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Das Haus der schönen Dinge

MP3 Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe

(76)
Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet...
Portrait
Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 01.07.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783869743387
Genre Historischer Roman, vor 1945, Klassiker
Verlag Steinbach Sprechende Bücher
Spieldauer 1046 Minuten
Hörbuch (MP3-CD)
11,89
bisher 13,99

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Buchhändler-Empfehlungen

Christine Kais, Thalia-Buchhandlung Peine

Sehr bildhaft schreibt Heidi Rehm über den Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhausdynastie.
Ein Buch, das einen emotional berührt.
Unbedingt lesen!
Sehr bildhaft schreibt Heidi Rehm über den Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhausdynastie.
Ein Buch, das einen emotional berührt.
Unbedingt lesen!

Alexandra Jacoby, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Toller historischer Roman über eine jüdische Unternehmerfamilie.Mit dem Buch werden Sie in das München des späten 19. Jahrhunderts entführt.Eine wirklich schöne Familiengeschichte. Toller historischer Roman über eine jüdische Unternehmerfamilie.Mit dem Buch werden Sie in das München des späten 19. Jahrhunderts entführt.Eine wirklich schöne Familiengeschichte.

„Wunderbarer Schmöker!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Für die jüdische Kaufmann-Familie Hirschvogel wird ein langgehegter Traum endlich wahr, als sie 1897 in München ein luxuriöses Erlebniskaufhaus eröffnet. Die Geschäfte laufen gut, die innovativen Ideen der Inhaberin machen das Haus zu einem Dreh- und Angelpunkt der Münchener Gesellschaft. Doch das Schicksal schlägt auch bei den Hirschvogels erbarmungslos zu. Neider und politisch-gesellschaftliche Zwänge machen ihnen das Leben ebenso schwer wie Niederlagen innerhalb der Familie. Werden sie ihr Kaufhaus über die harten Zeiten hinweg retten können?
Eine brilliante Geschichte, über den Zeitraum von 1897 – 1954, sprachlich eloquent und bildhaft, der Zeitgeist deutlich spürbar. Erleben Sie gemeinsam mit den Hirschvogels die ganze Bandbreite des Lebens, den glamourösen Aufstieg, glanzvolle und düstere Jahre.
Ein wunderbarer Schmöker! In diesem Kaufhaus hätte ich sehr gern gestöbert!

Für Freunde von Charlotte Roth, Katja Maybach, Clarissa Linden.
Für die jüdische Kaufmann-Familie Hirschvogel wird ein langgehegter Traum endlich wahr, als sie 1897 in München ein luxuriöses Erlebniskaufhaus eröffnet. Die Geschäfte laufen gut, die innovativen Ideen der Inhaberin machen das Haus zu einem Dreh- und Angelpunkt der Münchener Gesellschaft. Doch das Schicksal schlägt auch bei den Hirschvogels erbarmungslos zu. Neider und politisch-gesellschaftliche Zwänge machen ihnen das Leben ebenso schwer wie Niederlagen innerhalb der Familie. Werden sie ihr Kaufhaus über die harten Zeiten hinweg retten können?
Eine brilliante Geschichte, über den Zeitraum von 1897 – 1954, sprachlich eloquent und bildhaft, der Zeitgeist deutlich spürbar. Erleben Sie gemeinsam mit den Hirschvogels die ganze Bandbreite des Lebens, den glamourösen Aufstieg, glanzvolle und düstere Jahre.
Ein wunderbarer Schmöker! In diesem Kaufhaus hätte ich sehr gern gestöbert!

Für Freunde von Charlotte Roth, Katja Maybach, Clarissa Linden.

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Ein schöner Schmöker rund um eine Kaufhaus-Dynastie in München. Auch für LeserInnen von "Töchter einer neuen Zeit", "Das Hotel am Drachenfels" oder Hanni Münzers "Honigtot". Ein schöner Schmöker rund um eine Kaufhaus-Dynastie in München. Auch für LeserInnen von "Töchter einer neuen Zeit", "Das Hotel am Drachenfels" oder Hanni Münzers "Honigtot".

