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Aprilsommerjahr

Roman

Anke Schmidt

(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,95
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Beschreibung

Sie lernen sich im Beruf kennen: die Psychologin Franziska und der Kriminalbeamte Jochen. Ihr Alltag ist das Leid der anderen, aber auch sie selbst sind gefangen in Routine, in ihren eigenen alten Geschichten.
Er, ein spröder Mann und weitab vom Ideal Franziskas, wagt aber einen Schritt und wirbt um sie. Sie indes will ihn nicht. Natürlich nicht.
Doch dann liest Franziska alte Briefe, die ein Dichter vor bald zweihundert Jahren schrieb, und es passiert Seltsames: Die Leidenschaft der Zeilen ergreift sie, sie sieht danach immer wieder unerklärliche Dinge, hat Visionen – ausgerechnet ihr, der Psychologin, dem Kopfmensch wankt der rationale Boden unter den Füßen.
Da ist es der einsame Mann, der mit dem altmodischen Namen Jochen, der sie auffängt.
Und Liebe? Ja, vielleicht. Aber anders als erwartet: ganz eigen, rätselhaft, ursprünglich und ungelenk. Jochen und Franziska erfinden sie.

Anke Schmidt macht aus einem der ältesten Motive der Literatur eine berührende, weil wahrhaftige Geschichte. Intelligente, großartige Literatur.

Anke Schmidt, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie in einer thüringischen Kleinstadt nahe der Saale. Sie arbeitet freiberuflich und liebt es, die Welt zu bereisen – um immer wieder sehnsüchtig in die Heimat zurückzukehren. Und wie man in diesem Roman erlesen kann, gehört ihr literarisches Herz den Klassikern des Sturm und Drang.
Außer „Aprilsommerjahr“ ist bereits der Roman „Der Mann, das Mädchen und das Meer“ im ihleo verlag erschienen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 23.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-940926-82-1
Verlag Ihleo verlag
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/3 cm
Gewicht 482 g

Kundenbewertungen

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Eine emotionale Geschichte, jenseits aller Klischees.
von einer Kundin/einem Kunden aus Saalfeld am 13.12.2019

Zwei Protagonisten, zwei Menschen mit Ecken, Kanten und Vergangenheit. Eine emotionale Geschichte, niemals profan, die Sprache virtuos, mal ironisch, mal verletzlich. Sie trägt den Leser fast schwerelos durch das Buch. Man lebt und leidet mit den Charakteren, man erkennt sie und erkennt sich selbst dabei. Ein großartiges Buch, j... Zwei Protagonisten, zwei Menschen mit Ecken, Kanten und Vergangenheit. Eine emotionale Geschichte, niemals profan, die Sprache virtuos, mal ironisch, mal verletzlich. Sie trägt den Leser fast schwerelos durch das Buch. Man lebt und leidet mit den Charakteren, man erkennt sie und erkennt sich selbst dabei. Ein großartiges Buch, jenseits von jedem Mainstream. Absolut lesenswert.

