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Die Zigarette danach

Antoine Laurain

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Beschreibung

Wie weit würde ein Raucher gehen, um eine Zigarette genießen zu können? Für Fabrice Valantine, erfolgreicher Headhunter, ist die Antwort klar: weit, sehr weit. Als in seinem Unternehmen ein Rauchverbot in Kraft tritt, lässt er sich von seiner Frau überreden, einen Hypnotiseur aufzusuchen, der ihn von seinem Laster heilen soll. Die Behandlung ist ein voller Erfolg: Fabrice vergeht jede Lust am Rauchen. Doch als Fabrice die versprochene Beförderung nicht erhält, wird er rückfällig. Zu seinem großen Entsetzen bleibt jede Wirkung aus: Die Zigarette schmeckt nicht mehr. Fabrice ist verzweifelt - bis er durch einen Zufall entdeckt, dass die Lust am Rauchen zurückkehrt, wenn er einen Menschen umgebracht hat ...

Antoine Laurain arbeitete als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler in Paris. Er ist in Frankreich ein gefeierter Bestsellerautor. Mit Liebe mit zwei Unbekannten (2015) gelang ihm der internationale Durchbruch. Auch sein Roman Der Hut des Präsidenten (2016) war in zahlreichen Ländern ein Bestseller. Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch Ein Tropfen vom Glück (2019).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.01.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783455004755
Verlag Atlantik Verlag
Dateigröße 1163 KB
Übersetzer Sina De Malafosse

Buchhändler-Empfehlungen

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ein herrliches Leseerlebnis mit einer Prise schwarzem Humor. Überlegen Sie es sich also genau, ob Sie mit dem Rauchen wirklich aufhören wollen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Ideenreich und frech
von Bücher in meiner Hand am 07.05.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Antoine Laurain ist bekannt für seine besonders ideenreichen Geschichten. Der vorliegende Roman beweist es einmal mehr. Fabrice Valantine sitzt im Gefängnis und erzählt den Lesern, wieso er wegen einer Zigarette zum Mörder geworden ist. Seine Geschichte beginnt eigentlich mit seiner ersten Zigarette, doch das Rauchen wird ers... Antoine Laurain ist bekannt für seine besonders ideenreichen Geschichten. Der vorliegende Roman beweist es einmal mehr. Fabrice Valantine sitzt im Gefängnis und erzählt den Lesern, wieso er wegen einer Zigarette zum Mörder geworden ist. Seine Geschichte beginnt eigentlich mit seiner ersten Zigarette, doch das Rauchen wird erst zum Problem, als ein blondes Model, das grauhaarige Anzugsträger nicht mag, das Rauchverbot in der Firma umsetzt. Valantine ist ein Headhunter. Er und zwei Arbeitskollegen sind dem höchsten Boss der Firma unterstellt. Ihnen allen ist das allgemeine Rauchverbot total egal, sie rauchen in ihren Büros und in der Kantine. Als das Verbot auch bei ihnen in Kraft tritt, schickt seine Frau Sidonie ihn zum Hypnotiseur und siehe da - er raucht nicht mehr. Dies bringt neue Probleme mit sich, die ihn mit der Zeit zum Morden bewegen. Man darf kein Krimi erwarten, Spannung kommt kaum auf. Da die Handlung bereits bekannt ist, werden nur die fehlenden Details erzählt. Und die haben es in sich. Teilweise bitterböse, aber immer mit einem satirischen Unterton. Die Geschichte mutet makaber an, dennoch finde ich die Idee originell. Den Autor mag man eh für seine besonderen Plots, die immer wieder überraschen. Die Erzählung ist stellenweise aber ein wenig langatmig geworden, besonders wenn Forschungen zum Thema Rauchen herbei gezogen werden oder Valantine sich an Erinnerungen an die erste Zigarette ergeht. Hierbei merkt man, dass es eins der ersten Bücher des Autors ist, welches aber erst jetzt ins Deutsche übersetzt wurde. Man muss sich vorurteilsfrei einlassen auf Valantines Geschichte. Valantine selbst ist eine Figur, der man nicht böse sein kann, die man irgendwie versteht und die einem am Ende fast leid tut, obwohl Valantine nicht auf Mitleid aus ist. Fazit: Eine freche, zynische Erzählung - grau vor Rauch und schwarz vor Humor. 4 Punkte.

