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Die Nacht der Erinnerungen

Roman

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Von später Liebe und Verrat in Zeiten des Krieges.Madrid, kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs: Ignacio Abel, ein erfolgreicher Architekt, beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit der attraktiven Amerikanerin Judith Biely. Als Ignacios Frau das Verhältnis entdeckt, versucht sie, sich umzubringen. Judith, geschockt und geplagt von Gewissensbissen, verschwindet spurlos. Auf der Suche nach ihr irrt Ignacio durch die Straßen von Madrid, in denen die politische Lage sich zuspitzt. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, einem Erschießungskommando zu entkommen und nach Amerika zu fliehen. Dort trifft er überraschend Judith wieder, mit der er eine letzte Nacht verbringt, die große »Nacht der Erinnerungen«.
Portrait
Antonio Muñoz Molina wurde 1956 im andalusischen Úbeda geboren. Sein belletristisches Werk ist vielfach preisgekrönt; so wurde er beispielsweise gleich zwei Mal mit dem spanischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet. 1995 wurde er in die Königlich Spanische Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen. Muñoz Molina lebt derzeit in Madrid und New York City.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 1008
Erscheinungsdatum 24.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10446-9
Verlag Penguin Verlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,2/5,8 cm
Gewicht 686 g
Originaltitel La noche de los tiempos
Übersetzer Willi Zurbrüggen
Buch (Taschenbuch)
16,00
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Buchhändler-Empfehlungen

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieses Buch ist eine Herausforderung, die sich lohnt. Denn der Autor schildert schonungslos den Kampf um Madrid im spanischen Bürgerkrieg. Und keine Partei kommt dabei gut weg! Dieses Buch ist eine Herausforderung, die sich lohnt. Denn der Autor schildert schonungslos den Kampf um Madrid im spanischen Bürgerkrieg. Und keine Partei kommt dabei gut weg!

„Eine Liebe in den Zeiten des Krieges“

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Ein Meisterwerk der erzählenden Kunst, eindringlich, vielschichtig, stilistisch anspruchsvoll: die Entstehung des spanischen Bürgerkriegs eingebunden in die Geschichte einer verzweifelten Liebe. Historisch präzise, dabei trotz 1000 Seiten auf das Wesentliche beschränkt, kein Wort zu viel, die Schilderung der Handlung packend und spannungsvoll, die Charakterisierung der Figuren überragend: psychologisch scharfsinnig, glaubwürdig und einfühlsam. Ein Meisterwerk der erzählenden Kunst, eindringlich, vielschichtig, stilistisch anspruchsvoll: die Entstehung des spanischen Bürgerkriegs eingebunden in die Geschichte einer verzweifelten Liebe. Historisch präzise, dabei trotz 1000 Seiten auf das Wesentliche beschränkt, kein Wort zu viel, die Schilderung der Handlung packend und spannungsvoll, die Charakterisierung der Figuren überragend: psychologisch scharfsinnig, glaubwürdig und einfühlsam.

Kundenbewertungen

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Geschichte, Liebe und Krieg
von Armin Rosenberg aus Wien am 11.10.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Es ist erfreulich, dass sich dieser in Spanien längst beliebte Autor mit seinem neuesten, umfangreichen Roman auch im deutschen Sprachraum durchsetzt. Die zahlreichen Details über den Verlauf und die Hintergründe des Spanischen Bürgerkriegs werden unaufdringlich in eine glaubwürdige Liebesgeschichte eingebettet. Gerne folgt man Molinas langen, eleganten Sätzen und seinen Charakteren... Es ist erfreulich, dass sich dieser in Spanien längst beliebte Autor mit seinem neuesten, umfangreichen Roman auch im deutschen Sprachraum durchsetzt. Die zahlreichen Details über den Verlauf und die Hintergründe des Spanischen Bürgerkriegs werden unaufdringlich in eine glaubwürdige Liebesgeschichte eingebettet. Gerne folgt man Molinas langen, eleganten Sätzen und seinen Charakteren in eine Welt, in der selbst vernünftige Menschen den Verstand zu verlieren scheinen und es immer schwieriger wird, Haltung zu bewahren.

Spanien in Kriegszeiten
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 30.09.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Ignacio Abel, Architekt und überzeugter Sozialist, ist mit dem Bau der Universitätsstadt beauftragt, dem Bildungsprojekt des neuen Staates. Er ist ein Mann des Fortschritts, der seinen Aufstieg aus bescheidenen Verhältnissen der Ehe mit einer Frau aus reichem nationalkatholischem Haus verdankt. Regelmäßig drohen Familienessen mit Schwager und Schwiegereltern. Die Ehe... Ignacio Abel, Architekt und überzeugter Sozialist, ist mit dem Bau der Universitätsstadt beauftragt, dem Bildungsprojekt des neuen Staates. Er ist ein Mann des Fortschritts, der seinen Aufstieg aus bescheidenen Verhältnissen der Ehe mit einer Frau aus reichem nationalkatholischem Haus verdankt. Regelmäßig drohen Familienessen mit Schwager und Schwiegereltern. Die Ehe ist in komfortabler Langeweile erstarrt, da verliebt Ignacio sich in die amerikanische Studentin Judith Biely und lässt zu, dass die stürmische Affäre sein Leben aus dem Gleis wirft. Auch die Ordnung des Landes beginnt sich aufzulösen: Spaniens Militärs putschen, am 18. Juli 1936 bricht der Bürgerkrieg aus. Getrennt von seiner Familie, die im Landhaus auf der anderen Seite der Front geblieben ist, stürzt Ignacio Abel ins Nichts. Madrid wird zur belagerten Stadt, in der das Volk sich bewaffnet, Kirchen in Brand setzt und politisch Verdächtige exekutiert. Und während der Privatmann Ignacio Abel wie besessen seiner verlorenen Liebe nachjagt, erkennt der Bürger Ignacio Abel, dass sein ganzes Land in Flammen steht.„Die Nacht der Erinnerungen“ ist historisch gut verankert. Berühmte Intellektuelle und Politiker schlendern über die Seiten, darunter García Lorca, ein Mordopfer der ersten Kriegswochen, oder der geckenhafte Rafael Alberti mit langem blonden Dichterhaar. Die Wiedererschaffung der Welt von gestern bedient keine nostalgischen Bedürfnisse, sondern ist die bewusste Beschwörung eines unfertigen Milieus, verschwundener Gegenstände und sinnlos zerstörter Lebensläufe. Dies war einmal Madrid, die Hauptstadt der Zweiten Spanischen Republik, bevor der dreijährige Zermürbungskrieg begann. Über viele Seiten hinweg hat Antonio Muñoz Molina eine Elegie auf das moderne Spanien geschrieben, das in den dreißiger Jahren hätte entstehen können. Mit der Schuldfrage, warum es nicht dazu kam, macht Muñoz Molina es sich nicht leicht.