Schiffsmeldungen

Roman

Annie Proulx

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Beschreibung

Eine unvergessliche, tragikomische Geschichte, erzählt von der mehrfach preisgekrönten Autorin Annie Proulx, in deren herb-poetischer Sprache jene fremde Gegend zum Sehnsuchtsland wird.

„Schiffsmeldungen“ fürs Lokalblatt soll Quoyle jetzt schreiben. Quoyle, der ewige Versager und Pechvogel, den es aus dem Staat New York auf die Felseninsel Neufundland im Osten Kanadas verschlagen hat. Quoyle, der immer schon panische Angst vor dem Wasser hatte. Und doch findet er hier in dieser kargen Landschaft, wo seine Vorfahren siedelten, so etwas wie Glück und für sich und seine beiden Töchter so etwas wie ein Zuhause …

Der Roman, der Annie Proulx berühmt machte!

"Mit "Schiffsmeldungen" ist Annie Proulx ein kapitaler Fang gelungen." Focus

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 415
Erscheinungsdatum 05.03.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73611-9
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,6/3,2 cm
Gewicht 339 g
Originaltitel The Shipping News
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Michael Hofmann
Verkaufsrang 22664

Buchhändler-Empfehlungen

Ironischerweise wenig Tidenhub!

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

"Schiffsmeldungen" war vor Jahren der erste Roman, den ich bewusst als Pulitzer-Gewinner las - ich hatte ein paar Pulitzer-Theaterstücke gelesen und war auch schon an "Die Brücke von San Luis Rey" und "Die Farbe Lila" vorbeigekommen, die ich aber beide für die Uni lesen musste. Über die Jahre hat mir der Pulitzer Prize ein paar tolle Bücher beschert - "Schiffsmeldungen" gehört allerdings nicht dazu. Ich brauchte etwa drei Monate, um mich durch das Buch zu kämpfen, sodass ich nie so komplett in den Lesefluss kam. Das mag mir anzulasten sein, aber was passiert in dem Roman? Ein Mann, der daran scheiterte, bei einer Zeitung zu arbeiten, fängt wieder an, bei einer Zeitung zu arbeiten. Boote mochte er nie, aber er versucht beständig, eins zu kaufen. Die Liebe war nie gut zu ihm, aber er lässt sich dennoch ohne Erkenntnisgewinn wieder darauf ein. Außerdem gibt es seine Tante (ich hatte schon beim Lesen Judi Dench im Kopf, weil ich wusste, dass sie die Rolle im Film spielt), die ein paar Geheimnisse hat, seine ältere Tochter ist ein bisschen mysteriös, und dann sind da noch sehr viele andere Figuren, von denen nur wenige ein Profil entwickeln. Manchmal kam es mir vor, als würde ich Gertrude Stein lesen, deren Wörter ihre Aussagen häufig an mir vorbei lotsen. Trotzdem ist das Buch nicht schlecht. Vermutlich hätte ich mich mehr darauf einlassen können, wenn ich es geschafft hätte, es konsequenter zu lesen, da dann auch diverse der Handlungsstränge offensichtlicher geblieben wären. Auch gefällt mir über weite Strecken Annie Proulx' elliptischer Stile. Bisher habe ich noch nichts Anderes von ihr gelesen, sodass ich nicht einschätzen kann, ob sie generell so schreibt oder sie das hier tut, um den journalistischen Aspekt klarer herauszustellen. So selten es vorkommt: Im Vergleich ist hier die Verfilmung stärker - sicherlich hilft die notwendige Verknappung und die starke Besetzung (neben Dench u.a. Kevin Spacey, Julianne Moore und besonders Cate Blanchett), den Figuren mehr Profil und Magnetismus zu verleihen. Von daher möchte ich niemandem direkt abraten, das Buch zu lesen - ausnahmsweise empfehle ich aber, den Film zuerst zu schauen!

