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Der Duft des Waldes

Roman

(5)

Ein verwunschenes Haus mitten in Frankreich und ein Bündel alter Briefe - ein großer Roman über Fernweh und die Sehnsucht nach Ankunft.

Elisabeths Leben ändert sich schlagartig, als ihr die 89-jährige Alix die Briefe des Onkels Alban anvertraut, geschrieben von der Front des Ersten Weltkrieges an dessen Freund Anatole. Als Elisabeth außerdem Alix‘ verwunschenes Landhaus südlich von Paris erbt, weiß die junge Historikerin, dass eine große Aufgabe auf sie wartet, eine, die ihrem Leben wieder Sinn verleiht. Die Briefe geben Rätsel auf, und Elisabeth stürzt sich in die Recherche: Welches Geheimnis verband die Freunde, warum ging Alban zurück an die Front, wo ihm der Tod sicher war, und wer war die eigenwillige 17-jährige Diane? Auf der Suche nach Antworten reist Elisabeth nach Lissabon, Bern und Brüssel und sucht all die Menschen auf, die mit ihren Erinnerungen Elisabeth helfen, hundert Jahre Lebensgeschichten zu einem Ganzen zusammenzufügen. Ein so bewegender wie spannender Roman über die Macht der Erinnerung und der Liebe.

Rezension
Eine fesselnde Geschichtsstunde […] ein beeindruckendes Werk über Geschichte und Erinnerung, über die Verwüstungen der Köpfe und Körper.
Portrait
Neben dem Schreiben lehrt Hélène Gestern an der Universität von Lorraine Literatur. Ihre großen Themen sind Fotografiegeschichte und das autobiographische Schreiben. »Der Duft des Waldes« ist ihr erster Roman auf Deutsch. Gestern lebt in Paris und Nancy.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 704 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.07.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783104906126
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1557 KB
Übersetzer Brigitte Grosse, Patricia Klobusiczky
Verkaufsrang 12.761
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Pia Buchhorn, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Eine wunderschöne Geschichte, allerdings auch nicht mal so eben abends zu lesen..
Fesselnd und faszinierend zugleich.
Eine wunderschöne Geschichte, allerdings auch nicht mal so eben abends zu lesen..
Fesselnd und faszinierend zugleich.

„Sehr spannend, aber nicht einfach“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Hélène Gestern ist eine französische Autorin, die schon mehrere Bücher geschrieben hat. „Der Duft des Waldes“ ist der erste Roman, der ins Deutsche übersetzt wurde.

Lassen Sie sich nicht von dem Klappentext und dem Cover des Buches täuschen. Danach könnte man vermuten, dass man einen schönen Unterhaltungsroman in der Richtung von Kate Morton und ähnlichen Autoren bekommen würde. Einen Roman mit einem Geheimnis in der Vergangenheit. Dies stimmt aber nur insofern, dass die Ich-Erzählerin des Romans, die Historikerin Elisabeth, versucht etwas über die Geschichte des Briefschreibers der geerbten Briefe herauszufinden. Aber dann entwickelt sich der Roman ganz anders als man es von den üblichen Romanen mit dem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit gewohnt ist.

Hélène Gestern erzählt in diesem Roman gleich mehrere Geschichten, die alle irgendwie zusammenhängen. Da ist zum einen die Geschichte der Ich-Erzählerin Elisabeth. Elisabeth ist Historikerin. Und ihr Fachgebiet sind Postkarten. Im Moment arbeitet sie in einem Institut, welches Postkarten u.ä. archiviert. Vor nicht allzu langer Zeit hat sie den Mann verloren, den sie über alles geliebt hat. Die Trauer lässt sie einfach nicht mehr los. Das ändert sich erst, als die alte Dame Alix dem Institut Briefe, Postkarten und Fotografien ihres Onkels Albans vermacht. Nachdem sie Elisabeth kennengelernt hat, soll Elisabeth für dieses Erbe zuständig sein. Außerdem erbt Elisabeth nach dem Tod der alten Dame ein altes Landhaus. Dies beides sorgt dafür, dass Elisabeth sich intensiv mit den Briefen beschäftigt und dadurch zurück ins Leben findet. Diese Briefe sind aus zweierlei Gründen sehr interessant. 1. sind sie an einen bekannten Dichter der damaligen Zeit geschrieben worden – Anatole Massis. Und 2. sind es Briefe, Bilder und Fotografien, die sich sehr intensiv mit dem 1. Weltkrieg auseinandersetzen. Das allein ist schon ausgesprochen interessant. Hinzu kommt dann noch eine junge Dame, die immer wieder in diesen Briefen erwähnt wird – Diane. Wer ist diese junge Frau? Elisabeth ist es als Historikerin gewohnt zu recherchieren. Und während dieser Recherchen kommen immer mehr Geschichten ins Spiel. So lernt sie in Lissabon eine Familie kennen, die anscheinend eine sehr enge Verbindung zu Diane hat. Doch wie genau muss sich erst noch klären. Zusätzlich hat diese Familie selbst eine eigene Geschichte, die vielleicht mit Elisabeths Suche zu tun hat. Es geht um eine Frau, die während des 2. Weltkriegs spurlos verschwunden ist. Immer wenn Elisabeth meint, sie hat den Schlüssel zu der Geschichte gefunden, passiert etwas, was alles bisherig Herausgefundene auf den Kopf stellt.

