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Endland

Ausgezeichnet mit dem Leipziger Lesekompass 2018


Wie sähe unser Land aus, wenn es von einer rechtsnationalen Partei regiert würde?

Anton ist ein junger Soldat und bewacht die Grenzmauer, die Deutschland umschließt. Er ist begeistert von der Nationalen Alternative, der neuen Regierungspartei, und vom Selbstbewusstsein seines Landes. Seinem besten Freund Noah dagegen ist alles verhasst. Er ist weder für Atomkraft, noch findet er es richtig, dass die Schulpflicht und die gesetzliche Arbeitslosenhilfe abgeschafft und konservative Rollenbilder gefördert werden. Und Flüchtlingen keinerlei Schutz geboten wird. Flüchtlingen wie Fana, die aus Äthiopien stammt, wo der Klimawandel zu furchtbaren Hungerkatastrophen führt. Im letzten existierenden Flüchtlingslager Deutschlands treffen Fana und Anton aufeinander. Als Anton einen Anschlag ausführen soll, muss er sich entscheiden: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde und ein freies Leben.

Portrait
Martin Schäuble, geboren 1978, lebt als freier Autor in Stuttgart. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich immer wieder mit dem Nahen Osten, den er regelmäßig bereist. Er studierte Politikwissenschaften, arbeitete als Nachrichtenredakteur und wurde mit dem Katholischen Nachwuchs-Journalistenpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 31.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-62698-9
Reihe Reihe Hanser
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,1/13,7/2,5 cm
Gewicht 300 g
Verkaufsrang 70954
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Herzlich Willkommen im Albtraum der Zukunft

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

In Deutschland ist die Partei Nationale Alternative an der Macht und prescht mit ultimativer Abschottung vor, streicht Arbeitslosenhilfe, wirbt für Atomkraft und hält sich an einen streng konservativen Kurs. Anton und sein Freund Noah sind Soldaten, die die deutschen Grenzen vor „Invasoren“ schützen sollen. Fana aus Afrika - unser 3. Erzählstrang - tritt eine lebensgefährliche Reise nach Europa an, um endlich Ärztin zu werden und der Hölle ihres Alltags, des Klimawandels, zu entfliehen. Martin Schäuble schrieb diese Geschichte für die 71 Menschen, die auf der Flucht nach Deutschland in einem Viehtransporter erstickt sind. Spannend und zielsicher zeichnet er seine Charaktere, und nicht zuletzt hat mich auch die Tatsache ein wenig vereinnahmt, dass Schäuble der erste Autor ist, der mein Lieblingsgetränk „Club Mate“ in seinem Buch erwähnte! Eine unbedingte Leseempfehlung an dieses Buch, denn es zeichnet uns einen Weg in dieser politischen Welt, der erschreckend ist und gleichzeitig gibt es Charaktere in dieser Welt, die auf besseres hoffen lassen. Lest dieses Buch und ihr werdet verstehen, weshalb Nächstenliebe das größte Gut der Menschen ist!

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Endland ist eine sensible und mehrstimmige Vision für die (nahe) Zukunft von Flüchtlingen und den persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Umgang mit ihnen. Sehr gelungen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
8
2
1
1
0

Was wäre wenn?
von kvel am 16.02.2019

Inhalt: Wie sähe unser Land aus, wenn es von einer rechtsnationalen Partei regiert würde? Anton ist ein junger Soldat und bewacht die neue Grenzmauer, die Deutschland umschließt. Er ist begeistert von der Nationalen Alternative, der neuen Regierungspartei, und vom Selbstbewusstsein seines Landes. Seinem besten Freund Noah ist ... Inhalt: Wie sähe unser Land aus, wenn es von einer rechtsnationalen Partei regiert würde? Anton ist ein junger Soldat und bewacht die neue Grenzmauer, die Deutschland umschließt. Er ist begeistert von der Nationalen Alternative, der neuen Regierungspartei, und vom Selbstbewusstsein seines Landes. Seinem besten Freund Noah ist das alles verhasst. Er ist weder für Atomkraft, noch findet er es richtig, dass die Schulpflicht und die gesetzliche Arbeitslosenhilfe abgeschafft und konservative Rollenbilder gefördert werden. Und Flüchtlingen keinerlei Schutz geboten wird. Flüchtlingen wie Fana. Sie flieht aus Äthiopien, wo der Klimawandel zu einer Hungerskatastrophe führt. Im letzten Flüchtlingslager Deutschlands treffen Anton und Fana aufeinander und freunden sich an. Als Anton einen zweifelhaften Auftrag ausführen soll, ist er gezwungen, sich zu entscheiden: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde und ein freies Leben. Anmerkung in eigener Sache: Ich bewerte diesen Roman für sich und nicht als Machwerk für oder gegen eine politische Richtung. Meine Meinung – enthält Anmerkungen zum Inhalt des Romans: Der Sprachstil des Autors ist wirklich sehr einfach gehalten. Und die Protagonisten sind wirklich sehr vorhersehbar: Fana, die junge Äthiopierin, die in Deutschland Medizin studieren möchte und allen Menschen immer hilft. Anton, der während seines Geheimeinsatzes in Gefahr gerät und von Fana Hilfe bekam (und daraufhin seine Einstellung gründlich überdachte). Und wohin flüchte die Gruppe um Anton? Nach Äthiopien natürlich! Mit nichts in der Hand, keinerlei Kenntnissen oder Fertigkeiten. Und was wurde aus dem Klimawandel und der daraus resultierenden Hungersnot in Äthiopien? Was aus der Gruppe in Äthiopien werden soll, lässt der Autor völlig offen. Fazit: Liest sich nett, aber das war es dann auch schon.

