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Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche

Erinnerungen an die geliebte Heimat

Elke Ottensmann

(5)
Buch (Kunststoff-Einband)
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Beschreibung

Waldenburg, Schlesien – 1900, ein kleiner Junge erblickt das Licht der Welt. Arthur, der eigentlich Alfred heißen sollte, wird ein ereignisreiches Leben haben. Mit seiner großen Liebe Johanna meistert er die dunklen Tage des Zweiten Weltkriegs und die Zeit danach. Immer wieder erleben die beiden Bewahrung und Wunder, und selbst in den dunkelsten Zeiten gibt es manche Lichtblicke. So sorgen eine ausgegrabene Likörflasche sowie ein Oberst im Schlafanzug für Heiterkeit auf lange Zeit. Fröhliche Lesestunden sind garantiert.

Elke Ottensmann, 1968 in Alpirsbach geboren, lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Kaiserslautern. Sie schreibt am liebsten über das wahre Leben.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 17.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7751-5845-9
Reihe Hänssler Großdruck
Verlag SCM Hänssler
Maße (L/B/H) 21,8/13,9/2,7 cm
Gewicht 465 g
Abbildungen inkl. 8-seitigem Bildteil und Leseband

Kundenbewertungen

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Biographie und interessantes Zeitzeugnis
von einer Kundin/einem Kunden aus Lugau am 30.12.2018

In einer kleinen Dachkammer finden die Autorin und ihr Cousin die Tagebücher ihres Großvaters Arthur und die Handtasche ihrer Großmutter Johanna, gefüllt mit Briefen, Dokumenten und Fotos. Aufbereitet für dieses Buch entstand ein beeindruckendes Zeitzeugnis. Arthur wird im Januar 1900 in Schlesien geboren, verlebt dort Kind... In einer kleinen Dachkammer finden die Autorin und ihr Cousin die Tagebücher ihres Großvaters Arthur und die Handtasche ihrer Großmutter Johanna, gefüllt mit Briefen, Dokumenten und Fotos. Aufbereitet für dieses Buch entstand ein beeindruckendes Zeitzeugnis. Arthur wird im Januar 1900 in Schlesien geboren, verlebt dort Kindheit und Jugend, findet in Johanna seine große Liebe und die Partnerin, mit der er gemeinsam 4 Kinder hat und Krieg und Vertreibung erlebt. Es wird ein einfaches, fleißiges Leben beschrieben, voller Gottvertrauen zu jeder Zeit… und die Zeiten waren nicht leicht, so wurde der älteste Sohn Ende 1944 mit knapp 18 Jahren eingezogen und in den Krieg geschickt und kehrte nie zurück…. Wenig später kamen die Russen und dann die Polen und schließlich die Vertreibung aus der geliebten Heimat und ein Neubeginn in einem Dorf im Schwarzwald, wo sie nicht willkommen waren…. Dieses Buch erzählte eine leise und doch sehr spannende Geschichte aus einer bewegten Zeit. Wie ein roter Faden zieht sich der tiefe Glaube an Gott, die Treue zu seiner Kirche, aber auch Arthurs Liebe zur Musik durch die Erzählung. Beeindruckend sind auch Arthurs Fleiß und Ehrlichkeit, wodurch er bei Arbeitgebern und Freunden angesehen ist. Im Buch wechselt sich Erzählung mit Tagebucheinträgen und Briefen ab, in der Mitte sind Fotos der Familie, die die Einblicke vertiefen. Da das Buch in großer Schrift gedruckt ist, eignet es sich auch sehr gut für ältere Leser. Fazit: „Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche“ ist ein bewegendes Zeitzeugnis und eine schöne Biographie der Familie Seidel. Ich wünsche dem Buch viele Leser und vergebe gern 5 Sterne.

Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche
von tigerbaer/heinz60 aus Karlsruhe am 16.09.2018

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche: Erinnerungen an die geliebte Heimat“ von Elke Ottensmann lesen. Der Cousin der Autorin findet vor etwa drei Jahren auf dem Dachboden die Handtasche der Großmutter und darin Briefe, schriftliche Erinnerungen und das Tagebuch des Großvaters... Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche: Erinnerungen an die geliebte Heimat“ von Elke Ottensmann lesen. Der Cousin der Autorin findet vor etwa drei Jahren auf dem Dachboden die Handtasche der Großmutter und darin Briefe, schriftliche Erinnerungen und das Tagebuch des Großvaters. Die Autorin beginnt die Texte abzutippen und es entsteht der Gedanke ein Buch zu schreiben. Das Buch beginnt mit Arthurs Geburt am 11. Januar 1900 und dann begleite ich als Leser die weiteren Lebensschritte. An Arthurs Seite erlebe ich eine behütete Kindheit bei den Großeltern, die nach der erneuten Heirat der Mutter ein jähes Ende findet. Ich lerne den jungen Mann kennen, der sich von seinen Träumen verabschieden muss und neue Wege findet, bin dabei, wenn die Liebe Einzug hält in Arthurs Leben und darf teilhaben an seinem Glück als Familienvater. Die Schrecken des Krieges machen auch vor Arthurs Familie nicht Halt und fordern ihre Opfer. Doch selbst als sie am Ende die geliebte schlesische Heimat verlassen müssen, geben Arthur und seine Familie die Hoffnung nie auf und finden immer wieder aufs Neue Kraft im Glauben. Das Buch hat mich vom ersten Augenblick angesprochen und die Leseprobe gab mir das Gefühl durch ein Fenster in eine Zeit zu blicken, die so fern und doch so nah scheint. Arthurs und Johannas Lebenserinnerungen lehren mich Demut und machen mir bewusst, worauf es im Leben ankommt. Beim Lesen haben sich bei mir die Leseeindrücke mit eigenen Familienerinnerungen und Erzählungen verwoben, was die Lektüre für mich besonders eindrücklich gemacht hat. Von mir gibt es für diese stille und zugleich doch so laute Buch 5 Bewertungssterne!

