Deceptive City (Band 1): Aussortiert

(7)
Sicher. Sauber. Perfekt.
Das ist die Stadt, in welcher die sechzehnjährige Thya ein sorgenfreies Leben hinter schützenden Mauern führt. Eltern können sich ihre Wunschkinder kreieren lassen, niemand wird je krank und alles läuft in geregelten Bahnen. Thya ahnt nicht, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Menschen gibt, die täglich ums Überleben kämpfen müssen. So wie Mitchell, der nur einen einzigen Ausweg sieht, um seine kranke Mutter zu retten: Er muss in die Stadt schleichen und Antibiotika besorgen, sonst stirbt sie. Dass er dabei nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Thya verändert, scheint in einer Welt, in der alles perfekt geplant ist, ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber Menschen sind nicht perfekt. Sie machen Fehler.
Und sie neigen dazu, andere den Preis dafür zahlen zu lassen.
Portrait
Stefanie Scheurich wurde 1997 in Esslingen am Neckar geboren. Durch Reihen wie ›Harry Potter‹ und ›Gregor‹ entdeckte sie ihre Leidenschaft für Bücher und schon bald mussten eigene Geschichten auf Papier gebannt werden. Erst nach dem Abitur begann sie allerdings, sich aktiv dem Schreiben von Romanen zu widmen, und veröffentlichte 2016 ihre ersten Geschichten.
Sie lebt zusammen mit ihrer Familie in einem kleinen Stadtteil von Esslingen, besucht regelmäßig den Ballettunterricht und widmet sich nebenbei ihrem Studium.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 440
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 22.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-906829-90-6
Verlag Sternensand Verlag
Maße (L/B/H) 20,6/14,1/4,4 cm
Gewicht 506 g
Verkaufsrang 97.326
Buch (Taschenbuch)
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Dystopie, wie sie sein sollte
von einer Kundin/einem Kunden aus Limburg am 22.06.2018

Die Charaktere: Thya ? Sie ist die erste Protagonistin dieser Geschichte. Sie ist ein privilegierter Teenager, der kaum Sorgen zu haben scheint. Bis auf eine viel zu strenge Mutter, die alles unter Kontrolle haben muss und das Gleiche auch von Thya erwartet. Und dann ist da noch diese merkwürdige Taubheit in... Die Charaktere: Thya ? Sie ist die erste Protagonistin dieser Geschichte. Sie ist ein privilegierter Teenager, der kaum Sorgen zu haben scheint. Bis auf eine viel zu strenge Mutter, die alles unter Kontrolle haben muss und das Gleiche auch von Thya erwartet. Und dann ist da noch diese merkwürdige Taubheit in ihren Beinen, die sie sich nicht erklären kann, obwohl in der Stadt doch nie jemand wirklich krank wird. Thya ist ein wirklich lieber Mensch, der erst mal nichts Schlechtes in einem Menschen zu sehen scheint. Sie vertraut ihrer Umgebung und ihren Eltern. Sie vertraut der Stadt. Aber manchmal ist es eben auch ganz sinnvoll, Dinge infrage zu stellen. Mitchell ? Er ist der zweite Protagonist. Im Gegensatz zu Thya hat er nicht das Glück, in der Stadt aufzuwachsen. Er lebt in den äußeren Bezirken. Bezirke, die eher an ein verwahrlostes Industriegebiet erinnern. Dort arbeitet er in einer Fabrik, lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Mit gut zwanzig Jahren hat er zwar noch sein ganzes Leben vor sich, aber man hat eher das Gefühl, dass man es dort nur schafft, von Tag zu Tag zu leben. Mitch ist ein unglaublich netter, fürsorglicher und loyaler junger Mann. Wenn ich ihn treffen würde, ich würde mich wohl sofort verlieben. Gleichzeitig ist er auch ziemlich stur und unverbesserlich.   