Gut recherchiertes und wirklichkeitsnahes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Konstanz am 12.01.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Stell dir vor, um Deutschland wäre eine Mauer. Der Euro wäre gegen die Mark eingetauscht, die Wehrpflicht ist wieder eingeführt und es gibt keine Schulpflicht mehr. Nein, wir sind nicht zurück in der NS-Zeit, auch wenn es sich in vielen Punkten ähnelt. Wir sind in einem Deutschland ein paar Jahre nur in der Zukunft. Wir befind... Stell dir vor, um Deutschland wäre eine Mauer. Der Euro wäre gegen die Mark eingetauscht, die Wehrpflicht ist wieder eingeführt und es gibt keine Schulpflicht mehr. Nein, wir sind nicht zurück in der NS-Zeit, auch wenn es sich in vielen Punkten ähnelt. Wir sind in einem Deutschland ein paar Jahre nur in der Zukunft. Wir befinden und im dystopischen Roman Endland von Martin Schäuble. Anton ist Soldat. Er bewacht mit seinem besten Freund Noah (und anderen Kadetten)zusammen die deutsche Grenze vor Flüchtlingen, sogenannten Invasoren. Anton ist voll für das, was die regierende Partei, die Nationale Alternative (darauf komme ich später noch zu sprechen) macht. Er steht voll hinter ihr, im Gegensatz zu Noah. Er ist gegen die Alternative. Dann gibt es noch Fana. Sie ist eine junge Frau in etwa dem gleichen Alter wie Anton und Noah und lebt in Äthiopien. Fana möchte gerne Ärtzin werden, kann perfektes Deutsch und ist sehr begabt, was den Artberuf angeht. Nur leider steht ihr etwas im Weg. Als Anton und Fana aufeinander treffen bleibt nicht die Welt stehen und sie verlieben sich auch nicht ineinander. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive der drei genannten, perfekt ausgearbeiteten Protagonisten (wobei es eigentlich eher um Anton und Fana geht) geschrieben. Jeder Protagonist hat seine eigene Art zu reden und zu denken. Anton erzählt, Fana erzählt, Noah erzählt. Martin Schäuble schreibt oft in sehr kurzen Sätzen, was gerade bei Anton die Sache noch einmal extra Verdeutlicht. Das ist ernst gemeint. Am Anfang hatte ich noch etwas Angst, das das eine laffe, ausgedachte Geschichte sein würde, die einfach einen guten Klappentext hat. Aber falsch gedacht. Man merkt schon während dem Lesen, dass das Buch extrem gut recherchiert ist. ich habe tatsächlich keinen einzigen Logik - Fehler gefunden, und das kommt (leider) nicht sehr oft vor bei solchen Zukunftsgeschichten. Der Roman ist gut durchdacht und wird zu einem anständigen Ende gebracht. Leider wird er mit der Charakterlichen Änderung die Anton im Buch macht auch etwas schwächer, d.h. am Ende ist leider etwas vom perfekten Schreibstil verloren gegangen und Anton ist nicht mehr der, der er mal war. Das Buch ist durchweg spannend und man fiebert wirklich mit den Protagonisten mit und überlegt sich vielleicht auch selbst: Was würde ich in so einer Situation machen? Was natürlich auffällt ist die extreme Nähe der Nationalen Alternative zur echten Partei Alternative für Deutschland. Der Autor selber macht auch keinen hehl daraus, das die AfD das Vorbild für diese Partei ist. Hinten in den Dankesaussagen steht, dass er auf vielen Wahlkampf Veransaltungen der AfD war und das zu seiner Recherche gehört. Des weiteren hat er auf einer Lesung, die ich angehört habe, gesagt, dass er tatsächlich theoretisch einfach nur das Wahlprogramm der AfD verwirklicht hat und das die nun mal eine Utopie ist. Viele Wähler wissen tatsächlich gar nicht, was wirklich alles in dem Programm steht, sie wählen sie einfach nur auf Grund der großen Versprechen, die die Partei ihnen gibt. Das nur mal kurz zu der sehr offensichtlichen Ähnlichkeit hier. Man bleibt auch noch Tage, nachdem man das Buch gelesen hat, nachdenklich, wie es wohl wäre, wenn das so passieren würde. natürlich ist dieser Roman nur ein Gedankenspiel, aber was wäre wenn kann man sich ja immer fragen. Ich empfehle dieses Buch an alle Leute, die lesen können. Es ist unglaublich bereichernd und liefert zahlreiche neue Denkanstöße zur aktuellen politischen Lage. Ein bisschen öffnet es vielleicht auch denen die Augen, die sie sonst nur halb offen haben. Denn es rüttelt wach, es sagt: Hey, überleg doch mal! Und irgendwie auch: Mach doch was!

