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The Blues Is Alive And Well

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Rezension
Kurz vor seinem 82. Geburtstag glänzt Blueslegende Buddy Guy in Kooperation mit Produzent Tom Hambridge, der auf dem Album auch als Schlagzeuger und Songautor in Erscheinung tritt, mit einem makellosen, formvollendeten Longplayer voller Spielfeude und Leidenschaft. Guy spielt seine Stärken voll aus - atemberaubend virtuoses Gitarrenspiel wie seinen immer noch kraftvollen, souligen Gesang. Die prominenten Gäste Jeff Beck, Keith Richards, Mick Jagger und James Bay fügen sich nahtlos ein, ohne dem Meister die Show zu stehlen. Beim Gipfeltreffen der Weltklassegitarristen im Track "Cognac" spielen sich Guy und die Herren Beck und Richards entspannt die Bälle zu und teilen die Soli paritätisch auf. Der bislang nicht als Bluesexperte bekannte James Bay ist ein überraschend überzeugender Partner im geschmeidigen Gesangsduett "Blue No More". Mick Jagger tritt als Gast auf "You Did The Crime" indes nicht als Sänger in Erscheinung, sondern assistiert dem geschätzten Vorbild respektvoll und kompetent auf der Mundharmonika. Das Spektrum reicht ansonsten vom Slow-Blues des Auftakts "A Few Good Years" über rockigen Blues-Boogie mit Tempo und Elan ("Guilty As Charged"), den funkigen Track "Whiskey For Sale" und das von rockigen Riffs angetriebene "Ooh Daddy" bis zu herzhaftem Rhythm & Blues mit saftigen Bläsersätzen der Muscle Shoals Horns im selbstironischen Stück "Old Fashioned". Herauszuheben sind zudem das intensive "When My Day Comes", eine von Buddy Guy beseelt gesungene und mit stechenden Sechssaiter-Soli vorgetragene Auseinandersetzung mit dem Tod, "Nine Below Zero", die ebenso eindringliche Coverversion eines Songs von Sonny Boy Williamson, sowie das Finale "Milking Muther For Ya", eine kurze, aber eindrucksvolle, archaisch anmutende Soloaufnahme eines der einflussreichsten E-Gitarristen überhaupt. Natürlich erfindet Buddy Guy den Blues hier nicht neu, doch solange er noch solche Platten macht, muss man sich um das Genre in der Tat keine Sorgen machen. Frank Medwedeff (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 15.06.2018
Sprache Englisch
EAN 0190758124728
Genre Pop
Hersteller Sony Music Entertainment
Verkaufsrang 4.495
Musik (CD)
17,99
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„I`m young as an old man could be...“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Der Titel dieser Besprechung stammt aus dem, meiner Meinung nach, besten Stück des Albums, aus "End of the Line". Und er ist einfach nur wahr:

Buddy Guy, immerhin 82 Jahre alt, legt ein Blues-Album vor, das seinesgleichen sucht. Alles neue Stücke, insgesamt 15 Tracks, die Hälfte von ihm selbst geschrieben, Eindringliche, eben "bluesige", Texte, dazu seine Gitarren, die er unnachahmlich beherrscht. So manche Reminiszenz an B.B. King ist zu hören, zusätzlich holte sich Herr Guy prominente Unterstützung (ohne sie wirklich nötig zu haben...).

Auf "You did the Crime" spielt Mick Jagger die Mundharmonika, als stamme er aus dem tiefsten Süden, bei "Cognac" gibt es Gitarrenläufe, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, beigesteuert von Jeff Beck und Keith Richards! Alle drei Briten zeigen hier, in tiefer Verneigung, wo ihre musikalischen Wurzeln liegen.

Genießen, hören, ja zelebrieren, sollte man dieses Album weder als CD, noch gar als Stream, sondern als Schallplatte! Die Doppel-LP ist natürlich auf 180g Vinyl gepresst, der Sound ist fulminant, und mit den entsprechenden Boxen (Holz!) ein Hochgenuss!

Eines ist sicher: So lange der Blues in dieser Form "lebendig und gut drauf" ist, muss man sich um ihn keine Sorgen machen...
Der Titel dieser Besprechung stammt aus dem, meiner Meinung nach, besten Stück des Albums, aus "End of the Line". Und er ist einfach nur wahr:

Buddy Guy, immerhin 82 Jahre alt, legt ein Blues-Album vor, das seinesgleichen sucht. Alles neue Stücke, insgesamt 15 Tracks, die Hälfte von ihm selbst geschrieben, Eindringliche, eben "bluesige", Texte, dazu seine Gitarren, die er unnachahmlich beherrscht. So manche Reminiszenz an B.B. King ist zu hören, zusätzlich holte sich Herr Guy prominente Unterstützung (ohne sie wirklich nötig zu haben...).

Auf "You did the Crime" spielt Mick Jagger die Mundharmonika, als stamme er aus dem tiefsten Süden, bei "Cognac" gibt es Gitarrenläufe, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, beigesteuert von Jeff Beck und Keith Richards! Alle drei Briten zeigen hier, in tiefer Verneigung, wo ihre musikalischen Wurzeln liegen.

Genießen, hören, ja zelebrieren, sollte man dieses Album weder als CD, noch gar als Stream, sondern als Schallplatte! Die Doppel-LP ist natürlich auf 180g Vinyl gepresst, der Sound ist fulminant, und mit den entsprechenden Boxen (Holz!) ein Hochgenuss!

Eines ist sicher: So lange der Blues in dieser Form "lebendig und gut drauf" ist, muss man sich um ihn keine Sorgen machen...

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