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Kulturmarxismus

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Die westliche Welt befindet sich im freien Fall. Alles, was die Menschen bisher zusammenhielt, löst sich auf. Während die Massenmedien die neue Vielfalt feiern, werden über Jahrhunderte gewachsene Strukturen wie Familie, Glaube und Nation zielgerichtet unterwandert und zerstört.

„Bunt, offen und tolerant“ sind Schlagworte einer neuen Gesellschaft, die aus dem Untergang der alten entstehen sollte. Doch die Realität erweist sich als Gegenteil dessen, was das visionäre Programm der 68er-Kulturrevolution einstmals versprach. Je größer die scheinbar erreichte Vielfalt ist, desto mehr werden die Freiheitsrechte des Einzelnen eingeschränkt. Das durch die Auflösung entstandene Chaos muss durch zunehmende Kontrolle aufgefangen werden.

Rasant verengt sich in dieser schönen neuen Welt der Korridor des Sagbaren. Toleriert wird nur noch, wer mit dem Strom der offiziellen Einheitsmeinung schwimmt. Menschen mit der falschen politischen Gesinnung werden durch die Massenmedien öffentlich an den Pranger gestellt. Staatliche Organe kriminalisieren und zensieren die Ansichten Andersdenkender als „Hassreden“. So entsteht ein wachsender Konformitätsdruck, der - das hoffen die Verantwortlichen - die Menschheit in eine neue, bessere Ordnung führen wird. In diesem Zusammenhang rückt der Parteikommunismus Chinas als mögliches Modell für die westliche Welt in den Fokus.

Im Zentrum dieser Entwicklung steht jedoch kein straff hierarchisch organisiertes Zentralkomitee, sondern lose Netzwerke aus Medienmachern, Politikern und transnationalen Lobbygruppen, die sich im Zweifelsfall immer hinter der Fassade demokratischer Selbstbestimmung der Bevölkerung verstecken können.

Benjamin Kaiser nennt in seinem wegweisenden Buch den dahinter stehenden Kulturmarxismus beim Namen und stellt die Eckpunkte der dazugehörigen Agenda vor.
Portrait
Benjamin Kaiser, geboren 1973, studierte Germanistik, Publizistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Er ist Unternehmer, Vater von fünf Kindern und lebt in Großbritannien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 270
Erscheinungsdatum 29.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-947726-00-4
Verlag Seuse Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/2,2 cm
Gewicht 441 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
22,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Wir schaffen das: der große Plan, den es angeblich nicht gibt
von Dr. M. am 12.11.2018

