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Eben noch unter Kronleuchtern ...

Die Revolution 1918/1919 aus Sicht der bayerischen Königstöchter

"Unser Leben ist wie ein spannender Roman; alles spitzt sich jetzt auf Stunden zusammen." (Prinzessin Wiltrud von Bayern)

In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 stürzt mit König Ludwig III. von Bayern der erste deutsche Monarch von seinem Thron. Seine Flucht aus München samt Familie und Bediensteten ist an Pannen kaum zu überbieten.
Im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher hat Christiane Böhm die Tagebücher der Königstochter Wiltrud entdeckt. Sie erlauben einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen jener turbulenten Tage, werden in diesem Band erstmals ausführlich veröffentlicht und lassen den Leser in ein Drama von shakespeare’scher Wucht eintauchen: Die Königin ist sterbenskrank. Ihre Angehörigen fürchten, einem ähnlichen Schicksal anheimzufallen wie die russische Zarenfamilie, die wenige Wochen zuvor ermordet worden ist. Die jüngste Tochter bangt um das Zustandekommen ihrer mühsam arrangierten Ehe. Und ihr Verlobter wird Augenzeuge der tödlichen Schüsse auf den Revolutionsführer und bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.

„Wer hätte sich das träumen lassen! Nach bald tausendjährigem Bestehen der bayrischen Dynastie — ein solch jähes Ende!“
Portrait
Böhm, Christiane
Christiane Böhm, geboren in München, war Autorin und Regisseurin beim Bayerischen Fernsehen, bevor sie sich der Geschichte der Wittelsbacher verschrieb. Am liebsten recherchiert sie im Geheimen Hausarchiv, wo die privaten Papiere der Wittelsbacher gehütet werden, eine für sie unschätzbar wertvolle Quelle. Christiane Böhm interessiert sich vor allem für die Menschen hinter der öffentlichen Rolle oder dem politischen Geschehen, für ihren Alltag, ihre Gefühle, ihre Sehnsüchte und Ängste. Ihr Anliegen ist es, die historischen Personen und damit auch die Geschichte nahbar und nachfühlbar zu beschreiben und sie mit der Gegenwart des Lesers zu verbinden. Zu den Wittelsbachern sind von ihr bereits erschienen: "Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit? oder Erbsen ohne Ende! Kinderalltag im bayerischen Königshaus" und "'Dein treuer Freund Ludwig' oder Warum auch ein König keinen Elefanten bekam! Eine Biographie König Ludwigs II. von Bayern für Jung und Alt", beide im August Dreesbach Verlag.
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  • Ohne Licht folgte das Auto dem der Eltern durch die schwachbeleuchtete und gegen Osten menschenleere Stadt. "Albrecht mußte sich ducken und die Mütze vorziehen, Hildegard war auch zusammengekauert am Rücksitz. Albrecht glaubte einen Soldaten gesehen zu haben, der dem Auto einen Stein nachwarf - etwas hörte ich auch gegen das Auto prallen. Zwei Leute gingen mit Hanfernen Säcken gegen die Stadt, vielleicht waren es Plünderer. Man war voll Schreck (...). Trupps von Demonstranten begegneten wir nicht, das Maschinengewehrfeuer war auch nur innen in der Stadt. Wir glaubten an eine Schlacht zwischen Militär und Zivil. Jeden Augenblick fürchteten wir eine Panne. - Da hält das vordere Auto ..."
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Christiane Böhm
Seitenzahl 180
Erscheinungsdatum 02.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944936-52-9
Verlag Edition tingeltangel
Maße (L/B/H) 22,2/14,5/1,8 cm
Gewicht 349 g
Abbildungen mit über 40 historischen Abbildungen.
Auflage 3. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Der Untergang des Königshauses Bayern
von Buchgespenst am 25.11.2018

