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Queen Victoria

Die unbeugsame Königin

Karina Urbach

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Beschreibung

Als Victoria 1837 im Alter von 18 Jahren den Thron bestieg, hätte niemand ihr zugetraut, eine erfolgreiche Königin zu werden - geschweige denn, ein ganzes Zeitalter zu prägen. Die Historikerin Karina Urbach erzählt in dieser wunderbar geschriebenen Biografie, wie Victoria in ihrer 63-jährigen Regierungszeit allen politischen Stürmen und persönlichen Widrigkeiten standhielt und zur mächtigsten Frau des 19. Jahrhunderts wurde.
Ohne Queen Victoria (1819 - 1901) hätte die britische Monarchie kaum überlebt. Sie wurde zu einem moralischen Kompass für die aufsteigende Mittelschicht und später zum Symbol des britischen Empires, das in ihrer Epoche den Gipfel seiner Macht erreichte. Bis zuletzt blieb ihr Herrschaftswissen für die politischen Eliten unersetzlich. Karina Urbach schildert Victoria als Monarchin und Mutter, als Strippenzieherin dynastischer Diplomatie wie als Zentralgestirn einer viktorianischen Fortschrittswelt. Sie zeigt sie in ihrem Egoismus und ihrer Großzügigkeit, ihren Wutausbrüchen, ihrem Mitgefühl - vor allem aber in ihrem enormen Charme. Diese Biografie zeichnet ein frisches, lebendiges Bild der großen Königin, die als «Großmutter Europas» auch die Geschicke des ganzen Kontinents prägte.

Karina Urbach ist eine der besten deutschen Expertinnen für die englische Monarchie seit dem 19. Jahrhundert. Sie unterrichtete an verschiedenen deutschen und britischen Universitäten und forscht seit 2015 am Institute for Advanced Study in Princeton. Als Fachberaterin war sie an zahlreichen historischen Dokumentationen der BBC, des ZDF und des PBS beteiligt

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 285 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.09.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783406727542
Verlag C. H. Beck
Dateigröße 10844 KB
Verkaufsrang 82126

Kundenbewertungen

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Eine sehr gut gelungene, sehr lesenswerte Biographie von Queen Victoria.
von Wedma am 06.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Diese Biographie von Queen Victoria aus der Feder von Karina Urbach habe ich sehr gern gelesen und finde sie sehr gut gelungen. Eine reife Leistung! In vielerlei Hinsicht. Griffig, auf das Wesentliche fokussierend, in einem angenehmen, überaus zugänglichen Schreibstil verfasst, war mir diese Biographie ein Lesegenuss. Ich habe ... Diese Biographie von Queen Victoria aus der Feder von Karina Urbach habe ich sehr gern gelesen und finde sie sehr gut gelungen. Eine reife Leistung! In vielerlei Hinsicht. Griffig, auf das Wesentliche fokussierend, in einem angenehmen, überaus zugänglichen Schreibstil verfasst, war mir diese Biographie ein Lesegenuss. Ich habe sie extra langsam gelesen, damit das Vergnügen nicht zu schnell vorbeigeht. Die Analysen, die Vergleiche sowohl mit der Vergangenheit, z.B. mit Victorias Vorfahren, als auch mit ihren Zeitgenossen, verleihen diesem Werk Tiefe und sorgen für hohe Qualität insg. Auch die Brücken zu der heutigen Zeit wurden öfter mal geschlagen. Das fundierte Wissen um die englische Monarchie wurde den Lesern hier unterhaltsam und einprägsam vermittelt. Schon allein wie die Schwerpunkte gesetzt wurden spricht für Expertise der Autorin und gibt dem Leser tiefe Einblicke in Victorias Leben und das ihrer wichtigsten Wegbegleiter. Es liest sich sehr modern, auch weil man die Parallelen zu Heute zieht, wenn es z.B. um PR Arbeit, die Art, wie sich die Royals dem gemeinen Volk präsentieren, geht. Die Wurzeln liegen bei Victoria und Albert. Die Objektivität, die hier bei der Beschreibung der Ereignisse an den Tag gelegt wurde, was man z.B. bei der Begründung der nicht wenigen Kriege, die in der Zeit geführt wurden, sieht, ist ein weiterer Plus dieser Biographie. Was Victoria damals als gut und billig, moralisch gerechtfertigt usw. begriff, bewertet man heute u.U. anders. Die Ansichten anderer Historiker wurden oft angeführt, was sich auch bereichernd auf das Gesamtergebnis auswirkt und für Objektivität sorgt. Das letzte Kapitel zieht Fazit. Natürlich kommt hier, und auch an früheren Stellen, die Heiratspolitik Victorias zur Sprache. Die Stammbäume vorn und am Ende des Buches helfen, da einen guten Überblick zu bekommen. Fünf ihrer neun Kinder haben für zahlreichen Nachwuchs gesorgt, die auch in die europäischen Königshäuser eingeheiratet wurden. Dass die Hämophilie, die Bluterkrankheit, dabei großzügig verteilt wurde, blieb nicht aus und zog nach sich folgeschwere Konsequenzen, wie man es bei Alexei, dem Sohn von Nikolaus II. von Russland und seiner Frau Alexandra sah, die Enkelin von Victoria war. Klar liest man hier auch, dass es Georg V. war, der dem Nikolaus II. wie sein Zwillingsbruder ähnelte, da die Mütter Schwestern waren (dänische Prinzessinnen Alexandra und Dagmar, genannt Minnie), der die Auslieferung der Zarenfamilie nach England nach Oktoberrevolution 1917 in Russland verzögerte, bis diese Option nicht mehr zur Debatte stand und die gesamte Zarenfamilie ein grausames Ende fand. Zum Schluss unterstreicht die Autorin die Bedeutung starker Frauen, die die entscheidende Rolle im Fortbestehen der Royal Family gespielt haben und dies immer noch tun. Fazit: Eine sehr gut gelungene, sehr lesenswerte Biographie von Queen Victoria, die den Lesern tiefe Einblicke nicht nur in ihr Leben gewährt, sondern gute Basis zum Verstehen des heutigen Geschehens liefert. Eine Reife Leistung. Gern vergebe ich fünf Sterne und empfehle sie auch wärmstens weiter. Bei dieser Ausgabe aus dem Jahr 2018 handelt es sich um die erweiterte und aktualisierte Fassung der zuerst im 2011 erschienenen Biographie von Queen Victoria. Das Buch ist hochwertig gestaltet: Festeinband in Bordeauxrot, Lesebändchen in Schwarz, Umschlagblatt aus festem glattem Papier. 27 s/w Abbildungen, 2 Stammbäume. Schön als Geschenk.

