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Ein Gentleman in Moskau

Roman


Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.

"Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review

"Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil" Washington Post

"Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé" O, the Oprah Magazine

Rezension
Ein wunderbarer Roman, der von der Bestimmung erzählt, die jeder für sich finden muss., Brigitte Wir, 09.10.2017
Portrait
Amor Towles hat in Yale und Stanford studiert. Er ist in der Finanzbranche tätig und gehört dem Vorstand der Library of America und der Yale Art Gallery an. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Manhattan.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 09.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-29072-0
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/13,2/4 cm
Gewicht 418 g
Originaltitel A Gentleman in Moscow
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Susanne Höbel
Verkaufsrang 5422
Buch (Klappenbroschur)
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12,00
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Ein Aristokrat überlebt die russische Revolution und wird unter Hausarrest gestellt in seinem beliebten Hotel Metropol in Moskau. Der Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Amor Towles schafft einen ganz eigenen Kosmos der Figuren. Ein wahrer Lesegenuss.

Leben mit Stil

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein wunderbares Buch! Rostow richtet sich in seinem Hausarrest ein . Obwohl er als Kellner arbeiten muss, schafft er es, seine Grandezza, seinen Stil beizubehalten. Ein paar gerettete Goldstücke helfen auch dabei. Bis etwas geschieht, das ihn aus seiner Blase hinaustreten und alles auf's Spiel setzen lässt.

Kundenbewertungen

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Ein Gentleman in Moskau
von Timo Funken am 18.06.2019

Ein sehr wortgewandter Roman, welcher in Moskau im Jahre 1922 spielt. Spannend und mit großer Begeisterung habe ich dieses Buch gelesen, daher 5 Sterne. Liebe Grüße Timo Funken

Brillantes Kaleidskop russischer Geschichte des 20. Jahrhunderts
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 02.01.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Oh Mann, was war das für ein verrücktes (literarisches) Jahr 2017…Mit insgesamt rund 70 Büchern und Kurzgeschichten war es für mich rekordverdächtig ha ha ha. In die lange Reihe von Highlights hat sich zum Ende des Jahres noch mühelos „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles eingereiht. Wir begleiten beim lesen Graf Alexander ... Oh Mann, was war das für ein verrücktes (literarisches) Jahr 2017…Mit insgesamt rund 70 Büchern und Kurzgeschichten war es für mich rekordverdächtig ha ha ha. In die lange Reihe von Highlights hat sich zum Ende des Jahres noch mühelos „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles eingereiht. Wir begleiten beim lesen Graf Alexander Rostov bei seinem 1922 verhängten lebenslangen Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau. Ein jeder von uns würde wahrscheinlich verzweifeln, wenn er nie wieder das Haus verlassen dürfte. Und auch Graf Rostov ist irgendwann verzweifelt, hat aber durch den Rückhalt seiner zahllosen Freunde im Hotel Metropol schnell den „Punkt“ überwunden und macht das einzig richtige in dieser Situation: er arrangiert sich mit seinem Hausarrest, übernimmt einen Job als Kellner in einem der Restaurants im Metropol und beobachtet dabei alles, was es zu beobachten gibt. So weit so fiktiv. Das Großartige an diesem Roman ist aber der gleichzeitige Blick auf die russische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir (die Leser) werden Zeuge der Stalin-Ära in Russland, erleben die Einführung des Fünfjahresplans, erfahren von der Medienzensur der Regierung – all das vorgetragen in einer (be)ruhigen(den) Sprache, die ich schlichtweg großartig fand und die ich in Anlehnung an eine Passage im Buch „die Poetik des Schweigens“ nennen möchte. Das Buch bricht nicht wirklich aus, es wird nie laut. Trotzdem ist es zu keiner Sekunde langweilig. Im Gegenteil: die zahlreichen Hinweise auf (russische) Literatur, Musik und die schon bereits genannten politischen (Hintergrund)-Informationen sind fesselnd und werden mit einer großen Prise subtilem Humors vorgetragen. Und so sollte jeder Fan anspruchsvoller Literatur, der sich (nicht nur) für die russische Geschichte interessiert, dieses wunderbare Buch gelesen haben!

