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Alle, außer mir

(9)
Kennen Sie Ihren Vater? Wissen Sie, wer er wirklich ist? Kennen Sie seine Vergangenheit? Die vierzigjährige Lehrerin Ilaria hätte diese Fragen wohl mit »ja« beantwortet, und auch ihre Angehörigen glaubte sie zu kennen – bis eines Tages ein junger Afrikaner auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung in Rom sitzt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti, das ist der Name ihres Vaters … Der aber ist zu alt, um noch Auskunft zu geben.
Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise, von hier aus entfaltet Francesca Melandri eine schier unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen und ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft. Und sie holt die bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in die Literatur: die Verbindungen Italiens nach Äthiopien und Eritrea bis hin zu den gegenwärtigen politischen Konflikten verknüpft Melandri mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten – und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im »richtigen« Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?
Portrait
Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern wichtiger Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht (u. a. »Prinzessin Fantaghirò«). Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman »Über Meereshöhe« wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch »Alle, außer mir« wurde für den Premio Strega nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 21.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8031-3296-3
Reihe Quartbuch
Verlag Wagenbach
Maße (L/B/H) 22,1/14,7/4,1 cm
Gewicht 800 g
Originaltitel Sangue giusto
Übersetzer Esther Hansen
Verkaufsrang 1.143
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Familienroman? Viel mehr!“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Manchmal fragen mich Kunden „Welches Buch sollte man aktuell gelesen haben?“. Dieses Buch ist ein Lesemuss und Highlight des Bücherjahres für mich.
Was Melandri erzählt ist wichtig und gut, wie sie es erzählt ist zwar leider stellenweise langatmig und anstrengend, was aber sicher der Komplexität und Dichte der Geschichte geschuldet ist. Man erfährt einiges zur Geschichte Äthiopiens und Italiens, man verfolgt die endlos erscheinende Odyssee eines Flüchtlings und exemplarische Beispiele von Schicksalen vieler anderer Flüchtlinge und zeitgleich wird die Geschichte einer italienischen Familie erzählt.
An manchen Stellen musste ich das Buch niederlegen, zu schmerzhaft oder schockierend sind die Darstellungen.
In ihrem Roman schafft Melandri es sehr eindrucksvoll die Ursachen der Flüchtlingskrise, den wachsenden Rechtspopulismus und die Ignoranz der westlichen Welt darzustellen und zu erklären. Außerdem stellt sie die Frage, was man über seine Eltern weiß und wie man die Augen vor der Wahrheit verschließt.
Ich wünsche diesem Buch ganz viele Leser, denn es schafft den Blickwinkel zu ändern, nachzudenken und Empathie zu empfinden. Nur fürchte ich, dass es die Menschen mit vorgefertigten Meinungen, die nötig hätten es zu lesen, nicht erreicht.
Großartige Literatur die bereichert.
Manchmal fragen mich Kunden „Welches Buch sollte man aktuell gelesen haben?“. Dieses Buch ist ein Lesemuss und Highlight des Bücherjahres für mich.
Was Melandri erzählt ist wichtig und gut, wie sie es erzählt ist zwar leider stellenweise langatmig und anstrengend, was aber sicher der Komplexität und Dichte der Geschichte geschuldet ist. Man erfährt einiges zur Geschichte Äthiopiens und Italiens, man verfolgt die endlos erscheinende Odyssee eines Flüchtlings und exemplarische Beispiele von Schicksalen vieler anderer Flüchtlinge und zeitgleich wird die Geschichte einer italienischen Familie erzählt.
An manchen Stellen musste ich das Buch niederlegen, zu schmerzhaft oder schockierend sind die Darstellungen.
In ihrem Roman schafft Melandri es sehr eindrucksvoll die Ursachen der Flüchtlingskrise, den wachsenden Rechtspopulismus und die Ignoranz der westlichen Welt darzustellen und zu erklären. Außerdem stellt sie die Frage, was man über seine Eltern weiß und wie man die Augen vor der Wahrheit verschließt.
Ich wünsche diesem Buch ganz viele Leser, denn es schafft den Blickwinkel zu ändern, nachzudenken und Empathie zu empfinden. Nur fürchte ich, dass es die Menschen mit vorgefertigten Meinungen, die nötig hätten es zu lesen, nicht erreicht.
Großartige Literatur die bereichert.

