Tage ohne Ende

Roman

Sebastian Barry

(12)
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Beschreibung

Thomas McNulty und sein Freund John Cole sind gerade 17 Jahre alt, als ihre Karriere als Tanzmädchen in einem Saloon für Bergarbeiter ein natürliches Ende findet. Für den »miesesten Lohn aller miesesten Löhne« verdingen sie sich bei der Armee und sind fortan unzertrennlich in Kriegsgeschäften unterwegs. Angst kennen beide nicht, dafür haben sie schon zu viel erlebt. Sie wissen: »wenn’s um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.« Thomas ist vor dem »Großen Hunger« aus Irland geflohen, hat die Überfahrt und die Fieberhütten in Kanada überlebt, sich bis nach Missouri durchgeschlagen. Wie ein irischer Simplicissimus stolpert er durch das Grauen der Feldzüge gegen die Indianer und des amerikanischen Bürgerkriegs – davon und von seiner großen Liebe erzählt er mit unerhörter Selbstverständlichkeit und berührender Offenheit. In all dem Horror findet Thomas mit John und seiner Adoptivtochter Winona sein Glück. Er bleibt ein Optimist, ganz gleich unter welchen Umständen.

»Aus heiterem Himmel ein wahres Wunder: Tage ohne Ende ist ein brutaler, grandios lyrischer Western, der die beeindruckende Vision eines im Entstehen begriffenen Amerika bietet, Zeile für Zeile die faszinierendste Ich-Erzählung, der ich seit Jahren begegnet bin.« Kazuo Ishiguro

»Einige Romane singen von der ersten Zeile an, und jedes Wort trägt die Partitur zu einem flammenden Höhepunkt. Tage ohne Ende ist ein solches Buch.« The Observer

»Ein großer amerikanischer Roman, zufällig geschrieben von einem Iren.« Times Literary Supplement, Books of the Year

»Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Roman liebe. Ein Buch über grausame Zeiten für grausame Zeiten. Und zärtlich genug, dass man einen Kloß im Hals bekommt … « Tom Sutcliffe, BBC Radio 4

»Vom ersten Satz an hat Sebastian Barry mich gepackt und nicht wieder losgelassen. Er schreibt, als gäbe es kein Morgen mehr – als gäbe es Tage ohne Ende.« David Guterson

»Ein schönes, grausames, zartes, schmerzliches Kunstwerk. Satz für Satz, jeder perfekt, packt es den Leser und lässt ihn nicht mehr los.« Donal Ryan

»Ein Werk von atemberaubender Offenheit; seine bestürzend schönen Sätze sind so raumfüllend/groß, dass man sie nur mit Mühe hinter sich lassen kann, die Geschichte so vorwärtsdrängend, dass man immer weiterlesen muss. Auf seinen Seiten beschwört Barry eine Welt en miniature, innerlich, still, heilig; und eine Welt der Räume und Grenzen, die so weit zurückliegt, dass man sie sich kaum vorstellen kann.« The Guardian

»Episch, lyrisch und stets überraschend ... ein dichter und überzeugender Roman.« Independent

»Barrys meisterhafte Geschichte von Liebe, Krieg und Erlösung ist einer der großen Romane dieses Jahres.« Minneapolis Star Tribune

»Barry führt einen Erzähler ein, der mit einer berauschenden Mischung aus Witz und staunender Ehrfurcht spricht und dessen verstörend anmutige Prosa sich mit dem eigentümlichen Tonfall des irischen Immigranten und mit dem Humor eines stolzen Jungen entfaltet. Zugleich aber entdeckt er in der Adoleszenz dieses Landes unser entscheidendes menschliches Paradox, unseren großen Kummer: dass Liebe und Furcht gleichermaßen ausgerottet werden können.« The New York Times

»Blutgetränkt und romantisch, mörderisch und musikalisch ... eine fesselnde, faszinierende Geschichte...« The Wall Street Journal

»Der Roman ist so etwas wie ein modernes Meisterwerk.« The Times

»Ein großartiger Roman.« Le Figaro Littéraire

«Wenn man den Roman zu Ende gelesen hat, fühlt man sich erschöpft und fiebrig, aber in heller Begeisterung, man ist völlig hin und weg.« L’Express