Nach Ende des Ersten Weltkriegs stand Deutschland vor einem völligen politischen Umsturz: der Kaiser musste Abdanken, Könige und Fürsten waren entmachtet und auch in Bayern wurde der König entthront. In einer Nacht und Nebel-Aktion musste die Familie fliehen – getrennt. Die Königin schwer krank, Ludwig III stolz und ungebrochen,... Nach Ende des Ersten Weltkriegs stand Deutschland vor einem völligen politischen Umsturz: der Kaiser musste Abdanken, Könige und Fürsten waren entmachtet und auch in Bayern wurde der König entthront. In einer Nacht und Nebel-Aktion musste die Familie fliehen – getrennt. Die Königin schwer krank, Ludwig III stolz und ungebrochen, die Kinder vor einer ungewissen Zukunft. Dazu war die Flucht beeinträchtigt von filmreifen Pannen und wilden Gerüchteküchen. Im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher lagern die Tagebücher, Briefe und Notizen, in denen die Ereignisse jener ungewissen Zeit von den Königstöchtern selbst und ihren Begleitern festgehalten sind. Christiane Böhm hat sie hier zu einem Kaleidoskop zusammengestellt, das dem Leser einen unglaublichen Einblick in die Zeit, aber auch die persönliche Tragödie der Königsfamilie gibt. Trockene politische Ereignisse bekommen ein Gesicht. Es war nicht nur die Zeit, in der ein völlig neues Land gegründet wurde, ein politisches Novum begann, sondern auch Tragödien innerhalb der so verhassten Herrscherfamilien geschahen. Das reiche Foto- und Kartenmaterial illustriert die Aufzeichnungen und so folgt man mit angehaltenem Atem der Familiengeschichte bis zur letzten Seite. Eine weitere historische Lücke schließt sich mit diesem Buch. Großartig!

Fluch oder Segen? ... das Ende der deutschen Monarchie ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 21.11.2018

Es ist mit seinen 180 Seiten relativ schnell gelesen aber bei Weitem nicht so schnell vergessen. Ich war selbst überrascht, wie wenig ich über unseren letzten bayrischen König und seine Familie wusste. Während sich die Welt intensiv mit der Zarenfamilie Romanov beschäftigt hat und dies bis zum heutigen Tage tut, ist die Geschich... Es ist mit seinen 180 Seiten relativ schnell gelesen aber bei Weitem nicht so schnell vergessen. Ich war selbst überrascht, wie wenig ich über unseren letzten bayrischen König und seine Familie wusste. Während sich die Welt intensiv mit der Zarenfamilie Romanov beschäftigt hat und dies bis zum heutigen Tage tut, ist die Geschichte dieser Familie eigentlich recht unspektakulär im Hintergrund versandet. Umso schöner, dass sich die engagierte Autorin Christiane Böhm der Story angenommen hat und mit viel Liebe die Tagebücher der Königstöchter, aber auch ihrer bewundernswerten Kammerfrau Fanny Scheidl, die mit ihren damals immerhin schon über 70 Jahren eine unheimlich Stütze für die Königsfamilie darstellte, veröffentlicht. Ganz besonders interessant ist hierbei der Stil der Tagebücher. Man schrieb damals wohl so, dass diese durchaus von der Öffentlichkeit gelesen werden konnten, allzu persönliche Gefühlsäußerungen fehlen – leider. Dadurch wirkt das Buch manchmal fast ein wenig nüchtern obwohl doch die ganze Aktion wohl mehr als tragisch und gefährlich war. Sehr gut gefallen hat mir die Ausschmückung des Buchs mit Fotos und Karten, die einem die königliche Familie ein wenig näher gebracht hat. Allen adelsinteressierten Lesern und Leserinnen möchte ich dieses Buch ans Herz legen, von mir bekommt es eine unbedingte Leseempfehlung. Ich meine gehört zu haben, dass noch ein weiteres Werk zu dieser Familie in Arbeit ist, das die Informationen zu einer der Tagebuchschreiberinnen noch vertiefen wird. Hierauf bin ich sehr gespannt und jetzt schon neugierig.

