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Süßwasser

Roman

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Inhalt und Details


Akwaeke Emezi erkundet in ihrem von Kritik und Publikum gefeierten Debütroman Süßwasser, wie es ist, ein gespaltenes Ich zu haben. Und sie zeigt gleichzeitig, wie wir alle unsere verschiedenen Identitäten laufend konstruieren. Ein Buch von wilder Energie und schlangenartiger Eleganz - die Geburt einer neuen ungebändigten literarischen Stimme.

Ada wächst im Süden Nigerias auf. Sie ist ein sprunghaftes und schwieriges Kind und ein Quell steter Sorge für ihre Eltern. Adas verschiedene Ichs kommen immer wieder zum Vorschein und rücken vor allem nach ihrem Umzug in die USA immer stärker in den Vordergrund. Nach einem traumatischen Übergriff nimmt Adas Leben eine dunkle und gefährliche Wendung.

"Süßwasser ist reine Perfektion: sexy, sinnlich, magisch, weise. Eines der umwerfendsten Debüts, die ich je gelesen habe." Taiye Selasi, Guardian

"Außergewöhnlich und mutig, poetisch und verstörend." New York Times

"Eine ungeheuer kraftvolle und sehr besondere Einwanderunsgeschichte." Edwidge Danticat, New Yorker

"Emezis Ada ist ein zarter wie harter, aber hoffnungsvoller Entwurf: Denn Identität erneuert sich fließend." Spiegel ONLINE, 02.09.2018 "Akwaeke Emezi liefert mit ihrem Debütroman ein faszinierendes Abbild des Inneren einer gespaltenen Persönlichkeit." Buchkultur, August 2018

Akwaeke Emezi ist eine igbo-tamilische Autorin und eine Künstlerin zwischen den Welten. Sie wuchs in Nigeria auf und absolvierte ihren Master in Verwaltungswissenschaften an der New York University. Im Jahr 2017 gewann sie den Commonwealth Short Story Prize für Afrika. Ihr Texte wurden unter anderem von Chimamanda Adichie ausgewählt und lektoriert und von vielen literarischen Magazinen veröffentlicht. Süßwasser ist ihr Debütroman und wurde von Buchhandel und Kritik in den USA gefeiert.

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Seitenzahl

    288

  • Erscheinungsdatum

    31.08.2018

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-8479-0646-9

  • Verlag Eichborn

Beschreibung & Medien

Artikeldetails

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Seitenzahl

    288

  • Erscheinungsdatum

    31.08.2018

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-8479-0646-9

  • Verlag Eichborn
  • Maße (L/B/H)

    20,6/12,8/2,5 cm

  • Gewicht

    339 g

  • Originaltitel Freshwater
  • Auflage

    1. Auflage 2018

  • Übersetzer

    Senthuran Varatharajah,

    Anabelle Assaf

Buchhändler-Empfehlungen

Anna Möllmann, Thalia-Buchhandlung Langenfeld

Was verwirrend beginnt, entwickelt sich Seite um Seite zu einer beeindruckenden, kraftvollen, faszinierenden Geschichte einer gespaltenen Persönlichkeit. Ein großartiger Roman.

Sandya Ludwig, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Ein unfassbares Buch das sich wie eine Schlange in das Herz des Lesers schlängelt. Die wechselnden Sicht der inneren Geister ist etwas verwirrend aber auch sehr spannend und einmalig zu lesen. Für alle die sich für die Igbo Kultur und Geschlechterwahrnehmung interessieren.

Kundenbewertungen

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Faszinierend
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 22.09.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein Großteil der Geschichte spielt sich im Geist der jungen Nigerianerin Ada ab. Trotzdem ist „Süßwasser“ unheimlich lebendig und clever und schockierend. In Adas Kopf haust nicht nur ihre eigentliche Persönlichkeit, sondern auch sogenannte Ọgbanje. Dem Aberglauben nach handelt es sich dabei um tote Seelen, die sich in ein... Ein Großteil der Geschichte spielt sich im Geist der jungen Nigerianerin Ada ab. Trotzdem ist „Süßwasser“ unheimlich lebendig und clever und schockierend. In Adas Kopf haust nicht nur ihre eigentliche Persönlichkeit, sondern auch sogenannte Ọgbanje. Dem Aberglauben nach handelt es sich dabei um tote Seelen, die sich in einem menschlichen Körper einnisten. Adas Eltern lassen die Tochter früh im Stich. Schon als Kind erlebt sie Gewalt und sexuellen Missbrauch. Für diese dramatischen Momente versuchen die Ọgbanje zu kompensieren, indem sie auf tragische Weise die Kontrolle über Adas Körper übernehmen. Ada erinnert sich hinterher entweder gar nicht mehr daran, was ihr zugestoßen ist, oder sie nimmt die Geschehnisse beinahe so distanziert wahr, als wären sie einer Fremden passiert. Die Ọgbanje versuchen einerseits Ada vor den psychologischen Auswirkungen des Erlebten zu schützen, folgen aber andererseits selbst einer niederen Motivation und führen Ada immer wieder absichtlich in gefährliche Situationen. Der Roman ist eine Art Coming-of-Age-Story: Wird Ada, während sie im Laufe der Geschichte erwachsen wird, die vielen Teile ihrer Persönlichkeit akzeptieren oder daran zugrunde gehen? Akwaeke Emezi erzählt „Süßwasser“ abwechselnd aus der Wir-Perspektive der Ọgbanje und der Ich-Perspektive einer Teilpersönlichkeit, die vor allem in sexuellen und gefährlichen Situationen zum Vorschein tritt und Ada lenkt. Ada selbst kommt dazwischen nur ganz kurz zu Wort. Das zeigt deutlich, dass sie keine richtige Kontrolle über ihr eigenes Leben hat. Der Wir-Erzähler spricht immer von „der Ada“, so als wäre sie ein Objekt, und beschreibt sie gnadenlos als „unsere kleine Fleischansammlung“ oder „einen Sack aus Haut“. Hier entsteht ein spannender Kontrast: Einerseits sind die Persönlichkeiten auf Adas menschlichen Körper angewiesen, um in dieser Welt existieren und handeln zu können. Andererseits haben sie keinen Respekt vor ihrem Körper und richten Ada physisch und psychisch zugrunde. Ob man das Beschriebene nun als multiple Persönlichkeit oder als Ọgbanje bezeichnet, ist eigentlich egal. Auf beeindruckende Weise erkundet der Roman, was zu einer Identität gehört, welche Masken der Mensch trägt und wie er Erlebtes verarbeitet. Die psychologisch und emotional ausgefeilte Geschichte erzählt die Autorin mit ausdrucksstarken Metaphern, die sofort pulsierende Bilder im Kopf entstehen lassen. Emezis lustvoller, oft schonungsloser Umgang mit Sprache stürzt den Leser in einen faszinierenden Strudel aus Sinneseindrücken.

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