„Eine Geschichte, die nicht loslässt! - Großartig!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Dieser Roman ist großartig und bekommt meine uneingeschränkte Leseempfehlung. Er erzählt eine sehr bewegende, dramatische Familiengeschichte voller Freud und Leid, Mut und Wut, Erinnerungen und Hoffnung.
„Alle, außer mir“ war die Denkweise des 97-jährigen Patriats Attilo Profetis, der die Geheimnisse seines Lebens mit ins Grab nahm. „Wissen alle Bescheid, außer mir?“, denkt sich heute seine Tochter Ilaria, als sie sich überraschend mit der Tatsache konfrontiert sieht, Verwandte aus Ostafrika zu haben. Ihr Leben gerät vollends aus den Fugen und sie stellt Fragen nach Identität und Familie. Dazu muss sie weit in die italienische Geschichte zurückgehen, in die düsteren Kapitel des Kolonialismus.
Ein nachhaltiger Roman, der mit wunderbarer Eloquenz auffordert, die aktuelle Flüchtungspolitik aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Er wird solang nicht an Aktualität verlieren, wie Menschen gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen und Schutz in sicheren Ländern zu suchen.
Dieser Roman ist großartig und bekommt meine uneingeschränkte Leseempfehlung. Er erzählt eine sehr bewegende, dramatische Familiengeschichte voller Freud und Leid, Mut und Wut, Erinnerungen und Hoffnung.
„Alle, außer mir“ war die Denkweise des 97-jährigen Patriats Attilo Profetis, der die Geheimnisse seines Lebens mit ins Grab nahm. „Wissen alle Bescheid, außer mir?“, denkt sich heute seine Tochter Ilaria, als sie sich überraschend mit der Tatsache konfrontiert sieht, Verwandte aus Ostafrika zu haben. Ihr Leben gerät vollends aus den Fugen und sie stellt Fragen nach Identität und Familie. Dazu muss sie weit in die italienische Geschichte zurückgehen, in die düsteren Kapitel des Kolonialismus.
Ein nachhaltiger Roman, der mit wunderbarer Eloquenz auffordert, die aktuelle Flüchtungspolitik aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Er wird solang nicht an Aktualität verlieren, wie Menschen gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen und Schutz in sicheren Ländern zu suchen.

„Vielschichtig, klug und hochaktuell“

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Essen

Wie hart geht man mit dem demenzkranken Familienpatriarchen ins Gericht, wenn plötzlich ein bisher unbekannter junger Verwandter aus Afrika vor der Tür steht und eine Lawine lostritt, in deren Folge gleich mehrere Aspekte der Familiengeschichte ans Licht kommen, über die wohlweislich bisher geschwiegen wurde. Für die römische Lehrerin Ilaria Profeti beginnt eine komplizierte Spurensuche.
Punktgenau und ungeschönt lenkt Francesca Melandri die Aufmerksamkeit des Lesers auf die vielen Schwachstellen im Familiengefüge, deckt große und kleine Lügen auf, beleuchtet deren Folgen ebenso präzise, sodass ein ungeheuer dichter Roman entsteht, weit mehr als das detaillierte Bild einer Familie, sondern zu einem Panorama über die großen Fragen unserer Zeit, das weit über Italien hinausragt. Jeder, der sich für die Welt von heute interessiert, sollte dieses Buch lesen.
Wie hart geht man mit dem demenzkranken Familienpatriarchen ins Gericht, wenn plötzlich ein bisher unbekannter junger Verwandter aus Afrika vor der Tür steht und eine Lawine lostritt, in deren Folge gleich mehrere Aspekte der Familiengeschichte ans Licht kommen, über die wohlweislich bisher geschwiegen wurde. Für die römische Lehrerin Ilaria Profeti beginnt eine komplizierte Spurensuche.
Punktgenau und ungeschönt lenkt Francesca Melandri die Aufmerksamkeit des Lesers auf die vielen Schwachstellen im Familiengefüge, deckt große und kleine Lügen auf, beleuchtet deren Folgen ebenso präzise, sodass ein ungeheuer dichter Roman entsteht, weit mehr als das detaillierte Bild einer Familie, sondern zu einem Panorama über die großen Fragen unserer Zeit, das weit über Italien hinausragt. Jeder, der sich für die Welt von heute interessiert, sollte dieses Buch lesen.

„Brillant!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein überaus bemerkenswerter, großartiger und politischer Roman! Absolut spannend und fesselnd geschrieben! Lesen Sie unbedingt diese brillante Entdeckung!!! Ein überaus bemerkenswerter, großartiger und politischer Roman! Absolut spannend und fesselnd geschrieben! Lesen Sie unbedingt diese brillante Entdeckung!!!

