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Habe ich dir eigentlich schon erzählt...

Ein Märchen für alle. Originalausgabe

KIWI 951

(4)
Hänsel und Gretel im Ostblock – ein Märchen für Erwachsene Eine doppelte Flucht: Anna und Max, beide fast 14, brechen aus. Raus aus der Kindheit, raus aus der DDR. Fort von Eltern, die nicht mit ihnen sprechen, hinein in ein selbstbestimmtes Leben. Sie trampen durch den Ostblock bis ans Schwarze Meer, wo sie per Schiff in die Türkei türmen wollen, und entkommen dabei nicht nur Kinderhändlern und der rumänischen Polizei, sondern erleben ein ganz neues Gefühl: Eine erste zarte Liebe erwacht.
Anna (Selbstauskunft: 'Ich bin ja noch nicht richtig etwas') und Max ('Ich sehe aus wie etwas, das noch im Ofen ist') sind Nachbarskinder. Sie leben in einem Wohnblock in der DDR, lernen sich aber erst kennen, als Annas Mutter mal wieder betrunken auf der Straße umfällt und Max sie rettet. Während die Mutter schnarchend ihren Rausch ausschläft, beschließen die beiden die Flucht. Einfach weg. Sie trampen Richtung Polen, geraten in die Fänge eines Ehepaares, das Kinder an Fabrikbesitzer verkauft, bekommen eine Ahnung vom Glück in Budapest und werden in Rumänien zum Betteln gezwungen. Doch die Flucht gelingt: In Constanta gehen die beiden als blinde Passagiere an Bord eines türkischen Frachtschiffs. Anna und Max lassen eine Heimat zurück, die ihnen keine war, und starten Hand in Hand in ein neues Leben.
In ihrem neuen Buch bringt Sibylle Berg zusammen, was zusammen gehört: Märchen und Coming-of-age-Roman, Satire und Romanze. Aus der wechselnden Perspektive von Anna und Max berichtet sie von der ganz normalen Pubertätshölle, mit Verlassenheitsgefühlen, erstem Verliebtsein und Eifersucht. Warmherzig und skurril, zärtlich und grotesk erzählt sie von der Flucht aus der doppelten Repression durch Eltern und Staat.
Ein modernes Märchen für Erwachsene, herzergreifend wie die Geschichte eines David Copperfield, raffiniert wie die Kunstmärchen eines Oscar Wilde, so präzise treffend und schlagartig einleuchtend, wie nur eine echte Berg es sein kann. Kongenial illustriert von Rita Ackermann und Andro Wekua.
Portrait
Sibylle Berg wurde 1968 als Tochter eines Musikprofessors und einer Bibliothekarin in Weimar geboren. Nach ihrer Flucht in die BRD studierte sie Ozeanographie und Politikwissenschaften an der Universität in Hamburg. Seit 1995 lebt sie in Zürich und Tel Aviv und hat die Schweizer Staatsbürgerschaft. Ihr Werk umfasst 20 Theaterstücke, 13 Romane und wurde in 26 Sprachen übersetzt. Sie fungierte als Herausgeberin von drei Büchern und verfasst Hörspiele und Essays. Seit Januar 2011 schreibt Berg für Spiegel Online die wöchentlich erscheinende Kolumne 'S.P.O.N. – Fragen Sie Frau Sibylle'.
Lehrtätigkeit2005 Lehrgang Forum Text von uniT der KF-Uni in Graz2013 Dramaturgie an der ZHdK Zürich
Auszeichnungen2000: Marburger Literaturpreis2006/07: Stipendium Landis & Gyr London2008: Wolfgang-Koeppen-Preis2012: Auszeichnung der Stadt Zürich2014: Stück des Jahres der Zeitschrift Theater heute für 'Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen'2016: Friedrich-Luft-Preis für das Stück 'Und dann kam Mirna'2016: Hörspielpreis der Kriegsblinden für 'Und jetzt: Die Welt'2016: Publikumspreis des Mülheimer Festivals 'Stücke 2016' für 'Und dann kam Mirna'2016: Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 168
Erscheinungsdatum 18.09.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03735-7
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,2/12,6/1,5 cm
Gewicht 217 g
Illustrator Rita Ackermann, Andro Wekua
Verkaufsrang 65.934
Buch (Taschenbuch)
7,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Habe ich dir eigentlich schon erzählt“

Annett Fobbe, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Sibylle Berg erzählt in ihrem Buch: „Habe ich Dir eigentlich schon erzählt“ von Max und Anna, zwei Teenagern aus Thüringen, die gemeinsam aus dem Mief der DDR fliehen.
Die beiden trampen quer durch den Ostblock Richtung Türkei, entkommen nur knapp polnischen Kinderhändlern und versuchen den Start in eine neue Identität.
Durch die wechselnde Erzählperspektive fühlt sich der Leser schnell zurückversetzt in
die Zeit seiner eigenen Pubertät mit Verliebtheit und Eifersucht.

