Zwischen uns ein ganzes Leben

Roman

Melanie Levensohn

(36)
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Beschreibung

Drei Frauen - getrennt durch ein halbes Jahrhundert, verbunden durch ein Versprechen

Paris, 1940: Für die jüdische Studentin Judith wird es unter der deutschen Besatzung immer gefährlicher. Zusammen mit ihrer großen Liebe Christian, Sohn eines Bankiers, plant sie heimlich die Flucht. Doch plötzlich ist sie spurlos verschwunden.
Mehr als fünfzig Jahre später in Washington: Auf Jacobina lastet ein Versprechen, das sie ihrem Vater gegeben, aber ihr Leben lang nicht eingelöst hat. Sie soll ihre unbekannte Halbschwester Judith finden. Jetzt bleibt ihr nicht mehr viel Zeit. Da trifft sie auf die junge Französin Béatrice. Die beiden Frauen freunden sich an. Gemeinsam machen sie sich auf eine Suche, die sie weiter führt, als sie je erwartet hätten ...

Paris, 20. Dezember 1943
Meine Geliebte,
seit den frühen Morgenstunden sitzen wir im Keller und warten darauf, dass etwas passiert. In der Stadt heulen ununterbrochen die Sirenen, aber noch sind keine Bomben gefallen.
Vor drei Tagen bist Du verschwunden, und mit Dir ist alles Licht aus meinem Leben gewichen. Mein Herz ist stumm vor Schmerz. Ich mache mir fürchterliche Vorwürfe. Hätte ich Dich bloß nicht alleine gelassen, so kurz vor unserer Flucht. Du bedeutest mir alles. ALLES!
In meiner Verzweiflung schreibe ich an die Adresse Deines Vaters, die ich in Deinem Tagebuch gefunden habe. Ich bete für Dich, Geliebte, und für eine neue Welt, in der unsere Liebe einen Platz hat.
In Liebe
C.

Béatrice las den Brief erneut. Dann ließ sie das Blatt sinken und starrte ins Leere.
"Jacobina", flüsterte sie, "ich glaube, ich habe etwas gefunden."

Ein intensiver Roman, der die Kriegsjahre und ihre lebenslangen Folgen mitreißend und mit viel Tiefgang beschreibt.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.06.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783104907734
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1188 KB
Verkaufsrang 19860

Buchhändler-Empfehlungen

Schicksalsbande über die Jahrzehnte

Petra Bunte, Thalia-Buchhandlung Hameln

Zwei Orte, zwei Zeiten und drei Frauen, deren Leben unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch durch ein altes Versprechen werden die Schicksale der drei Frauen auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden. Ein Roman voller Emotionen und Zeitgeschehen, der seinen Anfang im Paris der 40er Jahre findet.

Ein wichtiges Versprechen

Carina Nickenig, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Recht unbedarft begann ich dieses Buch zu lesen, eine Geschichte rund um drei Frauen erzählt auf zwei Zeitebenen. Doch bald fesselte mich diese Geschichte, die so voller Gefühl, Spannung und Geheimnissen steckt. Nach einer wahren Begebenheiten begibt man sich als Leser zurück in die Nazizeit. Das überraschende Ende zeigt, wie das Leben so spielt.

Kundenbewertungen

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Drei Frauen, drei Geschichten
von Philiene aus Süsel am 02.05.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Beatrice ist eigentlich da wo sie immer sein wollte. Sie arbeitet bei der Weltbank in Washington in der Presseabteilungen. Sie ist in einer Beziehung und kann sich ein gutes Leben leisten. Doch ist das wirklich das was sie will? Bei der Arbeit läuft es schlecht und mit der Tochter ihres Freundes gibt es immer wieder Probleme. Al... Beatrice ist eigentlich da wo sie immer sein wollte. Sie arbeitet bei der Weltbank in Washington in der Presseabteilungen. Sie ist in einer Beziehung und kann sich ein gutes Leben leisten. Doch ist das wirklich das was sie will? Bei der Arbeit läuft es schlecht und mit der Tochter ihres Freundes gibt es immer wieder Probleme. Als Beatrice Jacobina kennenlernt, ändert sich vieles. Die alte Dame hat vor zwanzig Jahren ihrem Vater versprachen das sie nach ihrer Halbschwester Judith sucht. Judiths Spur verliert sich 1943 in Paris, wo sie als Jüdin in die Gänge der Nazies geriet. Beatrice macht sich auf Spurensuche, doch das ist nicht einfach. In einem zweiten Handlungsstrang werden Judiths Erlebnisse in Paris während der Besatzung durch die Deutschen beschrieben. Dies war für mich der interessanteste und auch emotinalste Teil des Buches. Man erlebt hautnah mit, wie sich das Leben einer ganz normalen jungen Suptudentin immer mehr zum Schlechten verändert, wie ihr immer mehr Verboten wird. Wie sie plötzlich in ihrer Stadt nicht mehr erwünscht ist. Der Teil um Beatrice war vor allem während der Spurensuche spannend und auch Jacobina war Klasse. Allerdings hat mir der Teil rund um Beatrice Beziehung zu viel Platz eingenommen und ich hätte gerne etwas mehr von Jacobina erfahren. Der Roman lässt sich sehr gut lesen und auch die Zeitsprünge sind so eingearbeitet, das sie den Lesefluss nicht gestört haben. Für Liebhaber von Familiengeschichten und Romanen die ans Herz gehen.

