schon viele Sexualpartner hatte oder nicht - Nein heißt nein! Und dabei ist es völlig egal welche Vorgeschichte jemand hat.
Man konnte gut mit Emma mitfühlen, ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit spüren. Ich war entsetzt über das Verhalten der Mitmenschen die man zu kennen geglaubt hatte und noch entsetzter über das Verfahren der Behörden. Dabei wird unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten, was einem ein bitteres Gefühl hinterlässt.

Ich fand dieses Buch wirklich gut. Es hat mich bewegt und mitgenommen, mich entsetzt und teilweise sprachlos zurück gelassen. Ein wichtiger Beitrag zu diesem Thema und absolut empfehlenswert. Kein spaßiger Unterhaltungtitel, sondern ein fesselndes Buch mit einer ernsten Botschaft.
Dieses Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden!

Es sei vorab gesagt, ich fand Emma unsympathisch, arrogant, respektlos und missgünstig, sie belügt und betrügt außerdem ihre eigenen Freundinnen. Deswegen und weil O`Neills Schreibstil am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist (sie springt in der Zeit herum, die Dialoge sind anfangs etwas merkwürdig, Figuren werden dem Leser gar nicht erklärt...) fielen mir die ersten 100 Seiten schwer.
ABER es ist gut das Emma kein aller Welt sympathisches Mädchen ist. Denn so wird die Botschaft noch deutlicher und einprägsamer. Egal ob sympathisch oder nicht, ob jemand schon viele Sexualpartner hatte oder nicht - Nein heißt nein! Und dabei ist es völlig egal welche Vorgeschichte jemand hat.
Man konnte gut mit Emma mitfühlen, ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit spüren. Ich war entsetzt über das Verhalten der Mitmenschen die man zu kennen geglaubt hatte und noch entsetzter über das Verfahren der Behörden. Dabei wird unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten, was einem ein bitteres Gefühl hinterlässt.

Ich fand dieses Buch wirklich gut. Es hat mich bewegt und mitgenommen, mich entsetzt und teilweise sprachlos zurück gelassen. Ein wichtiger Beitrag zu diesem Thema und absolut empfehlenswert. Kein spaßiger Unterhaltungtitel, sondern ein fesselndes Buch mit einer ernsten Botschaft.

„Nein heißt Nein“

Jacqueline Elfner, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Ein polarisierendes und vor allem wichtiges Buch. Vor allem das Nachwort der Autorin hat mich echt beschäftigt und nimmt dem ganzen Thema auch die ganze Stigmatisierung. Ein polarisierendes und vor allem wichtiges Buch. Vor allem das Nachwort der Autorin hat mich echt beschäftigt und nimmt dem ganzen Thema auch die ganze Stigmatisierung.

Stefanie Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Richtig harte Kost. Emmas glücklicherweise fiktive Geschichte ist so verstörend wie realistisch. Dadurch leistet O'Neill's Tour de Force einen wichtigen Beitrag zur #metooBewegung. Richtig harte Kost. Emmas glücklicherweise fiktive Geschichte ist so verstörend wie realistisch. Dadurch leistet O'Neill's Tour de Force einen wichtigen Beitrag zur #metooBewegung.

Cornelia Dygatz, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Ein sehr aufwühlender, emotionaler Roman, der unter die Haut geht. Plötzlich soll das Opfer selber schuld sein - sehr erschreckend sind die Reaktionen der Mitschüler... Ein sehr aufwühlender, emotionaler Roman, der unter die Haut geht. Plötzlich soll das Opfer selber schuld sein - sehr erschreckend sind die Reaktionen der Mitschüler...