Das Vermächtnis der Großeltern
von einer Kundin/einem Kunden aus Glauchau am 18.08.2018

„...Als mein Cousin Christoph vor etwa drei Jahren das kleine, unscheinbare Türchen unter der Dachschräge seines Elternhauses öffnete, ahnte noch niemand, welche Schätze dort seit Jahrzehnten unberührt in der Dunkelheit der Dachkammer lagen...“ Mit diesen Zeilen beginnt die Autorin das Vorwort ihres Buches. Fotoalben, Tagebüc... „...Als mein Cousin Christoph vor etwa drei Jahren das kleine, unscheinbare Türchen unter der Dachschräge seines Elternhauses öffnete, ahnte noch niemand, welche Schätze dort seit Jahrzehnten unberührt in der Dunkelheit der Dachkammer lagen...“ Mit diesen Zeilen beginnt die Autorin das Vorwort ihres Buches. Fotoalben, Tagebücher und der Inhalt der Handtasche der Großmutter aus dunkelblauen Leder erzählen die Geschichte einer Familie. Mit Hilfe der Fundstücke gestaltet die Autorin das Lebensbild ihrer Großeltern. Am 11, Januar 1900 erblickte Alfred in Schlesien das Licht der Welt. Den Namen aber sollte er nur drei Tage tragen. Auf dem Standesamt wurde er als Arthur eingetragen. Wer genau wissen, will, wie es dazu kam, sollte das Buch lesen. Sein Vater war Bergmann. Die Familie hatte eine Wohnung auf einem Bauernhof. Wenige Jahre später sollte Arthurs kleine Welt das erste Mal zerbrechen. Die Eltern ließen sich scheiden. Die Mutter zog mit den beiden Kindern zu ihren Eltern. Großmutter Ernestine konnte nur noch zwei Jahre für die Kinder da sein. Aber sie hat ihnen ein besonderes Erbe mitgegeben, was im folgenden Zitat zum Ausdruck kommt: „...Doch Zeit genug, um Arthur und seinem Bruder Fritz das Samenkorn des Glaubens in ihr Herz zu legen, das sie ihr ganzes Leben lang tragen würde...“ Arthurs Kindheit und Jugend ist von Verzicht geprägt. Der begabte junge wird nie seinen Traumberuf lernen dürfen. Trotzdem geht er unverdrossen seinen Weg. Mit seinen Begabungen bringt er sich in der Kirchgemeinde ein. Ich erfahre, wie er seine zukünftige Frau Johanna kennenlernt. Die beiden bekommen vier Söhne. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs bleibt er Mensch, auch im Umgang mit den Zwangsarbeitern. Politische Themen spielen in der Familie keine Rolle. Dafür fühlen sie sich durch den Glauben auch in schwerer Zeit getragen. Der Schriftstil lässt sich zügig lesen. Die große Schrift wirkt dabei angenehm. Als Besonderheit hat die Autorin die Tagebucheinträge des Großvaters und Briefe der Familie in die Geschichte eingefügt, natürlich in heutiger Schrift. Das gibt der Erzählung eine persönliche Note und ermöglicht mir als Leser einen Blick in die Gedankenwelt der Protagonisten. Der folgende Tagebuchausschnitt zeigt, dass Arthur über einen reichen Wortschatz und eine mit passenden Metaphern geschmückte Ausdrucksweise verfügte: „...Der warmen Sonne Strahlen in ihrem hellen Schein schufen reine Freude in unsrer Brust. Der wolkenreine Himmel ließ gar nicht zu, dass man ihn hätte jemals grau und unfreundlich sich denken können...“ Doch auch ernste Themen und eine in die Tiefe gehende Auseinandersetzung mit dem Glauben finden sich in den Aufzeichnungen. So schreibt er: „...Nicht passives Verhalten, sondern aktives Sein ist Leben. Nicht der Glaube allein führt vorwärts, sondern die Tat...“ In den Kriegs- und Nachkriegsjahren lebt die Familie das Geschriebene. Arthur denkt mit und verhindert so Unheil. Er bleibt selbst in Anfechtung seinen Überzeugungen treu. War der Krieg schlimm, so wurde der Frieden furchtbar, denn plötzlich waren sie Fremde im eigenen Land. Schlesien gehörte ab sofort zu Polen. Positiv ist mir aufgefallen, dass zwar die Angst vor der Roten Armee thematisiert wurde, aber die Soldaten als Menschen dargestellt wurden, nicht nur als Sieger. Im Mittelpunkt standen positive Erfahrungen und Glaubenserlebnisse. Zu besonderen Anlässen schreibt Arthur Gedichte. Sie zeugen von festem Glauben und Gottvertrauen, aber auch von gegenseitiger Liebe. In der Mitte des Buches befinden sich Fotos, die den handelnden Personen ein Gesicht geben und das Buch sehr persönlich machen. Im Anhang werden die ehemaligen deutschen Orte mit ihren heutigen polnischen Namen wiedergegeben. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es macht eine Zeit lebendig, die für uns Nachgeborene schon weit in der Ferne liegt. Es zeigt aber auch, wie sich die Lebensverhältnisse seitdem geändert haben. Das sollte man beim Lesen nicht aus den Augen verlieren, wenn einem das eine oder andere ungewöhnlich vorkommt. Wenn Arthur beschreibt, wie sie in ihrer neuen Heimat im Schwarzwald nach ihrer Ausweisung aus Schlesien aufgenommen wurden, dann sind Parallelen zu aktuellen Ereignissen augenfällig.


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