Meine Meinung: Ich habe seit einer Weile keine Dystopie mehr gelesen, obwohl ich dieses Genre total liebe. Das Problem ist einfach, dass die Geschichten oft nicht genügend durchdacht auf ich wirken. Deswegen war ich sehr gespannt, ob Deceptive City 1 mich würde begeistern können. Spoiler-Alarm: Ja, konnte es Streuner und Deceptive Cityunterscheiden sich von den Geschichten so grundsätzlich, dass ich sagen würde, wenn jemand Streuner tatsächlich nicht mochte (warum auch immer :D), sollte es DC definitiv eine Chance geben. Das fängt schon beim Schreibstil an. Wir erleben diese Geschichte aus der Ich-Perspektive von vier Personen. Darunter natürlich Mitchell und Thya, die zwei anderen sind eine junge Dame namens Susi und ein junger Mann namens Theo. Dabei passt sich der Stil jedem Charakter sehr gut an, wirkt flüssig und durchdacht. Die Charaktere selbst sich in sich unglaublich stimmig. Ich habe zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass sich jemand nicht so verhält, wie ich es von diesem Charakter erwarten würde, wenn ich an seiner Stelle wäre. Thya und Mitchell machen ein tolles Protgonisten-Paar. Susi ist eine gute Freundin von Mitch, die ihm auch ziemlich hilft, deren tatsächliche Rolle aber noch ein wenig unklar wirkt. Ich freue mich darauf, sie bald näher kennenzulernen. Theo dagegen ist ? noch viel undurchsichtiger. Ja, er hat eine sehr entscheidende Rolle. Aber auch ihn umgeben unglaublich viele Geheimnisse. Die Geschichte selbst ist unglaublich gelungen. Ich habe nicht einen Logikfehler für mich entdeckt. Sie hat ein eigenes Tempo, das aber perfekt so ist. Es wirkt nichts überstürzt, es wirkt so, wie es im echten Leben passieren könnte. Und auch wenn die Romantik-Liebhaber unter uns noch nicht auf ihre Kosten kommen: Gebt dem Buch Zeit. Ich bin sehr sicher, dass dieser Trilogie-Auftakt es faustdick hinter den Ohren hat. Die Geschichte hat Spannung, sie ist dramatisch und abwechslungsreich. Und was viel wichtiger ist: Sie lässt uns am System zweifeln. Stefanie hat hier eine unglaublich gute Mischung zwischen Lauren Olivers Amor-Reihe und Suzanne Collins Panem geschaffen, die mich von Anfang an überzeugt und mitgerissen hat. 5 von 5 Sternen.

interessanter aber nicht ganz perfekter Auftakt
von Manja Teichner aus Krefeld am 22.06.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Meine Meinung Der Roman ?Deceptive City: Aussortiert? stammt von der Autorin Stefanie Scheurich. Es ist der Auftaktband einer Trilogie, der mich ganz besonders vom Klappentext her angesprochen hat. Das Cover empfand ich als passend gestaltet und so habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht. Die Charaktere hier sind sehr gut... Meine Meinung Der Roman ?Deceptive City: Aussortiert? stammt von der Autorin Stefanie Scheurich. Es ist der Auftaktband einer Trilogie, der mich ganz besonders vom Klappentext her angesprochen hat. Das Cover empfand ich als passend gestaltet und so habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht. Die Charaktere hier sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir alles wirklich gut vorstellen, die Handlungen soweit auch sehr gut nachvollziehen. Thya und Mitchell sind hier die beiden Protagonisten. Sie wachsen in getrennten Welten auf. Eigentlich wären sie sich nie begegnet, doch dann kommt alles ganz anders. Sie passen hier wirklich sehr gut in das Geschehen hinein. Thya ist doch ziemlich naiv, gerade auch zu Anfang. Dann aber versteht sie es ist nicht alles so perfekt wie es scheint, wie man es ihr erzählt. Mir gefiel sie wirklich gut, ich konnte ihre Entwicklung hier richtig gut nachvollziehen, sie verstehen. Mitchell ist sehr fürsorglich und hat das Herz am richtigen Fleck. Er riskiert wirklich alles, Familie und Freunde gehen ihm über alles. Dafür ist er sogar bereit sein Leben aufs Spiel zu setzen. Auch Mitchell entwickelt sich im Verlauf der Handlung merklich weiter, was mir richtig gut gefiel. Auch die anderen Charaktere dieser Geschichte passen wirklich gut hinein. Jeder von ihnen bringt ganz eigene Dinge mit und so ergibt sich eine tolle Mischung. Der Schreibstil der Autorin war mir bereits durch ihr Debüt bekannt. Man merkt aber deutlich Stefanie Scheurich hat sich entwickelt. Ich bin hier wirklich flüssig durch die Seiten gekommen und konnte problemlos folgen. Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von insgesamt 4 Personen. Für jede dieser Personen hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. So verfolgt man als Leser unter anderen Thya und auch Mitchell aber auch Susi und Theo begleitet man. Die Handlung lässt sich ganz klar in das Dystopiegenre einordnen. Und ich fand diesen Auftakt wirklich sehr gut gemacht. Es gibt Drama und auch sonst einiges an Abwechslung. Und man findet eine gewisse Grundspannung vor. Ich muss aber gestehen mir war es stellenweise etwas zu ruhig vom Tempo her. Ich hätte mir hier etwas mehr gewünscht. Es bleibt hier leider auf der Strecke, da gibt es genug Potential für die Fortsetzung. Das Ende gefiel mir, auch wenn es den Leser sehr neugierig auf die Fortsetzung macht. Ich bin gespannt was mich dann wohl alles erwarten wird. Fazit Insgesamt gesagt ist ?Deceptive City (Band 1): Aussortiert? von Stefanie Scheurich ein Auftaktband, der mich allerdings nicht vollkommen begeistert hat. Interessante Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, in der man Spannung und auch einiges an Abwechslung vorfindet, deren Tempo mir aber doch ein wenig zu ruhig war, haben mir tolle unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

Ruhige Story mit faszinierenden Charakteren.
von Michele Linzel aus Hannover am 22.06.2018

Meinung: Als ich gelesen habe, dass Stefanie Scheurich neben Fantasy auch Dystopie kann, war ich völlig aus dem Häuschen. Ich hatte schon seit längerer Zeit keine gute dystopische Geschichte mehr gelesen und dementsprechend neugierig war ich auf Mitchells und Thyas Story. Stellt euch zu Beginn also mal vor ihr lebt in... Meinung: Als ich gelesen habe, dass Stefanie Scheurich neben Fantasy auch Dystopie kann, war ich völlig aus dem Häuschen. Ich hatte schon seit längerer Zeit keine gute dystopische Geschichte mehr gelesen und dementsprechend neugierig war ich auf Mitchells und Thyas Story. Stellt euch zu Beginn also mal vor ihr lebt in einer Stadt in der alles perfekt ist. Es gibt geregelte Essenszeiten, kontrollierte Trainingseinheiten, euer Gesundheitszustand wird fast dauerhaft überwacht, alles ist sauber und ordentlich. Jeden Tag im Leben lernt ihr etwas dazu. Die Stadt ist euer Zuhause. Euer sicherer Hafen. Urlaub kennt und braucht man nicht. Und was außerhalb der Stadt passiert, interessiert niemanden. Manche wissen sogar nicht mal, dass dort draußen Leben existiert. Und dann PUFF, mit einem Schlag ist euer bisheriges Leben vorbei. Thya ist ein solches Stadtmädchen. Nach außen hin perfekt. Immer eine Rolle spielend, sich ins System einfügend, aber dennoch mit eigenen Ideen und Gefühlen. Was im Zyklus des Stadtlebens sehr gefährlich werden kann. Von Kindsbeinen an wurde ihr eingetrichtert niemals von der Norm abzuweichen. Bis ihr eines Tages ihr Körper einen Strich durch die Rechnung macht und sie ins medizinische Forschungszentrum gebracht wird. Eigentlich soll sie dort nur untersucht werden, damit alles schnell wieder seinen gewohnten Gang gehen kann. Doch die Begegnung mit Mitchell wird ihr Leben für immer verändern. Die Geschichte wird größtenteils aus zwei Perspektiven erzählt. Beide Male in meiner heiß geliebten Ich-Form, weil es die Charaktere einfach greifbarer für mich macht. In den Nebenparts spielen Susi und Theo eine Rolle, aber den Hauptanteil liest man aus Thyas und Mitchells Sicht. Der Schreibstil der Autorin verläuft flüssig. Im Sinne von: Man klebt förmlich am