„Alle, außer mir“

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Eine fesselnde Geschichte über die italienische Familie Profetti, die sich plötzlich mit den Taten des inzwischen dementen Vaters konfrontiert sieht - Faschismus, Kolonialismus, Korruption, stets profitierte er, ohne jemals Verantwortung zu übernehmen. Gekonnt spannt die Autorin einen Bogen von der oft unrühmlichen italienischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu den individuellen Erfahrungen der Profettis und zeichnet doch auch ein brandaktuelles Porträt unserer Gesellschaft. Eine sehr wertvolle Lektüre, die lange nachhallt. Eine fesselnde Geschichte über die italienische Familie Profetti, die sich plötzlich mit den Taten des inzwischen dementen Vaters konfrontiert sieht - Faschismus, Kolonialismus, Korruption, stets profitierte er, ohne jemals Verantwortung zu übernehmen. Gekonnt spannt die Autorin einen Bogen von der oft unrühmlichen italienischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu den individuellen Erfahrungen der Profettis und zeichnet doch auch ein brandaktuelles Porträt unserer Gesellschaft. Eine sehr wertvolle Lektüre, die lange nachhallt.

„Direkt am Puls der Zeit....“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Italienische Familiengeschichte über 3 Generationen und zugleich gut recherchierte und aufgearbeitete italienische Faschismus- und Kolonialgeschichte, aber ganz nebenbei auch das schonungslose Portrait einer Wohlstandsgesellschaft, die vor dem Flüchtlingselend ihres Landes gerne die Augen verschließt, all das verknüpft Melandri in wunderbar poetischer Sprache zu einem eindrücklichen Roman. Italienische Familiengeschichte über 3 Generationen und zugleich gut recherchierte und aufgearbeitete italienische Faschismus- und Kolonialgeschichte, aber ganz nebenbei auch das schonungslose Portrait einer Wohlstandsgesellschaft, die vor dem Flüchtlingselend ihres Landes gerne die Augen verschließt, all das verknüpft Melandri in wunderbar poetischer Sprache zu einem eindrücklichen Roman.

„Ein epochaler Familienroman aus Italien.“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Francesca Melandri erzählt italienische Kolonialgeschichte, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Man erhält tiefe Einblicke in die italienische Seele. Fesselnd. Francesca Melandri erzählt italienische Kolonialgeschichte, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Man erhält tiefe Einblicke in die italienische Seele. Fesselnd.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Das Richtige Blut
von Kaffeeelse am 22.08.2018