„Am Ende bleibt eine wahre Flut an Emotionen!“

Sabrina Schreen, Thalia-Buchhandlung Coesfeld

Emma ist so hübsch, sie könnte eines dieser Hochglanzmagazin-Models sein. Emma ist so beliebt, die Mädchen wollen so sein, wie sie. Emma ist so umwerfend, alle Jungs stehen auf sie. Doch Emma hat auch oft viel zu kurze Kleidung an. Und sie trinkt, häufig auch etwas mehr und Sex ist für sie auch keine große Sache. Da ist es doch vollkommen logisch, dass sie selber Schuld ist an dem, was passiert, wenn sie nicht klar und deutlich "nein" sagt, oder nicht?
"Du wolltest es doch" ist mir sofort ins Auge gesprungen. Das Cover und der Titel sind ausdrucksvoll und prägnant, es bleibt quasi nichts anderes übrig, als sich das Buch genauer anzusehen, obwohl einem die Thematik förmlich entgegengeschrien wird. Ich versuche, nicht zu viel vorwegzunehmen, aber ganz vermeiden lässt es sich nicht:
"Du wolltest es doch" ist kein einfaches Buch. Die Geschichte von Emma ist bewegend und erschütternd, auch wenn sie zunächst ein normales Leben führt. Zu Beginn ist sie kein Charakter, den man ins Herz schließt: Emma ist falsch, lügt und bestiehlt ihre Freunde. Auch vor deren festen Freunden macht sie nicht Halt, nur um sich und anderen zu beweisen, dass sie jeden haben könnte, wenn sie wollte. Bis zu dieser einen, verhängnisvollen Partynacht. An die Geschehnisse des Abends hat Emma keine Erinnerungen, doch es gibt Bilder. Eindeutige Bilder, veröffentlicht auf Facebook. Doch keiner scheint irgendwas zu unternehmen. Emma zerbricht, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Alles an diesem Buch ist einfach nur erschütternd: es geht um Scham, Schuld, Angst. Es geht um Vergewaltigungsopfer, wie Angehörige und Freunde mit der Situation umgehen. Knallhart beschreibt die Autorin alles, nimmt kein Blatt vor den Mund. Emma muss mit Beschimpfungen leben, bekommt selber Schuld an der Tat, die eigentlich, durch die Fotos offensichtlich, sie als Opfer zeigen. Während des Lesens war ich wirklich fassungslos, sauer, traurig; bin es noch immer. Mit am erschreckendsten war für mich das Verhalten der Eltern, die mich richtig wütend gemacht haben. Keiner von ihnen war in irgendeiner Art unterstützend für Emma da, sie haben sich in Alkohol und Arbeit verkrochen. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass Emma zu einer Art Normalität zurückfindet, dass Ihr etwas Gutes passiert. Einzig ihr Bruder hält zu ihr, der ist allerdings auch nicht immer da.
Trotz der schweren Thematik möchte ich "Du wolltest es doch" jedem ans Herzen legen. Die Autorin schildert alles sehr real, explizit, beschönigt rein gar nichts. Es ist definitiv kein Buch zum "weglesen", man nimmt etwas mit. Die Botschaft der Autorin ist klar und deutlich: Vergewaltigung sollte kein Tabuthema sein. Die Opfer haben nicht nur mit der Tat und den Folgen zu kämpfen, sondern auch mit Schuldgefühlen, Scham und müssen teilweise sogar dafür kämpfen(!), dass ihnen geglaubt wird.
"Du wolltest es doch" hat mich berührt, erschüttert und wütend gemacht, trotzdem ist es ein unfassbar gutes Buch, dass einem einfach unter die Haut geht.
Emma ist so hübsch, sie könnte eines dieser Hochglanzmagazin-Models sein. Emma ist so beliebt, die Mädchen wollen so sein, wie sie. Emma ist so umwerfend, alle Jungs stehen auf sie. Doch Emma hat auch oft viel zu kurze Kleidung an. Und sie trinkt, häufig auch etwas mehr und Sex ist für sie auch keine große Sache. Da ist es doch vollkommen logisch, dass sie selber Schuld ist an dem, was passiert, wenn sie nicht klar und deutlich "nein" sagt, oder nicht?
"Du wolltest es doch" ist mir sofort ins Auge gesprungen. Das Cover und der Titel sind ausdrucksvoll und prägnant, es bleibt quasi nichts anderes übrig, als sich das Buch genauer anzusehen, obwohl einem die Thematik förmlich entgegengeschrien wird. Ich versuche, nicht zu viel vorwegzunehmen, aber ganz vermeiden lässt es sich nicht:
"Du wolltest es doch" ist kein einfaches Buch. Die Geschichte von Emma ist bewegend und erschütternd, auch wenn sie zunächst ein normales Leben führt. Zu Beginn ist sie kein Charakter, den man ins Herz schließt: Emma ist falsch, lügt und bestiehlt ihre Freunde. Auch vor deren festen Freunden macht sie nicht Halt, nur um sich und anderen zu beweisen, dass sie jeden haben könnte, wenn sie wollte. Bis zu dieser einen, verhängnisvollen Partynacht. An die Geschehnisse des Abends hat Emma keine Erinnerungen, doch es gibt Bilder. Eindeutige Bilder, veröffentlicht auf Facebook. Doch keiner scheint irgendwas zu unternehmen. Emma zerbricht, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Alles an diesem Buch ist einfach nur erschütternd: es geht um Scham, Schuld, Angst. Es geht um Vergewaltigungsopfer, wie Angehörige und Freunde mit der Situation umgehen. Knallhart beschreibt die Autorin alles, nimmt kein Blatt vor den Mund. Emma muss mit Beschimpfungen leben, bekommt selber Schuld an der Tat, die eigentlich, durch die Fotos offensichtlich, sie als Opfer zeigen. Während des Lesens war ich wirklich fassungslos, sauer, traurig; bin es noch immer. Mit am erschreckendsten war für mich das Verhalten der Eltern, die mich richtig wütend gemacht haben. Keiner von ihnen war in irgendeiner Art unterstützend für Emma da, sie haben sich in Alkohol und Arbeit verkrochen. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass Emma zu einer Art Normalität zurückfindet, dass Ihr etwas Gutes passiert. Einzig ihr Bruder hält zu ihr, der ist allerdings auch nicht immer da.
Trotz der schweren Thematik möchte ich "Du wolltest es doch" jedem ans Herzen legen. Die Autorin schildert alles sehr real, explizit, beschönigt rein gar nichts. Es ist definitiv kein Buch zum "weglesen", man nimmt etwas mit. Die Botschaft der Autorin ist klar und deutlich: Vergewaltigung sollte kein Tabuthema sein. Die Opfer haben nicht nur mit der Tat und den Folgen zu kämpfen, sondern auch mit Schuldgefühlen, Scham und müssen teilweise sogar dafür kämpfen(!), dass ihnen geglaubt wird.
"Du wolltest es doch" hat mich berührt, erschüttert und wütend gemacht, trotzdem ist es ein unfassbar gutes Buch, dass einem einfach unter die Haut geht.

