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Der Goldfisch ist unschuldig

Ausgezeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2019

Beinahe wäre ich heute zum Mörder geworden

Henri ist wütend. Richtig wütend. So wütend, dass er den Goldfisch aus dem Fenster wirft. Samt Glas. Weil sein Papa seit Monaten nur mehr diesen Goldfisch anstarrt. Auf dem Sofa liegt, sich nicht bewegt, nicht reagiert, nicht redet. Nur starrt. Nicht einmal Henris Briefe liest er, die er ihm immer wieder unter den Kopfpolster stopft.
Aber der Goldfisch kann nichts dafür – das erkennt Henri schnell. Und hat Glück, denn das Glas ist direkt in die offene Mülltonne gesaust, die der Hausmeister gerade aus dem Hof holen wollte. Goldie ist also gerettet, doch das Papa-Problem weiterhin nicht gelöst.
Dazu braucht es einen Plan, und zwar einen ziemlich guten. Das meint zumindest Signore Montesanto – der italienische Hausmeister, oder auch Geheimagent, das weiß man nicht so genau. Gute Pläne sind jedoch rar und so mancher kann schnell durchkreuzt werden, vor allem wenn man die Hilfe von anderen braucht, und noch viel mehr, wenn die gar nicht helfen wollen. So stolpert Henri von einem Plan in den nächsten und muss seine Gehirnwindungen mächtig anstrengen, um seinem Ziel näherzukommen – unterstützt durch so manches faszinierende Agenten-Gespräch mit Montesanto im Stiegenhaus.
In ihrem Erstlingswerk gelingt es Tanja Fabsits in beeindruckender Weise Henris Geschichte mit einer Leichtigkeit zu beschreiben, die der Thematik an keiner Stelle ihre Ernsthaftigkeit und Tiefe nimmt.
Ob Henris Papa tatsächlich eines Tages wieder vom Sofa aufstehen wird?

Ein beeindruckendes Kinderbuchdebüt

Tipps:
depressive Erkrankung des Vaters
ein ernsthaftes Thema humorvoll-leicht aufbereitet
spannend, gefühlvoll, mit großer Liebe zu den Figuren erzählt

Preise/Auszeichnungen:
- Kinder- und Jugendbuchpreis Stadt Oldenburg 2019 / Preisbuch
- Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019 / Kollektion
- Aufnahme als White Raven: Das Buch ist damit einer von 200 Titeln weltweit (!), die für den wichtigen Buchempfehlungskatalog der Internationalen Jugendbibliothek ausgewählt wurden.
- Nominierung für den renommierten, mit 8.000 Euro dotierten Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis: Aus der Begründung der Jury: "Literarisch überzeugend findet Tanja Fabsits einen Ton, der das schwere Thema mit Leichtigkeit und Komik erzählt."
Portrait
TANJA FABSITS, geb. 1976, studierte Biologie, ist Redakteurin für Wissenschaft und Medizin in Wien, gewann 2016 den DIXI Kinderliteraturpreis. Schaut zu Hause regelmäßig unters Kinderbett, um das Monster, das dort wohnt, zu fragen, ob es vielleicht auch eine Einschlafgeschichte hören will.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 168
Altersempfehlung 9 - 11
Erscheinungsdatum 01.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7022-3699-1
Verlag Tyrolia
Maße (L/B/H) 21,1/15,1/2,2 cm
Gewicht 412 g
Auflage 2. Auflage (2020)
Verkaufsrang 138886
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Eine Geschichte die Weihnachten verzaubert
von Nicole aus Nürnberg am 06.10.2018

