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Heute keine Schüsse

Berlin in der Weimarer Republik

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Walter Schachtschneider beschreibt das Berlin der Weimarer Republik in einem Tagebuch.
Die Arbeit in einer Galerie bringt Walter in engen Kontakt mit der schillernden Kultur- und Künstlerszene Berlins. Durch die Freundschaft zu dem Kommunisten Fritz lernt er auch das Elend in den Mietskasernen und Hinterhöfen der Arbeiter kennen.
Walter fühlt sich ohnmächtig angesichts der drängenden Probleme. Innerlich zerrissen im Für und Wider der möglichen Lösungen flüchtet er in die Rolle des distanzierten Beobachters. Sein Nicht-Handeln führt jedoch zum Konflikt.

Walters fiktive Geschichte ist in den historischen Kontext der damaligen Zeit eingebunden. Eine spannende Reise von der Gründung der Republik, zu ihren politischen und sozialen Krisen, ihrer Blütezeit in den zwanziger Jahren bis zum Untergang der Demokratie im totalitären Regime des Nationalsozialismus.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 24.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7469-1774-0
Verlag Tredition
Maße (L/B/H) 21,1/14,9/3 cm
Gewicht 585 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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16,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

treffende Darstellung der Weimarer Republik

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Heute spannender denn je... Brigitte Krächan hat ein "Tagebuch" aus Sicht eines gut situierten jungen Mannes über die Weimarer Republik geschrieben. Sehr neutral und ohne erhobenen Zeigefinger erzählt sie wie es zum Dritten Reich kommen musste, zeigt aber auch auf, dass es hätte anders kommen können... Walter war im ersten Weltkrieg, erzählt nur kurz vom Schrecken und seinem Leben danach, er hat nicht wirklich Ahnung von den wirklich Notleidenden und trotzdem wird es in dem Tagebuch deutlich. Wir erfahren viel über die Kunst zu der Zeit und auch wenn es schon ewig in meinem SUB liegt, muss ich nun endlich "Im Westen nichts Neues" lesen. Auch wenn der Tagebuchstil nicht jedermanns Sache ist, ist die Geschichte es Wert, sie zu lesen! Tolle Sprache, gute Idee, liebevolles Cover...

Kundenbewertungen

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Geschichts- und zugleich Kunstunterricht der ganz besonderen Art und somit für an guter Literatur, an jüngerer Geschichte und an Kunst aus dieser Zeit Interessierte ist das Buch ein absolutes Muss
von Eberhard Landes am 27.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Als ich Gelegenheit hatte, auf einer Buchmesse mit der Autorin zu sprechen und sie mir ihre Idee zu dem Buch und die für deren Umsetzung erforderliche enorme Recherchearbeit schilderte, wusste ich natürlich noch nicht, wie hervorragend sie diese Idee umgesetzt hat und mit welch großartigem Werk ich es hier zu tun haben werde. E... Als ich Gelegenheit hatte, auf einer Buchmesse mit der Autorin zu sprechen und sie mir ihre Idee zu dem Buch und die für deren Umsetzung erforderliche enorme Recherchearbeit schilderte, wusste ich natürlich noch nicht, wie hervorragend sie diese Idee umgesetzt hat und mit welch großartigem Werk ich es hier zu tun haben werde. Es sei mir erlaubt, diese Einschätzung und Einstufung nicht als Fazit bzw. Resümee der Rezension am Schluss zu ziehen, sondern einleitend voran zu stellen. Nun aber der Reihe nach: Noch unter dem Eindruck von Florian Illies "1913" schien es mir sehr logisch, geschichtlich unmittelbar anschließende Literatur zu lesen und was passte da besser als dieser Roman, der exakt die Zeit von 1914 bis 1933 beschreibt. Hierbei ist "beschreiben" insofern wörtlich zu verstehen, als das von Brigitte Krächans Hauptprotagonist, dem Galeriegehilfen Walter Schachtschneider, in dieser Zeit geführte Tagebuch den roten Faden, den Plot, wie man heute sagt, darstellt. Der Schreibstil in Tagebuchform ist natürlich nicht der für einen Roman typische; es sind oft nur kleine, aus wenigen Zeilen bestehende Einträge pro Kalendertag; zuweilen auch - für sich allein genommen - eher unbedeutende Details; aber sie sind wie Puzzlesteine, d.h. sie als Teile des Ganzen ergeben in ihrer Zusammensetzung das Gesamtbild. Zunächst geht es in dem Tagebuch um den Krieg, den man später den 1. Weltkrieg nennen wird und den Walter qualvoll erleben musste. Das Buch hat meine Vorstellung hierüber verändert. Meine beiden Großväter waren in diesem Krieg, aber zu gemeinsamen Lebzeiten in den 1960er/1970er Jahren, war ich zu jung um zu verstehen, was sie nach meiner Erinnerung manchmal und widerwillig davon erzählten. Ein hochsympatischer Gutmensch ist der Tagebuchschreiber Walter, der uns hier über diese schlimme Zeit berichtet. Und weil er nach dem Krieg in einer Kunstgalerie arbeitet, erfährt der Leser gewissermaßen en passant sehr viel über z.B. Im- und Expressionismus, über Dadaismus, den blauen Reiter, das Bauhaus usw... Die zusätzliche Auflistung all der Namen der Künstler, die mit diesen Stilrichtungen einhergehen, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen; im Buch bereichert sie selbstverständlich das Werk. Kritisch möchte ich hierzu anmerken, dass bei der Nennung der Namen der Künstler, die ihr Leben in diesem schrecklichen Krieg lassen mussten (August Macke, Franz Marc, ...) sich der saarländische Rezensent von der saarländischen Autorin gewünscht hätte, dass hier auch der Saarländer Albert Weisgerber erwähnt wird. Historisch konsequent setzt sich das Tagebuch mit dem schwierigen Start der Weimarer Republik, den dennoch sog. goldenen Zwanzigern, der Machergreifung der Nationalsozialisten 1933 und dem anschließenden Untergang der jungen Demokratie fort. Mein Bewertung lautet "Geschichts- und zugleich Kunstunterricht der ganz besonderen Art und somit für an guter Literatur, an jüngerer Geschichte und an Kunst aus dieser Zeit Interessierte ist das Buch ein absolutes Muss".

