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Der englische Liebhaber

(71)
Münster, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt ist zerstört, es ist Winter, die Menschen kämpfen um ihre Existenz. Die junge Anna hält ihre Familie mit einer Stelle als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht über Wasser. Als sie eines Tages mit Fieber bei der Arbeit erscheint, bietet ihr der englische Captain Jeremy an, sie nach Hause zu bringen – es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liaison, die im Nachkriegsdeutschland verpönt ist, denn mit dem Feind lässt man sich nicht ein. Doch als Anna schwanger wird, ist Captain Jeremy verschwunden, und die Engländer verweigern ihr jede Auskunft. Vierzig Jahre später findet Annas Tochter Charlotte Tagebuchaufzeichnungen und alte Tonbandaufnahmen – und sie macht sich daran, das Geheimnis der großen verbotenen Liebe von Anna und Jeremy zu lüften. Warum verschwand er eines Tages spurlos aus Annas Leben, obwohl sie seine große Liebe war? Was ist das Geheimnis des charismatischen und so undurchschaubaren Mannes, der ihr Vater ist? Und was ist der Grund für Annas Selbstmordversuch Jahrzehnte später? Je mehr Charlotte in die Geschichte ihrer Familie eintaucht, desto lebendiger wird für sie – und die Leser – auch die deutsche Nachkriegszeit, als die europäischen Völker einander als Feinde galten und in vielen Familien das Gespenst des Nationalsozialismus noch lebendig war.
Portrait
Federica de Cesco, geboren in Italien, wuchs in verschiedenen Ländern mehrsprachig auf und studierte in Belgien Kunstgeschichte und Psychologie. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem japanischen Fotografen, in der Schweiz. Sie hatte bereits über fünfzig höchst erfolgreiche Romane für Kinder und Jugendliche sowie mehrere Sachbücher verfasst, als ihr mit dem Roman »Silbermuschel« ein fulminantes Debüt in der Erwachsenen-Belletristik gelang.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 360 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.06.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783958902473
Verlag Europa Verlag GmbH & Co. KG
Dateigröße 2063 KB
Verkaufsrang 3.416
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eine Liebe in schwierigen Zeiten “

Stefanie Willaredt, Thalia-Buchhandlung Bonn

In " Der englische Liebhaber" verarbeitet De Cesco die Liebe ihrer Tante zu einem englischen Offizier. Kurz nach dem Kriegsende war das eine Schande für jede deutsche Frau. De Cesco beschreibt feinfühlig und ohne rosarote Brille, wie zwei Menschen, die um die Unmöglichkeit ihrer Liebe wissen, dagegen ankämpfen, diesen Kampf jedoch verlieren.
Ein tolles Buch über eine Liebe in schwierigen Zeiten.
In " Der englische Liebhaber" verarbeitet De Cesco die Liebe ihrer Tante zu einem englischen Offizier. Kurz nach dem Kriegsende war das eine Schande für jede deutsche Frau. De Cesco beschreibt feinfühlig und ohne rosarote Brille, wie zwei Menschen, die um die Unmöglichkeit ihrer Liebe wissen, dagegen ankämpfen, diesen Kampf jedoch verlieren.
Ein tolles Buch über eine Liebe in schwierigen Zeiten.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Charlotte erhält von ihrer Mutter Tagebücher und Tonbandaufnahmen, die die Geschichte der Familie lebendig werden lassen. Eine tragische Liebesgeschichte, einfühlsam erzählt! Charlotte erhält von ihrer Mutter Tagebücher und Tonbandaufnahmen, die die Geschichte der Familie lebendig werden lassen. Eine tragische Liebesgeschichte, einfühlsam erzählt!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
71 Bewertungen
Übersicht
35
23
9
3
1

