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Wem gehört der Islam?

Plädoyer eines Imams gegen das Schwarz-Weiß-Denken

Vom als radikal abgestempelten Prediger zum Aufklärer

Abdul Adhim Kamouss ist einer der bekanntesten Imame Deutschlands und galt einmal als »Popstar der salafistischen Szene«. Er hat seine Sicht auf den Islam grundlegend verändert. Hier legt er ein kritisches Selbstbekenntnis vor, erläutert sein heutiges Verständnis des Islam und stellt Überlegungen an, wie man Radikalisierung nachhaltig bekämpfen kann. Diese Innensicht ist für die erfolgreiche Prävention und für ein friedliches Zusammenleben in der Zukunft dringend erforderlich.

Rezension
"Diese Erfahrungen beeindrucken - und haben einen mutigen Mann hervorgebracht, der öffentlich arabischen Großgelehrten die Stirn bietet. "
Ernst Rommeney, Deutschlandfunk Kultur 2. September 2018
Portrait
Kamouss, Abdul Adhim
Abdul Adhim Kamouss, Dipl.-Ing., geb. 1977 in Rabat, kam mit 20 Jahren nach Deutschland und studierte Elektrotechnik in Berlin. Ehrenamtlich arbeitete er sehr erfolgreich als Imam. So erfolgreich, dass er als »Moslem-Macher« bundesweit bekannt wurde und ins Visier des Verfassungsschutzes geriet. Die Vorwürfe, die man ihm machte, konnten nicht bestätigt werden, doch diese Ereignisse lösten eine existentielle Krise aus, die ihn zu einem grundsätzlichen theologischen Neuansatz führte, zu einer neuen Denkrichtung für einen Islam der Zukunft. 2018 gründete er mit prominenter Unterstützung die gemeinnützige Stiftung Islam in Deutschland zur Förderung des Zusammenlebens von Muslimen und Nicht-Muslimen und als Institution im Kampf gegen Radikalisierung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 31.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-26212-5
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/2,5 cm
Gewicht 346 g
Verkaufsrang 86.695
Buch (Paperback)
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Kundenbewertungen

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Eine Wohltat...
von einer Kundin/einem Kunden aus St. Gallen am 19.03.2019

Kamouss analiysiert in seinem Buch den Prozess der Radikalisierung von hauptsächlich jungendlichen Muslimen. Parallel dazu beschreibt er seinen eigenen Prozess zu einem weltoffenen, toleranten Imam. Er kritisiert Medien und Politik zu recht scharf. Mit viel wertvollen Hintergrundinforationen gespickt, ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Seine Aussagen sind immer... Kamouss analiysiert in seinem Buch den Prozess der Radikalisierung von hauptsächlich jungendlichen Muslimen. Parallel dazu beschreibt er seinen eigenen Prozess zu einem weltoffenen, toleranten Imam. Er kritisiert Medien und Politik zu recht scharf. Mit viel wertvollen Hintergrundinforationen gespickt, ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Seine Aussagen sind immer mit Suren oder Hadithen belegt. Dies zeigt eine sorgfältige und vertiefte Auseinandersetzung mit dem Islam. Er stellt keine haltlosen Behauptungen auf, von dene im Internet leider zu viel veröffentlicht werden. Für mich als kürzlich konvertierte Muslima sind seine Worte eine Wohltat.

Tabu Thema unter Muslime gebrochen - Selbstkritik
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 24.10.2018

Dieses Buch ist eine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft, für Mitbürger islamischen Glaubens und nicht islamischen Glaubens. In diesem Buch werden selbstkritisch, ausführlich und strukturiert viele innerislamische Problematiken behandelt, zur heutigen Zeit leider unter Muslime ein Tabu Thema. Die Inhalte dieses Buches sind absolut einmalig im deutschsprachigen Raum, ein Leitfaden... Dieses Buch ist eine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft, für Mitbürger islamischen Glaubens und nicht islamischen Glaubens. In diesem Buch werden selbstkritisch, ausführlich und strukturiert viele innerislamische Problematiken behandelt, zur heutigen Zeit leider unter Muslime ein Tabu Thema. Die Inhalte dieses Buches sind absolut einmalig im deutschsprachigen Raum, ein Leitfaden für einen friedlichen und europakonformen Islam. Herr Kamouss bricht mit seinem Buch Tabu Themen, ob sich Herr Kamouss zu weit aus dem Fenster gelehnt hat? Wird es Mediale Angriffe einiger islamischer Gemeinden gegen Herrn Kamouss geben? Das bleibt spannend. Eine absolute Buchempfehlung zu dem Themen Islam in Europa.