Queen Victoria regierte 63 Jahre – ein Wahnsinn eigentlich…
von Sikal am 06.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Historikerin Karina Urbach gilt als Expertin für die englische Monarchie seit dem 19. Jahrhundert. Mit ihrer Biographie über Queen Victoria (1819 – 1901) bringt sie uns ein Stück des Viktorianischen Zeitalters nahe, spannt den Bogen von der jungen Victoria bis über ihren Tod hinaus, ergänzt durch die Auswirkungen in die ... Die Historikerin Karina Urbach gilt als Expertin für die englische Monarchie seit dem 19. Jahrhundert. Mit ihrer Biographie über Queen Victoria (1819 – 1901) bringt sie uns ein Stück des Viktorianischen Zeitalters nahe, spannt den Bogen von der jungen Victoria bis über ihren Tod hinaus, ergänzt durch die Auswirkungen in die Gegenwart. Die Autorin versucht zu zeigen, welch unterschiedliche Rollen sie während ihres Lebens zu spielen hatte – Mutter und Ehefrau, Monarchin, Diplomatin in grenzübergreifenden Machtspielen, … Victoria wurde mit nur 18 Jahren zur Königin gekrönt und niemand traute ihr zu, dass sie darin erfolgreich sein würde. Unterstützt wurde sie in dieser schwierigen Aufgabe durch ihren Premier Lord Melbourne, was oft Anlass zu Spekulationen gab. Aufgrund ihrer Körpergröße wurde sie als „kleine Königin“ oder „kleine Majestät“ bezeichnet. Aber sie galt auch als reichste Monarchin Europas und bekam eine Vielzahl an Heiratsangeboten. Interessant fand ich hier, dass der englische Hochadel auch Nichtadelige heiraten konnte oder Untertanen – nur Katholik durfte der zukünftige Ehemann nicht sein. Schließlich wählte sie Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, obwohl sie anfangs mit seinem Bruder durch die Ballsäle tanzte, Albert ihr zu ruhig war. Die beiden mussten sich erst zusammenfinden, auch musste Victoria lernen, etwas Macht auf Albert zu übertragen und ihm Aufgaben anzuvertrauen. Victorias Leben wird in drei Phasen unterteilt: anfangs junge Alleinherrscherin, später von Albert abhängig und erst spät wurde sie zu einer selbstbewussten Herrscherin. Im Laufe der Zeit bekamen Albert und Victoria neun Kinder, doch nicht alle Kinder schafften den Status „Lieblingskind“. Albert bevorzugte kluge Kinder, Victoria legte Wert auf Attraktivität. Als absoluten Makel empfand Victoria ihren jüngsten Sohn Leopold, der Bluter war und häufig kränkelte. Sie schickte ihn auf Abhärtungwanderungen und vermied es, ihn in den Familienurlaub mitzunehmen, um mit seiner Behinderung nicht konfrontiert zu werden. Erst spät wurde Victoria bewusst, dass sie es war, die diese schwere Erbkrankheit an ihre Kinder weitergegeben hatte. Ihre Enkelin Alexandra brachte die Krankheit in die russische Zarenfamilie und vererbte diese an den Thronfolger Alexei … Obwohl es während ihrer Regierungszeit nur zwei nennenswerte Kriege gab (Krimkrieg und 2. Burenkrieg), waren die Viktorianer kein friedliebendes Volk, sondern trugen ihre Konflikte einfach in die Kolonien. Ein wachsendes Empire musste zusammengehalten werden, die dort ausgetragenen Kriege waren in Victorias Augen gerechtfertigt und heldenhaft. Karina Urbach zeigt eine unbeugsame Victoria, die ihren politischen Einfluss verteidigte und ihre Kinder „strategisch wichtig“ verheiratete (wie es eben üblich war zu dieser Zeit). Die Autorin schreibt sehr unterhaltsam und informativ, einige Bilder ergänzen diese Biographie. In den Umschlagseiten finden sich die weit verzweigten Stammbäume, die zum Schmökern einladen und sehr interessant sind. Der Bogen wird nicht nur über das politische Leben gespannt, sondern zeigt auch Victoria ganz privat. Die hier gefundene Mischung finde ich sehr gelungen und vergebe gerne 5 Sterne.


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