Tragisch und ergreifend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Beckingen am 22.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitet die junge Anna als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht um für sich und ihre Familie sorgen zu können, dort lernt sie den englischen Offizier Jeremy kennen. Schnell kommen die beiden sich näher. Trotz der schwierigen Umstände wollen sie heiraten. Jeremy geht... Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitet die junge Anna als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht um für sich und ihre Familie sorgen zu können, dort lernt sie den englischen Offizier Jeremy kennen. Schnell kommen die beiden sich näher. Trotz der schwierigen Umstände wollen sie heiraten. Jeremy geht zurück nach England um dort alles für eine gemeinsame Zukunft zu organisieren. Daraufhin bricht der Kontakt zwischen den beiden ab. Alle Versuche von Anna, Jeremy zu kontaktieren scheitern. Nach dem Tod von Anna findet deren Tochter Charlotte alte Briefe, Dokumente und Tonbänder und sie taucht in die tragische Geschichte von Anna und Jeremy ein. Das schöne Cover hat mich gleich angesprochen und der Titel versprach ein besonderes Leseerlebnis. Mir haben die Handlung und der Erzählstil sehr gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft die Tragik der Geschichte sehr emotional an den Leser zu übertagen. Mich hat das Schicksal der Beteiligten sehr ergriffen und nachdenklich darüber werden lassen wie schnell Glück doch zerrinnen kann. Die klare, schnörkellose Erzählweise hat die Tragik des Geschehens meiner Meinung nach hervorgehoben und verstärkt und mich somit bis zum letzten Wort in ihrem Bann gehalten. Die ist eine Geschichte, die ich sicher nochmal lesen werde.

?Mensch? (Album/Titel von Herbert Grönemeyer)
von kkarin aus Oberösterreich & Wien am 16.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhaltsangabe: Im zerbombten Nachkriegs-Münster bringt Anna als einzige Erwerbstätige in der Familie als Dolmetscherin und Übersetzerin bei den britischen Siegermächten ihre Familie (Eltern und Schwester samt Sohn) mehr schlecht als recht durch. Ihr Alltag ist geprägt von massiven Entbehrungen, Hunger, unzureichender Bekleidung gegen den harten Winter und einem täglichen weiten... Inhaltsangabe: Im zerbombten Nachkriegs-Münster bringt Anna als einzige Erwerbstätige in der Familie als Dolmetscherin und Übersetzerin bei den britischen Siegermächten ihre Familie (Eltern und Schwester samt Sohn) mehr schlecht als recht durch. Ihr Alltag ist geprägt von massiven Entbehrungen, Hunger, unzureichender Bekleidung gegen den harten Winter und einem täglichen weiten Arbeitsweg, den sie per Rad zurücklegen muss, weil die Infrastruktur direkt nach Kriegsende noch gänzlich zerstört ist. Als sie fiebernd trotzdem zum Dienst erscheint, leistet der englische Secret Intelligence Service Captain Jeremy Fraser Erste Hilfe und bringt Anna in seinem Jeep samt Rad nachhause. Auf dieser Fahrt unterhalten sich beide, was der Beginn für eine Geheimbeziehung gegen alle damals gängigen Konventionen zwischen einer Deutschen und einem Angehörigen der britischen Siegermacht sein soll, in dessen weiteren Verlauf Anna schwanger wird und Jeremy plötzlich vom Erdboden verschwindet. Jahrzehnte später wird Charlotte, eine in Berlin lebende Filmschaffende, von ihrer im Sterben liegenden Mutter Anna nach Münster gerufen. Die unterkühlte Mutter-Tochter-Beziehung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Mutter informiert, dass sie bereits alle organisatorischen Erfordernisse im Falle ihres Ablebens organisiert habe und sich ihre Tochter noch aus der Wohnung holen möge, was sie behalten möchte. Charlotte nimmt wenig mit, unter anderem aber vier Schuhschachteln mit Briefen, Notizbüchern und Tonbandaufnahmen sowie eine vertrocknete rote Rose. Finden sich in diesem Nachlass die Antworten auf ihre Beziehung zu ihrer Mutter und Hinweise auf ihren beinahe unbekannten Vater? Ad Titel/Cover: Ich hätte mir dieses Buch aufgrund des Titel/Covers und dem Zusatz ?Das »Vom Winde verweht« der deutschen Nachkriegszeit? NICHT gekauft, da ich zu viel Herz-Schmerz-Kitsch vermutet hätte. Klappentext und Leseprobe haben mir erst richtige Lust auf das Buch gemacht hat. Meine Meinung: Die Leseprobe ist derart vielversprechend, dass man sich beim Intro/der Vorstellung der Protagonistinnen ? Anna, die im Sterben liegende Mutter aus Münster und Charlotte, die rebellische in Berlin in der Filmindustrie tätige Tochter ? und deren nüchterne, speerige, noch nicht nachvollziehbare Mutter-Tochter-Beziehung durchquält ? ? und Frederica de Cesco belohnt einem mit einer spannenden deutschen Familiengeschichte während der Nazi-Zeit und einer verzaubernden und zutiefst tragischen Liebesgeschichte in der Nachkriegszeit, die einem doppelt packt, weil sie nicht reine Fiktion ist, sondern auf wahren Begebenheiten beruht (Federica de Cesco wurde vom Nachlass der Tante zum Buch angeregt). Beeindruckend sind vor allem die Dialoge zwischen Anna und Jeremy, die gespickt sind mit ?leicht daherkommenden? philosophischen Betrachtungen über Krieg und Frieden, Sieger und Besiegte, Macht, Liebe, uvam und zwar die damalige Zeit betreffen, jedoch auch im Hinblick auf die aktuelle politische (Welt-)Situation noch immer Gültigkeit haben! Auch aus psychologischer Sicht fand ich ?Der englische Liebhaber? aus mehreren Gründen spannend: Erstens, wie F.d.Cesco die unterschiedlichen möglichen Facetten menschlichen Verhaltens hinsichtlich ?Haltung? (gegenüber politischen Mehrheitsmeinungen, gesellschaftlichen Konventionen, etc.) beschreibt. Zweitens macht F.d.Cesco deutlich, wie dramatisch sich das Verschweigen von Familiengeschichte (oder Teilen davon) ? auch wenn es bloß zum Schutze der Nachfolgegeneration gedacht ist ? negativ auf die Beziehung (zwischen Mutter und Tochter) auswirken ? und dass es nie zu spät ist/es Wert ist, sich mit ihr auseinanderzusetzen, entweder als Tagebuchschreiberin (wie Mutter Anna) oder als deren Leserin (Tochter Anna). Tochter Anna (und auch die Leserschaft) werden belohnt mit einem Stück ?Seelenfrieden?, einem Verständnis oder zumindest Nachvollziehen-Könnens des Geschehenen auf der persönlichen Ebene der Protagonisten, das einem mit dem Vergangenen versöhnt und die einem Anna und Charlotte emotional näher bringen. Beim Lesen hatte ich immer wieder H. Grönemeyers Song ?Mensch? mit dem ?? DU FEHLST ?? im Ohr, welcher für mich die Emotionalität dieses Werkes am besten beschreibt. Fazit: Ein geniales historisches, psychologisches, poetisches und philosophisches Meisterwerk der Zeitgeschichte über die deutsche Nachkriegszeit! Ich bitte um einen Nachschlag!