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Aufstieg und Fall einer jüdischen Kaufhaus- Dynastie. Deutsche Geschichte, in teilweise sehr dunklen Zeiten, kurzweilig erzählt, ohne reißerisch zu sein. Gerne mehr davon. Aufstieg und Fall einer jüdischen Kaufhaus- Dynastie. Deutsche Geschichte, in teilweise sehr dunklen Zeiten, kurzweilig erzählt, ohne reißerisch zu sein. Gerne mehr davon.

„Mitreißende Familiengeschichte“

Anika Meinhardt, Thalia-Buchhandlung Einbeck

Heidi Rehn hat einfach ein Händchen für wunderbare historische Schmöker. In ihrem neuen Roman geht es um die Geschichte des fiktiven jüdischen Kaufhauses Hirschvogel, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu großem Ruhm gekommen ist. Als die Nazis jedoch an die Macht kommen, ist das Kaufhaus dem Grauen des Regimes ausgesetzt.
Besonders die Figurenzeichnung ist Heidi Rehn grandios gelungen. Sehr lesenswert.
Heidi Rehn hat einfach ein Händchen für wunderbare historische Schmöker. In ihrem neuen Roman geht es um die Geschichte des fiktiven jüdischen Kaufhauses Hirschvogel, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu großem Ruhm gekommen ist. Als die Nazis jedoch an die Macht kommen, ist das Kaufhaus dem Grauen des Regimes ausgesetzt.
Besonders die Figurenzeichnung ist Heidi Rehn grandios gelungen. Sehr lesenswert.

„Das Paradies ist ein Kaufhaus ...“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Das Paradies ist ein Kaufhaus. Nein, nicht irgendein Kaufhaus - hier dreht es sich um das Münchner Kaufhaus Hirschvogl und es beginnt mit der Zeit ab 1897:
Die Familie HIrschvogl hat ihr Kaufhaus modernisiert und es damit zum königlich-bayrischen Hoflieferanten gebracht. Die Familie ist - trotz des jüdischen Glaubens - gut angesehen und durch die Weitsicht des Familienoberhauptes gut vernetzt. Aber es gibt immer wieder Probleme : mit Familienmitgliedern, Mitarbeitern, untreuen Ehemännern .....
Eine opulente Familiengeschichte mit gut recherchierten historischen Details. Absolute Leseempfehlung !!
Das Paradies ist ein Kaufhaus. Nein, nicht irgendein Kaufhaus - hier dreht es sich um das Münchner Kaufhaus Hirschvogl und es beginnt mit der Zeit ab 1897:
Die Familie HIrschvogl hat ihr Kaufhaus modernisiert und es damit zum königlich-bayrischen Hoflieferanten gebracht. Die Familie ist - trotz des jüdischen Glaubens - gut angesehen und durch die Weitsicht des Familienoberhauptes gut vernetzt. Aber es gibt immer wieder Probleme : mit Familienmitgliedern, Mitarbeitern, untreuen Ehemännern .....
Eine opulente Familiengeschichte mit gut recherchierten historischen Details. Absolute Leseempfehlung !!

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Der geschäftliche Erfolg ist da. Eine junge Frau geht ihren Weg, aber dann kommt der Krieg und für Menschen mit jüdischen Wurzeln beginnt der Überlebenskampf. Der geschäftliche Erfolg ist da. Eine junge Frau geht ihren Weg, aber dann kommt der Krieg und für Menschen mit jüdischen Wurzeln beginnt der Überlebenskampf.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Da die Autorin aus Koblenz stammt, wollte ich mir gerne einmal ein Buch von ihr anschauen und habe es nicht bereut. Da die Autorin aus Koblenz stammt, wollte ich mir gerne einmal ein Buch von ihr anschauen und habe es nicht bereut.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Dieses Buch ist in meinen Augen ein wenig wie die deutsche Antwort auf die Cliffton - Saga Dieses Buch ist in meinen Augen ein wenig wie die deutsche Antwort auf die Cliffton - Saga

„Ein gelungener Familienroman“

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein spannender und mitreißender Familienroman über eine jüdische Kaufmannsfamilie, der über mehrere Generationen und vor historischer Kulisse spielt.
Detailreich, emotional und dramatisch geschrieben.
Ein spannender und mitreißender Familienroman über eine jüdische Kaufmannsfamilie, der über mehrere Generationen und vor historischer Kulisse spielt.
Detailreich, emotional und dramatisch geschrieben.