Meine Meinung zum Kinder und Jugendbuch: Der Goldfisch ist unschuldig Aufmerksamkeit: Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog zu entdecken. Inhalt in meinen Worten: Henris Vater ist nur auf der Couch und starrt Löcher in die Luft, das nervt Henri, nein es nervt nicht nur, es macht ihn wütend, denn schließlich bra... Meine Meinung zum Kinder und Jugendbuch: Der Goldfisch ist unschuldig Aufmerksamkeit: Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog zu entdecken. Inhalt in meinen Worten: Henris Vater ist nur auf der Couch und starrt Löcher in die Luft, das nervt Henri, nein es nervt nicht nur, es macht ihn wütend, denn schließlich braucht er seinen Vater. Aus Wut schubst er ungewollt das Goldfischglas von der Fensterbank, und dummerweise ist das Fenster offen, somit landet Goldi in der Biotonne und das Glas zerbricht, aber zum Glück gibt es den Hausmeister der zur rechten Zeit am rechten Ort ist und somit Goldi auffängt und dem Fisch beisteht. Daraus entsteht eine Freundschaft zwischen Henri und dem Hausmeister, der ihm ganz schön viel vom Leben beibringt. Was das alles ist, am besten entdeckt ihr das, wenn ihr das Buch lest. Wie ich das Gelesene empfand: Ehrlich gesagt, war der Aufhänger der Geschichte einfach mal etwas besonderes. Die Geschichte an sich, ist keine neue Geschichte, auch wenn es ein Debüt der Autorin ist, aber auch wenn es an sich keine neue Geschichte ist, ist sie doch besonders erzählt und vor allem dargestellt. Um was es eigentlich geht: Henri ist einer, der klug ist, aber dafür sich nicht traut sich gegen den Kaiser zu stellen. Kaiser ist ein Mitschüler der nur durch Schummeln weiter kommt, so hat es Henri in der Schule nicht ganz so einfach, aber nachdem er klug ist, weiß er wie er sich verhalten muss. Als er seinen Onkel zu Weihnachten einladet, denn er denkt, das würde seinen Vater von der Couch herunterholen, muss er ziemlich dafür schuften. Denn der Kaiser verlangt Dinge, die nicht so ganz astrein sind. Übrigens, warum hängt der Vater von Henri nur auf der Couch. Meine Vermutung ist, das er eine Depression hat, das wird aber so explizit nicht im Buch erwähnt, aber die Verhaltensmuster lassen darauf schließen. Henri will natürlich nicht, das sein Vater leidet, und weil er gar nicht mehr an ihn heran kommt, weil der entweder schläft oder aber einfach Löcher in die Wand starrt schreibt er Briefe was er gerade erlebt, wo er seinen Papa bräuchte und warum er auf einmal unter die Mafia geraten ist und warum der Hausmeister sein bester Freund ist und das er unbedingt den Onkel zu Weihnachten einladen möchte, doch der will eigentlich gar nicht kommen, weil er lieber mit seiner neuen Freundin zusammen sein möchte, wo übrigens auch noch ausgerechnet Kaiser aus der Schule der Sohn ist. Tja so hat Henri alle Hand zu tun und schafft es, Weihnachten besonders zu gestalten. Somit ist es nicht nur ein Buch, das aufzeigt was Depression so alles anrichten kann, sondern auch wie Weihnachten gerettet werden kann. Spannung: Ich war schon sehr gespannt, wie diese Geschichte endet, irgendwie ahnte ich es schon, wie das Ende sein wird, aber dennoch wollte ich es selbst lesen, denn in diesem Buch ist so viel versteckt, das es einfach Freude machte es zu entdecken, zu lesen und zu staunen, auf was für Ideen so man kommen kann. Die ekligste war in diesem Fall die, wo die zwei Jungs in die Arztpraxis gingen, alle Kinder berührten und Kaiser sich danach alle Taschentücher unter die Nase hielt, nur damit er krank wird, was er letztlich bekam, tja das entdeckt ihr am besten selbst (ich fand das aber dennoch irgendwie brrr eklig). Aber keine Angst, solche Szenen gibt es nicht dauernd, aber dafür die Szene in der Bücherei, oder wie Pechmarie auferstanden ist, ihr versteht nur Bahnhof? Macht nichts, schnappt euch das Buch am besten und entdeckt das spannendste Weihnachten das ihr so vielleicht noch nie erlebt habt und lasst euch von Henri am besten in seine Welt mitziehen. Die Spannung ist auf jeden Fall gegeben und das auf ganz besondere Art und Weise. Schreibstil: Das Buch ist in der ICH Form geschrieben, Henri erzählt einerseits dem Leser was er gerade erlebt, andererseits schreibt er aber auch Briefe an seinen Papa, die zwar kurz sind, aber die Lage noch einmal verdeutlichen. Finde ich eine tolle Idee, wenn ich auch zugeben muss dass das Buch auch etliche wörtliche Rede in sich trägt. Empfehlung: Dieses Buch ist ein Weihnachtsbuch der besonderen Art. Einerseits weil es aufzeigt, das eben nicht jedes Weihnachten perfekt sein kann, aber man das beste daraus machen kann und das manchmal sogar das beste sein kann, was passieren kann, zum anderen zeigt es, wohin gewisse Verhaltensmuster führen können, und wie man eben mit manchen Krankheiten vernünftig umgehen kann, es berichtet aber auch von einer ganz besonderen Freundschaft zwischen einem Hausmeister und einem Jungen. Zeitgleich teilt das Buch wertvolle Tipps mit, wie das man sich nicht für jeden Verbiegen sollte und kann, und das es schöner ist, wenn man doch man selbst bleibt, gar nicht so einfach und doch so wertvoll. Das Buch zeigt aber auch, wie aus Einsamkeit Gemeinsam wird und wie aus Gemeinsam Einsamkeit entstehen kann. Ein Buch für Kinder geschrieben und gestaltet, doch manch Erwachsener wird auch aus diesem Buch seine Lektionen mitnehmen und sich sicherlich unterhalten fühlen, so wie ich es tat und ich kann nur eines sagen, dieses Buch ist ein Weihnachtsbuch das Lust macht, Weihnachten mal ganz anders zu erleben, als das man es vielleicht bis heute getan hat. Bewertung: Ich tat mir aber auch hin und wieder im Buch schwer und kam nicht ganz so flott voran wie ich es gerne wäre, deswegen gibt es leider nur vier Sterne, die aber ganz knapp an den fünf Sternen liegen.

