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Bittere Orangen

Roman

Claire Fuller

(10)
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Beschreibung

Im Sommer 1969 geschehen zwei Dinge im Leben von Frances Jellico, die sie zum ersten Mal Freiheit und Selbstbestimmung empfinden lassen: Ihre dominante Mutter stirbt, und sie erhält den Auftrag, für das Lynton Herrenhaus ein architektonisches Gutachten zu schreiben. Frances löst ihre Londoner Wohnung auf und richtet sich für einige Wochen in Lynton ein. Die einzigen Bewohner des einsamen Hauses sind Cara und Peter, das Hausmeisterpaar, zu dem sie rasch eine enge, komplizierte Beziehung entwickelt. Denn Cara macht sie zu ihrer Vertrauten, während Frances sich zunehmend zu dem undurchschaubaren Peter hingezogen fühlt. Das Ende dieses Sommers besiegelt ein Ereignis, das für Frances den Rest ihres Lebens auf tragische Weise beeinflussen wird.

»Mit diesem Roman erschreibt sich die Britin Fuller in meinen Augen ihren Platz irgendwo zwischen Ian McEwan und J.L. Carr. Eine wirklich interessante Erzählerstimme von der Insel, deren Schaffen ich weiterhin aufmerksam im Blick habe (…).«, buch-haltung.com, 12.10.2018

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.09.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783492992510
Verlag Piper
Dateigröße 3991 KB
Übersetzer Susanne Höbel
Verkaufsrang 49270

Buchhändler-Empfehlungen

Anders...

S. Möller, Thalia-Buchhandlung Bonn

Eine außergewöhnliche Dreiecksbeziehung mit zwei einzigartigen Frauen und einem großen Showdown. Beim Lesen unbedingt durchhalten!

Nicole Krauß, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Frances blickt zurück auf ihr Leben, besonders die Geschichte des Sommers 1969 möchte sie auf dem Sterbebett noch erzählen. Eine Dreiecksgeschichte, die ganz harmlos beginnt und sich immer dramatischer zuspitzt! Wer epische Geschichten mag, wird dieses Buch lieben!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Bittere Orangen
von einer Kundin/einem Kunden aus Enkenbach-Alsenborn am 17.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Titel des Romans gibt den Inhalt symbolisch wider. Diese Orange ist nicht süß, ihr Saft ist bitter und nur höchst verdünnt oder gemischt genießbar. Die Autorin beschreibt sehr detailliert die Umgebung, die Personen, deren Äußeres, ihr seltsames Verhalten, ihre eigenwilligen Charaktere und die Geschehnisse. Frances, die Ich... Der Titel des Romans gibt den Inhalt symbolisch wider. Diese Orange ist nicht süß, ihr Saft ist bitter und nur höchst verdünnt oder gemischt genießbar. Die Autorin beschreibt sehr detailliert die Umgebung, die Personen, deren Äußeres, ihr seltsames Verhalten, ihre eigenwilligen Charaktere und die Geschehnisse. Frances, die Ich-Person, soll im Auftrag eines potentiellen Käufers ein altes heruntergekommenes Herrenhaus und die dazu gehörige Umgebung beschreiben. Im Herrenhaus trifft sie auf Clara und Peter. Sie lernt dieses Pärchen näher kennen. Die Beziehung zwischen den dreien ist sehr zwiespältig - freundschaftlich, verliebt, zurückhaltend, unwirklich .... Peter scheint der Realität am nächsten zu sein. Er soll ebenfalls Stellung zum Haus nehmen. Die drei erforschen das Haus, dringen in verschlossene Räume ein, nehmen sich, was ihnen gefällt ohne Rücksicht auf eventuelle Werte, sie leben maßlos, trinken teuren Wein und Champagner aus dem Keller, verlieren schließlich ihr Ziel aus den Augen. Das erschreckende Ende erschüttert. Manche der Szenen wirken auf mich abstoßend. Insgesamt hat mir der Inhalt nicht gefallen. Zum Glück ist es nur ein Roman.