Tolle Hörbuchumsetzung
von Elke Seifried aus Gundelfingen am 19.01.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch (MP3-CD)

Montreal 1982 Jacobinas Vater, mit dem sie jahrelang Streit hatte und von dem sie zutiefst enttäuscht ist, vertraut ihr am Sterbebett ein altes Familiengeheimnis an. Bevor er endgültig die Augen für immer schließt, muss sie ihm versprechen, dass sie ihre Halbschwester Judith suchen wird, von der Jacobina in diesen Minuten zum er... Montreal 1982 Jacobinas Vater, mit dem sie jahrelang Streit hatte und von dem sie zutiefst enttäuscht ist, vertraut ihr am Sterbebett ein altes Familiengeheimnis an. Bevor er endgültig die Augen für immer schließt, muss sie ihm versprechen, dass sie ihre Halbschwester Judith suchen wird, von der Jacobina in diesen Minuten zum ersten Mal hört. Die Jahre vergehen, sie verschiebt dieses Vorhaben immer wieder, und als sie 2006 die Diagnose Eierstockkrebs bekommt, ist es nicht ihr drohender Tod, als mittellose alte Dame fürchtet sie den nicht, sondern das schlechte Gewissen ihr Versprechen nicht gehalten zu haben, was ihr das Leben fast unerträglich schwer macht. Ob die junge Béatrice, die sich in letzter Zeit ehrenamtlich um sie kümmert, sich bisher noch nicht abschrecken hat lassen, ihr helfen kann? Eine junge Französin in Washington, bei ihr in der Wohnung, das muss doch ein Zeichen sein, schließlich führt die Spur zu Judith doch auch ins Paris der 1940er Jahre. Als Hörer trifft man zunächst auf Jacobina, begleitet mit ihr den Vater in den Tod und erfährt so von der verschollenen Halbschwester Judith. Dann macht die Geschichte einen Zeitsprung und man lernt Bea kennen, ihre Probleme in ihrem Job bei der Weltbank und die mit ihrem Lebensgefährten und dessen pubertärer Tochter. Man wird Zeuge, wie sie versucht sich mit ehrenamtlichem Engagement von ihren eigenen Sorgen abzulenken und Bestätigung zu finden. Und genau diese bekommt sie von der kauzigen Jacobina, die sich selbst nicht mag. Langsam freunden sich die beiden Frauen an und als die totkranke alte Frau Bea um Hilfe bittet, damit sie ihr Versprechen doch noch einhalten kann, ist klar, dass man als Hörer von nun an gemeinsam mit Bea auf die Suche gehen darf. Während man mit dieser dann im „Heute“ bzw. im Jahr 2006 unterwegs ist bei Arbeit, in der Freizeit mit ihrem Lebensgefährten und dessen Tochter, bei Jacobina oder bei der Recherche, bekommt man immer wieder Abschnitte aus Judiths Tagebuch, aus deren damaligen Leben im Paris der 1940er Jahre geboten. Nach dem Tod deren Vaters muss sie sich nicht nur um ihre depressive Mutter kümmern, sondern auch zunehmend unter den Sanktionen des Antisemitismus leiden. Nur gut, dass es C. gibt, den unbekannten Verehrer, der sich zu mehr entwickelt. Die Autorin spielt geschickt mit verschiedenen Handlungssträngen, was die Geschichte zunehmend fesselnd und spannend macht. Habe ich mich zunächst mit Judith über die Zuneigung ihres Christian gefreut, war ich wenig später von dessen Unterstützung gerührt und habe dann mit beiden gelitten und gehofft, stellenweise war ich regelrecht schockiert. Hat Judith Ausschwitz überlebt? Von dieser Frage war ich schließlich wie getrieben beim Hören. Mit Bea musste ich mich zuerst ein wenig anfreunden, dann aber hat mich auch ihre Geschichte und das Päckchen, das sie zu tragen hat, emotional gefangen, sodass ich auch hier unbedingt immer weiter hören musste. Die Unterteilung zwischen Früher und Heute verdeutlicht die Autorin auch mit unterschiedlichen Erzählperspektiven. Die Ich Perspektive für Judith ist durch das Tagebuch aus der Zeit sicher vorgegeben. Dass eine solche auch im Heute noch mehr mitfühlen hätte lassen können, mag eventuell sein, aber mir persönlich hat auch der gewählte Erzähler gut gefallen. Ich konnte mich beim Hören super gut in Raum und Zeit versetzen lassen. Die Charaktere sind individuell, interessant und gekonnt ausgewählt und dargestellt. Hier hat ein jeder sein Päckchen zu tragen und die verschiedenen Emotionen des Lesers werden hier auf jeden Fall angesprochen. Während man auf den arroganten, selbstverliebten Chef fast wütend werden kann, kann man beim egoistischen Lebenspartner nicht verstehen, was Bea an ihn bindet und dass einen das Schicksal der sympathischen, pflichtbewussten jüdischen Studentin Judith nicht kalt lassen kann, sollte sich von selbst verstehen. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin gekonnt ins Paris der 1940er Jahre versetzt. Der französische Lebensstil der Zeit, die Besonderheiten der Stadt der Liebe und die zunehmenden Einflüsse des Antisemitismus, der Nazis und des Zweiten Weltkriegs werden gekonnt transportiert. Begeistert bin ich immer, wenn ich, wie hier, auch so kleine Details finde, wie z.B. dass die Uhrzeit an die deutsche angepasst werden musste, viele Haustiere ausgesetzt wurden, als die Lebensmittel knapper wurden, oder auch dass an Französischen Universitäten der selbe NC für jüdische Studenten eine Maßnahme war, um die jüdische Bevölkerung zu gängeln. Als Hörer bekommt man die Geschichte im Heute von einem Erzähler präsentiert, in dessen Rolle Hemma Michel mit ihrer ruhigen Stimme schlüpft. Das Tagebuch berichtet aus der Ich- Perspektive, was Miriam Morgenstern übernimmt und so Judith mit all ihren Gefühlen und Stimmungen lebendig werden lässt. Ich habe beiden Frauen mit ihrem angenehmen Tonfall unheimlich gerne zugehört. Der Einsatz zweier verschiedener Sprecher passt hier sehr schön zum Wechsel der Erzählperspektive, zudem bietet er tolle Abwechslung beim Hören. Alles in allem hat mir das Hörbuch, das ich zunehmend regelrecht verschlungen habe, wirklich gute Unterhaltung geboten und fünf Sterne sind hier meiner Meinung nach wohl verdient.