Unter Kulturmarxismus kann sich der gewöhnliche Zeitgenosse nicht viel vorstellen. Daran ist sicher auch dieser schlecht gewählte Begriff selbst schuld, hinter dem nichts anderes steckt als die Ideologie der 68er-Bewegung. Sie entstand allerdings bereits lange vor 1968. Inzwischen ist sie so etwas wie eine Staatsdoktrin geworden, was man allein... Unter Kulturmarxismus kann sich der gewöhnliche Zeitgenosse nicht viel vorstellen. Daran ist sicher auch dieser schlecht gewählte Begriff selbst schuld, hinter dem nichts anderes steckt als die Ideologie der 68er-Bewegung. Sie entstand allerdings bereits lange vor 1968. Inzwischen ist sie so etwas wie eine Staatsdoktrin geworden, was man allein daran merkt, dass Abweichungen von ihr mit Zuweisungen in die rechte Ecke geahndet werden. Es gibt (wie bei einer Staatsdoktrin) nur noch eine richtige Sichtweise, die inzwischen auch Eingang in europäische und deutsche Gesetze und Bestimmungen gefunden hat. Nach dem Verständnis von Marxisten ist der Kommunismus die lichte Zukunft der Menschheit. Als die Große Sozialistische Oktoberrevolution 1917 in Russland siegte, begann diese lichte Zukunft. Allerdings dauerte die Illusion nicht sehr lange. Spätestens mit Stalins physischer Ausrottung der russischen und ukrainischen Klein- und Mittelbauern und den sich daran anschließenden Hungersnöten in den 1930er Jahren wurde den meisten linken westeuropäischen Intellektuellen deutlich vor Augen geführt, dass der sowjetische Weg zum Kommunismus nicht besonders attraktiv ist. Sozialistische Revolutionen waren bereits vorher in Westeuropa gescheitert. Aus dieser Situation heraus entstand eine neue Illusion, die man heute mit dem Begriff Kulturmarxismus umschreibt. In diesem sehr gut geschriebenen Buch erklärt sein Autor die Grundzüge dieser Ideologie, die mit dem "langen Marsch durch die Institutionen" einen beispielhaften Sieg errungen hat. Mancher Zeitgenosse behauptet, die Medien in Deutschland seien inzwischen gleichgeschaltet. Doch es fehlt eine fassbare Macht, die dies erzwungen haben könnte. Tatsächlich kam diese Gleichschaltung ganz freiwillig aus den Medien selbst, eben weil sich dort die Vertreter des Kulturmarxismus durchgesetzt haben. Ähnlich wie die bolschewistischen Berufsrevolutionäre in Russland geht der Kulturmarxismus davon aus, dass die Menschheit von einer Gruppe elitärer Menschen zu ihrem Glück gezwungen werden muss. Es soll eine neue paradiesische Gesellschaftsordnung aufgebaut werden, in der es keine Familien und Nationen, Rassen oder schlimme sexuelle Einfalt mehr gibt. Denn all diese traditionellen Strukturen oder Daseinsformen führen aus der Sicht der Kulturmarxisten stets zum Faschismus. Ganz so direkt sagt man das zwar inzwischen nicht mehr. Wenn man diese Sichtweise und die dahinterstehende Denklogik seiner Vertreter erst einmal verstanden hat, dann ergibt sich ganz zwangsläufig die Unterteilung der Welt in moderne, bunte , vielfältige oder sonst irgendwie toll definierte Ansichten, die immer richtig sind, und in die Restmenge, die braun, dunkel, rückständig und schädlich ist, und deshalb mit aller Härte bekämpft werden muss. Wer das im Detail verstehen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Hat man erst einmal das System verstanden, das sich kurz vor seinem Endsieg wähnt, dann erschließen sich sofort all die Ereignisse und Entwicklungen der letzten Zeit in einem ganz anderen Licht. Sie werden in ihrer kulturmarxistischen Logik völlig klar. Der Kulturmarxismus und seine Anhänger werden selbstverständlich (wie alle sozialistischen Denkmodelle) letztlich praktisch scheitern, weil ihnen ein komplettes Unverständnis der Triebkräfte menschlichen Verhaltens gemein ist. Auf diesem Weg des letztlichen Scheiterns werden jedoch stets ganze Gesellschaften um ihren Wohlstand beraubt. Am Ende seines sehr erhellenden Textes versucht der Autor dies deutlich zu machen. Allerdings ist dies der schwächere Teil eines hervorragenden Buches. Zwischen der Erklärung der kulturmarxistischen Durchdringung der bundesdeutschen Gesellschaft und der Prognose ihres Scheiterns liegt jedoch noch die Beschreibung einer anderen Gruppe, für die die Kulturmarxisten nur nützliche Schwachköpfe sind. Gemeint sind Teile der internationalen (besser amerikanischen) Finanzeliten. Inzwischen besitzen einige wenige dieser Leute so viel Kapital, wie früher ganze Staaten oder Staatengruppen. Und sie benutzen dieses Kapital zur Veränderung der Welt in ihrem Sinne. Ein besonders gut zu beobachtender Vertreter dieser Wenigen ist der Milliardär George Soros, der über die Finanzierung zahlreicher sogenannter NGOs einen großen Teil der sogenannten weltweiten Flüchtlingsbewegung am Laufen hält. Auch das wird im Buch sehr gut erklärt. Benjamin Kaiser schreibt: "Die Auflösung traditioneller Bindungen und Solidargemeinschaften, von der Familie bis zum Volk, ist mehr als ein Programmpunkt auf der kulturmarxistischen Agenda. Mit der Auflösung dieser Bindungen entsteht nämlich keine Freiheit, ?, sondern eine neue Form der Tyrannei. Menschen, die sich weder einer Familie, einer Religion, noch einer Nation mehr zugehörig fühlen, sind der neuen Ideologie gänzlich verfügbar. Ihr neues Weltbild ist rein materiell und egoistisch auf eine Art Nutzen-Kosten-Rechnung fokussiert." Und weiter: "So entsteht mit dem neuen bindungslosen Menschen eine ökonomisch durchrationalisierte, globale Effizienzgesellschaft. In dieser schönen neuen Welt wird der Einzelne zum atomisierten, urbanen Konsumenten. Er wird, ?, zunehmend von sozialen Transferleistungen abhängig und damit zum Spielball staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen." Das jedenfalls ist die Perspektive der Globalisten. Mit ziemlicher Sicherheit wird keine der beiden Vorstellungen sich letztlich durchsetzen. In das erzeugte gesellschaftliche Vakuum wird viel wahrscheinlicher eine gut strukturierte Gruppe stoßen, nämlich vorhandene islamische Gesellschaften, die sich auf deutschem Boden schon parallel entwickeln und das ganze Gegenteil der Vielfältigkeitsillusion der Kulturmarxisten durchsetzen wird. Auch das macht der Autor in seinem Buch deutlich. Kurz gesagt: Wer die Entwicklungen der letzten 25 Jahre in Deutschland und Teilen West- und Nordeuropas wirklich verstehen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.