„#TeamEmma“

Katja Wiezorek, Thalia-Buchhandlung Dresden

An diesem Jugendbuch führt zur Zeit kein Weg vorbei: ein hochaktuelles Buch, das sehr deutlich die Notwendigkeit der #MeToo-Debatte unterstreicht. Ein Buch, das unangenehm, polarisierend, aufwühlend, schockierend und so, so wichtig ist.

Die Irin Louise O‘Neill hat einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht und einen nicht mehr loslässt. Die Lektüre ist stellenweise nur schwer zu ertragen, das Buch in einem Rutsch zu lesen fast unmöglich, weil man es immer wieder zur Seite legen muss, so erschütternd ist das, was Protagonistin Emma passiert.

Schonungslos und ehrlich wird unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Und was wir da zu sehen bekommen, ist alles andere als schön. Aus diesem grauenhaften Thema und den durchweg unsympathischen Charakteren (es gibt nur einen Einzigen, den man bedingungslos mögen kann) so ein phänomenales Buch zu machen - O’Neills Schreibstil und ihrer Figurenzeichnung sei Dank - ist meisterhaft.

Mich hat es sehr mitgenommen und unfassbar wütend gemacht und wird mich noch lange beschäftigen.
Deshalb: Lesen, einatmen, ausatmen, darüber reden.
An diesem Jugendbuch führt zur Zeit kein Weg vorbei: ein hochaktuelles Buch, das sehr deutlich die Notwendigkeit der #MeToo-Debatte unterstreicht. Ein Buch, das unangenehm, polarisierend, aufwühlend, schockierend und so, so wichtig ist.

Die Irin Louise O‘Neill hat einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht und einen nicht mehr loslässt. Die Lektüre ist stellenweise nur schwer zu ertragen, das Buch in einem Rutsch zu lesen fast unmöglich, weil man es immer wieder zur Seite legen muss, so erschütternd ist das, was Protagonistin Emma passiert.

Schonungslos und ehrlich wird unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Und was wir da zu sehen bekommen, ist alles andere als schön. Aus diesem grauenhaften Thema und den durchweg unsympathischen Charakteren (es gibt nur einen Einzigen, den man bedingungslos mögen kann) so ein phänomenales Buch zu machen - O’Neills Schreibstil und ihrer Figurenzeichnung sei Dank - ist meisterhaft.

Mich hat es sehr mitgenommen und unfassbar wütend gemacht und wird mich noch lange beschäftigen.
Deshalb: Lesen, einatmen, ausatmen, darüber reden.

„Eine Nacht kann dein Leben zerstören“

Anna Weidinger, Thalia-Buchhandlung Passau

Dieses Buch punktet nicht durch überraschende Wendungen oder extreme Höhepunkte, es besticht durch viele Emotionen und Gefühle. Man ist beim Lesen immer wieder schockiert und leidet mit Emma einfach mit. (Auch wenn sie gerade im ersten Teil einfach eine blöde Kuh ist) Ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen und konnte das Buch dennoch einfach nicht weglegen. Das Ende war einfach realistisch und stimmig, aber ich hätte sooo gerne ein anderes gehabt! Dem Nachwort gebe ich zu 1000 Prozent recht: DU HAST NIEMALS SCHULD. Es ist gleich, welchen Rock man anhat oder wieviel man getrunken hat, niemand darf einem ohne Einwilligung "zu Nahe treten". Die Geschichte von Emma sollten meiner Meinung nach so viele Mädchen wie möglich lesen. Dieses Buch punktet nicht durch überraschende Wendungen oder extreme Höhepunkte, es besticht durch viele Emotionen und Gefühle. Man ist beim Lesen immer wieder schockiert und leidet mit Emma einfach mit. (Auch wenn sie gerade im ersten Teil einfach eine blöde Kuh ist) Ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen und konnte das Buch dennoch einfach nicht weglegen. Das Ende war einfach realistisch und stimmig, aber ich hätte sooo gerne ein anderes gehabt! Dem Nachwort gebe ich zu 1000 Prozent recht: DU HAST NIEMALS SCHULD. Es ist gleich, welchen Rock man anhat oder wieviel man getrunken hat, niemand darf einem ohne Einwilligung "zu Nahe treten". Die Geschichte von Emma sollten meiner Meinung nach so viele Mädchen wie möglich lesen.

Denise Leopold, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Gerade in Zeiten der #metoo-Bewegung ist dieses Buch so unglaublich wichtig. Erschreckend realistisch und absolut authentisch! Dieses Buch geht nicht spurlos an einem vorbei. Gerade in Zeiten der #metoo-Bewegung ist dieses Buch so unglaublich wichtig. Erschreckend realistisch und absolut authentisch! Dieses Buch geht nicht spurlos an einem vorbei.

„Ist es meine Schuld?“

Anneke Ulrich, Thalia-Buchhandlung Cloppenburg

Emma ist wunderschön, beliebt und kann sich jeden Jungen nehmen, den sie will. Als eine Partynacht eskaliert und sie am nächsten Tag keine Erinnerung hat, versinkt ihr Leben in Chaos und die reinste Hölle.