Mich hat dieses Buch sehr fasziniert. Und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Aber ich gebe auch zu, dass ich am Ende nicht mehr sagen kann, ob die Geschichte wirklich schlüssig und logisch ist. Wenn Sie sich für dieses Buch entscheiden, kann ich Ihnen nur empfehlen, dass Sie sich die auftauchenden Personen des Romans notieren und versuchen einen dazu passenden Stammbaum zu entwerfen. Denn leider fehlt beides bei diesem Roman – ein Personenregister und ein Stammbaum der beteiligten Familien. Ich habe irgendwann abgeschaltet und gar nicht mehr versucht, die familiären Zusammenhänge zu verstehen. Für mich war es ein wenig so wie bei dem Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker. Da ist es mir ähnlich ergangen. Immer noch einmal eine neue Wendung. Spannend, aber sehr unübersichtlich. Ich denke, dass die Autorin eigentlich zu viele Geschichten auf einmal erzählen wollte. Ob die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und dem Portugiesen Samuel, sowie die Geschichte der im 2. Weltkrieg verschollenen Tamara Zilberg noch wirklich notwendig waren, bleibt dahingestellt. Für mich wäre das noch mehr als genügend Stoff für einen weiteren Roman gewesen.

Was mich an diesem Buch fasziniert hat, ist, wie schwierig es ist, Lebensläufe verstorbener Personen so zu recherchieren, dass ein wirklich stimmiges Bild herauskommt. Ganz offensichtlich hängt es wirklich davon ab, was man für Material zur Verfügung hat. Und selbst dann sind immer noch eigene Interpretationen möglich. Genau so ergeht es nämlich Elisabeth. Sie glaubt, sie hat endlich erkannt, wie Alban, Anatole und Diane zusammen gehören. Doch dann bekommt sie per Zufall neue Unterlagen, die eine ganz andere Möglichkeit eröffnen.

Und dann hat mich die Geschichte des Soldaten Alban de Willecot sehr berührt. Ein Mann, der wie viele Soldaten im 1. Weltkrieg voller Enthusiasmus in den Krieg gezogen ist. Auch in Frankreich dachte man wohl, dass der Krieg bis Weihnachten 1914 vorbei sei. Doch dann begann der Grabenkrieg, wo es immer wieder Kämpfe gab, die nicht wirklich einen Sieger hervorgebracht haben. Das, was gestern gewonnen wurde, wurde am nächsten Tag wieder verloren. Und dabei haben unzählige Menschen sinnlos ihr Leben gelassen. Doch davon haben die Menschen drum herum natürlich nichts erfahren. Das bisherige Leben in Frankreich lief weiter wie bisher. Nur um die Kampfgebiete musste man halt einen großen Bogen machen. Doch Alban schickt seinem Freund Anatol Briefe, in denen er die Wahrheit schreibt. Und da Anatole in der Abteilung arbeitet, die für die Zensur der Briefe der Soldaten zuständig ist, kann er vieles davon retten. Beide zusammen planen, dass das wahre Ausmaß des Krieges bekannt wird.

Gewünscht hätte ich mir noch, dass am Ende des Buches die Autorin geschrieben hätte, wie sie auf diese Idee gekommen ist.



Hélène Gestern ist eine französische Autorin, die schon mehrere Bücher geschrieben hat. „Der Duft des Waldes“ ist der erste Roman, der ins Deutsche übersetzt wurde.

Lassen Sie sich nicht von dem Klappentext und dem Cover des Buches täuschen. Danach könnte man vermuten, dass man einen schönen Unterhaltungsroman in der Richtung von Kate Morton und ähnlichen Autoren bekommen würde. Einen Roman mit einem Geheimnis in der Vergangenheit. Dies stimmt aber nur insofern, dass die Ich-Erzählerin des Romans, die Historikerin Elisabeth, versucht etwas über die Geschichte des Briefschreibers der geerbten Briefe herauszufinden. Aber dann entwickelt sich der Roman ganz anders als man es von den üblichen Romanen mit dem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit gewohnt ist.