„Eine Familie und ihr Traum von einem Kaufhaus“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Heidi Rehn ist ja inzwischen eine bekannte Größe für gut geschriebene historische Romane. Seit 2014 spielen ihre Romane zumeist Anfang des 20. Jahrhunderts. Und so ist es auch bei ihrem neuen Roman „Das Haus der schönen Dinge“, der allerdings bereits 1897 beginnt.

Heidi Rehn erzählt die Geschichte der Familie Hirschvogl, die einen Traum hat. Sie möchte in München ein Warenhaus aufbauen, das den schon eingeführten Häusern in Paris und London in nichts nachsteht. Als 25jähriger, der als Tuchhändlersohn seine Lehre in Berlin absolviert und danach einige Zeit in Paris und London verbracht hat, führt Jacob Hirschvogl 1880 die ersten Verhandlungen mit einem Vermieter eines Ladenlokals in München am Rindermarkt. Dies ist nachzulesen in der kostenlosen Prequel (978-3-426-5050-5), die Sie allerdings nur als e-book herunterladen können. Der eigentliche Roman beginnt erst 1897. Da wird nämlich das Kaufhaus Hirschvogl prunkvoll wiedereröffnet. Inzwischen ist Jacob mit Thea verheiratet und Vater dreier Kinder, und er ist Hoflieferant. Zur Wiederöffnung kommt sogar der Prinzregent. Als Leser können wir der wechselhaften Geschichte der Familie Hirschvogl bis zum Epilog ins Jahr 1952 folgen.

Es ist ein ausgesprochen spannender Roman und ein gelungenes Zeitporträt. Wir folgen der Familie von der Kaiserzeit, über die Weimarer Republik und das 3. Reich bis in die goldenen Fünfziger Jahre. Brisant wird die Geschichte dadurch, dass die Familie Hirschvogl Juden sind. Jacob selbst sieht sich zwar als Ur-Münchner, denn immerhin ist seine Generation bereits die 4. in München geborene Generation, und das ist mehr als manch katholischer Münchner von sich sagen kann. Aber Juden wurden nicht erst im 3. Reich verfolgt. Und so wie heute das Internet dafür verantwortlich gemacht wird, dass so viele kleinere Händler ihre Geschäfte schließen müssen, so wurden damals die Kaufhäuser, die zumeist in jüdischer Hand waren, dafür verantwortlich gemacht. Es ist also nicht alles nur schön, was der Familie Hirschvogl passiert. Trotzdem versuchen sie immer wieder das 1. Haus am Platz zu bleiben. Besonders die Frauen der Familie haben ein Händchen dafür, dass das Hirschvogl sich von den Konkurrenten abhebt. Dies vererbt sich von Thea auf ihre Tochter Lily und auf deren Tochter Edna.

Neben der Familie Hirschvogl gibt es noch eine weitere Familie, die eine sehr wichtige Rolle in dem Roman spielt. Dies ist die Familie um den Bierbrauer Alois Rossbach, seiner Frau Laetitia, seiner Tochter Cäcilie und dem Enkel Paul. Jacob und Alois sind schon seit Ewigkeiten die besten Freunde. Und seine Frau ist ein absoluter Fan von dem Kaufhaus, als auch von der Eleganz Theas. Sie wird eine enge Freundin von ihr, genauso wie die beiden Töchter Lily und Cäcilie beste Freundinnen werden. Doch wird diese Freundschaft der beiden sehr unterschiedlichen Männer die schwierigen Zeiten überdauern? Welche Rolle wird die Familie Rossbach in der Zeit des 3. Reichs spielen?