»Ein Roman voller Menschlichkeit.« L’Humanité

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 28.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95829-518-6
Verlag Steidl GmbH & Co. OHG
Maße (L/B/H) 21,8/14/2,5 cm
Gewicht 405 g
Originaltitel Days Without End
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Hans-Christian Oeser
Verkaufsrang 170257

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Western wie kein anderer

Hendrik Lullies, Thalia-Buchhandlung Hildesheim

Western sind schmutzig, voller Machos und Dirnen in Gefahr. Ist doch klar. Aber halt! Sebastian Berry schreibt da plötzlich einen Western, der völlig andere Figuren zeigt. Ein homosexuelles Paar, die ein Indianermädchen adoptieren und durch den Westen reisen. Das ist ungemein interessant. Und erzählt eine zarte Liebesgeschichte, die man als Western-Leser so nicht gewohnt ist. Dennoch ist der Westen ein harter Ort und voller Brutalität. Und wie nun diese Liebe zwischen all dem Völkermord und der Militärgewalt dennoch ihre Magie behält, das ist wirklich ganz toll gemacht. Berrys Sprache kommt mal flapsig, dann wieder sehr malerisch daher. Je nach Gemütsverfassung des Protagonisten. Als Leser taucht man so sehr tief ein und fiebert bis zum Schluss mit.

Großartig in Wort und Bild

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wortgewaltig, poetisch, inhaltlich mal unglaublich brutal und dann wieder ganz zart – dieser Roman des noch jungen Amerika Mitte des 19.JH kann seinen Leser buchstäblich „aus den Puschen hauen“. Die Geschichte der beiden Jugendlichen Thomas McNalty und seines Freundes und Lebenspartners John Cole ist so was wie ein Western der Extraklasse. Autor Sebastian Barry, ein zu Recht mit Preisen gesegneter Poet der irischen Seele, bringt uns die Schrecken, aber auch die Schönheit des amerikanischen Kontinents und seiner Geschichte damit unglaublich nahe. Goldrausch, die Besiedlung des Westens, das harte Leben in der Army, die unredliche Aneigung der Indianergebiete (und dabei die Auslöschung ganzer Stämme) ebenso wie die Kriegshandlungen während des Sezessions-Krieges beeinflussen das Schicksal der beiden „Helden“, die immer für einander da sind. Außerdem retten John Cole und Ich-Erzähler Thomas ein Indianermädchen, genannt Winona, deren Lebensweg fortan mit dem ihren durch Zuneigung und Liebe verknüpft bleibt. Ein Roman, der nichts schönredet, über eine Welt voller Gewalt, Armut und Krieg und der doch auch wunderbar poetische Momente hat. Lesenswert !

Kundenbewertungen

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Überleben im Wilden Westen
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 12.09.2020