Berg kombiniert diesmal auf schrille Manier Märchen und Romanze, wunderbar
illustriert von den Ost- Europäern Rita Ackermann und Andro Wekno.
Die Lektüre ist ein Muss für alle Berg- Fans und zudem ein echter Road-Movie, lesbar
für all’ diejenigen, die das Besondere lieben.
Sibylle Berg erzählt in ihrem Buch: „Habe ich Dir eigentlich schon erzählt“ von Max und Anna, zwei Teenagern aus Thüringen, die gemeinsam aus dem Mief der DDR fliehen.
Die beiden trampen quer durch den Ostblock Richtung Türkei, entkommen nur knapp polnischen Kinderhändlern und versuchen den Start in eine neue Identität.
Durch die wechselnde Erzählperspektive fühlt sich der Leser schnell zurückversetzt in
die Zeit seiner eigenen Pubertät mit Verliebtheit und Eifersucht.

Berg kombiniert diesmal auf schrille Manier Märchen und Romanze, wunderbar
illustriert von den Ost- Europäern Rita Ackermann und Andro Wekno.
Die Lektüre ist ein Muss für alle Berg- Fans und zudem ein echter Road-Movie, lesbar
für all’ diejenigen, die das Besondere lieben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Eine Geschichte mit Potenzial
von einer Kundin/einem Kunden aus Bernau bei Berlin am 24.03.2011

An sich klingt der Inhalt des Märchens sehr interessant und der Verlauf hätte durchaus auch wirklich fesselnd sein können. Als ich mich nach dem Buch erkundigte, sah ich die vielen positiven Bemerkungen. Daher habe ich wohl zu viel erwartet. In der Geschichte fehlen die runden Figuren. Man hat nicht das... An sich klingt der Inhalt des Märchens sehr interessant und der Verlauf hätte durchaus auch wirklich fesselnd sein können. Als ich mich nach dem Buch erkundigte, sah ich die vielen positiven Bemerkungen. Daher habe ich wohl zu viel erwartet. In der Geschichte fehlen die runden Figuren. Man hat nicht das Gefühl, dass sich Anna und Max weiterentwickeln. Das mit den verschiedenen Ansichten der Jugendlichen ist auch eine nette Idee, aber es fehlt die Verbinung zu den beiden. Ich konnte mich mit den beiden nicht wirklich identifizieren. Alles in allem eher enttäuschend...

Harmlos
von Daniel Erni aus Basel am 25.02.2011

Die Stärke Sibylle Bergs Bücher liegt in ihren misslaunigen und bissigen Betrachtungen des alltäglichen Lebens. Mit „Habe ich dir eigentlich schon erzählt…“ ein Märchen für alle geschrieben. Für alle? Nein, für mich nicht. Obwohl ich grundsätzlich Sibylle Bergs Bücher mag, konnte ich mich für diesen Roadmovie in Buchform... Die Stärke Sibylle Bergs Bücher liegt in ihren misslaunigen und bissigen Betrachtungen des alltäglichen Lebens. Mit „Habe ich dir eigentlich schon erzählt…“ ein Märchen für alle geschrieben. Für alle? Nein, für mich nicht. Obwohl ich grundsätzlich Sibylle Bergs Bücher mag, konnte ich mich für diesen Roadmovie in Buchform nicht erwärmen. Wo bleibt hier ihre Boshaftigkeit und ihr hübscher Missmut?

Ein untypisches Märchen
von Nora Leithold aus Berlin am 22.01.2010

Dieses Buch ist ein Roadmovie, eine Liebesgeschichte, ein Krimi, eine DDR-Erinnerung, ein Märchen, ein Kunstwerk. Die Illustrationen geben neue Sichtweisen auf den Text preis, sind so filigran und schüchtern, dass man sie ohne Probleme den Hauptcharakteren zurechnen möchte. Denn diese beiden sind anders, so anders wie wir alle, irgendwie. Sie laufen weg von... Dieses Buch ist ein Roadmovie, eine Liebesgeschichte, ein Krimi, eine DDR-Erinnerung, ein Märchen, ein Kunstwerk. Die Illustrationen geben neue Sichtweisen auf den Text preis, sind so filigran und schüchtern, dass man sie ohne Probleme den Hauptcharakteren zurechnen möchte. Denn diese beiden sind anders, so anders wie wir alle, irgendwie. Sie laufen weg von zu Hause, dass für beide nie wirklich eines war und finden dabei ein neues Zuhause: sich selbst. Ein unglaublich erfrischendes, junges Buch, dass so entspannt wie ernsthaft mit den Themen DDR und DDR-Flucht, Heimat und Heimatlosigkeit umgeht. Für mich ein absoluter Geheimtipp, denn obwohl es ein Sibylle Berg Roman ist, ist es wohl einer ihrer unbekanntesten und untypischsten Werke. Auch, aber nicht nur, für jugendliche Leser sehr zu empfehlen.