Hélène Gestern erzählt in diesem Roman gleich mehrere Geschichten, die alle irgendwie zusammenhängen. Da ist zum einen die Geschichte der Ich-Erzählerin Elisabeth. Elisabeth ist Historikerin. Und ihr Fachgebiet sind Postkarten. Im Moment arbeitet sie in einem Institut, welches Postkarten u.ä. archiviert. Vor nicht allzu langer Zeit hat sie den Mann verloren, den sie über alles geliebt hat. Die Trauer lässt sie einfach nicht mehr los. Das ändert sich erst, als die alte Dame Alix dem Institut Briefe, Postkarten und Fotografien ihres Onkels Albans vermacht. Nachdem sie Elisabeth kennengelernt hat, soll Elisabeth für dieses Erbe zuständig sein. Außerdem erbt Elisabeth nach dem Tod der alten Dame ein altes Landhaus. Dies beides sorgt dafür, dass Elisabeth sich intensiv mit den Briefen beschäftigt und dadurch zurück ins Leben findet. Diese Briefe sind aus zweierlei Gründen sehr interessant. 1. sind sie an einen bekannten Dichter der damaligen Zeit geschrieben worden – Anatole Massis. Und 2. sind es Briefe, Bilder und Fotografien, die sich sehr intensiv mit dem 1. Weltkrieg auseinandersetzen. Das allein ist schon ausgesprochen interessant. Hinzu kommt dann noch eine junge Dame, die immer wieder in diesen Briefen erwähnt wird – Diane. Wer ist diese junge Frau? Elisabeth ist es als Historikerin gewohnt zu recherchieren. Und während dieser Recherchen kommen immer mehr Geschichten ins Spiel. So lernt sie in Lissabon eine Familie kennen, die anscheinend eine sehr enge Verbindung zu Diane hat. Doch wie genau muss sich erst noch klären. Zusätzlich hat diese Familie selbst eine eigene Geschichte, die vielleicht mit Elisabeths Suche zu tun hat. Es geht um eine Frau, die während des 2. Weltkriegs spurlos verschwunden ist. Immer wenn Elisabeth meint, sie hat den Schlüssel zu der Geschichte gefunden, passiert etwas, was alles bisherig Herausgefundene auf den Kopf stellt.

Mich hat dieses Buch sehr fasziniert. Und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Aber ich gebe auch zu, dass ich am Ende nicht mehr sagen kann, ob die Geschichte wirklich schlüssig und logisch ist. Wenn Sie sich für dieses Buch entscheiden, kann ich Ihnen nur empfehlen, dass Sie sich die auftauchenden Personen des Romans notieren und versuchen einen dazu passenden Stammbaum zu entwerfen. Denn leider fehlt beides bei diesem Roman – ein Personenregister und ein Stammbaum der beteiligten Familien. Ich habe irgendwann abgeschaltet und gar nicht mehr versucht, die familiären Zusammenhänge zu verstehen. Für mich war es ein wenig so wie bei dem Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker. Da ist es mir ähnlich ergangen. Immer noch einmal eine neue Wendung. Spannend, aber sehr unübersichtlich. Ich denke, dass die Autorin eigentlich zu viele Geschichten auf einmal erzählen wollte. Ob die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und dem Portugiesen Samuel, sowie die Geschichte der im 2. Weltkrieg verschollenen Tamara Zilberg noch wirklich notwendig waren, bleibt dahingestellt. Für mich wäre das noch mehr als genügend Stoff für einen weiteren Roman gewesen.

Was mich an diesem Buch fasziniert hat, ist, wie schwierig es ist, Lebensläufe verstorbener Personen so zu recherchieren, dass ein wirklich stimmiges Bild herauskommt. Ganz offensichtlich hängt es wirklich davon ab, was man für Material zur Verfügung hat. Und selbst dann sind immer noch eigene Interpretationen möglich. Genau so ergeht es nämlich Elisabeth. Sie glaubt, sie hat endlich erkannt, wie Alban, Anatole und Diane zusammen gehören. Doch dann bekommt sie per Zufall neue Unterlagen, die eine ganz andere Möglichkeit eröffnen.