Tage ohne Ende - Sebastian Barry Dieser Western-Roman hat mir beinahe den letzten Nerv geraubt. Er ist sperrig geschrieben, die Erzählweise oft abgehakt, die Figuren sind nur am Fluchen. Mehr als einmal tat ich mich schwer damit, wieder in die Geschichte zurückzufinden. Trotzdem habe ich diesem Roman 5 Sterne gegeben. Warum?... Tage ohne Ende - Sebastian Barry Dieser Western-Roman hat mir beinahe den letzten Nerv geraubt. Er ist sperrig geschrieben, die Erzählweise oft abgehakt, die Figuren sind nur am Fluchen. Mehr als einmal tat ich mich schwer damit, wieder in die Geschichte zurückzufinden. Trotzdem habe ich diesem Roman 5 Sterne gegeben. Warum? Allein schon die Handlung ist etwas Besonderes, beschreibt sie doch die turbulente Zeit der Indianerkriege. Ein Thema, das ich noch nicht oft literarisch verarbeitet gelesen habe. Der Ire Thomas McNulty erzählt Jahre nach den geschilderten Ereignissen aus der Ich-Perspektive. Bereits als Kind in der irischen Heimat vom Hungertod bedroht, besteigt er als einziger Überlebender seiner Familie ein Schiff nach Amerika. Auch dort schlägt er sich mehr schlecht als recht durch, bis er schließlich mit seinem Freund und Liebhaber John Cole bei der Armee landet. Dort kämpfen sie Seite an Seite, egal wo und gegen wen. Oft wissen sie nicht mal, worum es überhaupt geht. Sie haben bereits zu viel Leid gesehen, als dass ihnen Blutvergießen und Gemetzel etwas anhaben könnten. Entsprechend lakonisch ist der Erzählton. „Wenn’s um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.“ (Klappentext) Trotzdem oder gerade deshalb kriecht dem Leser das nackte Entsetzen in die Glieder. "Dann standen wir alle keuchend da, kalter Schweiß strömte über erschöpfte Gesichter, unsere Augen glitzerten, unsere Beine zitterten, so wie man's bei Hunden sieht, wenn sie Lämmer gerissen haben." Seite 39 Man leidet mit den Soldaten mit, die teils unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen, ohne Rücksicht auf Verluste. Noch mehr fühlt man mit den dahingemetzelten Indianern, liest von dem fürchterlichen Kreislauf aus Rache und Vergeltung, der kein Ende zu nehmen scheint. Dabei hat jede Partei Anteil an der Schuld. Barry erzählt relativ wertungsfrei. Immer wieder entwickelt sich ganz tolles Kopfkino, wie ein guter Western eben. Aber ohne jede Beschönigung. Die Sprache ist wie die Handlung derb, es gibt Flüche am laufenden Band. Daran sollte man sich nicht stören, es ist auf jeden Fall sehr passend und authentisch. Nur gut, dass sich hinter vielen dieser grausamen Krieger durchaus sanfte Kerle verbergen. Auch sie sind Opfer der Umstände und kämpfen ihrerseits täglich ums Überleben. Der unerschütterliche Optimismus des Protagonisten macht die Schilderungen erst erträglich. Meine Begeisterung hat sich tatsächlich erst im Nachgang eingestellt. Ein sehr besonderer, lesenswerter Roman, der neben all den Gräueln auch eine Portion Wildwest-Romantik bietet. Leider hat dieses Werk bisher viel zu wenig Beachtung gefunden. Auch deshalb von mir 5 Sterne. Gerade eben habe ich festgestellt, dass offenbar bereits eine Fortsetzung „Tausend Monde“ bei Steidl erhältlich ist. Wandert gleich mal auf die Wunschliste!

In Liebe vereint, immer vorwärts, durch alles Elend hindurch
von einer Kundin/einem Kunden aus Ittigen am 03.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Atemberaubend ist diese Geschichte, die zu Zeiten der Indianerverfolgungen und des Sezessionskrieges in den USA stattfindet. Thomas und John gehen gemeinsam als Liebespaar durchs ihr turbulentes Leben. Zunächst treten sie in einem Varieté auf, dann gehen sie zum Militär, weil sie sonst keine Arbeit haben. Dort müssen sie zunächs... Atemberaubend ist diese Geschichte, die zu Zeiten der Indianerverfolgungen und des Sezessionskrieges in den USA stattfindet. Thomas und John gehen gemeinsam als Liebespaar durchs ihr turbulentes Leben. Zunächst treten sie in einem Varieté auf, dann gehen sie zum Militär, weil sie sonst keine Arbeit haben. Dort müssen sie zunächst bei der Indianerverfolgung mitmachen, anschliessend ziehen sie auf der Seite der Union in den amerikanischen Bürgerkrieg. Sie durchleben harte Winter, Hunger, furchtbare Schlachten und schliesslich eine missliche Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung nehmen sie ein Indianermädchen bei sich auf, adoptieren es und landen schliesslich alle drei bei einem ehemaligen Militärkameraden auf seinem Hof. Dort arbeiten sie gerne und hart. Sie hätten es eigentlich gut, aber sie sind immer wieder Angriffen ausgesetzt, weil der Rassenhass und der Hass auf den siegreichen Norden auch nach der militärischen Niederlage nicht verschwunden sind. In einer waghalsigen Aktion rettet Thomas das Indianermädchen, das ihnen vom Militär zwecks Rückgabe an die Indianer entrissen wurde. Es gilt allerlei auszuhalten in dieser Geschichte von Krieg, Mord- und Totschlag, Auslöschung ganzer Stämme, Armut, Hunger, Kälte, Gefangenschaft. Temporeich ist die Erzählung, aber die Protagonisten gehen stets voran mit einer gelassenen Selbstverständlichkeit. Sie reflektieren ihr Handeln und die Situationen, in denen sie drinstecken, nüchtern, einfach und klar, aber sehr tiefsinnig und mit zartem Humor. Neben brutalen Schilderungen gibt es daher auch poetische, berührende, heitere und zarte Passagen. Und vor allem das offene, nüchterne und in Liebe verbundene Voranschreiten der beiden Männer beeindruckt. Sprachvirtuos ist diese Erzählung und höchst empfehlenswert.

