Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit

Roman

Rebecca Michele

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Beschreibung

Shortlist-Titel für den HOMER-Literaturpreis 2020!
Irland, 1912: Weil sie immer wieder gegen die Regeln verstößt, wird die junge Nonne Rose in ein Kloster nach Dublin versetzt, dem eine Wäscherei angeschlossen ist, die angeblich missratenen Mädchen Arbeit gibt. Rose erkennt schnell, dass die Magdalen-Frauen rücksichtslos ausgebeutet werden, Schläge und Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Als Rose feststellt, dass die Magdalen-Frauen von Priestern missbraucht werden, lehnt sie sich gegen die Mutter Oberin auf und steht nun selbst unter strenger Bewachung. Zusammen mit zwei jungen Arbeiterinnen flüchtet Rose aus dem Kloster. Draußen erwartet sie allerdings kein besseres Leben, denn alle drei werden in die Wirren des irischen Freiheitskampfes verstrickt …

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 500
Erscheinungsdatum 16.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95813-175-0
Verlag Edition oberkassel
Maße (L/B/H) 19,5/12,6/3,7 cm
Gewicht 376 g
Verkaufsrang 159364

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Gutes Buch, schlechter Download
von einer Kundin/einem Kunden aus Duisburg am 17.10.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Geschichte ist zu Anfang gut geschrieben. Leider waren beim EBook die Seiten nicht in der richtigen Reihenfolge. Teilweise fehlten sie ganz oder erschienenen später. Der Schluss der Geschichte endete etwas abrupt.

Ein Buch, das eine große Leserschaft verdient
von einer Kundin/einem Kunden aus Durlangen am 07.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dies ist eines jener Bücher, die ich vor fast einem Jahr im Angebot gekauft habe, weil ich die Posts der Autorin auf Facebook verfolge. Da ich hierzu keine Rezensionen gelesen hatte und das eher unscheinbare Cover nicht ganz meinem Beuteschema entspricht, wollte ich dieses Buch ohne jegliche Erwartungshaltung einfach mal anles... Dies ist eines jener Bücher, die ich vor fast einem Jahr im Angebot gekauft habe, weil ich die Posts der Autorin auf Facebook verfolge. Da ich hierzu keine Rezensionen gelesen hatte und das eher unscheinbare Cover nicht ganz meinem Beuteschema entspricht, wollte ich dieses Buch ohne jegliche Erwartungshaltung einfach mal anlesen... und was soll ich sagen? Es hat mich komplett die Zeit vergessen lassen und vom ersten Kapitel an gefesselt! Die Geschichte handelt von drei sehr unterschiedlichen Frauen und beginnt 1911 in Irland. Die Wege dieser drei Frauen treffen sich in einem Magdalenenheim in Dublin. Rose, eine Nonne und ehemaliges Findelkind wird dorthin versetzt und findet sich an einem Ort wieder, der allem widerspricht, was ihrem Glauben nach gelebt werden sollte. Cindy, eine junge Irin, deren Kind ihr nach der Geburt mittels falscher Versprechungen abgenommen wird, gerät dorthin in der Annahme, sie könne in absehbarer Zeit eine Möglichkeit schaffen, für sich und ihren unehelichen Sohn aufzukommen und ihn wieder zu sich zu holen. Ganz anders ergeht es Fiona, die aus reichem Hause stammt, aber bei ihrem Vater in Ungnade fällt, als sie sich seinem Willen widersetzt und statt den vorgesehenen reichen älteren Mann zu heiraten, mit einem jungen und mittellosen Fischerssohn durchbrennt. Die Magdalenenheime in Irland und England waren eine Institution, die "gefallenen" Frauen eine Zuflucht und Chance sein sollten, in Wahrheit aber bis heute ein grausames und schändliches Kapitel in der Geschichte der katholischen Kirche und Irlands darstellen. Im Vergleich zu vielen anderen Themen, wurde diesem bisher herzlich wenig Aufmerksamkeit zuteil... eine Schande, wenn man bedenkt, dass diese Heime bis in die 90er Jahre bestanden! Die Kinder von alleinstehenden Frauen, wurden für gutes Geld zur Adoption freigegeben und diese Frauen hinter dicken Mauern weggesperrt und wie Sklaven gezwungen unter unmenschlichen Verhältnissen in den eigenen Wäschereien bis zum Umfallen zu schuften. Von der Außenwelt abgeschnitten, waren sie der Willkür sadistischer Nonnen und dem Missbrauch katholischer Geistlicher hoffnungslos ausgeliefert. Rebecca Michéle hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die die Ohnmacht und Beklemmung dieser Frauen mit jeder Seite fühlbar macht, ohne sich in grausamen Details zu verlieren. Dieses Buch fesselt, wühlt auf, lässt den Leser stellenweise mit verzweifeln. Man möchte aufschreien, das Buch ins Eck pfeffern und doch unbedingt weiterlesen, weil man wissen möchte, wie es diesen drei Frauen ergeht, wie sich diese Geschichte entwickelt und hofft doch irgendwie auf ein Happy End. Ich möchte dieses Überraschungshighlight allen wärmstens empfehlen, die gut recherchierte Romane lieben, an Irland interessiert sind und deren Interesse für die Magdalenenheime ich vielleicht wecken konnte. Dies ist eine fiktive Handlung, steht aber stellvertretend für wirklich tausendfach stattgefundenes Grauen, wo wieder einmal ca 150 Jahre lang (!) weggesehen wurde. Sehr hervorzuheben ist das Nachwort der Autorin, in welchem sie auf ihre Recherche und dadurch gewonnenes Wissen eingeht. Dieses Buch verdient eine große Leserschaft, also kauft es, leiht es, lest es, teilt es, redet darüber!