Für mich ist dies der bisher beste Roman von Heidi Rehn. Ich finde, sie hat der Stadt München und seinen Kaufhäusern ein Denkmal gesetzt, allerdings ein Denkmal, welches viele Risse aufzeigt. Antisemitismus erschreckt mich jedes Mal wieder mit seiner schrecklichen Fratze. Und es ist für mich noch erschreckender, wie schnell Menschen ihre Einstellungen ändern und ihr Fähnchen nach dem grad vorherrschenden Wind ausrichten. Heidi Rehn reißt dies in ihrem Roman an, so dass diejenigen, die geschichtlich nicht ganz unbeleckt sind, das Grauen dahinter deutlich spüren können. Allerdings ist dies ein Unterhaltungsroman, wenn auch auf einem gehobenen Niveau. Und so geht die Autorin nicht bis ins schrecklichste Detail. Abgerundet wird das Buch durch ein umfangreiches Glossar, welches sowohl vielleicht unklare Begriffe erläutert, als auch aufzeigt, welche Personen fiktiv und welche real sind. Besonders charmant fand ich, dass ich wieder Hauptpersonen aus früheren Romanen in Nebenrollen entdecken konnte. Und eine ganz entzückende Idee finde ich, dass Heidi Rehn eine Person aus einem Roman ihrer Freundin Tanja Weber „Die Frauen meiner Familie“ (ebenfalls Knaur, 978-3-426-30461-7) in einer kleinen Rolle integriert hat. Und ich hab noch überlegt, woher ich den Namen des Malers kannte!

Großartige Unterhaltung mit Niveau. Ich warte auf eine Verfilmung als Mehrteiler im ZDF.
Heidi Rehn ist ja inzwischen eine bekannte Größe für gut geschriebene historische Romane. Seit 2014 spielen ihre Romane zumeist Anfang des 20. Jahrhunderts. Und so ist es auch bei ihrem neuen Roman „Das Haus der schönen Dinge“, der allerdings bereits 1897 beginnt.

Heidi Rehn erzählt die Geschichte der Familie Hirschvogl, die einen Traum hat. Sie möchte in München ein Warenhaus aufbauen, das den schon eingeführten Häusern in Paris und London in nichts nachsteht. Als 25jähriger, der als Tuchhändlersohn seine Lehre in Berlin absolviert und danach einige Zeit in Paris und London verbracht hat, führt Jacob Hirschvogl 1880 die ersten Verhandlungen mit einem Vermieter eines Ladenlokals in München am Rindermarkt. Dies ist nachzulesen in der kostenlosen Prequel (978-3-426-5050-5), die Sie allerdings nur als e-book herunterladen können. Der eigentliche Roman beginnt erst 1897. Da wird nämlich das Kaufhaus Hirschvogl prunkvoll wiedereröffnet. Inzwischen ist Jacob mit Thea verheiratet und Vater dreier Kinder, und er ist Hoflieferant. Zur Wiederöffnung kommt sogar der Prinzregent. Als Leser können wir der wechselhaften Geschichte der Familie Hirschvogl bis zum Epilog ins Jahr 1952 folgen.

Es ist ein ausgesprochen spannender Roman und ein gelungenes Zeitporträt. Wir folgen der Familie von der Kaiserzeit, über die Weimarer Republik und das 3. Reich bis in die goldenen Fünfziger Jahre. Brisant wird die Geschichte dadurch, dass die Familie Hirschvogl Juden sind. Jacob selbst sieht sich zwar als Ur-Münchner, denn immerhin ist seine Generation bereits die 4. in München geborene Generation, und das ist mehr als manch katholischer Münchner von sich sagen kann. Aber Juden wurden nicht erst im 3. Reich verfolgt. Und so wie heute das Internet dafür verantwortlich gemacht wird, dass so viele kleinere Händler ihre Geschäfte schließen müssen, so wurden damals die Kaufhäuser, die zumeist in jüdischer Hand waren, dafür verantwortlich gemacht. Es ist also nicht alles nur schön, was der Familie Hirschvogl passiert. Trotzdem versuchen sie immer wieder das 1. Haus am Platz zu bleiben. Besonders die Frauen der Familie haben ein Händchen dafür, dass das Hirschvogl sich von den Konkurrenten abhebt. Dies vererbt sich von Thea auf ihre Tochter Lily und auf deren Tochter Edna.

