Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens

Ausgezeichnet mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2005. Mit e. Nachw. v. Ernst Klee

Elisabeth Zöller

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Beschreibung

Lehrer Heimann hat Anton immer mehr auf dem Kieker.

Er gibt Strafarbeiten, wenn Anton zuckt.

Er schlägt, wenn Anton schweigt.

Er lacht ihn aus, wenn Anton stottert.

Er spottet, wenn Anton rechnet.

Einer wie Anton hat in der Schule nichts zu suchen. Einer wie Anton hat eigentlich überhaupt kein Recht zu leben. Denn Anton ist behindert, und es ist das Jahr 1941.

Elisabeth Zöller ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Ihr Roman ›Schwarzer, Wolf, Skin‹ erregte großes Aufsehen. Für ihr Buch ›Anna rennt‹ erhielt sie den Katholischen Jugendbuchpreis, für ›Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens‹ den Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Für ihr Engagement gegen Gewalt wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Münster.Literaturpreise:Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2005Bundesverdienstkreuz 2007

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.10.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-80516-7
Verlag FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,6/2 cm
Gewicht 200 g
Auflage 11. Auflage

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Eine wahre Geschichte gegen das Vergessen
von Monika Schulte aus Hagen am 10.02.2019

Anton, ein Kind, das es trotz seiner leichten geistigen und körperlichen Behinderung schafft, eine normale Schule zu besuchen, doch die Zeiten haben sich geändert. Es ist Krieg und so einer wie Anton wird nicht mehr gerne gesehen. Der Führer will nur reinrassige, gesunde Menschen in seinem Land. Da passt Anton, der so gerne Bild... Anton, ein Kind, das es trotz seiner leichten geistigen und körperlichen Behinderung schafft, eine normale Schule zu besuchen, doch die Zeiten haben sich geändert. Es ist Krieg und so einer wie Anton wird nicht mehr gerne gesehen. Der Führer will nur reinrassige, gesunde Menschen in seinem Land. Da passt Anton, der so gerne Bilder malt und der rechnen kann wie sonst niemand, nicht hinein. Lehrer wie Schüler quälen, verspotten und demütigen ihn. Erträglich ist es in der Schule nur, wenn sein Onkel Franz Unterricht gibt, doch dieser wird immer kränker und fällt bald ganz aus. Es ist eine Zeit, in der Synagogen angezündet und jüdische Geschäfte zerstört werden. Immer mehr Menschen verschwinden auf mysteriöse Weise. Antons Familie lebt in stetiger Angst, dass ihnen der Junge zwecks "wissenschaftlicher Erforschung" weggenommen wird. Da ist die Angst vor dem Lehrer, die Angst vor dem Blockwart. Wem kann man noch trauen? Wo ist man noch sicher? Antons Eltern gelingt es, den Jungen aus der Stadt zu bringen zu Menschen, die es gut mit ihm meinen. So überlebt Anton als einer der wenigen Behinderten in dieser furchtbaren Zeit. "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" - es ist ein Jugendbuch für Menschen ab 12 Jahren. Es ist leicht zu lesen, so dass junge Leser keine Schwierigkeiten mit dem Text haben dürften. Die Geschichte ist eine wahre Geschichte. Es ist die Geschichte eines Onkels der Autorin. Es ist eine sehr verstörende Geschichte. Immer wieder fragt man sich, wie es passieren konnte, dass Menschen zu solchen Monstern mutierten. Wie konnten sie ihren Hass, ihre Wut an anschuldigen Kindern auslassen? Es ist eine Geschichte die den Leser nicht mehr los lässt, ein Buch der ganz großen Emotionen und es ist eine Geschichte gegen das Vergessen. Auch für Erwachsene unbedingt lesenswert!

Lesenswert!!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 19.05.2017

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Anton. Anton der aufgrund eines Unfalls leicht behindert ist und der während des Dritten Reichs aufwächst. Einfühlsam und doch sachlich geschrieben, erzählt es mit welchen Schwierigkeiten, Anfeindungen und Bedrohungen es Anton und seine Familie aufnehmen müssen. Elisabeth Zöller beschäftigt... Dieses Buch erzählt die Geschichte von Anton. Anton der aufgrund eines Unfalls leicht behindert ist und der während des Dritten Reichs aufwächst. Einfühlsam und doch sachlich geschrieben, erzählt es mit welchen Schwierigkeiten, Anfeindungen und Bedrohungen es Anton und seine Familie aufnehmen müssen. Elisabeth Zöller beschäftigt sich auf sehr sensible Art mit diesem sehr schwierigen Thema, absolut großartig!


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