Wow, was für ein Buch. Da wird die Geschichte einer Familie erzählt, in der Zeit vom ersten Weltkrieg bis heute. Aber eigentlich noch so viel mehr. Dabei werden die Personen der Familie charakterlich gut und ausgefeilt rübergebracht. Es werden ihre Gedanken mitgeteilt und auch die Konflikte, die sie mit... Wow, was für ein Buch. Da wird die Geschichte einer Familie erzählt, in der Zeit vom ersten Weltkrieg bis heute. Aber eigentlich noch so viel mehr. Dabei werden die Personen der Familie charakterlich gut und ausgefeilt rübergebracht. Es werden ihre Gedanken mitgeteilt und auch die Konflikte, die sie mit sich und ihrer Umgebung ausfechten. Und dabei kommt das Menschliche in all seinen Facetten voll zur Geltung. Gleichzeitig wird aber auch die Geschichte Italiens beschrieben, und im Näheren teilweise auch eine jetzige Geschichte Roms. Es geht um die Machtergreifung des Mussolini und seiner Partei, es geht um seine Anhänger, es geht um Italiens Rolle im zweiten Weltkrieg, um Nationalismus, um Rassismus und Verblendung, es geht auch um den Sexismus, und seinen Einsatz im Krieg und gegen politische Gegner. Und es wird auch eine Geschichte Äthiopiens und Eritreas gezeichnet, ebenso teilweise erhält man Einblicke in die Geschichte Libyens. Es werden die politischen Verflechtungen der beiden Gebiete (Kolonialmächte, Kolonien) zum Thema gemacht. Die Macht der Kolonialmacht Italien und ihre Weiterführung auch nach dem Ende der Kolonialzeit. Die politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit den ehemaligen Kolonien die erhalten blieben, nur das jetzt auch einige Kreise in den jeweiligen Ländern etwas davon hatten. Und eigentlich ist hier Italien nur ein Beispiel. Ich denke in ähnlicher Weise könnten auch über einige andere Länder und ihre ehemaligen Kolonialstaaten berichtet werden. Das macht betroffen, aber nicht nur, man sollte sich auch fragen, in wie weit man das selbst mitträgt/mitgetragen hat. Denn es ist auch etwas was wir alle wissen. Vielleicht nicht im ganzen Ausmaß. Aber es ist dennoch bekannt. Es geht um die Macht, die Despoten über ein Volk haben können und was das bedeutet. Es geht um die Verantwortung der ehemaligen Kolonialmächte in ihrer politischen Stellung zu diesen Despoten. Und damit auch um eine Verantwortung Europas gegenüber seinen ehemaligen Kolonien. Und es geht um das heutige "Problem" der Flüchtlinge. Es wird beschrieben was so eine Flucht für Betroffene bedeutet. Und wie man sich an Flüchtlingen schadlos halten kann. Und wie diese Flüchtlinge auch eine Veränderung nach Europa tragen. Aber bedeutet Veränderung per se etwas Schlechtes. Es geht auch um den heutigen allgegenwärtigen Rassismus, wie er sich versteckt, aber trotzdem da ist. Und es wird auch etwas über die Rolle der heutigen Bewohner Europas gesagt. Ihre Rolle in der Flüchtlingsproblematik. Etwas über die Schuldfrage. Und jeder von uns sollte sich fragen wie er/sie zum Thema Rassismus denkt/fühlt/empfindet. Das geht uns alle an. Weil wir alle davon betroffen sind. Ich finde es ist ein Buch zur richtigen Zeit. Ich erhoffe mir sehr eine möglichst breite Leserschaft, dass möglichst viele Menschen sich über die Themen dieses Buches unterhalten/austauschen. Und möglichst auch Menschen, die sich von der Polemik gewisser politischer Strömungen beeinflussen lassen. Ein frommer Wunsch, ich weiß. Aber ohne Wünsche ist man doch gleich verloren. Und mir machen gewisse Prozesse in der Politik Angst. Weil ich nicht möchte, dass vergangene Zeiten wiederkommen. Und da wir alle Menschen sind, sollte uns das Thema Menschlichkeit/Menschsein doch angehen/interessieren/wach machen/politisch wach werden lassen. Und damit meine ich die positiven Seiten des Menschen, wie auch seine negativen. Ich will ja nicht verklärend auf den Menschen schauen. Bei den verschiedenen Mitgliedern der Familie sehe ich verschiedene Geisteshaltungen zu diesem ganzen Themenkomplex, was einen nachdenklich macht und die eigenen Gedanken dazu kritisch überprüfen lässt. Das Buch ist nicht chronologisch geordnet geschrieben, die Kapitel springen in den Zeiten und zu den verschiedenen Mitgliedern der Familie und wichtigen Personen ihrer Umgebung, trotzdem entsteht ein ganzheitliches Bild. Ein Bild, dass den Leser nachdenklich zurücklässt. Unbedingt Lesen !

Auf Spurensuche
von einer Kundin/einem Kunden am 15.07.2018

Spannende Familiengeschichte und kritisches Portrait des kolonialen, faschistischen und aktuellen Italien. Als ein junger Flüchtling aus Afrika plötzlich vor der Tür ihrer römischen Wohnung steht und behauptet, mit ihr verwandt zu sein, macht sich Ilaria auf Spurensuche in der Vergangenheit ihres an Demenz erkrankten Vaters. ?Dieser talian ist mit sich... Spannende Familiengeschichte und kritisches Portrait des kolonialen, faschistischen und aktuellen Italien. Als ein junger Flüchtling aus Afrika plötzlich vor der Tür ihrer römischen Wohnung steht und behauptet, mit ihr verwandt zu sein, macht sich Ilaria auf Spurensuche in der Vergangenheit ihres an Demenz erkrankten Vaters. ?Dieser talian ist mit sich selbst zufrieden, ein Hinweis darauf, dass er nicht grausam ist. Und er ist eitel, was ebenfalls gut ist: Er würde nicht wollen, dass die Leute denken, er behandelt sie schlecht.? ?Italien war ein ausgenüchterter Alkoholiker, der wie jeder Verfechter der Abstinenz nichts von seinem Verhalten während des letzten schlimmen Rausches wissen will ? Im Italien der fünfziger Jahre waren die Ex-Kolonisten noch unsichtbarer als die Ex-Faschisten, eingeschlossen in eine undurchdringliche Schale des Schweigens.? Ein toller Roman über das Leben und Sterben in den Zeiten des Kolonialismus und der politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts.