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Elbmöwen

Historischer Roman

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Dresden, 1840. Der Damastwebergeselle Balthasar gelangt in die turbulente Residenzstadt Dresden, um an der Kunstakademie die Mustermalerlizenz zu erwerben. Ihn spült es anstatt ins Studentenquartier in ein Freudenhaus, wo er sich sein Zimmer verdient. Dem ­Eigenbrötler werden von Professoren und Mitstudierenden Steine in den Weg gelegt. Doch ein ominöser Unbekannter hilft ihm durch drei Jahre strengen Reglements. Während Balthasar sich in den Luftikus Nikolaus und danach in dessen Schwester Antonia verliebt, ahnt er nicht, dass er deren biedermeierliche Ordnung völlig durcheinanderbringt. Ausgerechnet im Puff, unter majestätischem Zwielicht, werden die größten Ideen geboren …
Eine grandios verquickte Dreiecksgeschichte über die Beengtheit des Biedermeiers und der Sehnsucht, ihr zu entkommen.
Portrait
Ivonne Hübner studierte Germanistik, Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaften in Leipzig und Potsdam. Sie kehrte über Umwege nach Berlin, Potsdam und Osaka in die Heimat der Niederschlesischen Oberlausitz zurück, wo sie mit ihrer Familie lebt. »Elbmöwen« ist ihr siebenter Roman und der zweite Teil ihrer Damastweberreihe.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96311-055-9
Verlag Mitteldeutscher Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/3 cm
Gewicht 535 g
Auflage 1
Verkaufsrang 52.498
Buch (Kunststoff-Einband)
16,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Zart, rebellisch, lechzend nach Liebe und Freiheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Suhl am 10.07.2018

Elbmöwen, ein historischer Roman aus dem wild pochendem Herzen Dresdens 1840 aus der Feder von Ivonne Hübner, erschienen im Mitteldeutschen Verlag. Viel mehr ist es, als eine Dreiecksgeschichte, eingebettet in die zeitgemäße Kulisse der Studierenden, der Malerei sowie der Weberkust. Denn Balthasar Weber benötigt die ihm erwerbbringende Mustermalerlizens, damit er... Elbmöwen, ein historischer Roman aus dem wild pochendem Herzen Dresdens 1840 aus der Feder von Ivonne Hübner, erschienen im Mitteldeutschen Verlag. Viel mehr ist es, als eine Dreiecksgeschichte, eingebettet in die zeitgemäße Kulisse der Studierenden, der Malerei sowie der Weberkust. Denn Balthasar Weber benötigt die ihm erwerbbringende Mustermalerlizens, damit er sein erlerntes Handwerk weiter ausüben darf. Auflagen und hiesige Umstände sind es, die ihn aus dem Lausitzer Oberland an die Kunstakademie nach Dresden führen. Als Praktiker und Freidenker, Vorausschauender seiner Zeit, erschweren ihm diese Eigenheiten den dortigen Aufenthalt. Einen Freund findet Balthasar in dem Luftikus und Mitstudierenden Nikolaus. Und ausgerechnet dessen Schwester Antonia erweckt tiefe Gefühle in Balthasars Herzen. Zwischen dem engen Gürtel des Biedermeiers und der frivolen Freizügigkeit seines Studentenquartiers entfaltet sich eine vergnügliche und tiefsinnige Dreiecksgeschichte, die angenehm zart und authentisch daher kommt. Der anfänglich nicht gerade leichtfüßige, geduldaufbringende Schreibstil der Autorin verflüssigt sich zu einer emotional fesselden Wortgewalt, die ihres Gleichen sucht. Die eindrucksvollen, Ivone Hübner eigenen Sätze entfachen ein Feuerwerk an intensiven Farben und Stimmungen. Beschreibend und kraftvoll entstehen im Kopf des Lesers die angefertigten Bilder und Skizzen der Kunststudenten sowie von Balthaser und von Antonia selbst. Die einzigartig recherchierten Bilder Dresdens um 1840 ziehen vorüber und hauchen den alltäglichen Beschäftigungen Leben ein. Mit viel Fingerspitzengefühl schreibt Ivone Hübner eine Liebesgeschichte und ausgeklügelte Auseinandersetzung mit Gefühlen, die zugleich das eineschränkte Bild der Frau klar zeichnet und der Vorreiter für grandiose Ideen ist. Antonias Charakter stark, mutig und leichtsinnig zugleich, besinnt sich auf ihren Freiheitswillen und erarbeitet sich Respekt. Nikolaus, hochmütig und eigennützig, versunken in seiner übermächtigen Männerwelt, stellt sich selbst ein Bein. Und Balthasar, bodenständig und herzensgut, kämpft sich mit seinem Idealismus durch drei harte Jahre Standesdünkel und Blasiertheit. Die Hauptprotagonisten und Nebenfiguren, alle so gegensätzlich, glaubhaft, lebendig, sympathisch, interessant, bemitleidenswert, lachhaft, grotesk, narzisstisch und einfach fantastisch ausgearbeitet, dass es Spaß macht, den Weg mit ihnen zu gehen. Keine Frage bleibt offen, wenn alle gespannten Fäden am Ende zu einem großen Ganzen zusammen laufen. Fazit: Die 394 Seiten mit den bezeichnenden passenden Überschriften zu den Kapiteln vermitteln eine Menge Wahrheit und brisante geschichtliche Details. So sehr ich auch versuche, diese Lektüre in Worte zu fassen, es gelingt mir nicht ansatzweise. Vollständig in ihren Bann gezogen, habe ich diesen intelligenten Hochgenuss förmlich inhaliert. Eine Entdeckung für mich, die mich ins Herz getroffen hat. Ein richtig gutes Buch, welches ich gern weiterempfehle.