Schiffsmeldungen

Marko Rose, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

Der etwas tumbe aber unglaublich liebenswerte Ouolye erlebt innerhalb kürzester Zeit mehrere Schicksalsschläge. Zusätzlich redet man Ihm immer ein er sei der geborene Versager und Taugenichts. Daher ergreift er die Möglichkeit und zieht mit seinem beiden Kindern an den Ort seiner Vorfahren. Dort an der rauhen Küste Neufundlands bekommt Quolye die Möglichkeit für eine kleine Zeitung die täglichen Schiffsmeldungen zu verfassen. Hier sind die Menschen meistens sehr wortkarg und von der Landschaft geprägt. Trotz der ganzen Schwierigkeiten versucht er hier für sich und seine Kinder einen neuen Anfang zu wagen. Der Roman ist eine Wucht in Worten und man sich kann die Personen und Landschaften bildlich vorstellen. Sehr schön eingeflochten in dem Roman sind Bilder und Erklärungen zu Knoten aus dem Ashley-Buch der Knoten.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Unglaublich Faszinierend
von einer Kundin/einem Kunden aus Drochtersen am 14.06.2017

Tiefsinnig und stumpf zugleich, rau und feinsinnig erzählt, eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich die Geschichte traurig oder schön finden soll, also beides gleichzeitig.

Neufundland??
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleve am 22.08.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Quoyle lebt im Staate New York, er ist nicht gerade ein Glückspilz. Petal, seine Ehefrau, war ihm nicht lange treu; beruflich läuft es auch nicht gut; mit seinen beiden Töchtern Bunny und Sunshine steht er schließlich alleine da - vor dem Nichts. Zögernd lässt Quoyle sich auf das unerwartete Angebot seiner Tante Agnis ein und s... Quoyle lebt im Staate New York, er ist nicht gerade ein Glückspilz. Petal, seine Ehefrau, war ihm nicht lange treu; beruflich läuft es auch nicht gut; mit seinen beiden Töchtern Bunny und Sunshine steht er schließlich alleine da - vor dem Nichts. Zögernd lässt Quoyle sich auf das unerwartete Angebot seiner Tante Agnis ein und startet mit Kindern, Tante und Hund in Richtung Neufundland, um im Land seiner Vorfahren ein neues Leben anzufangen. Sympathisch schräge Charaktere geben Quoyle in seiner rauhen, neuen Heimat mehr und mehr Halt; spröde erzählt und doch warmherzig; es gibt Rückschläge und Erfolge, Komisches und Schönes, ein besonderer Roman mit einer ganz eigenen Atmosphäre!!!

Vom Glück
von Polar aus Aachen am 01.08.2007

Kann man die Tragik des Lebens besser darstellen, als sie mit einem traurigen, aber weisen Lächeln auszustatten? Proulx schafft es in Schiffsmeldungen uns die Trauer einer Familie auf teils schreckliche Weise, teils in einem selbstironischem Ton zu erzählen, der wie bei stürmischer See in Landnähe das Licht eines Leuchtturms auf... Kann man die Tragik des Lebens besser darstellen, als sie mit einem traurigen, aber weisen Lächeln auszustatten? Proulx schafft es in Schiffsmeldungen uns die Trauer einer Familie auf teils schreckliche Weise, teils in einem selbstironischem Ton zu erzählen, der wie bei stürmischer See in Landnähe das Licht eines Leuchtturms auf uns wirft. Irgendwo an Land hat das Menschliche überlebt. Es lohnt sich also, in sich zu suchen, auch wenn das bedeutet, daß man wie Quoyle seine Zelte irgendwo abbauen muß, um sich an einer rauen Küste sich selbst zu stellen. Ein wundervoller Roman über das Versagen, das Pech und eine Liebe, die unspektakulär daherkommt und vielleicht deswegen mehr Bestand hat als jegliche Dramatik. Manchmal reicht die Beschaulichkeit eines Beobachters für Schiffsmeldungen aus, um in ruhigere See zu gelangen und die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen.


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