Das Sägewerk

Roman

(1)
Eine neue Schriftstellergeneration wächst in Polen heran. Einer ihrer Wortführer ist Daniel Odija. Seine Romane und Dramen spielen in der Provinz. Er berichtet von Menschen am Rand der Gesellschaft und bietet einen beklemmenden Eindruck in das Polen von heute und die Entdeckung einer magischen, für unsere Augen archaischen Welt. Unsentimental erzählt Odija von einem Dorf, das bis zur Wende von einer Kolchose beherrscht wurde und nun langsam vor die Hunde geht. Einzig der Schmalspuroligarch und Sägewerksbesitzer Józef Mysliwski versteht es, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Als er scheitert, ist auch der Traum vom raschen Aufstieg auf Kosten anderer ausgeträumt.
Portrait
Daniel Odija wurde 1974 in Slupsk geboren, wo er heute als Schriftsteller und Fernsehjournalist lebt. "Das Sägewerk" ist sein zweiter Roman und sein erster auf deutsch.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 172
Erscheinungsdatum 05.08.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-05383-0
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 20,9/13,4/1,9 cm
Gewicht 309 g
Originaltitel Tartak
Übersetzer Martin Pollack
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Ein hervorragendes Schlaglicht über die Vergessenen, die "Underdogs" der heutigen polnischen Gesellschaft
von Wolfgang Naujocks aus Brackenheim am 09.03.2007

Das Buch "Das Sägewerk" zeichnet ein schonungsloses Bild einer ehemaligen Kolchose in dem nach der Wende die Menschen nicht nur arbeitslos wurden, sondern auf Dauer jedwede Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren. Es ist eine Geschichte von und über Landarbeiter, denen man früher gesagt hatte, was sie tun sollen... Das Buch "Das Sägewerk" zeichnet ein schonungsloses Bild einer ehemaligen Kolchose in dem nach der Wende die Menschen nicht nur arbeitslos wurden, sondern auf Dauer jedwede Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren. Es ist eine Geschichte von und über Landarbeiter, denen man früher gesagt hatte, was sie tun sollen und heute nicht wissen was sie tun können. Hauptperson ist Jozef Mysliwski, der durch harte Arbeit und vielen Krediten zu einem stolzen Sägewerksbesizter wurde. Ein cleverer Mann, der seine Arbeiter geschickt auszubeuten weiss und trotzdem durch einen Angestellten dem er vertraut geleimt wird. Das Buch lässt erdrückende, beklemmende Armut erkennen, wodkagetränkte Hoffnungslosigkeit, aus der heraus Brutalität und Gewalt entstehen. Die Sprache ist die Sprache einfacher Menschen, nachvollziehbar, durch Kraftausdrücke geprägt. Jozef Mysliwski scheitert. An sich, an seinem Sohn, an der Politik, an Frauen, am Alkohol, an seinen Mitbürgern. Das Buch endet tragisch, aber die in Perspektivlosigkeit begründete Tragik zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Es ist ein offenes Ende und nach dem Lesen der letzten Seite fragt man sich, wie es weitergehen soll. Es ist ein Zustandsbericht aus einem Dorf in dem die Ärmsten der Armen leben, einem Dorf in dem lauter arme Schweine wohnen, die sich nicht selber helfen können und für die auch Andere kaum Hilfe bieten können. Schonungslos, hart, brutal, ratlos machend. Ein hervorragendes Buch, bei dem lediglich eine entsetzlich schlechte Übersetzung ein manchmal nicht realitätsbezogenes Bild vermittelt (Beispiel: Der zwischen den Zähnen hervorgepresste Fluch "Curva, curva" wird vollkommen unverständlich mit "Hurerei, Hurerei" übersetzt). Fazit: Ein sehr gutes Buch und empfehlenswert für all Jene, die ein schlaglichtartiges Bild über Vergessene und "Underdogs" in der heutigen polnischen Gesellschaft erhalten wollen.