Die Zigarette danach
von Sabine aus Köln am 03.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich habe bisher alle Bücher des Autors gelesen, dieses aber ist anders – keine Liebesgeschichte, sondern eine bittere Satire und schwarze Komödie, auf jeden Fall böse und zynisch, voller spritziger Ideen und auf eine ganz eigene Weise unterhaltsam. Fabrice ist 48 Jahre alt, passionierter Raucher und entsetzt über das neue Rau... Ich habe bisher alle Bücher des Autors gelesen, dieses aber ist anders – keine Liebesgeschichte, sondern eine bittere Satire und schwarze Komödie, auf jeden Fall böse und zynisch, voller spritziger Ideen und auf eine ganz eigene Weise unterhaltsam. Fabrice ist 48 Jahre alt, passionierter Raucher und entsetzt über das neue Rauchverbot an seinem Arbeitsplatz. Zwar ist eine Hypnosesitzung zur Entwöhnung erfolgreich, und ihm ist jeglicher Genuss beim Rauchen verlorengegangen, doch Fabrice vermisst dieses genussvolle Rauchen schmerzlich. Als er nach dem Tod eines Menschen seine Lust am Rauchen kurz wiedererlangt, kommt Fabrice eine wahnwitzige Idee. Die Geschichte ist skurril und böse, voller Zynismus und Ironie, Fabrice ein eher unsympathischer Protagonist, den ich aber dennoch gerne begleitet habe. Zwar braucht die Geschichte etwas Zeit, um in Schwung zu kommen, dafür besticht die erste Hälfte aber durch den charmanten und pointierten Schreibstil, so dass ich hier – obwohl gar nicht viel passierte – immer wieder schmunzeln musste. In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann richtig zur Sache, und es ist nicht mehr der Schreibstil, der mich bei der Stange hält, sondern der bitterböse Verlauf der Geschichte. Das Ende setzt dem ganzen noch eins drauf – nicht nur, weil es überraschend ist und ich damit nicht gerechnet habe, sondern weil hier der Wortwitz einfach überzeugt. Fabrice ist nicht gerade ein Sympathieträger, dennoch aber ist seine Figur sehr gut gezeichnet. Die Art, wie er durchs Leben treibt, wie er von einem Fettnapf zum nächsten springt und was er über sich und die Menschen um ihn herum denkt, sind dafür aber sehr unterhaltsam, so dass ich ihm gerne gefolgt bin. Viele andere Charaktere gibt es in diesem Buch gar nicht und die braucht die Geschichte auch nicht; die aber, die noch vorkommen, sind in ihren Eigenheiten, ihren Ecken und Kanten wirklich überzeugend. Wer mit einer gehörigen Portion Zynismus umzugehen weiß und vor bitterbösem Humor nicht zurückschreckt, dem wird diese Geschichte wohl gefallen. Mir war sie an einigen Stellen zu langsam erzählt und zu weit hergeholt, daher gebe ich 3,5 von 5 Sternen. Mein Fazit Man sollte dem schwarzen Humor nicht abgeneigt sein, wenn man zu diesem Buch greift, dann aber gibt es eine wirklich böse und zynische Geschichte um einen passionierten Raucher, dem der Genuss des Rauchens verloren geht. Die Sprache ist wieder wunderbar, pointiert und auf den Punkt, dennoch charmant und gewinnend, die Geschichte selber braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Mir war sie gerade in der ersten Hälfte zu langsam erzählt, daher gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Nebenwirkung: Dauergrinsen
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 28.01.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Fabrice Valantine steht mit beiden Beinen fest im Leben. Er liebt seinen Job als Headhunter und wird von seinem Kollegen geschätzt, auch privat läuft es mit Frau und Tochter gut. Nur ein Laster leistet er sich mit großem Genuss, seine Zigaretten. Nur wird dieses ständig bemäkelt, sein Raucherraum immer mehr beschnitten und der W... Fabrice Valantine steht mit beiden Beinen fest im Leben. Er liebt seinen Job als Headhunter und wird von seinem Kollegen geschätzt, auch privat läuft es mit Frau und Tochter gut. Nur ein Laster leistet er sich mit großem Genuss, seine Zigaretten. Nur wird dieses ständig bemäkelt, sein Raucherraum immer mehr beschnitten und der Wunsch, er solle doch aufhören, wird immer lauter. So ergibt er sich irgendwann der Masse und lässt sich überreden zu einem Hypnotiseur zu gehen. Zur großen Überraschung ist die Behandlung ein Erfolg und Fabrice hört mit dem Rauchen auf. Alles läuft geordnet weiter, bis zu dem Tag, als Fabrice rückfällig wird und entsetzt