Flucht vor den Revolutionären: Prinzessinnen ohne Pomp
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 31.10.2018

Es waren stürmische Zeiten in Bayern vor genau 100 Jahren: König Ludwig III. floh mit seiner Familie vor den Revolutionären, die den Volksstaat ausgerufen hatten. Dabei ging es fast slapstickartig zu: Auf die Fluchtautos mussten erst noch Reifen montiert werden, die Krönchen auf dem Kühler wurden von Wildlederhandschuhen einer ... Es waren stürmische Zeiten in Bayern vor genau 100 Jahren: König Ludwig III. floh mit seiner Familie vor den Revolutionären, die den Volksstaat ausgerufen hatten. Dabei ging es fast slapstickartig zu: Auf die Fluchtautos mussten erst noch Reifen montiert werden, die Krönchen auf dem Kühler wurden von Wildlederhandschuhen einer Prinzessin verdeckt. Ein überaus filmreifes Szenario, das der Leser hier anhand von Tagebucheinträgen vor allem von Prinzessin Wiltrud, aber auch ihrer Schwestern Helmtrud und Hildegard sowie der Bediensteten Fanny Scheidl nachvollziehen darf. Trotz der umfangreichen Recherche von Christiane Böhm, die unzählige Originalschriften im Wittelsbacher Hausarchiv sichten konnte, bin ich vom veröffentlichten Werk ein wenig enttäuscht. Zum einen hätte ich mir eine umfangreichere Einführung gewünscht, nicht jedem Leser sind die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Bayern ausreichend präsent, um die Notizen der Königstöchter entsprechend einordnen zu können. Zum anderen scheint mir die Auswahl der veröffentlichten Textpassagen nicht optimal, die Prinzessinnen neigen teils zu literarischen Längen, hier hätte man zugunsten des Leseflusses manches kürzen können. Die Aufzeichnungen Fanny Scheidls sind dagegen erfrischend knapp, sie kommt schnell und direkt auf den Punkt. (Leider finden sich nur wenige Texte von ihr im Buch.) Eine wirkliche Bereicherung stellen die vielen historischen, teils bislang unpublizierten Fotos dar, die die Geschichte noch anschaulicher machen als allein der Text. Die Gestaltung des Büchleins ist hochwertig, mit viel Liebe zum Detail. Allerdings mindern zwei Landschaftskarten mit extrem schlechter Auflösung sowie eine sehr dunkle Abbildung den guten Gesamteindruck; hier ist auf eine verbesserte Neuauflage zu hoffen. Einen weiteren Kritikpunkt stellen für mich die extrem häufigen Anmerkungen dar. Dies hemmt durch das permanente Hin- und Herblättern den Lesefluss doch sehr, da hilft auch das Lesebändchen nur bedingt. Zudem sind einige Anmerkungen banal, um nicht zu sagen: überflüssig. Und es gibt Anmerkungen, die wiederum auf das Personenverzeichnis weiterverweisen - noch mehr Blättern ... Die Personenverzeichnisse an sich sind sehr gut. Ungewöhnlich aber sehr hilfreich fand ich, dass sich dort die jeweilige Altersangabe der Person im Herbst 1918 findet. So muss man nicht erst anfangen zu rechnen, sondern sieht gleich, wie alt die Protagonisten zum Zeitpunkt des Geschehens waren. Mein Fazit: Für Geschichtsfans sicher ein Muss, für alle anderen ist die Perspektive aus Sicht der bayerischen Prinzessinnen auf die Revolution interessant, man sollte aber bereit sein, selbst einige Hintergrundinformationen zu recherchieren. Jedenfalls hat das Buch meine Neugierde auf den weiteren Lebensweg von Prinzessin Wiltrud geweckt, dafür danke ich!