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Agnes Grey

Anne Brontë

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Beschreibung

Nachdem ihr Vater sein Vermögen verloren hat, ist die Pfarrerstochter Agnes Grey gezwungen, zum Familieneinkommen beizutragen. Sie wird Erzieherin im Hause einer reichen Familie. Doch die Atmosphäre in ihrer neuen Umgebung ist unerwartet rau. Die sensible und rücksichtsvolle Agnes muss kämpfen, um sich gegenüber vielfältigen Anforderungen zu behaupten. Als Agnes dem Vikar Eduard Weston begegnet, verliebt sie sich in ihn. Weston erwidert ihre Gefühle, wagt sich jedoch nicht aus der Deckung. Das Paar verharrt zunächst zwischen Bangen und Hoffen.

Anne Bronte hat in ihren Roman »Agnes Grey« von 1847 umfassende eigene Erfahrungen als Erzieherin und Gouvernante verarbeitet. Der Roman »Agnes Grey« entstand in einer Art Wettbewerb zwischen Anne Bronte und ihren Schwestern Charlotte und Emily, die im selben Jahre ihre Bestseller »Jane Eyre« (Charlotte Bronte) und »Sturmhöhe« (Emily Bronte) veröffentlichten.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 299 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.08.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783752828566
Verlag Books on Demand
Dateigröße 936 KB

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Agnes Greyy, die Gouvernante im 19. Jahrhundert
von mari_liest am 12.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Agnes Grey wächst als Pfarrerstochter in bescheidenen, aber sehr glücklichen Verhältnissen auf. Schwester Mary und ihr fehlt es an nichts. Die Liebe ihrer Eltern ist groß, auch wenn es der Familie oft an Geld fehlt. Agnes möchte dann etwas zum Familienleben beitragen und sich als Gouvernante beweisen. In ihrer Vorstellung wird s... Agnes Grey wächst als Pfarrerstochter in bescheidenen, aber sehr glücklichen Verhältnissen auf. Schwester Mary und ihr fehlt es an nichts. Die Liebe ihrer Eltern ist groß, auch wenn es der Familie oft an Geld fehlt. Agnes möchte dann etwas zum Familienleben beitragen und sich als Gouvernante beweisen. In ihrer Vorstellung wird sie sich um brave, liebe Kinder kümmern und deren Vertraute sein. Leider wird sie dahingehend enttäuscht. Zu dieser Enttäuschung bettet sich das Heimweh zu ihrer Familie und viele andere zwischenmenschliche Hürden, von denen sie nie geträumt hätte. Agnes beschreibt auf unterhaltsame, und ihre direkte Art ihre Rolle als Erzieherin im 19. Jahrhundert bei zwei wohl betuchten Familien. Mit Einblick in ihre Gedankenwelt, ihre Prinzipien und ihren Charakter lässt sie uns an ihren Erfahrungen, Anstrengungen und Erlebnissen teilhaben. Die Geschichte lässt sich fließend und unaufgeregt lesen, hat teilweise einen flachen Spannungsbogen und dann wieder doch Stellen, wo man mitfiebert. Manche Szenen waren etwas zu langatmig, aber dies tut der Geschichte keinen Abbruch. Agnes als Hauptprotagonistin der Geschichte ist sympathisch, ehrlich, loyal und sehr selbst reflektiert für diese Zeit, was man leider von den Nebenfiguren an den Schauplätzen, an denen sie sich aufhält, nicht behaupten kann. Sie lernt verzogene, hinterlistige, unmoralische Kinder und Familien kennen und hat, trotz ihres Auftrages als Erzieherin, keine Handhabe gegenzusteuern. Wird Agnes in dieser Geschichte ihr Glück finden? Fazit: Die Geschichte hat mir gut gefallen, ich konnte auch gut folgen. Der Lesefluss war für mich immer gegeben. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll, die Charaktere grundsätzlich sehr sympathisch, einige nicht so. Das Ende hätte für meinen Geschmack etwas länger dauern und detaillierter sein können, denn ich hätte gerne gewusst, was sich da noch entwickelt. Aber das ist nur mein Empfinden, weil ich den Schluss so toll und liebreizend fand. Schade, dass ich dieses Buch nicht schon früher im Regal hatte! Ein toller Klassiker, den man gelesen haben sollte. Von meiner Seite auf jeden Fall eine Leseempfehlung und eine Kaufempfehlung dieses wunderbaren Reclam-Exemplars – 4/5 Sternen.

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