Hausarrest für einen Gentleman
von Klara am 03.12.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Armor Towles Roman "Ein Gentleman in Moskau" spielt in der Zeit von 1922 bis 1954. Graf Alexander Iljitsch Rostov, Träger des Ordens des Heiligen Andreas, Mitglied des Jockey-Clubs, Meister der Jagd, geb. am 24. Oktober 1889 in St. Petersburg wird am 21. Juni 1922 für ein 1913 unter seinem Namen veröffentlichtes revolutionäres G... Armor Towles Roman "Ein Gentleman in Moskau" spielt in der Zeit von 1922 bis 1954. Graf Alexander Iljitsch Rostov, Träger des Ordens des Heiligen Andreas, Mitglied des Jockey-Clubs, Meister der Jagd, geb. am 24. Oktober 1889 in St. Petersburg wird am 21. Juni 1922 für ein 1913 unter seinem Namen veröffentlichtes revolutionäres Gedicht zum Tode verurteilt; die Strafe in Hausarrest in dem luxuriösen Hotel Metropol umgewandelt. Sollte er das Hotel jemals verlassen, wird er erschossen. Nach der Urteilsverkündung kehrt der Graf jedoch nicht in seine herrschaftliche Suite zurück. Ihm wird eine Kammer mit einem Fenster, das nicht größer als eine Briefmarke war, auf dem Dachboden zugeteilt, ein Großteil seines Hab und Gutes geht in Volkseigentum über. Während der nächsten 30 Jahre passt sich der Graf seinem Mikrokosmos an, und vor der Hoteltür nimmt die Geschichte Russlands und der ganzen Welt ihren Lauf. Amor Towles hat einen wundervollen Roman geschrieben, der dem Leser viele Informationen über die Geschichte Russlands und das Leben des Aristokraten Rostov in seiner Jugend in der Provinz Nischni Nowgorod nahebringt. Der Graf ist ein Ästhet, ein Feingeist, ein sehr gebildeter und kultivierter, höflicher und sympathischer Mann, mit einer großen Leidenschaft für Musik und Literatur. Er hat nicht die Arroganz des Aristokraten, der sich auf seinen Status und seinen Reichtum verlässt. Die hat er ohnehin weitgehend verloren. Stattdessen entwickelt er viel menschliches Mitgefühl und ist zu tiefen Bindungen fähig. Er freundet sich nicht nur mit hochrangigen Persönlichkeiten und der wunderschönen Schauspielerin Anna, sondern auch mit dem Portier Wassili, der Schneiderin Marina, dem Barkeeper Andrei und Emile, dem Maître d’Hôtel an. Auch wenn der Graf sich seiner Gefangenschaft ungebeugt stellt und versucht sich anzupassen, ist er einmal so hoffnungslos, dass er bereit ist, sich das Leben zu nehmen. Er entscheidet sich jedoch dafür weiterzuleben. Er wird der neunjährigen Nina ein wunderbarer Freund und Spielkamerad. Sie zeigt ihm die geheimsten Orte des Metropols, und kehrt Jahre später als junge Frau zurück. Sie ist verzweifelt und bittet den Grafen, sich ihrer Tochter Sofia anzunehmen, der er ein liebevoller und aufopferungsvoller Ziehvater ist. Tief verbunden ist er mit seinem Freund Mischka aus Jugendzeiten, der ihn viele Jahre später als den glücklichsten Menschen Russlands bezeichnen wird, denn trotz seiner eingeschränkten Lebensumstände ist er immer noch fähig, Freude und Glück zu empfinden. Er ist auch nicht völlig von der Realität abgeschnitten. Informationen über das Weltgeschehen und die Lage in Russland erhält er von den Bediensteten und Hotelgästen. Ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, von dem aus er das Bolschoi-Theater und die Mauern des Kreml sieht. Der Graf ist nicht Ich-Erzähler einer eigenen Geschichte. Der Autor lässt sie von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person erzählen. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und empfehle ihn uneingeschränkt weiter.