Ein herrlich leichtes Jugendbuch zu einem gar nicht leichten Thema: Psychische Erkrankungen in der Familie
von einer Kundin/einem Kunden aus Tulfes am 02.10.2018

Zum Inhalt: „Sofa mit Vater abzugeben. Sofa fast neu, Vater gebraucht“. Eine solche Anzeige überlegt Henri zu schalten, um seinen Vater zu verkaufen, der nur auf der Couch liegt und Löcher in die Decke und ins Goldfischglas starrt. Monatelang. Manchmal denkt Henri, dass er etwas falsch gemacht hat, dass er Schuld ist und sei... Zum Inhalt: „Sofa mit Vater abzugeben. Sofa fast neu, Vater gebraucht“. Eine solche Anzeige überlegt Henri zu schalten, um seinen Vater zu verkaufen, der nur auf der Couch liegt und Löcher in die Decke und ins Goldfischglas starrt. Monatelang. Manchmal denkt Henri, dass er etwas falsch gemacht hat, dass er Schuld ist und sein Papa deswegen nicht mehr redet. Und er fragt sich, wie er seinem Vater dabei helfen könnte, damit es ihm wieder besser geht. Dabei kommt ihm eine wahnwitzige Idee, für die er nur ein Handy und alle Banknoten aus der Geldtasche der Eltern benötigt: Tatkräftig unterstützt vom Hausmeister Montesantos Lebensweisheiten versucht Henri, Papa das allerbeste Weihnachtsfest aller Zeiten zu bescheren. Denn dann wird endlich alles wieder gut. Doch Henri hat einen Gegenspieler, den gemeinen Maximilian aus seiner Klasse, der diese Weihnachtsüberraschung mit aller Gewalt zu verhindern sucht. In Briefen an seinen Vater berichtet Henri dabei regelmäßig über die Fortschritte seiner Anstrengungen, erzählt aber auch über den Schulalltag und über seine Gefühle, die von Wut über den schweigenden Vater bis hin zu Traurigkeit, Verwirrtheit und Ohnmacht reichen: „Lieber Papa, ich habe nachgedacht. Du hast nur einen Sohn, aber wenn du willst, kannst du irgendwann noch mehr Kinder haben. Ich werde immer nur einen Papa haben. Und wenn du nichts mehr von mir wissen willst, dann ist das wie auf dem Fußballplatz bei Regen: Der Boden rutscht einem unter den Füßen weg und man muss trotzdem immer weiterlaufen“. Insgesamt ist die Geschichte trotz ihrer Problematik zu keiner Zeit zu tief und zu schwer, sondern bietet auch viel Raum für Verrücktheiten, Leichtigkeit, Lachen und Lebensweisheiten, die dem Ich-Erzähler letztendlich auch helfen, einen kreativen Umgang mit der Erkrankung seines Vaters zu finden. Fazit: Ein Buch zum Schmunzeln und Lachen, das sich auf eher unaufgeregte Art und Weise mit der Problematik eines psychisch kranken Elternteils und dessen Auswirkungen auf die Kinder auseinandersetzt. Empfehlen kann ich es für Kinder ab neun Jahren, für ganze Klassen als Schullektüre und Einstieg in Diskussionen zum Thema „Psychische Erkrankungen in der Familie“, aber auch speziell für junge Leser, die selbst von einem ähnlichen Schicksal betroffen sind wie Henri und sich womöglich in einigen Passagen wiedererkennen. Hier könnte das Buch auch Trost spenden in der Gewissheit: Ich bin nicht alleine, anderen geht es ähnlich.