Emma ist als Protagonistin mehr als unsympathisch. Sie ist arrogant, egoistisch und falsch. Doch nach dem schlimmen Ereignis beginnt man als Leser Mitleid mit ihr zu empfinden. Besonders ihr Selbsthass und der Gedanke, es sei alles ihre eigene Schuld, lassen ihre vorherige berechnende Hülle bröckeln. Das Buch ist unbeschreiblich ehrlich und beschönigt absolut nichts! Die Story ist fesselnd,brutal und man erlebt eine beängstigende Gefühlsachterbahn. Ich würde empfehlen, das Buch nicht unter 15 Jahren zu lesen, da es an einigen Stellen wirklich sehr detailliert und gnadenlos ist.
Ein großartiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und mich mit einem mulmigen Gefühl zurücklässt.
Emma ist wunderschön, beliebt und kann sich jeden Jungen nehmen, den sie will. Als eine Partynacht eskaliert und sie am nächsten Tag keine Erinnerung hat, versinkt ihr Leben in Chaos und die reinste Hölle.

Emma ist als Protagonistin mehr als unsympathisch. Sie ist arrogant, egoistisch und falsch. Doch nach dem schlimmen Ereignis beginnt man als Leser Mitleid mit ihr zu empfinden. Besonders ihr Selbsthass und der Gedanke, es sei alles ihre eigene Schuld, lassen ihre vorherige berechnende Hülle bröckeln. Das Buch ist unbeschreiblich ehrlich und beschönigt absolut nichts! Die Story ist fesselnd,brutal und man erlebt eine beängstigende Gefühlsachterbahn. Ich würde empfehlen, das Buch nicht unter 15 Jahren zu lesen, da es an einigen Stellen wirklich sehr detailliert und gnadenlos ist.
Ein großartiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und mich mit einem mulmigen Gefühl zurücklässt.

„Du wolltest es doch .. oder? “

Tamara Behl, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Es ist unheimlich schwierig, dieses Buch zu rezensieren. Einerseits lässt es sich nach dem Gesichtspunkt bewerten, ob die Geschichte flüssig ist, die Handlung in sich stimmig, die Wortwahl treffend. Geht man andererseits aber nach dem Thema dieses Buches, so lässt sich kaum beschreiben, wie es mir nach der Lektüre ging. Ich war aufgewühlt, wütend, betroffen, berührt. Es geht um ein sensibles Thema: Nein-Sagen, und die Konsequenzen, die es nach sich zieht, wenn das Nein nicht akzeptiert wird. Egal, ob es laut ausgesprochen wurde oder nicht.
Dieses Buch ist nicht für jeden geeignet! Es gibt explizite Sexszenen, und was noch schwerwiegender ist, vieles, das nicht ausgesprochen wird. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben, als Leser fühlt man sich automatisch in die Protagonistin hinein. Kummer, Scham und Hilflosigkeit sind nur einige der Gefühle, denen man ausgesetzt ist.
Ich empfehle dieses Buch frühestens ab 17 Jahren zu lesen, da es keine "einfache Bettlektüre" ist. Die wenigsten werden das Buch nach dem Lesen zuklappen und vergessen. Es ist wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, bei mir bestand danach auf jeden Fall großer Redebedarf.
Es ist unheimlich schwierig, dieses Buch zu rezensieren. Einerseits lässt es sich nach dem Gesichtspunkt bewerten, ob die Geschichte flüssig ist, die Handlung in sich stimmig, die Wortwahl treffend. Geht man andererseits aber nach dem Thema dieses Buches, so lässt sich kaum beschreiben, wie es mir nach der Lektüre ging. Ich war aufgewühlt, wütend, betroffen, berührt. Es geht um ein sensibles Thema: Nein-Sagen, und die Konsequenzen, die es nach sich zieht, wenn das Nein nicht akzeptiert wird. Egal, ob es laut ausgesprochen wurde oder nicht.
Dieses Buch ist nicht für jeden geeignet! Es gibt explizite Sexszenen, und was noch schwerwiegender ist, vieles, das nicht ausgesprochen wird. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben, als Leser fühlt man sich automatisch in die Protagonistin hinein. Kummer, Scham und Hilflosigkeit sind nur einige der Gefühle, denen man ausgesetzt ist.
Ich empfehle dieses Buch frühestens ab 17 Jahren zu lesen, da es keine "einfache Bettlektüre" ist. Die wenigsten werden das Buch nach dem Lesen zuklappen und vergessen. Es ist wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, bei mir bestand danach auf jeden Fall großer Redebedarf.

„Erschreckend realistisch!“

Sabrina Schumacher, Thalia-Buchhandlung Schweinfurt

Ich habe selten so ein gutes sowie gleichzeitig auch schlimmes Buch gelesen. Ich konnte mich nicht davon losreißen, trotz des schlimmen Themas, das hier angesprochen wird. Dass diesem in einem Jugendbuch Beachtung geschenkt wird, finde ich richtig und vor allem wichtig. Denn diese Geschichte ist erschreckend realistisch! Ich habe selten so ein gutes sowie gleichzeitig auch schlimmes Buch gelesen. Ich konnte mich nicht davon losreißen, trotz des schlimmen Themas, das hier angesprochen wird. Dass diesem in einem Jugendbuch Beachtung geschenkt wird, finde ich richtig und vor allem wichtig. Denn diese Geschichte ist erschreckend realistisch!