Von der Kraft des Menschen
von Kaffeeelse am 03.04.2019

Was habe ich hier nur in den letzten Tagen für einen Schatz in den Händen gehalten. Ein Buch wie ein Abenteuer, mich sehr an meine heiß geliebten Indianerbücher als Kind erinnernd. Das Indianerthema hat mich auch seither nie wirklich losgelassen, damals waren sie meine Helden, heute interessieren mich deren Vielfalt, deren Kultu... Was habe ich hier nur in den letzten Tagen für einen Schatz in den Händen gehalten. Ein Buch wie ein Abenteuer, mich sehr an meine heiß geliebten Indianerbücher als Kind erinnernd. Das Indianerthema hat mich auch seither nie wirklich losgelassen, damals waren sie meine Helden, heute interessieren mich deren Vielfalt, deren Kulturen, deren Geschichte und deren Zukunft. Dieses Buch befasst sich mit der Zeit der Indianerkriege, vom Goldrausch in Kalifornien beginnend und in den Indianerkriegen der Prärie mündend. Das fiktive Buch erinnert zum Teil an wahre Begebenheiten in dieser Zeit des Genozids und schildert auch sehr treffend und äußerst wahrheitsgetreu die Härte der Gräueltaten, die an den Indianern verübt wurden. Muss man aushalten können. Ich finde es hingegen nur richtig, dass dieses unrühmliche Kapitel amerikanischer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Wer dazu mehr wissen möchte, sollte "Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses" von Dee Brown lesen. Ist aber sehr hart!!! Andererseits spricht es auch das andere heftige Thema in Amerikas Geschichte an, den Amerikanischen Bürgerkrieg, schildert das ganze Grauen, dem die Menschen damals ausgesetzt waren. Und auch das Grauen, dem die schwarze Bevölkerung Amerikas in den südlichen Staaten ausgesetzt war, wird zu Papier gebracht. Ebenso wird die Hungersnot in Irland zum Thema gemacht, die Situation auf den Einwandererschiffen aus Irland geschildert, sowie die Situation der armen Iren in Amerika. Ganz besonders bezeichnend fand ich die Situation im Bürgerkrieg im Buch, als auf beiden Seiten die Iren im Bürgerkrieg gegeneinander kämpften. Der Hungersnot entkommen, dem nächsten Grauen ausgesetzt, dass sie sich gegenseitig zufügen! Nun zur Handlung: Die beiden 12/13-jährigen Jungen Thomas McNulty und John Cole laufen sich zufällig über den Weg und der irischstämmige McNulty und der junge Cole mit indianischem But in der Familie werden Freunde, beschließen gemeinsam durchs Leben zu gehen, werden wegen Mangels an weiblicher Bevölkerung Tanzmädchen in einem Saloon, gehen in den Wilden Westen zur Armee, entdecken schließlich tiefe Gefühle füreinander, adoptieren das Indianermädchen Winona, treten bei Minstrel-Shows (toll, wieder etwas gelernt) auf, gehen schließlich in den Bürgerkrieg … . Und immer steht der Blick auf die Menschlichkeit im Fokus. Was macht uns zu Menschen? Was ist richtig oder falsch? Selbst wenn die Protagonisten fehlerhafte Handlungen begehen, reflektieren sie ihr Handeln, versuchen sich zu bessern. Sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Liebenswerte Menschen! Der Sprache und dem Sprachklang gebührt neben der Handlung auch ein großes Lob. Einerseits wird in einer harten Sprache gesprochen, einer der rauen Zeit in Amerika angepassten Sprache. Andererseits sind immer wieder Beschreibungen/Passagen zu finden, die zum Schmelzen schön sind, kleine literarisch Schätze mit einem wunderschönen Klang. Mir hat dieses Buch sehr gefallen und ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung! Toll!!


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