“Drei Frauen – getrennt durch ein halbes Jahrhundert, verbunden durch ein Versprechen”
von einer Kundin/einem Kunden aus Dortmund am 27.11.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

“Drei Frauen – getrennt durch ein halbes Jahrhundert, verbunden durch ein Versprechen” - Dieses Buch war eine absolut positive Überraschung mit der ich kaum gerechnet habe. Es mutete einfach wie eine weitere Kriegsszenario Geschichte an, wie man sie aus dem zweiten Weltkrieg schon zu Hunderten zu lesen bekommen hat. Verste... “Drei Frauen – getrennt durch ein halbes Jahrhundert, verbunden durch ein Versprechen” - Dieses Buch war eine absolut positive Überraschung mit der ich kaum gerechnet habe. Es mutete einfach wie eine weitere Kriegsszenario Geschichte an, wie man sie aus dem zweiten Weltkrieg schon zu Hunderten zu lesen bekommen hat. Versteht mich nicht falsch – ich bin mehr als interessiert an dieser Thematik und befasse mich schon seit Jahren damit, ich hatte einfach nicht gedacht nach Büchern wie “der Tätowiere von Auschwitz” noch überrascht werden zu können! Dem war jedoch anders. Das Buch begleitet im Endeffekt drei Frauen deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnte und dennoch scheint sie etwas zu verbinden. Nur was? Das hab ich mich die meiste Zeit während des Lesens gefragt. Wie passt die Liebesgeschichte hinein? Der Ort? Die Charaktere? Und wurde mit einer spannenden Aufdeckung und einer wunderbar konzipierten Geschichte belohnt! Resume Die Geschichte ist traurig, witzig, geschichtlich absolut relevant und einer meiner Buch-Überraschungen 2018. Es hat zwar recht langsam und nichtssagend begonnen aber schnell an Fahrt aufgenommen. Ich fand es toll, dass so viele unterschiedliche Problemthemen außerhalb der Kriegsthematik angesprochen und behandelt wurden. Worunter die Rentner der heutigen Zeit zu leiden haben, wie es ist als Frau mittleren Alters in einer unglücklichen Beziehung festzusitzen aber auch wie es war als junge Jüdin zu Hitlerzeiten zu leben. Ich will nicht zu viel über die Zusammenhänge berichten, aber dieses Buch ist ein Must – Have wenn man sich für diese Zeiten interessiert. Besonders zu Zeiten des Pflegermangels hat es eine besondere Bedeutung und zeigt uns wie wichtig es ist, das wir in der heutigen Gesellschaft füreinander da sind und nie wieder so viel Hass zulassen! Wie meine verrückten Äußerungen nun zusammenhängen müsst ihr allerdings selbst herausfinden – lest das Buch! (Kleiner Geheimtipp von mir: Es ist ebenfalls als Hörbuch auf “BookBeat” erhältlich und wird wirklich toll gelesen!)

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