Tina Lehmann-Klein, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Dieser Roman zeigt, wie schnell man in eine scheinbar ausweglose Situation kommt. Mir hat besonders das unkonventionelle Ende gefallen. Bleibt einem im Gedächtnis. Dieser Roman zeigt, wie schnell man in eine scheinbar ausweglose Situation kommt. Mir hat besonders das unkonventionelle Ende gefallen. Bleibt einem im Gedächtnis.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Was für ein krasses Buch! Es macht wütend und fassungslos, es behandelt ein vielschichtiges Thema mit gebührendem Respekt und ist dabei zugleich schonungslos ehrlich. Wow! Was für ein krasses Buch! Es macht wütend und fassungslos, es behandelt ein vielschichtiges Thema mit gebührendem Respekt und ist dabei zugleich schonungslos ehrlich. Wow!

Natalie Sommer, Thalia-Buchhandlung Vechta

Wahnsinnig berührend – beim Lesen ist man wie elektrisiert, wird extrem mitgerissen und ist bestürzt. Ein Buch, das für viel Stoff zum Nachdenken sorgt. Wahnsinnig berührend – beim Lesen ist man wie elektrisiert, wird extrem mitgerissen und ist bestürzt. Ein Buch, das für viel Stoff zum Nachdenken sorgt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Ein wichtiges Buch, über das Thema Vergewaltigung, Slut-Shaming und Victim-Shaming. Das Buch nimmt einen mit und schockiert sehr, da es so realistisch ist. Ein wichtiges Buch, über das Thema Vergewaltigung, Slut-Shaming und Victim-Shaming. Das Buch nimmt einen mit und schockiert sehr, da es so realistisch ist.

„Erschreckend realistisch und absolut heftig. “

Leia Strickert, Thalia-Buchhandlung Hamm

Ein wichtiges Buch, dass man mit Vorsicht lesen sollte. Absolut nichts für schwache Nerven, da ein absolut schwieriges Thema angesprochen wird, das für viele noch tabu ist. Dennoch ist es real und wichtig, darüber zu reden und sich damit auseinander zu setzen. Dennoch ist es verdammt gut, es hallt lange nach und gibt viele Anregungen zum nachdenken über uns und unsere Gesellschaft. Absolut großartig. Ein wichtiges Buch, dass man mit Vorsicht lesen sollte. Absolut nichts für schwache Nerven, da ein absolut schwieriges Thema angesprochen wird, das für viele noch tabu ist. Dennoch ist es real und wichtig, darüber zu reden und sich damit auseinander zu setzen. Dennoch ist es verdammt gut, es hallt lange nach und gibt viele Anregungen zum nachdenken über uns und unsere Gesellschaft. Absolut großartig.

„Nichts für schwache Nerven!“

Michelle Gomez, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

"Du wolltest es doch" ist ein Buch, welches einen aufgewühlt, sauer und so unfassbar emotional zurücklässt.
Am Anfang bekommt man Emma präsentiert, die sich unmöglich benimmt, sehr freizügig rumläuft und eine ziemlich schlechte Freundin ist. Man entdeckt aber auch die Unsicherheit, die dahintersteckt und dass sie alles tut um positive Aufmerksamkeit von ihrer Umgebung zu bekommen. Nach dem Vorfall haben wir ein gebrochenes Mädchen, welches sich in ihrem eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt und alles dafür tun würde, dass es endlich vorbei ist.

Während des Lesens hatte ich dauerhaftes Herzklopfen, weil diese Geschichte so unfassbar und doch so realistisch ist. In Zeiten von Social Media verbreiten sich solche Sachen wie ein Lauffeuer. Ich war so schockiert von der Art und Weise wie Täter vorgingen, dass ich immer wieder den Kopf schütteln musste und mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es "nur" ein Buch ist. Aber ist es das wirklich? Solche Sachen passieren immer wieder und es ist erschreckend, dass Frauen, denen so ein Übergriff widerfährt, sich selbst die Schuld geben, weil ihr Kleid vielleicht zu kurz war. Wann sind wir in einer Zeit angekommen, in der den Opfern die Schuld zugewiesen wird?

Dieses Buch ist unfassbar wichtig für unsere Gesellschaft und gerade deshalb ist das Ende perfekt, da es kein erzwungenes, Friede-Freude-Eierkuchen Ende hat, sondern einen mit diesen aufwühlenden Gedanken zurücklässt.
"Du wolltest es doch" ist ein Buch, welches einen aufgewühlt, sauer und so unfassbar emotional zurücklässt.
Am Anfang bekommt man Emma präsentiert, die sich unmöglich benimmt, sehr freizügig rumläuft und eine ziemlich schlechte Freundin ist. Man entdeckt aber auch die Unsicherheit, die dahintersteckt und dass sie alles tut um positive Aufmerksamkeit von ihrer Umgebung zu bekommen. Nach dem Vorfall haben wir ein gebrochenes Mädchen, welches sich in ihrem eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt und alles dafür tun würde, dass es endlich vorbei ist.

Während des Lesens hatte ich dauerhaftes Herzklopfen, weil diese Geschichte so unfassbar und doch so realistisch ist. In Zeiten von Social Media verbreiten sich solche Sachen wie ein Lauffeuer. Ich war so schockiert von der Art und Weise wie Täter vorgingen, dass ich immer wieder den Kopf schütteln musste und mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es "nur" ein Buch ist. Aber ist es das wirklich? Solche Sachen passieren immer wieder und es ist erschreckend, dass Frauen, denen so ein Übergriff widerfährt, sich selbst die Schuld geben, weil ihr Kleid vielleicht zu kurz war. Wann sind wir in einer Zeit angekommen, in der den Opfern die Schuld zugewiesen wird?