Und dann hat mich die Geschichte des Soldaten Alban de Willecot sehr berührt. Ein Mann, der wie viele Soldaten im 1. Weltkrieg voller Enthusiasmus in den Krieg gezogen ist. Auch in Frankreich dachte man wohl, dass der Krieg bis Weihnachten 1914 vorbei sei. Doch dann begann der Grabenkrieg, wo es immer wieder Kämpfe gab, die nicht wirklich einen Sieger hervorgebracht haben. Das, was gestern gewonnen wurde, wurde am nächsten Tag wieder verloren. Und dabei haben unzählige Menschen sinnlos ihr Leben gelassen. Doch davon haben die Menschen drum herum natürlich nichts erfahren. Das bisherige Leben in Frankreich lief weiter wie bisher. Nur um die Kampfgebiete musste man halt einen großen Bogen machen. Doch Alban schickt seinem Freund Anatol Briefe, in denen er die Wahrheit schreibt. Und da Anatole in der Abteilung arbeitet, die für die Zensur der Briefe der Soldaten zuständig ist, kann er vieles davon retten. Beide zusammen planen, dass das wahre Ausmaß des Krieges bekannt wird.

Gewünscht hätte ich mir noch, dass am Ende des Buches die Autorin geschrieben hätte, wie sie auf diese Idee gekommen ist.



Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Einfach perfekt!
von zauberblume am 14.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Der Duft des Waldes" ist ein äußerst gelungener Debütroman der französischen Autorin Héléne Gestern. Sie nimmt uns in ihrem herausragenden Roman auf eine ganz besondere Reise mit und diese hat bei mir bleibende Eindrücke hinterlassen. Der Inhalt: Im Mittelpunkt dieser tollen Geschichte steht ein verwunschenes Haus in Frankreich und ein... "Der Duft des Waldes" ist ein äußerst gelungener Debütroman der französischen Autorin Héléne Gestern. Sie nimmt uns in ihrem herausragenden Roman auf eine ganz besondere Reise mit und diese hat bei mir bleibende Eindrücke hinterlassen. Der Inhalt: Im Mittelpunkt dieser tollen Geschichte steht ein verwunschenes Haus in Frankreich und ein Bündel alter Briefe, die mich sehr berührt haben. Die Historikerin Elisabeth Bathori sieht nach dem Tod ihres Lebensgefährten, von dem sie sich nicht einmals verabschieden konnte, keinen richtigen Sinn mehr in ihrem Leben. Doch da erbt sie eines Tages die rätselhaften Briefe des Soldaten Alban, die er seinem Dichterfreund Anatole von der Front des ersten Weltkrieges nach Hause schrieb. Elisabeths Neugier ist geweckt. Sie reist nach Lissabon, Brüssel und Paris und immer wieder zurück in ein Landhaus, das sie überraschend geschenkt bekommen hat. Quer durch ein ganzes Jahrhundert findet sie Lebensgeschichten und mit Samuel eine neue Liebe. .... Ich bin jetzt nach Beendigung des über 700 Seiten langen Werkes tief beeindruckt. Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz besonderes. Obwohl es sich um ein gigantisches Werk handelt, kommt beim Lesen nie Langeweile auf. Man taucht sofort in die packende Geschichte ein und wird in ihren Bann gezogen. Wir erfahren viel über die Geschichte des 1. Weltkrieges und durch diese berührenden und ausdruckstarken Briefe bekommt man ja sogar einen besonderen Einblick in das Geschehen an der Front. Und dann ist da Elisabeth. Die ihre große Liebe auf tragische Weise verloren hat und sich nur durch ihre Arbeit am Leben hält. Aber als sie diese Briefe in die Hände bekommt, taucht wieder etwas von der früheren Elisabeth auf. Wir begleiten sie auf einer interessanten und abenteuerlichen Reise durch viele Städte. Ich genieße jedoch auch die Zeit, die sie in ihrem ganz besonderen Landhaus in Frankreich verbringt. Denn in diesem Haus ist der Stein erst ins Rollen gekommen. Denn hier begann die ganze Geschichte. Und Elisabeth fügt die Lebensgeschichte vieler Menschen, die sich über ein ganzes Jahrhundert zieht, wie ein Puzzle zusammen. Einfach toll! Außerdem scheint auch Elisabeth ihr Glück wieder zu finden, denn das ist Samuel, der Elisabeth wieder zum Lachen bringt. Ein wirkliches einzigartiges Gesamtpaket, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Für mich ein absolutes Lesehighlight. Das Cover wirkt auf mich etwas melancholisch, passt jedoch zur Lektüre. Gerne vergebe ich für diesen Debütroman 5 Sterne und freue mich schon auf den näcshten Roman der Autorin.