Neben der Familie Hirschvogl gibt es noch eine weitere Familie, die eine sehr wichtige Rolle in dem Roman spielt. Dies ist die Familie um den Bierbrauer Alois Rossbach, seiner Frau Laetitia, seiner Tochter Cäcilie und dem Enkel Paul. Jacob und Alois sind schon seit Ewigkeiten die besten Freunde. Und seine Frau ist ein absoluter Fan von dem Kaufhaus, als auch von der Eleganz Theas. Sie wird eine enge Freundin von ihr, genauso wie die beiden Töchter Lily und Cäcilie beste Freundinnen werden. Doch wird diese Freundschaft der beiden sehr unterschiedlichen Männer die schwierigen Zeiten überdauern? Welche Rolle wird die Familie Rossbach in der Zeit des 3. Reichs spielen?

Für mich ist dies der bisher beste Roman von Heidi Rehn. Ich finde, sie hat der Stadt München und seinen Kaufhäusern ein Denkmal gesetzt, allerdings ein Denkmal, welches viele Risse aufzeigt. Antisemitismus erschreckt mich jedes Mal wieder mit seiner schrecklichen Fratze. Und es ist für mich noch erschreckender, wie schnell Menschen ihre Einstellungen ändern und ihr Fähnchen nach dem grad vorherrschenden Wind ausrichten. Heidi Rehn reißt dies in ihrem Roman an, so dass diejenigen, die geschichtlich nicht ganz unbeleckt sind, das Grauen dahinter deutlich spüren können. Allerdings ist dies ein Unterhaltungsroman, wenn auch auf einem gehobenen Niveau. Und so geht die Autorin nicht bis ins schrecklichste Detail. Abgerundet wird das Buch durch ein umfangreiches Glossar, welches sowohl vielleicht unklare Begriffe erläutert, als auch aufzeigt, welche Personen fiktiv und welche real sind. Besonders charmant fand ich, dass ich wieder Hauptpersonen aus früheren Romanen in Nebenrollen entdecken konnte. Und eine ganz entzückende Idee finde ich, dass Heidi Rehn eine Person aus einem Roman ihrer Freundin Tanja Weber „Die Frauen meiner Familie“ (ebenfalls Knaur, 978-3-426-30461-7) in einer kleinen Rolle integriert hat. Und ich hab noch überlegt, woher ich den Namen des Malers kannte!

Großartige Unterhaltung mit Niveau. Ich warte auf eine Verfilmung als Mehrteiler im ZDF.

„Kaufhaus Hirschvogl“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Kauf-und Warenhäuser in jüdischen Familienbesitz im ganz großen Stil hat es Anfang des 2o.Jahrhundert in vielen deutschen Großstädten gegeben. Das sie mehr bedeuteten als nur eine Gelegenheit Waren aus aller Welt zu bestaunen und zu erwerben ,sondern auch eine kulturelle Begegnungsgeschichte mit dazugehörigen Salons , das zeigt dieser Roman um die Familie Hirschvogl von 1897 bis 1954.Von drei Generationen lesen wir, vorrangig von Thea und Jacob ,die einen Traum und eine Vision leben über Lilly ihrer Tochter und hin zu den Enkeln, die in New York eine neue Heimat finden. Steiler Aufstieg, glanzvolle Zeiten und dunkle Jahre finden sich zu einem spannenden und lesenswerten Roman zusammen... Kauf-und Warenhäuser in jüdischen Familienbesitz im ganz großen Stil hat es Anfang des 2o.Jahrhundert in vielen deutschen Großstädten gegeben. Das sie mehr bedeuteten als nur eine Gelegenheit Waren aus aller Welt zu bestaunen und zu erwerben ,sondern auch eine kulturelle Begegnungsgeschichte mit dazugehörigen Salons , das zeigt dieser Roman um die Familie Hirschvogl von 1897 bis 1954.Von drei Generationen lesen wir, vorrangig von Thea und Jacob ,die einen Traum und eine Vision leben über Lilly ihrer Tochter und hin zu den Enkeln, die in New York eine neue Heimat finden. Steiler Aufstieg, glanzvolle Zeiten und dunkle Jahre finden sich zu einem spannenden und lesenswerten Roman zusammen...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
76 Bewertungen
Übersicht
43
24
7
2
0