Dieses Buch ist unfassbar wichtig für unsere Gesellschaft und gerade deshalb ist das Ende perfekt, da es kein erzwungenes, Friede-Freude-Eierkuchen Ende hat, sondern einen mit diesen aufwühlenden Gedanken zurücklässt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
57 Bewertungen
Übersicht
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Es war nicht deine Schuld, du bist das Opfer
von claudi-1963 aus Schwaben am 24.10.2018

Die 18-jährige Emma O´Donovan ist in ihrer Schule sehr beliebt, hat viele Freunde und ist außerdem eine sehr hübsche junge Frau. Deshalb genießt sie es auch möglichst im Mittelpunkt zu stehen. Als sie eines Abends mit Freunden auf einer Party ist, will sie unbedingt ihrem großer Schwarm Jack näher... Die 18-jährige Emma O´Donovan ist in ihrer Schule sehr beliebt, hat viele Freunde und ist außerdem eine sehr hübsche junge Frau. Deshalb genießt sie es auch möglichst im Mittelpunkt zu stehen. Als sie eines Abends mit Freunden auf einer Party ist, will sie unbedingt ihrem großer Schwarm Jack näher kommen. Doch der flirtet mit einer anderen, deshalb betrinkt sie sich unkontrolliert, nimmt Drogen, die ihr der wesentlich ältere Paul O´Brien gibt. Dabei verliert Emma jede Kontrolle, sie bekommt zwar noch mit, wie sie mit Paul ins Schlafzimmer gegangen ist, aber was ist danach alles geschehen? Am nächste Tag finden ihre Eltern sie mit kaputtem Kleid, völlig orientierungslos vor dem Haus auf. Dort muss sie schon Stunden gelegen haben, den sie ist über und über mit Sonnenbrand und Brandblasen bedeckt. Emma jedoch machen vor allem ihre Gedächtnislücke zu schaffen und erst recht als keiner mehr was mit ihr zu tun haben will. Dann entdeckt sie die anzüglichen Fotos, die jemand ins Internet gestellt hat. Ist Emma wirklich selbst an allem schuld? Was hat sie auch anderes erwartet, wenn man mit so einem mega kurzen Kleid auf eine Party geht? --- Meine Meinung: Bisher kannte ich diese Autorin nicht, jedoch die guten Kritiken haben mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Das Cover mit den nackten Beinen und dem Schriftzug lässt einen schon erahnen um was es in diesem Buch geht. Der Schreibstil ist zu Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, man merkt sofort, das dieses Buch eher für Jugendliche geschrieben wurde. So brauchte ich schon ein paar Seiten, bis ich mit der Geschichte warm wurde. Im Plot selbst geht es um die Auswirkung nach dieser Party, bei der man Emma vergewaltigt hatte. Leider erfahren wir als Leser auch nie die ganzen Zusammenhänge was in dieser Nacht wirklich geschah. Das ist auch das was mich etwas irritiert hat. Der Autorin geht es in erste Linie darum wie die Familie, Emmas Umfeld und Emma selbst danach reagiert. Dabei fehlten mir in manchen Szenen ein wenig die Emotionen, ich konnte manches von Emmas Benehmen nicht ganz nachvollziehen. Das liegt sicher aber auch daran, das Jugendliche ein ganz anderes Verhalten an den Tag legen nur damit sie weiter ihr Ansehen unter den Freunden haben. Ich konnte auch Emmas Reaktion und Benehmen auf der Party nicht ganz begreifen. Völlig unverständlich war mir z.B. das man einen Jungen auf sich aufmerksam macht, in dem man sich betrinkt. Die Charaktere waren zwar sehr gut gewählt, allerdings wurde ich mit keinem von ihnen so richtig warm. Vor allem Emma fand ich am Anfang sehr arrogant, selbstverliebt, auch war ich entsetzt wie Emmas Eltern im Laufe des Buches reagiert haben. Am besten hat mir noch Emmas Bruder Bryan gefallen, der immer zu Emma gehalten hat. Dadurch das dieses Buch über einen Zeitraum von einem Jahr behandelt wird, ist manche Reaktion der Eltern natürlich nachvollziehbar, mir jedoch fehlte da ein wenig der Tiefgang. Auch das Ende konnte mich nicht wirklich befriedigen, auch wenn die Autorin im Nachwort noch einiges aufgreift. Trotzdem ein Buch das gerade in dieser Zeit für Jugendliche und junge Leser sehr wichtig ist und von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

