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Erstickt an euren Lügen

Eine Türkin in Deutschland erzählt

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Taschenbuch
Nach außen hin sieht es aus, als würde sie ein ganz normales Leben führen, in Deutschland. Sie lebt in einer Mietwohnung in unserer Nachbarschaft. Ihre Kinder gehen mit unseren zur Schule. Aber Inci Y., 34, ist Türkin, und was ihr ganz normales Leben zu sein hat, bestimmt die Familie. Ganz normal ist die erzwungene Heirat mit dem Sohn des Geliebten der Mutter. Die Vergewaltigung durch den eigenen Mann vor der Hochzeitsnacht. Der Betrug mit dem Jungfrauentuch. Ganz normal ist, daß die Familie ihres Mannes versucht hat, sie in dem anatolischen Dorf zu töten, als sie nach der Scheidung das Sorgerecht für die Kinder durchsetzen wollte. Ganz normal ist auch, daß sie bis zu ihrem 29. Geburtstag mit keinem Mann freiwillig geschlafen hat, dafür aber mit Männern aus dem engsten Umkreis der Familie. Ganz normal wäre, daß Inci ihren Mund hält - aus Gründen der Familienehre. Aber sie redet ...
Rezension
"Dieses Buch, das uns den Atem raubt, ist Pflichtlektüre.", Neue Züricher Zeitung
Portrait
Inci Y. hat in Wirklichkeit einen anderen Namen. Sie wurde 1970 als Kind türkischer Gastarbeiter in Deutschland geboren. Mit sechzehn wurde sie zwangsverheiratet und zehn Jahre später geschieden. Nach einer weiteren aufgezwungenen Ehe lebt sie heute als ungelernte Arbeiterin mit ihren Kindern in einer deutschen Kleinstadt. Sie veröffentlichte die Bücher »Erstickt an euren Lügen« und »Erzähl mir nix von Unterschicht«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 296
Erscheinungsdatum 01.10.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-24821-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/12/3 cm
Gewicht 282 g
Auflage 12. Auflage
Verkaufsrang 57422
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Ich hab mich schwer getan
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 22.12.2019

Es ist schon einige Wochen her, seit ich dieses Buch gelesen habe und seitdem versuche ich, mir gedanklich eine Rezension zusammenzufügen. Ich finde es ziemlich schwierig, dieses Buch zu beurteilen, nicht nur, weil es auf wahren Begebenheiten beruht (was an sich ja schon immer schwer zu beurteilen ist) sondern auch weil ich selb... Es ist schon einige Wochen her, seit ich dieses Buch gelesen habe und seitdem versuche ich, mir gedanklich eine Rezension zusammenzufügen. Ich finde es ziemlich schwierig, dieses Buch zu beurteilen, nicht nur, weil es auf wahren Begebenheiten beruht (was an sich ja schon immer schwer zu beurteilen ist) sondern auch weil ich selber Deutsch-Türkin bin und man zwangsläufig die Geschichte mit sich selber vergleicht und Schlüsse zieht. Das macht eine objektive Beurteilung alles andere als leicht. Unter dem Pseudonym Inci findet sich eine Frau, die abwechselnd mal in der Türkei und mal in Deutschland gelebt hat und über ihr Leben und ihr Schicksal, das sie als Frau erleidet, erzählt. Ich will nichts verharmlosen. Dieses Buch ist eine Geschichte über Drohungen, Demütigungen, körperlicher und mentaler Gewalt unter der Frauen zu leiden haben in einer Welt, in der ihr Wert weit unter dem der Männer liegt. Ich muss gestehen, oftmals musste ich beim Lesen die Augen verdrehen. In erster Linie weil es mir eben schwer gefallen ist, es nicht mit mir selber zu vergleichen. Diese Extremsituationen sind mir total fremd und obwohl ich wirklich weiß, dass sowas vorkommt oder existiert, konnte mich Inci irgendwie nicht berühren. Rein objektiv betrachtet wäre für mich die Zusammenfassung dieses Buches, dass im Grunde genommen jeder Mann einfach sein „Recht“ auf den Körper der Frau einfordert (sowohl die seiner eigenen und auch die anderer, unabhängig davon ob er und/oder sie vergeben ist oder nicht) und jede Frau alles entweder stumm duldet und es einfach hinnimmt oder heimlich eigentlich nicht besser ist. Generell fand ich, dass der Fokus hier sehr stark auf dem körperlichen Akt lag. Ob Lohn, Belohnung, Bestrafung, Geschenke oder was auch immer. Alles wird im Bett aufgetragen. Ich musste mir mehrfach vor Augen rufen, dass das Buch in einer anderen Zeit als heute spielt. Und auch, dass viele Frauen nach wie vor unter den dort genannten Problemen leiden. Aber ich fand einfach, dass dieses Buch mehr schlecht als recht darauf aufmerksam macht und eher dazu beiträgt, Klischees zu verstärken als auf eine ernsthaft bestehende Problematik hinzuweisen.

hatte mir mehr versprochen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 02.07.2007

Bei allem Mitgefühl für die Situation der Betroffenen. Ich glaube ihre Geschcihte und bin entsetzt, was in unserer modernen Zeit an Gewalt, Mißbrauch und Unterdrückung möglich ist. Sehr enttäuschend fand ich den Sprung am Ende. Es endet "ich bin jetzt 35 Jahre alt..." Kein Wort davon, was aus ihren Träumen geworden ist, was sie ... Bei allem Mitgefühl für die Situation der Betroffenen. Ich glaube ihre Geschcihte und bin entsetzt, was in unserer modernen Zeit an Gewalt, Mißbrauch und Unterdrückung möglich ist. Sehr enttäuschend fand ich den Sprung am Ende. Es endet "ich bin jetzt 35 Jahre alt..." Kein Wort davon, was aus ihren Träumen geworden ist, was sie in Angriff genommen hat. Es bleibt zu viel offen. Einge Jahre werden einfach überschlagen und dann ist Ende, schade.

Interessantes Buch, mit dem ich aber leider nicht warm geworden bin!
von Stephanie am 23.04.2007

Ich muss gestehen, dass mich das Buch ein wenig enttäuscht hat. Die Lebensgeschichte der Autorin ist sehr erschreckend und geht dem Leser unweigerlich ans Herz; trotzdem bereitete mir ihre Naivität ein wenig Probleme und es dringt öfter eine gewisse (sprachliche) Kaltschnäuzigkeit durch. Leider kann ich mich, trotz meines Mitgef... Ich muss gestehen, dass mich das Buch ein wenig enttäuscht hat. Die Lebensgeschichte der Autorin ist sehr erschreckend und geht dem Leser unweigerlich ans Herz; trotzdem bereitete mir ihre Naivität ein wenig Probleme und es dringt öfter eine gewisse (sprachliche) Kaltschnäuzigkeit durch. Leider kann ich mich, trotz meines Mitgefühls, nicht wirklich mit diesem Buch anfreunden – SCHADE!