Buchrezension
von einer Kundin/einem Kunden aus Wiesbaden am 24.10.2018

Ist der Islam radikal und extrem? Gibt es eine einheitliche Gruppe "der Muslime"? Ursachen von Radikalisierung? Wie können Muslime in Deutschland einen bestmöglichen Beitrag für Deutschland liefern? All dies und mehr sind Fragen, die in dem Buch "Wem gehört der Islam?" nicht etwa von Journalisten, ohne fundiertem theologischen Wissen betrachtet,... Ist der Islam radikal und extrem? Gibt es eine einheitliche Gruppe "der Muslime"? Ursachen von Radikalisierung? Wie können Muslime in Deutschland einen bestmöglichen Beitrag für Deutschland liefern? All dies und mehr sind Fragen, die in dem Buch "Wem gehört der Islam?" nicht etwa von Journalisten, ohne fundiertem theologischen Wissen betrachtet, sondern von einem in Deutschland langjährig tätigen Imam analysiert und beantwortet werden. Es ist eines der wenigen Möglichkeiten, die Perspektive eines islamischen Theologen zu erhalten; von jemandem, der direkten Zugang zu den muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern hat. Roter Faden des Buches ist die eigene Biografie des Autors, Abdul Adhim Kamouss, seine prägende Kindheit, die Stationen seines Wissenserwerbs, seine religiöse Arbeit in Deutschland seit 1998. Herr Kamouss verbindet seine eigene Sichtweise auf die religiösen und politischen Geschehnisse der letzten zwanzig Jahre mit bisher noch fehlendem detaillierten Wissen über umstrittene Themen, wie der "Salafiyya-Schule", "Selbstmordattentate", "Dschihad". Zugleich liefert er Erkenntnisse aus seiner theologischen Arbeit in Deutschland: verschiedene Strömungen innerhalb der islamischen Glaubensausübung, Konvertierungen in Deutschland, Zusammenarbeit mit anderen religiösen Predigern, aktuelle Situation der Muslime in Deutschland. Er deckt auf, wie es zu einem radikalen Missbrauch unter dem Deckmantel der islamischen Religion kommen konnte. Dies alles an einzelnen Fallbeispielen veranschaulicht. Er beendet sein Werk mit Verbesserungs- und Lösungsvorschläge für die Zukunft, mit einem Appell, zum einen an die Politik: mehr Kommunikation und Kooperation mit isamischen Organisationen, zum anderen an die islamischen Theologen: eine kritische Überarbeitung der religiösen Predigten auf das aktuelle Leben bezogen, aber auch einem Appell an die Muslime: mit klarem Verstand eigenverantwortlich zu denken und zu handeln! Zu guter Letzt stellt er sein neues Lebensprojekt vor: "Stiftung Islam in Deutschland", mit dem er und sein Team einen neuen Weg der islamischen Arbeit gehen wollen, um damit eine Bereicherung für Deutschland zu sein. Dieses Buch ist meiner Meinung nach für jeden geeignet, der die Position eines Imam aus Deutschland zur aktuellen Situation erfahren möchte, der Einblick über die zwischenmuslimischen Probleme bekommen mag oder der Herrn Abdul Adhim Kamouss aus dem TV-Auftritt bei Herrn Günther Jauch kennt und nun etwas mehr über diese Person wissen möchte. Alles in allem ein zu empfehlendes Buch: facettenreich, zum Nachdenken anregend und Wissen vermittelnd!