Anders als erwartet und doch gut
von Nicky von >Die Librellis< aus Dresden am 13.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Du wolltest es doch ist das erste Buch, das ich von der Autorin lese, daher kann ich keine Vergleiche zu anderen Titeln ziehen. In diesem Buch geht es um Emma, die hübsch und beliebt ist, wenn auch nicht gerade die angenehmste Freundin. Da man als Leser all ihre Gedanken mitlesen... Du wolltest es doch ist das erste Buch, das ich von der Autorin lese, daher kann ich keine Vergleiche zu anderen Titeln ziehen. In diesem Buch geht es um Emma, die hübsch und beliebt ist, wenn auch nicht gerade die angenehmste Freundin. Da man als Leser all ihre Gedanken mitlesen kann, weiß man, dass sie vieles nur künstlich spielt, um beliebt zu sein, ihre wahren Beweggründe hält sie jedoch verborgen. Eigentlich ist sie eine sehr arrogante, eingebildete, diebische und niederträchtige Person. Aber sie weiß es gut zu überspielen. Und da sie immer cool sein will, hat sie auch kein Problem bei einer Party für die Coolness ein paar Pillen einzuwerfen. Dumm nur, dass das alles sehr nach hinten losgeht und sie am nächsten Morgen halb bewusstlos vor der Haustür ihrer Eltern zu sich kommt und eigenartigerweise jeder in der Schule weiß, was sie die Nacht mit den Jungs getrieben hat, ohne sich selbst daran zu erinnern? Meine Meinung Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein wirkliches Mitgefühl für Emma aufbringen kann. Sie tut mir nicht leid, auch wenn ihr etwas Schreckliches zugestoßen ist. Ich finde, es war Karma, denn sie ist so eine hinterlistige, unaufrichtige und hinterf. Freundin gewesen, dass ich keine Sympathie für sie aufbauen konnte. DENNOCH ist es nicht in Ordnung, was geschehen ist und ich bin definitiv der Meinung, dass die Jungs ihr Fett wegbekommen müssen. Es geht nicht, dass man eine wehrlose Frau zu viert in so eine Lage bringt, obwohl man genau weiß, dass sie nicht zurechnungsfähig ist. Und das alles dann auch noch zu filmen und ins Netz zu stellen ist unter aller Sau. Also ja, in dem Punkt tut mir Emma dann doch schon leid, denn das sollte niemand erleben müssen. Damit ist ihr Leben zerstört und auch das der Jungen - wobei alle Beteiligten daran Schuld tragen - in meinen Augen. Emma, weil sie sich abgeschossen hat, bis nichts mehr ging und die Jungs, weil sie einfach A-Löcher sind und diese Situation ausgenutzt haben. Ich habe während des Lesens viele Emotionen erlebt. Da ich selbst Personen kenne, die etwas ähnliches - wenn auch nicht so heftiges wie hier - erlebt haben, hatte ich eigentlich auf eine Protagonistin gehofft, auf deren Seite ich durch und durch stehe. Mit der ich mitleide und für die ich innerhalb des Buches einstehen möchte, während sie die schrecklichen Phasen übersteht und wieder ins Leben zurückführt. Das war zumindest das, was ich erwartet habe. Aber auch, wenn ich Emma immer noch nicht mag und sie wohl auch nie mögen werde und auch wenn ich nicht richtig dadurch mit ihr mitleiden konnte, fand ich das Buch gut. Die Autorin hat kein unschuldiges Mauerblümchen gewählt, sondern eine Person, die so falsch ist, wie man nur falsch gegenüber Freunden sein kann. Aus diesem Grund hat man ein ganz anderes Verhältnis als Leser zu Emma und das fand ich ehrlich gesagt GUT! Ja, es war überraschend. Ja, es war anders als erwartet und genau deshalb kann ich diesem Buch trotz das ich Emma nicht mag volle Punkte für die Umsetzung, den Schreibstil und die Story geben. Gerade weil es eben anders war und man trotz der Abneigung gegen alle Beteiligte wissen wollte, wie es nun letztlich ausgeht. Kurz um: Das Buch hat mich überrascht und dennoch konnte ich genau das lesen, was ich erhofft hatte. Kritik könnte man hier und da durchaus anbringen, was manche längeren Szenen angeht, doch da das Gesamtbild der Story genau das ist, was ich erhofft habe, kann ich darüber hinwegsehen, dass manche Szenen etwas langgezogen sind.

Die Story ist bewegend und lässt den Leser wütend zurück
von Uwes-Leselounge am 02.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