Eine fesselnde Geschichte voller Überraschungen
von Arietta am 08.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhaltsangabe: Quelle Fischerverlag Ein verwunschenes Haus mitten in Frankreich und ein Bündel alter Briefe - ein großer Roman über Fernweh und die Sehnsucht nach Ankunft. Elisabeths Leben ändert sich schlagartig, als ihr die 89-jährige Alix die Briefe ihres Onkels Alban anvertraut, geschrieben von der Front des Ersten Weltkrieges an dessen Freund... Inhaltsangabe: Quelle Fischerverlag Ein verwunschenes Haus mitten in Frankreich und ein Bündel alter Briefe - ein großer Roman über Fernweh und die Sehnsucht nach Ankunft. Elisabeths Leben ändert sich schlagartig, als ihr die 89-jährige Alix die Briefe ihres Onkels Alban anvertraut, geschrieben von der Front des Ersten Weltkrieges an dessen Freund Anatole. Als Elisabeth außerdem Alix? verwunschenes Landhaus südlich von Paris erbt, weiß die junge Historikerin, dass eine große Aufgabe auf sie wartet, eine, die ihrem Leben wieder Sinn verleiht. Die Briefe geben Rätsel auf, und Elisabeth stürzt sich in die Recherche: Welches Geheimnis verband die Freunde, warum ging Alban zurück an die Front, wo ihm der Tod sicher war, und wer war die eigenwillige 17-jährige Diane? Auf der Suche nach Antworten reist Elisabeth nach Lissabon, Bern und Brüssel und sucht all die Menschen auf, die mit ihren Erinnerungen Elisabeth helfen, hundert Jahre Lebensgeschichten zu einem Ganzen zusammenzufügen. Ein so bewegender wie spannender Roman über die Macht der Erinnerung und der Liebe. Meine Meinung: Zur Autorin: Helene Gestern ist mit ihrem ersten Roman auf Deutsch ein großartiges Romandebüt gelungen. Gerade richtig zum Ende des 1. Weltkrieges nach 100 Jahren. Sie erzählt in einem Anspruchsvollen und facettenreichen Panorama, das Schicksal der französischen Soldaten. Sie nimmt einem mit auf eine wahre und fesselnde Geschichtsstunde. Das ganze ist auf zwei Zeitebenen erzählt, der Vergangenheit und der Gegenwart, die sie wundervoll mit einander verwebt hat. Sehr Bildhaft beschreibt sie die Landschaften, das verwunschene und romantische Haus von Alix, aber auch die Fratze des Krieges, mit all seiner Brutalität und dem sinnlosen Abschlachten der Soldaten, wird Deutlich durch die Bilder und Briefe von Alban Willecot an seinen Freund Anatole Massis, einer der bedeuteten Dichter Frankreichs. Aber auch die Geschichte über die Historikerin Elisabeths kommt nicht zu kurz, dank ihr können wir eintauchen in diese geheimnisvolle und mysteriöse Geschichte. Voller unerwarteter Wandlungen, eine Geschichte die nicht aktueller sein könnte. Alles ist sehr stimmig aufgebaut. Ich war fasziniert von diesem Roman, der einem auch forderte. Zum Inhalt: Elisabeths ist so plastisch dargestellt das man ihren Kummer und Gramm über den Tod ihres Mannes spürt. Aber Danke der 89 Jährigen Alexis, die vertrauen zu der Historikerin Elisabeth hat, übergibt sie ihr die geheimnisvollen Briefe ihres onkels Alban Willecot, hier erwachen ihre Sinne zum leben, und sie macht sich auf eine Reise für Umfangreiche Recherche, es wird zu ihrer Obsession. Außerdem erbt sie nach dem raschen Tod von Alix deren altes Haus, ein Kleinod, verwunschen und Märchenhaft.Wir tauchen mit ihr ein in die Briefe von Alban und Anatole, lernen die geheimnisvolle Diane kennen und deren verschlüsselnde Tagebücher, die nicht einfach zu knacken sind, und einem fast in den Wahnsinn treiben. Wer war Diane und ihre große Liebe und was für eine Rolle spielte ihre Schwester Rose. Wir reisen mit Elisabeth nach Lissabon und lernen Violetta kennen, die ein dunkles und trauriges Schicksal umgibt und deren unsympathische und bösartige Tante Sybille. Was für eine Rolle spielte Viktor und was hat er mit Tamara Zilberg zu tun.? Alles wird immer Rätselhafter, das reinste Puzzle, das es aufzudecken gilt, außerdem war Alban noch ein Fotograf und dessen Bilder vom Krieg sind sehr lebhaft beschrieben. Eine sehr fesselnde Geschichte, die ich nicht missen möchte.