feststellt, dass er keinen Genuss mehr dabei empfindet. Der Schock sitzt tiefer, als die Behandlung beim Hypnotiseur und Fabrice hat nur einen Wunsch, dass seine Zigaretten wieder schmecken. Er versucht alles, erfolglos, bis er durch Zufall entdeckt, wie die Lust nach dem Rauchen zurückkehrt, nämlich durch den Tod eines Menschen. Was wird Fabrice mit der Erkenntnis tun? Wie viele Opfer werden der Sucht anheimfallen? Und hat Fabrice nicht nur eine dunkle Lunge, sondern auch eine dunkle Seite? Das lange Warten hat ein Ende und mein Antoine Laurain Sucht hat endlich neues Futter. Allerdings weicht die Lektüre doch von seinem vorherigen Werken etwas ab und ich finde, das ist auch gut so. Während wir sonst einen extrem charmanten Franzosen lauschten, ist hier wohl seine kleine böse Seite präsent. Denn wer kommt auf die Idee übers Rauchen zu schreiben, doch wohl nur ein Raucher, aber dann auch noch Mord. Ich bin sehr gespannt und erzähle euch nun, wie es mir gefallen hat. Von Anfang an ist klar, dass Fabrice im Gefängnis sitzt und auf sein Leben zurück schaut und uns dann seine Geschichte erzählt. Er ist ein ruhiger Mann und vor seinem Nichtraucherdasein ein völlig unbeschriebenes Blatt, man könnte sagen, er geht mit der Masse mit und ist ein Durchschnittstyp. Er hat sich in seinem Beruf bewährt, hat eine schöne Frau und eine heranwachsende Tochter, nichts Wildes in dem Sinne. Nur ein Laster, nämlich das Rauchen. So erzählt der Herr von dem Punkt in seinem Leben, wo sich diese Gewohnheit ändern soll und lässt uns mit Rückblenden auf sein Junges ich zurückschauen. Dabei nimmt er seine Umgebung genau wahr, nimmt gesellschaftliche Floskeln unter die Lupe und denkt nur an einen ordentlichen genussvollen Zug an seiner Zigarette. Als ihm das genommen wird, wird aus dem ruhigen Mann ein abgründiger und kalt kalkulierender. Unter dem lässigem Antlitz seines Anzuges lauert ein Rauchen wollender Mörder mit Raffinesse. Ich muss sagen, trotz seines Lasters, war mir der Mann unglaublich sympathisch. Was das wohl über mich, als Nichtraucher aussagt. Hier muss ich wirklich schmunzeln. Ich sage es gradlinig heraus, ich mochte die Geschichte sehr. Antoine Laurain ist hier schön zynisch, bissig und hat einen schwarzen bösen triefenden Humor. Ziemlich genial schildert der Autor vom Wandel der Zeit für die lieben Raucher. Erst ist alles erlaubt, überall und immer, bis auf einmal der Raucher böse angeschaut wird. Ich glaube, so herrlich frech kann auch nur ein Raucher darüber schreiben, der die Last der Gesellschaft selber zu spüren bekommt. Ich, als Zigaretten nicht Endverbraucher hatte so eine herrliche Sicht über den Aschenbecher und doch tatsächlich Mitleid. Sie sind schon ganz schön geplagt und werden geächtet für ihre Sucht. Überaus gelungen fand ich auch die innerliche Entwicklung unserer Hauptfigur, von überaus korrektem Geschäftsmann, zum kalten kalkulierenden Mörder, der sich nach der nächsten lustvollen Zigarette sehnt. Da sieht man mal wieder, was so eine Sucht mit einem anstellt, vor allem wenn der Hypnotiseur auch noch pfuscht. Aber bei allem Spaß und Heiterkeit, die Morde natürlich mit einberechnet, lässt der Autor die Realität nicht aus dem Auge, denn wir wissen Fabrice bekommt seine Strafe, so schafft Antoine Laurian es, die ganze Geschichte nicht nur als Klamauk abzustempeln. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel Lesespaß ich damit hatte. Übrigens schaue ich mir jetzt meine Kollegen genauer an, wenn sie vom Aufhören sprechen, da gibt es mir zu viele Raucher im Büro, und wenn die alle zum Hypnotiseur gehen, dann gibt es auch hier Tote. So was sollte man dann doch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Was mir auch gefallen hat, waren doch so einige kreative Planzüge, solche Morde hat man auch nicht immer, ausgefallen und raffiniert, so ein Raucher hat viel Zeit für manchen Clou. Ich fand es wieder ganz gelungen und ein wahrer Genuss und meine Antoine Laurain Dosis ist wieder aufgefüllt, fragt sich nur, wie lange es anhält. Die Zigarette danach ist ein wirklich schwarz humoriger Lesespaß, der mit Raffinesse und Einfallsreichtum erzählt wird. Für herrlich leichte und amüsante Lesestunden, ohne Nebenwirkungen.

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