STORYBOARD: Emma ist 18 Jahre alt, sie ist attraktiv und beliebt bei Mädchen wie Jungen. Jede/Jeder möchte mit ihr befreundet sein und sie genießt die ihr entgegen gebrachte Aufmerksamkeit in vollen Zügen und kann gar nicht oft genug im Mittelpunkt stehen. Dabei ist ihr fast jedes Mittel recht, um dieses... STORYBOARD: Emma ist 18 Jahre alt, sie ist attraktiv und beliebt bei Mädchen wie Jungen. Jede/Jeder möchte mit ihr befreundet sein und sie genießt die ihr entgegen gebrachte Aufmerksamkeit in vollen Zügen und kann gar nicht oft genug im Mittelpunkt stehen. Dabei ist ihr fast jedes Mittel recht, um dieses Ziel zu erreichen. Sei es sich aufreizend anzuziehen, immer einen coolen Spruch auf den Lippen zu haben oder einfach mal die Sau rauszulassen, was ist schon dabei. Als Emma auf einer Party angetrunken und unter Drogeneinfluss gemeinsam mit Paul in einem Zimmer verschwindet und mit ihm schläft, ist ihre Welt am nächsten Tag völlig auf den Kopf gestellt. Plötzlich ist sie nicht mehr jedermanns Darling, sondern wird als Schlampe und noch weit schlimmeres beschimpft und gedemütigt. Sie ist selbst schuld, denn sie wollte es ja schließlich auch, oder vielleicht nicht? MEINUNG: Auf "Du wolltest es doch" (Carlsen Verlag) von Louise O´Neill war ich sehr neugierig, da es nicht unbedingt ein typisches Buch ist, welches ich normalerweise lese. Zudem interessierten mich die behandelten Themen, wie Feminismus, Vorverurteilung, Schuldzuweisungen und Mobbing. Allerdings habe ich nicht mit dieser Heftigkeit in der Geschichte gerechnet. Der Einstieg in die Handlung fiel mir zunächst etwas schwer, da die Autorin sehr viele Charaktere auf den ersten Seiten untergebracht hatte. Der Leser lernt neben der attraktiven und nach außen hin selbstbewussten Emma auch ihre besten Freundinnen Jamie, Maggie und Ali kennen. Alle vier gehen gemeinsam auf eine Mädchenschule und unternehmen alles zusammen. Durch Emmas Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zeigen sich jedoch schon bald erste Risse im zwischenmenschlichen Bereich der Gruppe. Emma kam mir wie eine lebensfrohe junge Erwachsene vor, die alles spielend erreicht und von allen angehimmelt wird. Doch in ihrem Inneren sieht es ganz anders aus. Für sie ist es sehr anstrengend jeden Tag diese Rolle zu spielen, immer zu lächeln und auf "Best Friend" zu machen. Zwar schmeichelt es ihrem Ego, von so vielen Menschen geliebt zu werden, aber von einer bestimmten Person, wird ihr diese Liebe nicht entgegen gebracht - von ihrer Mutter. Ein wesentlicher Grund für die fehlende mütterliche Zuneigung ist ihr Bruder Bryan, der Liebling der Familie. Überhaupt waren mir die Eltern von Emma mehr als suspekt. Gerade die Handlungen der Mutter konnte ich zu keinem Zeitpunkt nachvollziehen und sie machte mich regelrecht wütend. Auch der Vater steht seiner Tochter nicht wirklich zur Seite, als diese dringend Hilfe benötigt. Durch die Ereignisse auf der Party erfährt Emma nun die Schattenseiten des Lebens. Klar war es ein Fehler mit Paul unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu schlafen und das er in einer festen Beziehung ist, macht die Situation auch nicht besser. Aber trifft diese Schuld nicht beide? Ebenso die weiteren Geschehnisse, die ihr in dieser Nacht widerfahren sind, bewegten mich sehr. Die Taten der beteiligten Jungen kann ich absolut nicht verstehen und erst recht nicht gutheißen. Selbst wenn sich Mädchen/Frauen aufreizend anziehen und heftig flirten, ist dies niemals ein Freifahrtschein für Jungen oder Männer, sich unter Gewaltanwendung alles zu nehmen! Klar könnte man nun sagen, dass es das weibliche Geschlecht doch so will und es regelrecht darauf anlegt, aber diese Ausrede ist mir definitiv zu einfach und stimmt nicht! "Nein" heißt "Nein". Ein weiterer Punkt, welcher mich schockierte, war die falsche Rollenverteilung zwischen Gut und Böse. Hier wird einem Opfer die Täterrolle zugesprochen, wie es im wahren Leben des Öfteren auch geschieht. Emma kann sich an die Ereignisse der vergangenen Nacht nur bruchstückhaft erinnern. Nachdem sie sich von ihrem schweren Sonnenbrand einigermaßen erholt hat, geht sie wieder zur Schule und tut so, als wäre nichts Schlimmes geschehen. Jedoch schneller als ihr lieb ist, wird Emma nun Schadenfreude und Hass entgegen gebracht. Sie wird unverhohlen schikaniert und ausgelacht, was ihre Verzweiflung und Unwissenheit wachsen lassen. Als sich auch ihre Freundinnen gegen sie wenden, steht Emma plötzlich ohne Hilfe da. Obwohl ich den Grund von Maggie, Jamie und Ali verstand, konnte ich es nicht gutheißen. Einzig ihr Bruder Bryan scheint bei klarem Verstand zu sein und bringt das Thema Vergewaltigung zur Sprache, sodass sich Emma dazu entschließt, Anzeige zu erstatten. Durch die gewählte Ich-Perspektive konnte ich die seelische und psychische Belastung von Emma nachempfinden und im weiteren Verlauf der Story wurde ich, ob der Handlungen der einzelnen Charaktere immer wütender. Das Ende gefiel mir zunächst nicht und ich hätte mir ein anderes gewünscht, aber es ist leider durchaus realistisch und nicht selten geschieht dies im wahren Leben genauso. Auch im Hinblick auf das Nachwort der Autorin konnte ich diesen Ausgang letztlich nachvollziehen. FAZIT & BEWERTUNG: Mit einer starken Intensität beschreibt Louise O´Neill die Gefühlswelt der Protagonistin Emma in "Du wolltest es doch" (Carlsen Verlag). Die Story hat mich sehr bewegt, da sie zugleich bedrückend und realistisch ist. Das Schicksal von Emma machte mich unendlich wütend und ebenso traurig, da dieses leider kein Einzelfall ist. Die Geschichte stimmt mich nachdenklich und regt hoffentlich zum Diskutieren an - 4 von 5 Nosinggläser.