Der lange Schatten der Hidschra.

Ein theologiegeschichtlicher Vergleich zwischen Islam und Christentum.

Heinz Gottwald

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Beschreibung

Die aktuelle Islamdebatte wird oft durch die Frage bestimmt, warum seit Beginn der Neuzeit die soziokulturelle Entwicklung islamisch geprägter Regionen im Vergleich zum christlich geprägten Abendland zurückgeblieben ist. Angesichts vergleichbarer sozioökonomischer Ausgangsbedingungen im Mittelalter liegt die Vermutung nahe, dass die divergente soziokulturelle Entwicklung der beiden Regionen ihre Wurzeln in der unterschiedlichen Mentalität der jeweiligen Bevölkerung haben könnte. Da in traditionalen Gesellschaften die Mentalität entscheidend durch die Religion geprägt war, wird in der vorliegenden Untersuchung die mittelalterliche Theologiegeschichte der beiden Religionen entsprechend befragt und gegenübergestellt.

Zunächst wird die mittelalterliche Entwicklung des Kalifenamtes sowie des islamischen Rechts- und Bildungswesens in ihrer Verwobenheit mit islamischen Glaubensvorstellungen präsentiert. Zur Verdeutlichung des theologischen Kontextes folgt eine Darstellung der Vorstellung von Gott und der göttlichen Prädestination. Danach wird die Entwicklung der entsprechenden Themenbereiche im abendländischen Christentum dargestellt. Bei dem anschließenden Vergleich der Entwicklungen im sunnitischen Islam mit denen im abendländischen Christentum wird gleichzeitig nach den Gründen der divergenten Entwicklung gefragt. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die erwähnte soziokulturelle Rückständigkeit islamisch geprägter Regionen auf Entscheidungen der islamischen Theologie während des Mittelalters zurückzuführen ist.

"Beide Bücher (Anm.:Tillman Nagel; Was ist der Islam?) liefern gründliches Rüstzeug für die unabdingbare Auseinandersetzung und den Dialog mit dem Islam, auch wenn das Lesen und Verstehen Zeit, Ausdauer und manches Vorwissen erfordern." Bodo Bost, in: Christ in der Gegenwart, Nr. 2/2019

Heinz Gottwald (Jahrgang 1943) studierte Germanistik und Geschichte mit dem Schwerpunkt »mittelalterliche Geistesgeschichte« an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Veranlasst durch die religionssoziologischen Arbeiten Max Webers beschäftigte er sich bereits in seiner Dissertation mit dem Zusammenhang zwischen Religion und gesellschaftlicher Entwicklung. Gegenstand seiner Dissertation war ein Vergleich der hochmittelalterlich-katholischen mit der frühprotestantischen Glaubenslehre und der sich daraus jeweils ergebenden Sozial- und Wirtschaftsethik. Nach seiner Pensionierung im Jahre 2007 veranlasste ihn die seit 9/11 in Gang gekommene Islamdebatte, nach den Gründen für die aktuelle soziokulturelle Rückständigkeit der islamisch geprägten Länder zu fragen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 292
Erscheinungsdatum 04.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-428-15433-3
Verlag Duncker & Humblot
Maße (L/B/H) 23,3/15,9/2,5 cm
Gewicht 500 g

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  • A. Entwicklung des mittelalterlichen Islam bis zum Ende des Bagdader Kalifats 1258

    Die Entwicklung des Kalifenamtes – Entwicklung des sunnitischen Rechtswesens – Entwicklung des islamischen Bildungswesens – Verhältnis von göttlicher Prädestination und menschlicher Willensfreiheit – Entwicklung des Gottes- und Koranverständnisses

    B. Entwicklung des abendländischen Christentums bis zum Vorabend der Reformation

    Entwicklung des Verhältnisses zwischen geistlicher und weltlicher Obrigkeit – Spätantike und mittelalterliche Entwicklung des weltlichen und geistlichen Rechtswesens im westkirchlichen Christentum – Entwicklung des mittelalterlichen Bildungswesens im westkirchlichen Christentum – Entwicklung des Verhältnisses von göttlicher Prädestination und menschlicher Willensfreiheit im westkirchlichen Christentum – Entwicklung des christlichen Gottesverständnisses in Antike und Mittelalter

    C. Vergleichende Analyse der dargestellten Entwicklungen im mittelalterlichen Islam sowie im abendländischen Christentum und Auswertung der Ergebnisse dieser Analyse

    Vergleichende Analyse der Entwicklungen in den fünf Themenfeldern – Zusammenführung der Teilergebnisse des Vergleichs und deren abschließende Auswertung

    Schlussteil: Ausblick auf die negativen Folgen der spätmittelalterlichen Verfasstheit des sunnitischen Islam für die neuzeitliche Entwicklung in dessen damaligem Verbreitungsgebiet

    Nachwort: Geltungsanspruch und aktuelle Bedeutung der Untersuchung

    Anhänge, Anmerkungen, Literaturverzeichnis, Personen- und Sachregister