Ein düsteres und verschwiegenes Geheimnis der katholischen Kirche
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 28.11.2019

Irland, 1912: der Weg der beiden gegensätzlichen jungen Frauen Cindy und Fiona, angeblich missraten und sündig, kreuzt sich in einer der sogenannten Magdalen-Wäschereien, die gefallenen Frauen eine Zuflucht bieten soll, um ihnen nach einer gewissen Zeit die Reintegration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dort treffen sie auf d... Irland, 1912: der Weg der beiden gegensätzlichen jungen Frauen Cindy und Fiona, angeblich missraten und sündig, kreuzt sich in einer der sogenannten Magdalen-Wäschereien, die gefallenen Frauen eine Zuflucht bieten soll, um ihnen nach einer gewissen Zeit die Reintegration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dort treffen sie auf die junge Nonne Rose, die in die Wäscherei versetzt wurde. Bald stellt sich jedoch heraus, dass diese Magdalen-Wäschereien eher einem Vorhof der Hölle gleichen. Die Magdalen-Wäschereien in Irland waren mir bis zu diesem Roman nicht bekannt und ich war entsetzt darüber, welche Zustände dort herrschten. Besonders schockierend finde ich, dass diese Einrichtungen bis in die 1990er Jahre überdauert haben und bis heute von der katholischen Kirche totgeschwiegen werden. Umso froher bin ich, dass die Autorin diesem düsteren Kapitel der Geschichte einen Platz eingeräumt und den betroffenen Frauen eine Stimme gegeben hat. Die Magdalen-Wäschereien sollten vor allem Prostituierten eine Zuflucht und eine Möglichkeit geben, ihr Gewerbe aufzugeben und ein gottgefälligeres Leben nach Rückführung in die Gesellschaft führen zu können. In Wirklichkeit wurden die Frauen wie Sklaven gehalten, die nicht genügend zu Essen bekamen und auch keine Chance hatten, jemals diesen Einrichtungen zu entkommen. Ihre unehelichen Kinder wurden ohne das Wissen der Mütter an zahlungskräftige Adoptionseltern vermittelt. Gewalt durch die Nonnen sowie sexueller Missbrauch durch Priester und anderer Angehöriger der Kirche waren an der Tagesordnung. Fiona und Cindy sind beides keine Prostituierten, sondern wurden aufgrund von Hass und unglücklicher Umstände ein Opfer der Wäschereien. Cindy ist eine Kämpferin, die sich nicht mit ihrem neuen Schicksal abfinden kann und will, was sie jedoch auch in Gefahr bringt. Für Fiona ist sie eine Art Anker, an dem sich die junge Frau aus gutem Haus orientiert – und eine Entwicklung durchmacht, die sie, wenn ihr Leben in normalen Bahnen verlaufen wäre, sicherlich niemals durchgemacht hätte. In der Wäscherei treffen die beiden Frauen auf Schwester Rose, die die Bezeichnung Nonne wirklich verdient. Sie zeichnet sich durch Nächstenliebe und Empathie aus – ihr fallen zwar die Missstände recht schnell auf, aber da sie als Waise ihr ganzes Leben in einem Kloster verbracht hat, wagt sie es anfänglich nicht, dagegen aufzubegehren. Die Zweifel wachsen jedoch immer weiter. Das Buch behandelt jedoch nicht nur die Geschichte der drei Frauen in der Wäscherei, sondern beschreibt auch die Schwierigkeiten, die alleinstehende Frauen in der Gesellschaft haben, die es tatsächlich schaffen, den Fängen der Nonnen zu entkommen. So geraten Cindy, Fiona und Rose noch in die Wirren des irischen Freiheitskampfes, bei dem sie sich für eine der Seiten entscheiden müssen. Die Autorin hat mit dem vorliegenden Roman ein aufwühlendes Buch geschrieben, das gleich zwei Kapitel der irischen Geschichte erzählt: die der Magdalen-Wäschereien und die des irischen Freiheitskampfes. Es konnte mich wieder aufgrund des Schreibstils der Autorin voll überzeugen und hat mir spannende Lesestunden beschert.


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