Aktuelles Thema spannend umgesetzt
von Sonjalein1985 am 12.10.2017
Bewertet: Einband: Paperback

Inhalt: In Deutschland ist die Nationale Alternative an die Macht gekommen und hat allerlei verändert. Unter anderem gibt es keine Schulpflicht mehr, Arbeitslosengeld wurde abgeschafft und es wird Flüchtlingen kein Schutz mehr geboten. Der Grenzsoldat Anton ist von der neuen Partei begeistert und so ist er Feuer und Flamme, als ... Inhalt: In Deutschland ist die Nationale Alternative an die Macht gekommen und hat allerlei verändert. Unter anderem gibt es keine Schulpflicht mehr, Arbeitslosengeld wurde abgeschafft und es wird Flüchtlingen kein Schutz mehr geboten. Der Grenzsoldat Anton ist von der neuen Partei begeistert und so ist er Feuer und Flamme, als ihn sein Vorgesetzter mit einem ganz besonderen Auftrag betraut. Bei der Ausführung dieses Auftrages trifft er auf Fana, die nach der Flucht aus Äthiopien hier auf ein freies und selbstbestimmtes Leben hofft. Und ganz hingegen seiner Prinzipien freundet sich Anton mit Fana und anderen Flüchtlingen an. Dann jedoch muss er sich entscheiden auf welcher Seite er wirklich stehen will. Meinung: „Endland“ ist ein Buch, das sich mit ganz akuten Themen befasst. Nämlich vorrangig dem Fremdenhass, mit dem der Wähler ja auch im letzten Wahlkampf konfrontiert wurde. „Endland“ ist eine Dystopie, die sich mit dem „Was wäre wenn“ beschäftigt. Und zwar eine sehr gut gemachte. Denn das Szenario scheint teilweise gar nicht so fern zu sein. Im Mittelpunkt stehen drei Protagonisten aus deren Sichtweisen die Geschichte erzählt wird. Da ist zum einen Fana, aus Äthiopien. Sie ist hilfsbereit und freundlich und wünscht sich nichts mehr als Ärztin zu werden. In ihrer Heimat ist dies für sie jedoch unmöglich und so macht sie sich auf den langen Weg nach Deutschland. Ihre Flucht wird nicht allzu detailliert beschrieben, aber die wichtigsten Elemente sind doch drin. Zum anderen ist da natürlich Anton, der junge Soldat, der sehr mit den Machthabern sympathisiert, jedoch auch betont, dass er vor Fana keinen Kontakt zu Flüchtlingen hatte. Zumindest nicht bis auf die, die er an der Grenze abpassen soll. Anton ist sehr pflichtbewusst, jedoch geblendet von den Parolen der Nationalen Alternative. Allerdings hat diese Figur in dem Buch am meisten Spielraum und konnte mich so das eine oder andere Mal überraschen. Der letzte im Bunde ist Noah. Er ist Antons bester Freund und ebenfalls Soldat. Allerdings ist er stark gegen die Partei, bzw. hinterfragt deren Ambitionen und Herangehensweisen. So kommt es zwischen den Freunden oft zu Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten. Noah ist sehr klug und kennt sich gut mit Computern aus. Ausserdem ist er mutig und steht für das ein, was er glaubt. Die Charaktere waren mir alle drei auf ihre Art sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern. Das ganze Szenario und die Umgebung wirken echt und ungekünstelt. Und gerade das macht das Buch so spannend. Dass man das Gefühl hat, dass diese Welt eventuell Wirklichkeit werden könnte und gleichzeitig natürlich hofft, sie wird es niemals werden. „Endzeit“ zeigt auf schnörkellose und authentische Weise auf, in welche Richtung sich unsere Gemeinschaft niemals entwickeln darf und gerade das macht das Buch lesenswert. Fazit: Hier wird ein aktuelles Thema spannend umgesetzt. „Endland“ ist gleichzeitig eine gut gemachte Dystopie, aber andererseits auch eine Warnung an unsere Gesellschaft. Auf jeden Fall ist das Buch aber lesenswert.