Eindringliches Buch mit viel Atmosphäre
von monerl aus Langen am 09.11.2018

Meine Meinung Wir begegnen hier einer außergewöhnlichen Dreiecksbeziehung. Frances ist eine introvertierte Frau. Ihr ganzes Leben lang war sie eher demütig und hat das ausgeführt, was andere von ihr wollten. Ihre Mutter bestimmte den Alltag und den Lebenslauf von Frances. Diese Dominanz hatte sie nie durchbrochen. Sie pflegte i... Meine Meinung Wir begegnen hier einer außergewöhnlichen Dreiecksbeziehung. Frances ist eine introvertierte Frau. Ihr ganzes Leben lang war sie eher demütig und hat das ausgeführt, was andere von ihr wollten. Ihre Mutter bestimmte den Alltag und den Lebenslauf von Frances. Diese Dominanz hatte sie nie durchbrochen. Sie pflegte ihre Mutter bis zu deren Tod. Die danach gewonnene Freiheit wusste Frances zu Beginn nicht richtig zu leben, konnte ihre Schüchternheit nicht wirklich ablegen. Nachdem sie auf Lynton angekommen war, war es Cara, die Frances in das Leben im Herrenhaus integrierte und bestimmte somit fortan einen Großteil von Frances’ Alltag, auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten! Cara liebt das Leben, weiß um ihre Schönheit und ihren Charme. Sie kann kochen, ist gesellig und aufgeschlossen. Aber auch sie hat eine etwas geheimnisvolle Vergangenheit, die sie Frances nach und nach offenbart. So stark Cara auf den ersten Blick erscheint, lebt sie wiederum in einer seltsamen Abhängigkeit von Peter, ihrem Freund. Peter ist nicht richtig greifbar. Ein Charakter, der zwischen den Stühlen sitzt, nicht nur zwischen denen von Cara und Frances. All das, was ich bis hierher erwähnt und leicht angerissen habe, beschreibt Claire Fuller sehr episch, denn es passiert bis ca. der Hälfte des Buches nichts, das einem spannend erscheint. Das Ganze ist die Vorbereitung für den eigentlichen Showdown. Man muss wirklich Durchhaltevermögen beweisen, um nicht vorher abzubrechen. Die Charakterisierung der drei Figuren ist somit sehr breit angelegt. Dabei kommt man in den Genuss des wundervollen Schreibstils der Autorin. Man fühlt die Landschaft, die Atmosphäre und das alte Herrenhaus. Das Setting ändert sich das ganze Buch über nicht, solange Francis von ihrer Vergangenheit erzählt. Francis ist krank und dem Tode geweiht. Sie liegt auf der Krankenstation und erzählt ihrem Pfarrer-Freund Victor über das, was in der Vergangenheit geschehen war. Denn etwas Schlimmes war passiert, das ist dem Leser bewusst. Langsam aber stetig baut sich ein Grauen auf, auf das man zusteuert. Und dann gelingt der Autorin zum Ende hin ein zweifacher Plottwist, der absolut fantastisch ist! Hier zeigt Claire Fuller, dass sie mit ihrer Geschichte, auch nach ihrem grandiosen Debüt “Eine englische Ehe”, zu den überdurchschnittlichen Geschichtenerzähler*innen gehört. Womöglich benötigt dieses Buch diese lange Charakterisierung und die Geschichte funktioniert am Ende nur deshalb. Ich hätte jedoch einen stetigeren Spannungsaufbau besser gefunden. Denn ich muss zugeben, dass ich eine Zeit lang überlegt habe, ob ich abbrechen soll. Hätte ich von Beginn an gewusst, dass der Aufbau sich so zieht, hätte mir dieses Wissen viel erspart. Fazit Mit diesem zweiten Buch ist Claire Fuller ein besonderes Buch gelungen, das mit sehr wenigen Figuren auskommt. Die zwei Handlungsebenen bauen eine sehr langsame aber eindringliche Spannung auf, die in einem einzigartigem Finale enden. Von mir gibt es auch für dieses Buch der Autorin eine absolute Leseempfehlung! Wer in Geschichten nicht viele Ortswechsel braucht und Bücher liebt, die von intensiven Charakteren leben, ist hier genau richtig!

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