Buch, weil es so leicht von der Hand geht. Fr. Scheurich braucht kein großes Wordbuilding, um den Leser in den Bann zu ziehen. Sie steuert das viel eher über die Emotionen, die vor allem in Mitchells Part sehr intensiv und einnehmend wirkten. Mitchell ist für mich das typische ?unzufriedener Arbeiter? Klischee, das ich aus einigen anderen Dystopien kenne. Er arbeitet, um zu überleben und nicht, um sich einen angenehmen Lebensstil finanzieren zu können. Das ist für ihn, wie für viele außerhalb der Mauern, ein unerreichbarer Traum. Sein Freundeskreis ist klein, seine Freizeit noch kleiner. Die einzige Konstante in seinem Leben ist seine Mutter. Wen wundert es also, dass er alles in seiner Macht stehende tut, um ihr die nötige Medizin zu besorgen, damit sie ihm nicht wegstirbt? Auch, wenn er sich dabei selbst in Gefahr begibt - unwissend, dass er damit eine Kette von Ereignissen auslöst, über die er schnell die Kontrolle verlieren wird. Mitchell und Thya - zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen im Laufe der Geschichte aufeinander. Der Eine selbstlos, die Andere oft nur auf sich selbst fokussiert. Ich muss an dieser Stelle gestehen - Mitchell mochte ich auf Anhieb und durchgängig. Bei Thya verschob sich meine Sympathie wie bei einer Achterbahnfahrt. Erschien sie mir in einem Moment stark, brach sie im nächsten zusammen wie ein kleines Kind, nur um dann wieder trotzig den Kopf zu heben. Ich denke, ich brauche bei sowas ebenfalls meine eigene Konstante. Und die war in diesem Fall Mitchell. Was soll ich sagen? Mir hat die Geschichte gefallen. Es ist ein guter Auftakt für eine Dystopie. Sie ist nicht temporeich, wie man das vielleicht gewohnt ist. Sie ist langsam und entwickelt sich stetig. Man begleitet die Protagonisten also gefühlt fast in ?Echtzeit? und durch den Perspektivwechsel erlangt man einen guten Überblick was beide Seiten der Mauer angeht. Emotional gesehen ist ?Deceptive City? für mich Schreibkunst auf ganz hohem Niveau. Die authentischen Gefühlswelten der Charaktere stehen für mich definitiv im Fokus. Man fiebert mit Mitchell mit, leidet mit Thya. Man flieht, hasst, hat Angst. Es werden Fragen aufgeworfen, wie das im Leben nun mal so ist. Wieso bin ich hier? Wie komme ich wieder weg? Kann ich ihm trauen? Die innere Konfliktwelt ist der Autorin wirklich großartig gelungen und das war es auch, was mich so an das Buch gefesselt hat. Die 440 Seiten sind wie im Flug vergangen. Aber nicht nur das hat mich magisch angezogen, auch das Setting fand ich super spannend gestaltet. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war tatsächlich die fehlende Spannung. Es ist jetzt nicht so, dass es keine Action gibt. Keine ?Halt die Luft an, bis es vorbei ist? - Momente, nein. Die sind durchaus vorhanden. Dennoch kam mir der dystopische Kern der Geschichte manchmal ein bisschen zu kurz. Die Emotionalität der Story hat den Großteil der Spannung einfach überlagert. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Ausgewogenheit gewünscht. Mehr Handeln, weniger Denken. Nichtsdestotrotz ein toller Auftakt. Fazit: Taucht mit Mitchell und Thya ein in die perfekte, unperfekte Welt im Stadtkern und jenseits der Mauer. Lasst euch von stark ausgeführten Emotionen lenken und die Geschichte hautnah erleben. Ein guter dystopischer Auftakt mit actionreichen Momenten, aber einem kleinen Mangel beim Spannungsaufbau. Die Geschichte bietet authentische Charaktere, von denen man unbedingt mehr erfahren möchte und Persönlichkeiten, die die Neugier schüren. ?Wünsche und Träume haben diese nervige Angewohnheit, wie ein Kartenhaus einzustürzen, wenn sie in greifbare Nähe rücken. Vielleicht hätte ich mich nicht zu früh freuen dürfen.? (Pos. 1342 von 4466) Bewertung: ???????? (4/5)