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Die Hungrigen und die Satten

Roman

Vom Autor von ER IST WIEDER DA!

"Ein großartiges Buch: lustig, böse, traurig!" KESTER SCHLENZ, STERN

Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten, warten, warten. So lange, dass man in derselben Zeit eigentlich auch zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod.

Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Wegsehen, Kleinreden und Aussitzen. Doch je näher der Zug rückt, desto mehr ist Innenminister Joseph Leubl gefordert. Und desto dringlicher stellen sich ihm und den Deutschen zwei Fragen: Was kann man tun? Und in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?

Timur Vermes' neuer Roman ist eine Gesellschaftssatire, aktuell, radikal, beklemmend und komisch zugleich. DIE HUNGRIGEN UND DIE SATTEN fängt dort an, wo der Spaß aufhört.

"Wenn Timur Vermes' Erstlingswerk ER IST WIEDER DA böse, realistisch und komisch ist, so ist sein zweiter Geniestreich böser, realistischer und komischer." CHRISTOPH MARIA HERBST
Portrait
Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Sein 2012 erschienener Roman Er ist wieder da ist eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 509 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 27.08.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783732565467
Verlag Lübbe
Dateigröße 2565 KB
Verkaufsrang 14447
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Buchhändler-Empfehlungen

Rebecca Schwarzkönig, Thalia-Buchhandlung Freudenstadt

Wer (tief)schwarzen Humor mag, wird dieses Buch/ Hörbuch lieben! Timur Vermes (Er ist wieder da) thematisiert dieses Mal die Flüchtlingskrise und die Macht der Medien. Einfach nur bitterbös komisch - vor allem als Hörbuch gelesen von Christoph Maria Herbst! Unbedingt anhör!

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Ich hätte nicht gedacht, dass Timur Vermes "Er ist wieder da" toppen kann. Trotz kleiner Längen eine gelungene bitterböse Satire, die unserer Gesellschaft und Medienlandschaft den Spiegel vorhält, dass es weh tut. Scharf beobachtet und voller Zynismus.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
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1

Böse, humoristisch, realistisch
von Kyra Cade am 05.01.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach dem durchschlagenden Erfolg mit Er ist wieder da nimmt sich Timur Vermes nun dem Thema Flüchtlinge an und hält den Deutschen einen Spiegel vor. Mit viel schwarzem Humor und erschreckend realistisch betrachtet er die Flüchtlingsproblematik. Wo kommen sie her, wo wollen sie hin und wie kommen sie dorthin? Anhand der ehrgeizig... Nach dem durchschlagenden Erfolg mit Er ist wieder da nimmt sich Timur Vermes nun dem Thema Flüchtlinge an und hält den Deutschen einen Spiegel vor. Mit viel schwarzem Humor und erschreckend realistisch betrachtet er die Flüchtlingsproblematik. Wo kommen sie her, wo wollen sie hin und wie kommen sie dorthin? Anhand der ehrgeizigen Nadeche Hackenbusch macht er zuerst die Abneigung und den krassen Gegensatz zwischen dem wohlbehüteten europäischen Leben und den ärmlichen Verhältnissen in den Lagern in Afrika deutlich. Welten prallen aufeinander. Doch über allem steht eins: Das Geld. Denn es geht um Einschaltquoten, die einem Sender, der noch mehr Kapital aus dem Schicksal Tausender ziehen möchte, noch mehr Geld bescheren sollen. Bald schon kommen Werbeeinnahmen dazu, die alle Erwartungen übertreffen. Zu Hause vor den Fernsehern wird zugesehen und sich ergötzt am dargestellten und manchmal auch gespielten Elend. Die Politik schweigt, legt die Hände in den Schoß und wartet - bis es zu spät ist. Als sich die Campbewohner zu Fuß auf den Weg in ein besseres Leben machen, finden sie offene Grenzen vor und die Erklärung ist denkbar einfach und gleichermaßen erschreckend: Sie wollen nicht bleiben, sie wollen nur durch und weiter - somit sind die keine Bedrohung, keine Gefahr für die Länder, die sie nur passieren. Also dürfen sie ungehindert durch. Jeder Flüchtling bezahlt pro Tag, via PayPal, somit hat er mehr Zeit, das Geld zu beschaffen. Es gibt Trucks, die eine Wasser- und Stromversorgung sicherstellen und den Weg vorgeben. Als es zu spät ist, greift die Politik ein und schließlich sterben Menschen. Die fiktive Geschichte wirft kein gutes Bild auf Politik und Gesellschaft, vor allem einmal mehr ein schlechtes Bild auf Deutschland. Das Ende ist positiv formuliert, geradezu euphemistisch. Es kommen Fachkräfte, gute Menschen, die leere Landstriche bevölkern und dort für den Aufbau von Infrastruktur und für die Schaffung von Arbeitsplätzen sorgen. Alles ist gut, wenn sie denn da sind und Deutschland sie lässt. Man kann zustimmen oder ablehnen, Vermes hat ein brisantes Thema aufgegriffen und damit ein abschätziges Bild unserer Gesellschaft gezeichnet. Er versteckt darin gekonnt harsche Kritik an Politik und Gesellschaft. Böse, aber auch realistisch und gespickt mit humoristischen Einfällen.

Sarkasmus pur und dann ...
von einer Kundin/einem Kunden am 03.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Timur Vermes hält uns den Spiegel vors Gesicht. In der ersten Hälfte trieft seine Geschichte vor Sarkasmus, bringt uns trotz des bitteren Themas zum Lachen. Doch dann folgt nur noch Betroffenheit ob der Möglichkeit, dass unser Tun und/oder Nichttun tatsächlich solche Auswirkungen provozieren könnte. Daran ändert auch der schluss... Timur Vermes hält uns den Spiegel vors Gesicht. In der ersten Hälfte trieft seine Geschichte vor Sarkasmus, bringt uns trotz des bitteren Themas zum Lachen. Doch dann folgt nur noch Betroffenheit ob der Möglichkeit, dass unser Tun und/oder Nichttun tatsächlich solche Auswirkungen provozieren könnte. Daran ändert auch der schlussendlich doch noch positive Ausgang der Ereignisse nichts. Vermes kann mit diesem Buch Pessimisten in Optimisten verwandeln. Oder auch umgekehrt?

Das Lachen bleibt im Halse stecken
von einer Kundin/einem Kunden am 29.12.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Für mich genauso gut wie „Er ist wieder da!“, weil in der Story genauso irrwitzig und in der Erzählweise genauso bissig und ironisch. Dennoch ist es erfreulicherweise nicht einfach „noch einmal dasselbe nachgeschossen“, was nach dem großen Erfolg bemerkenswert ist. Das Buch hält einem noch größeren Teil unserer Gesellschaft de... Für mich genauso gut wie „Er ist wieder da!“, weil in der Story genauso irrwitzig und in der Erzählweise genauso bissig und ironisch. Dennoch ist es erfreulicherweise nicht einfach „noch einmal dasselbe nachgeschossen“, was nach dem großen Erfolg bemerkenswert ist. Das Buch hält einem noch größeren Teil unserer Gesellschaft den Spiegel vor, weshalb einem das Lachen, im Gegensatz zu „Er ist wieder da!“, im Halse stecken bleibt.