überraschend ehrlich
von einer Kundin/einem Kunden aus Innsbruck am 16.07.2018

Anke Schmidt spielt mit den Worten, gibt uns klare Bilder beim Lesen, kein Buch zum einfachen Überfliegen, nein, man wird gezwungen, jedes Wort in sich aufzunehmen, Gefühle werden greifbar gemacht, die Worte zielen direkt auf das Herz und nehmen es gefangen. Die überaus menschlichen Protagonisten wachsen einem während des Lese... Anke Schmidt spielt mit den Worten, gibt uns klare Bilder beim Lesen, kein Buch zum einfachen Überfliegen, nein, man wird gezwungen, jedes Wort in sich aufzunehmen, Gefühle werden greifbar gemacht, die Worte zielen direkt auf das Herz und nehmen es gefangen. Die überaus menschlichen Protagonisten wachsen einem während des Lesens ans Herz, man kennt sie besser als manches Familienmitglied, da sie mit ihren Problemen, Höhen, Tiefen bis ins Innerste dargestellt werden. Man begegnet eigenen Dämonen, wenn man mit Franziska, Psychologin und seit der Trennung von ihrem Exmann Single, in eine Beinahe-Depression rutscht, die Müdigkeit und Resignation erfährt, die Franziska immer tiefer hinunterzieht, wo Franziska doch alleine schon aus beruflicher Sicht die Probleme erkennen sollte. Es belastet auch den Leser, wenn Jochen, Polizist und durch eine Krankheit an seine Frau gekettet, die er nach eigenen Worten nie geliebt hat, versucht, seinen Tiefen mit Alkohol zu begegnen. Man liebt mit den beiden, versucht, sie zusammenzuhalten, auch wenn keine Zukunft möglich scheint. Und über all dem die Schönheit und Magie der Worte Goethes, die er verschämt an die angebetene Charlotte von Stein richtet. Dadurch, dass Eltern, Exehemänner, Nachbarn und Freundinnen in wenigen, aber aber deutlichen und treffenden Zeilen geschildert werden, wird die intensive Begegnung mit den Hauptdarstellern verstärkt. Und trotz aller Tiefen schließt man nach einem geschilderten Jahr im Leben der beiden das Buch mit einem Lächeln und freut sich darüber, diesen Schatz entdeckt zu haben.

Aprilsommerjahr
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 09.07.2018

"Eine Frau, ein Mann, beide mit Geschichte, haben sich in ihrem Alltag eingerichtet, geschützt von ihren Rollen und Fassaden. Ohne Leidenschaft. Da verführen die stürmischen Briefe eines längst verstorbenen Dichters die Frau, und sie verliebt sich in den harten, blassen Mann - und berührt ihn. Eine Liebe beginnt. Doch die We... "Eine Frau, ein Mann, beide mit Geschichte, haben sich in ihrem Alltag eingerichtet, geschützt von ihren Rollen und Fassaden. Ohne Leidenschaft. Da verführen die stürmischen Briefe eines längst verstorbenen Dichters die Frau, und sie verliebt sich in den harten, blassen Mann - und berührt ihn. Eine Liebe beginnt. Doch die Welt bleibt kompliziert und unerbittlich..." - soweit der Klappentext. Anke Schmidt, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie in Thüringen. Sie arbeitet freiberuftlich und reist gern. "Aprilsommerjahr" ist ihr zweiter Roman nach "Der Mann, das Mädchen und das Meer", der 2017 erschienen ist. Da dieses Debüt mir sehr gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt auch den aktuellen Roman lesen - und ich wusste, warum. Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, beschreibt die Autorin auf wenigen Seiten Goethes Liebe zu der verheirateten Charlotte von Stein. Damit beginnt nicht nur der Roman, sondern auch Franziskas Liebe zu Jochen oder doch nicht? Franziska ist eine Psychologin, die meine Vorurteile bestätigt: sie hat eigene Probleme, mehrere, woher sie stammen, wird in einem Satz erwähnt. Auch Jochen hat sein Päckchen zu tragen und vor allem trinkt er zu viel. Er erzählt Franziska seine Geschichte, sie hingegen öffnet sich ihm nicht. Sehnsucht nach Nähe und Angst vor zuviel Nähe - Anke Schmidt beschreibt diesen Zwiespalt und die Ängste und Hoffnungen der beiden Protagonisten hervorragend. Jede Situation ist nachvollziehbar und sehr real. Die Autorin schreibt ihren ganz eigenen Stil, der sich wohltuend von anderen abhebt und mir sehr gut gefällt. Das Cover zeigt das Profil einer Frauensilhouette, im Gras liegend. Die Farben gehen von schwarz über verschieden Orangetöne in grau über, das Grün der Grashalme unterstreicht die Farbigkeit. Eingerahmt wird dieses Bild von einem sehr dunklen Orange, fast schon Braun, ein Ton, der im Einband aufgenommen wird. Ein farblich passendes Lesebändchen vervollständigt den hochwertigen Eindruck. Fazit: Bereits der Debütroman hat mich sofort in seinen Bann gezogen, so ging es mir auch mit diesem Roman. Eine unbedingte Leseempfehlung.


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