ein schmaler Grad zwischen Wertschätzung und Neid
von Marion L. aus Tornesch am 15.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Jacob Hirschvogel erfüllt sich seinen Traum und eröffnet das Kaufhaus Hirschvogel am Münchener Rindermarkt. Trotz jüdischer Wurzeln, wird sein Kaufhaus die Top Adresse Münchens. Eine starke Familie, die zusammen durch Höhen und Tiefen geht. Das Kaufhaus wird bis zur 3. Genration weitergeführt. Als der 2. Weltkrieg ausbricht, wendet sich... Jacob Hirschvogel erfüllt sich seinen Traum und eröffnet das Kaufhaus Hirschvogel am Münchener Rindermarkt. Trotz jüdischer Wurzeln, wird sein Kaufhaus die Top Adresse Münchens. Eine starke Familie, die zusammen durch Höhen und Tiefen geht. Das Kaufhaus wird bis zur 3. Genration weitergeführt. Als der 2. Weltkrieg ausbricht, wendet sich das Blatt für die Hirschvogels. Ein hässlicher Krieg zeigt sein wahres Gesicht. Eine vollgepackte Zeitreise, die für mich im Zeitraster einige Lücken aufweist. Die Neugierde wird geweckt, man möchte unbedingt wissen, wie es am Ende für das Kaufhaus und der Familie ausgeht. Die Liebschaften untereinander und evtl. darauf folgenden Intrigen lassen sich nicht lange bitten und trumpfen voll auf. Eine emotinonale Geschichte der Familie Hischvogel.

Ein Kaufhausdynastie als Spielball der Zeit
von Eliza am 01.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Allein das Cover ist schon ein totaler Hingucker, am liebsten würde man sich sofort ins Getümmel stürzen bzw. wie die Frau im Vordergrund das Geschehen beobachten. Wenn dann auch noch der Name Heidi Rehn auf dem Cover steht, ist es für mich fast schon eine Pflicht das Buch zu... Allein das Cover ist schon ein totaler Hingucker, am liebsten würde man sich sofort ins Getümmel stürzen bzw. wie die Frau im Vordergrund das Geschehen beobachten. Wenn dann auch noch der Name Heidi Rehn auf dem Cover steht, ist es für mich fast schon eine Pflicht das Buch zu lesen, zählt die Autorin doch zu denen deren Bücher ich bisher immer sehr gerne gelesen habe. Der Klappentext verrät zwar schon einiges, dennoch ist jedem, der sich ein klein wenig in der deutschen Geschichte auskennt klar, dass den Hirschvogels schwere Zeiten bevorstehen. Die Neugier der Leser wird somit gekonnt geweckt. In diesem Roman geht es nicht nur um eine Kaufhausdynastie, sondern auch um ein Familienschicksal, um die Stellung der Juden in der deutschen Gesellschaft in turbulenten bis schwierigen Zeiten und nicht zuletzt die Emanzipation der Frau innerhalb der eigenen Familie. Heidi Rehn zeigt sehr eindrucksvoll das Familien zum Spielball der Zeit, der Gesellschaft und der Politik werden können, sofern sie nicht mehr in das aktuelle Raster passen. Besonders mit Lily und Jacob Hirschvogel hat die Autorin zwei Figuren geschaffen, mit denen sich der Leser absolut identifizieren kann. Sie haben nicht nur Stärken oder Schwächen, nein, sie sind authentisch indem sie beides in sich vereinen. Besonders Lily schafft mehr als man ihr zuerst zutraut, doch auch sie kann nicht immer nur die „starke“ Frau sein, sondern muss sich auch eingestehen, dass sie irgendwann an ihre Grenzen stößt. Der Roman wird von der Autorin weites gehend chronologisch erzählt, Zeitsprünge und Raffungen tragen dazu bei, dass es niemals langweilig wird und die wirklich wichtigen Ereignisse dieser Familie ins rechte Licht gerückt werden. Ebenso schafft es die Autorin keine logischen Lücken entstehen zu lassen, ob politische oder wirtschaftliche Entwicklungen sind für die Leser zu jeder Zeit nachvollziehbar. Der Schreibstil von Heidi Rehn hat mich auch diesmal wieder überzeugt: tolle Dialoge, sehr bildliche Beschreibungen, verschiedene Perspektiven. Ein Buch zum Eintauchen und Abtauchen, am liebsten möchte man es gar nicht mehr zur Seite legen! Ein Roman, den ich jedem Leser nur wärmsten ans Herz legen kann, ein Roman der unter die Haut geht, bei dem man lachen und weinen kann und den man nicht so schnell vergisst. Danke für dieses tolle Leseerlebnis! Ganz klare Lese- und Kaufempfehlung für diese berührende und zugleich spannende Familiensaga die bestes Kopfkino garantiert.