Berlin vor 100 Jahren...
von einer Kundin/einem Kunden am 12.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

... ähnelt erschreckend dem heutigen Zuständen. Die Autorin schafft es mittels fiktiver Tagebucheinträge das Berlin der Zwischenkriegszeit anschaulich darzustellen. Ihr Protagonist ist fiktiv, die Umstände und Menschen in ihrem Buch sind es allerdings nicht. Aufgrund der Länge des Buches und den sich überschlagenen Ereign... ... ähnelt erschreckend dem heutigen Zuständen. Die Autorin schafft es mittels fiktiver Tagebucheinträge das Berlin der Zwischenkriegszeit anschaulich darzustellen. Ihr Protagonist ist fiktiv, die Umstände und Menschen in ihrem Buch sind es allerdings nicht. Aufgrund der Länge des Buches und den sich überschlagenen Ereignissen empfiehlt es sich jeden Tag einen Jahresabschnitt zu lesen - einfach um die unterschiedlichen Eindrücke besser verdauen zu können. Eine einzigartige Idee, die sehr gut umgesetzt wurde!

Die Staatsformen wechselten –Berlin blieb Berlin
von einer Kundin/einem Kunden aus Karlsruhe am 23.07.2018

Die Staatsformen wechselten –Berlin blieb Berlin Es gibt Zeitabschnitte in der deutschen Geschichte, die einem als durchschnittlicher Alltagsmensch standardmäßig nicht wirklich geläufig sind. Das Buch von Brigitte Krächan hat mich angesprochen, weil sowohl die Aufmachung als auch der Titel Spannung versprochen und die Aussicht ... Die Staatsformen wechselten –Berlin blieb Berlin Es gibt Zeitabschnitte in der deutschen Geschichte, die einem als durchschnittlicher Alltagsmensch standardmäßig nicht wirklich geläufig sind. Das Buch von Brigitte Krächan hat mich angesprochen, weil sowohl die Aufmachung als auch der Titel Spannung versprochen und die Aussicht geboten zu haben, Wissenslücken zuschließen. Ich muss zugeben, dass ich mich etwas schwer mit den vielen Begriffen und Namen aus der Berliner Kunstszene getan habe, da ich mit den verschiedenen Stilarten der Malerei und deren Vertretern in der damaligen Zeit nicht sehr vertraut bin. Ich habe deshalb nicht selten parallel zum Buch Namen und Kunststile nachgeschlagen bzw. gegoogelt und mich dabei oft sehr lange in Recherchen regelrecht verloren. Das besagt für die Wertung des Buches erst einmal gar nichts, soll aber zum Ausdruck bringen, dass speziell ich als Leser Zeit für die Erhellung der Hintergründe investieren musste und das auch gern und mit wachsendem Interesse getan habe. Der rote Faden dieses Buches ist die Figur des Galeriegehilfen Walter Schachtschneider und sein Leben in dem endenden Kaiserreich, während der Weimarer Republik und in den Anfängen der Hitler-Diktatur. Brigitte Krächan lässt dabei Walter Schachtschneider die Rolle eines Chronisten spielen, der die teilweise turbulenten Ereignisse seiner Zeit mit eigenen Gedanken begleitet, ohne dabei jedoch offen für eine bestimmte Seite Partei zu ergreifen. Dabei wird er auch in seinem eigenen Umfeld mit verschiedenen Anschauungen zur politischen Lage konfrontiert. Die Autorin erzählt aber auch die persönliche Geschichte von Walter, der mit einer Verletzung aus dem Krieg zurückkehrt, welche ihm auch im Zivilleben zu schaffen macht. Er kann nur schwer Ordnung in sein Gefühlsleben bringen. Dabei erkennt er in einer Frau nach langem Zögern nur die gute Freundin, bei einer zweiten wird er durch deren plötzlichen Tod einer Entscheidung für eine feste Bindung enthoben. Walters Weg verliert sich dann zum Ende des Buches hin in den Anfängen der Nazi-Herrschaft. „Heute keine Schüsse: Berlin in der Weimarer Republik“ war für mich die Reise zurück in eine Zeit, von der mir außer einigen Eckdaten und ein paar frühen Kindheitserinnerungen meiner Großeltern nicht sehr viel bekannt war. Dieses Werk von Brigitte Krächan empfand ich auch aufgrund der Tagebuchform als extrem spannend und mitreißend. Daneben habe ich sehr viele Infos über Berlin als Stadt der Technik und der Kunst mitnehmen können. Dies hat jetzt letztlich bei mir zu dem festen Vorsatz geführt, mich etwas mehr mit Kunst allgemein und mit Berlin als Stadt zu beschäftigen. Die Zeit mit „Heute keine Schüsse: Berlin in der Weimarer Republik“ empfinde ich als sehr gute Investition und vergebe dafür von Herzen gerne 5 Sterne.