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Roman

Stephen King

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Beschreibung

Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.

In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.

"King zeigt, wie man den Hass überwindet, und liefert so ein fesselndes Märchen für Erwachsene." Stern

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 12.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27202-6
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 19,4/11,9/1,8 cm
Gewicht 226 g
Originaltitel Elevation
Übersetzer Bernhard Kleinschmidt
Verkaufsrang 11155

Buchhändler-Empfehlungen

"Er erhob sich über den tödlichen Griff der Erde, das Gesicht zu den Sternen gewandt..."

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Scott Carey, ein großer, muskulöser Mann, leicht übergewichtig, stellt eines Morgens, als er auf die Badezimmerwaage steigt, erfreut fest: Ich verliere Gewicht! Obwohl er seine Essgewohnheiten nicht geändert hat, setzt sich das in den nächsten Tagen und Wochen fort - nur äußerlich ist nichts davon zu sehen. Als er erstmals seit vielen Jahren unter 100 Kg wiegt, bespricht er das Phänomen mit seinem Freund Bob Ellis. Der ihm, als Arzt im Ruhestand, natürlich rät, Fachleute aufzusuchen. Aber Scott ist mit seinem neuen, leichteren Selbst sehr zufrieden, obwohl er sich ab und an fragt, was wohl passieren wird, wenn sein Gewicht bei Null angekommen ist.... Stephen King einmal nicht als Verfasser opulenter (Horror-)Thriller, sondern als Autor einer feinen, klugen Parabel auf das Leben, in der der Protagonist deutlich mehr wird, als er je war, indem er weniger wird! Ich versichere, das dieses kleine Meisterstück niemanden kalt läßt, es ist melancholisch, ja traurig, aber auch mehr als tröstend, und Stephen King wäre nicht der, der er nun einmal ist, wenn er seine Leserschaft nicht von der ersten Seite an "packen" würde...

N. Gatzke , Thalia-Buchhandlung Berlin

Mit einer packenden Leichtigkeit erzählt uns Stephen King eine neue, schier unglaubliche Geschichte aus der amerikanische Kleinstadt Castle Rock! Dieses Buch hallt noch lange nach.

Kundenbewertungen

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Märchenhafter Horror der Gegenwart
von NiWa am 07.09.2019

Zustand sollte eigentlich beunruhigend sein, doch für Scott beginnt damit der Weg zur Erhabenheit. Diese Kurzgeschichte von Stephen King ist kein typischer Horror-Snack, sondern bleibt bis auf Scotts merkwürdigen Verfall ganz in der Realität verhaftet. Als passionierter Stephen-King-Leser ist man erneut in der Stadt Castl... Zustand sollte eigentlich beunruhigend sein, doch für Scott beginnt damit der Weg zur Erhabenheit. Diese Kurzgeschichte von Stephen King ist kein typischer Horror-Snack, sondern bleibt bis auf Scotts merkwürdigen Verfall ganz in der Realität verhaftet. Als passionierter Stephen-King-Leser ist man erneut in der Stadt Castle Rock in Maine zu Gast. Eingangs wird man mit Scotts seltsamer Gewichtsabnahme konfrontiert. Der füllige Mann findet keine Erklärung dafür, warum die Kilos purzeln und dabei sein Körperumfang gleich zu bleiben scheint. Das Gewichts-Thema hatte King schon einmal. Wer an „Der Fluch“ beziehungsweise „Thinner“ denkt, darf sich auf eine ganz andere Geschichte freuen. Denn diese Gewichtsabnahme ist zwar merkwürdig, mysteriös und schauderhaft, gibt aber nicht den Grundton der Handlung an. Hauptsächlich geht es in „Erhebung“ um gegenseitige Toleranz, Inklusion und Erhabenheit. Der Autor schreibt damit ein Plädoyer gegen Ausgrenzung, und zeigt in seiner Geschichte, dass man keine Angst vor anderen Menschen haben muss. Es hilft, wenn man aufeinander zugeht, toleriert und menschliche Würde respektiert. Auf diese Weise geht Scott sein bescheidenes Leben an. Die Scheidung ist durch, er ist anscheinend todkrank, und vor seinem - phänomenalen - Abgang will er ein bisschen Erhabenheit in die Welt zaubern. Als Sinnbild für die amerikanische Kleinstadt ist für mich Castle Rock zu verstehen. Alles ist erlaubt, nur darf es nicht in der Öffentlichkeit geschehen. Während sich die einen als tolerante Mitbürger sehen, wird anders denkenden Menschen rasch der Schneid abgekauft - weil man sie eigentlich gar nicht in der eigenen Mitte will. Außerdem stellt der Autor dar, dass Toleranz und Inklusion angenommen werden müssen. Es liegt nicht nur an einer Seite, Gemeinsamkeit aufzubauen, sondern der gute Wille muss ebenso akzeptiert und angenommen werden. Nur wenn eine gütige Hand ergriffen wird, kann sie Hilfe spenden. Mir hat dieses knackig-kurze Werk exzellent gefallen, obwohl auf den knappen Seiten wenig Raum für die Entfaltung sämtlicher Elemente bleibt. Doch ich denke, die wesentliche Botschaft ist bei mir angekommen. Ich bin auf’s Neue überrascht wie gesellschaftskritisch und schillernd Stephen Kings Bücher sind. Gerade mit dieser kleinen, märchenhaften Perle beweist er, dass er so viel mehr als Horror kann. Unterm Strich bleibt eine moderne Kurzgeschichte, die vor Gesellschaftskritik strotzt, sich mit Themen unserer Gegenwart befasst, und ein klein wenig Märchen-Flair hat.

Die unglaubliche Leichtigkeit des Seins
von Alexander am 25.08.2019

Scott stellt sich regelmäßig auf die Waage, die immer weniger Gewicht anzeigt. Soweit nicht ungewöhnlich. Jedoch verändert wich weder sein Lebensstil, noch seine Körperstatur. Noch seltsamer ist es, dass jegliche Dinge, die er berührt, kein Gewicht mehr haben, außer für ihn. Der Tag, an dem Scott gar nichts mehr wiegt, rückt sch... Scott stellt sich regelmäßig auf die Waage, die immer weniger Gewicht anzeigt. Soweit nicht ungewöhnlich. Jedoch verändert wich weder sein Lebensstil, noch seine Körperstatur. Noch seltsamer ist es, dass jegliche Dinge, die er berührt, kein Gewicht mehr haben, außer für ihn. Der Tag, an dem Scott gar nichts mehr wiegt, rückt schnell näher. Auf 140 Seiten - normalerweise die Länge der Einleitung in Stephen Kings Büchern - erzählt er eine emotionale Geschichte über Freundschaft, Loslassen und die Liebe zum Leben. Leicht ist hier nicht nur Scott, sondern auch seine Art, das Leben in Anbetracht von Schicksalsschlägen dennoch zu genießen. Die Freundschaft zu einem lesbischen Paar und die öffentliche Meinung über sie spornt Scott dazu an, seine verbleibenden Tage der Etablierung der beiden Frauen in die Gemeinschaft von Castle Rock zu ermöglichen. Aktuelle Themen und eine wundervoll geschrieben Geschichte mit tollen Charakteren legt King hier mit „Erhebung“ vor. Mal ganz anders als sonstige Geschichten von dem Meister des Horrors.

Kein typischer King
von rezileser aus Riesa am 10.04.2019

Eine kleine, kurze Geschichte von King. Aber für mich hat es außer den Ort Castle Rock nichts mit Stephen King zu tun.

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