Eine "nicht erwünschte" Liebe
von Susanne am 27.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der englische Liebhaber, geschrieben von Federica De Cesco, ist ein Buch geschrieben nach einer wahren Begebenheit. Es beschreibt das Leben ihrer Tante. Aufgezeichnet durch Briefe und Tonbänder. Münster, kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs, besetzt von den Engländern. Alles lag in Trümmern. Man lebte von der Hand in den Mund.... Der englische Liebhaber, geschrieben von Federica De Cesco, ist ein Buch geschrieben nach einer wahren Begebenheit. Es beschreibt das Leben ihrer Tante. Aufgezeichnet durch Briefe und Tonbänder. Münster, kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs, besetzt von den Engländern. Alles lag in Trümmern. Man lebte von der Hand in den Mund. Anna findet eine Anstellung als Dolmetscherin und lernt dort Captain Jeremy Fraser kennen und lieben. Sie hielten ihre Liebe geheim, weil ihre Beziehung damals als Schande gesehen wurde. Aber diese Liebe blieb nicht ohne Folgen. Jeremy wird nach England zurück beordert und Anna muss ihre gemeinsame Tochter Charlotte unter großen Entbehrungen alleine groß ziehen. Muss gestehen, dass ich Anfangs etwas skeptisch war und nicht so recht wusste was mich erwartet, aber ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Die Autorin beschreibt eindrucksvoll, offen und mit viel Gefühl, ja beinahe Anschaulich, das Leben in Nachkriegsdeutschland. In ihrem Fall das ihrer Tante Anna und Charlottes. Man hat das Gefühl unter ihnen zu sein. Das Leid und die Entbehrungen sind fast greifbar. Eine wahre Geschichte wie sie nur das Leben selbst schreiben kann. Sehr empfehlenswert.