Meine Filiale

Corpus Delicti

Ein Prozess

Juli Zeh

(31)
eBook
eBook
9,99
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 8,50 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

9,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch (CD)

18,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht dies aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden. Juli Zeh entwirft in Corpus Delicti das spannende Science-Fiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht geworden ist.

»Juli Zeh ist mit Corpus Delicti der weibliche George Orwell der Gegenwart geworden.«

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.08.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783641242701
Verlag Random House ebook
Dateigröße 1923 KB
Verkaufsrang 737

Buchhändler-Empfehlungen

S. Christ, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Wie viel sind wir bereit zu opfern für einen Schritt in Richtung Unsterblichkeit? Der Blick in eine erstrebenswerte und doch abstoßende Zukunft, führt den Leser an einen Abgrund, in den wir nicht hineinsehen möchten aber sollten. Philosophisch-Politisch-Gesellschaftskritisch

Gesundheit als Sache des Staates

I. D., Thalia-Buchhandlung Mayersche Buchhandlung Essen

Mia Holl hat ihren Bruder an ein System namens die METHODE verloren. Ihr Bruder Moritz wurde eines Verbrechens überführt, das er nicht begangen hat. Das belastende Material spricht gegen ihren Bruder, und in einer Gesellschaft, in der jeder von der Unfehlbarkeit der METHODE überzeugt ist, mutet es seltsam an, dass Moritz Holl - weiterhin seine Unschuld beteuernd - sich dem weiteren Zugriff des Systems mit einem Suizid entzogen hat. In diesem System hat jeder die Pflicht zur Gesundheit, Krankheit ist systemgefährdend. Gesundheits- und Hygienevorschriften regeln das Leben der Menschen. Mias Trauer um den Verlust ihres Bruders wird als Depression gedeutet und darf nicht ihre Sache allein sein, sondern soll gerichtlich gesteuert werden. Mia möchte einfach nur für eine Weile in Ruhe gelassen werden, um den Schmerz zu verarbeiten, stattdessen aber bekommt sie einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt, der sie zur Räson bringen soll. Als dies nicht gelingt, greift der Staat ein... Mit der Covid-19-Pandemie hat dieser Roman von Juli Zeh für mich eine neue Aktualität bekommen. Die Geschichte baut sich langsam auf, um gegen Ende hin richtig Fahrt aufzunehmen und mit einer Spannung abzuschließen, die ich diesem Buch nicht zugetraut hätte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
21
7
1
2
0

Kauf für die Schule
von einer Kundin/einem Kunden aus Großdubrau am 30.11.2020

Ich habe es gekauft, weil wir es für die Schule kauften aber es war bei weitem das beste Buch, welches wir in der Schule gelesen haben. Das liegt nicht zuletzt da dran, dass ich juristisch interessiert bin. Es hatte eine interessante Geschichte, mit einer guten Charakterentwicklung auf Seiten des Hauptcharakters. Jedoch liegt h... Ich habe es gekauft, weil wir es für die Schule kauften aber es war bei weitem das beste Buch, welches wir in der Schule gelesen haben. Das liegt nicht zuletzt da dran, dass ich juristisch interessiert bin. Es hatte eine interessante Geschichte, mit einer guten Charakterentwicklung auf Seiten des Hauptcharakters. Jedoch liegt hier eins der Probleme, weswegen ein Stern abgezogen wurde: Die anderen Charakter haben so gut wie keine Entwicklung und dienen nur zur charakterlichen Entwicklung des Hauptcharakters. Das zweite Problem ist das Ende, welches meiner Meinung nach den Verlauf der Geschichte nicht beendet, sondern eher noch eine Fortsetzung verspricht, die es nicht gibt. Ansonsten war es ein sehr schönes, kurzes Leseerlebnis.

von einer Kundin/einem Kunden aus Gotha am 05.10.2020
Bewertet: anderes Format

Ein dystopischer Roman, der sich mit der Frage beschäftigt, wie es wäre, in einer Gesundheitsdiktatur zu leben. Der Leser wird dazu animiert, sich demokratischen Fragen zu stellen. Nicht direkt, aber zwischen den Zeilen.

Viel Lärm um nichts
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 12.09.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Weder Schreibstil noch Geschichte (Handlung, Charaktere, Thematik, ...) kamen an mich ran. Der Wechsel von Zeit und Perspektive wirkt unruhig. Eine Identifikation ist nicht möglich (und nicht erwünscht?). Die recht nahe Zukunft wirkt als Möchte-Gerne-Dystopie komplett unrealistisch. Diese perkefte Welt, wo der Mensch denkt, Gott... Weder Schreibstil noch Geschichte (Handlung, Charaktere, Thematik, ...) kamen an mich ran. Der Wechsel von Zeit und Perspektive wirkt unruhig. Eine Identifikation ist nicht möglich (und nicht erwünscht?). Die recht nahe Zukunft wirkt als Möchte-Gerne-Dystopie komplett unrealistisch. Diese perkefte Welt, wo der Mensch denkt, Gott ausradiert zu haben, wirkt bedrohlich und wiederum zu fern, um als Metapher zu gelten. Ein Abklatsch von 1984 und Brave New World. Dass Einzelne für ein "Recht auf Krankheit" kämpfen, wirkt in Corona-Zeiten fehl am Platz. Über einzelne Passagen, die einen Hauch Metaphysik enthalten, kann man nachdenken. Unter dem Strich: Kann man lesen, muss man aber nicht.


  • Artikelbild-0