Eine anschauliche Reise in die deutsche Vergangenheit
von Zabou1964 aus Krefeld am 03.09.2017
Bewertet: Taschenbuch

Heidi Rehn gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Ich habe zwar nicht alle, aber doch die meisten ihrer Bücher gelesen. Und so habe ich auch das neuste Werk aus ihrer Feder, in dem es um eine jüdische Kaufhausdynastie geht, begeistert verschlungen. Jacob und Thea Hirschvogl eröffnen 1897 in München am Rindermarkt... Heidi Rehn gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Ich habe zwar nicht alle, aber doch die meisten ihrer Bücher gelesen. Und so habe ich auch das neuste Werk aus ihrer Feder, in dem es um eine jüdische Kaufhausdynastie geht, begeistert verschlungen. Jacob und Thea Hirschvogl eröffnen 1897 in München am Rindermarkt ein Kaufhaus. Damit erfüllen sich die beiden einen langgehegten Traum. Besonders Thea hat ein Händchen dafür, mit ihrer gestalterischen Art und ihren kulturellen Vorlieben aus dem Kaufhaus etwas ganz Besonderes zu machen. Ihre Tochter Lily interessiert sich schon als junges Mädchen für alles, was mit dem Kaufhaus zu tun hat. Sie übernimmt in den 20er-Jahren die Leitung. Doch die Zeiten werden schlechter und die Schuld wird, wie so oft in der Geschichte, den Juden in die Schuhe geschoben. Als Hitler 1933 an die Macht kommt, ist nicht nur das Kaufhaus in Gefahr. Die Familie Hirschvogl muss um ihr Leben bangen. Ich mag historische Romane sehr gerne, besonders solche, in den Geschichten über mehrere Generationen erzählt werden. Heidi Rehn hat es geschafft, dass ich mit der Familie Hirschvogl gefühlt habe. Die einzelnen Mitglieder der Familie und deren Freunde sind mir immer mehr ans Herz gewachsen, sodass ich am Ende traurig war, von ihnen Abschied nehmen zu müssen. Die Geschehnisse rund um die Judenverfolgung und das Aufkommen des Nationalsozialismus hat die Autorin zum Glück nicht zu detailliert geschildert. Hier hat sie das Augenmerk mehr auf die zwischenmenschlichen Belange gelegt, was für einige Überraschungen und Enttäuschungen gesorgt hat. Denn so mancher „Freund“ hat sich sehr schnell als falsch herausgestellt. Die wunderbar bildhaften Beschreibungen des Kaufhauses und seiner Kunden haben mich sehr begeistert. Ich mag diese alten Tempel des Kommerzes sehr. Wenn ich in einer fremden Stadt bin, schaue ich mir immer solche Gebäude an. Das Hirschvogl, das im Übrigen ein fiktives Kaufhaus ist, ist sofort vor meinem inneren Auge entstanden. Die Familie Hirschvogl steht exemplarisch für viele jüdische Kaufleute, denen es damals ähnlich gegangen ist. Fazit: Heidi Rehn ist eine anschauliche Reise in die deutsche Vergangenheit gelungen, die mich sehr bewegt hat.