Vom Ende der Einsamkeit

detebe Band 24444

Benedict Wells

(46)
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Beschreibung

Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Produktdetails

Verkaufsrang 1937
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Sprecher Robert Stadlober
Spieldauer 455 Minuten
Erscheinungsdatum 26.09.2018
Verlag Diogenes Verlag
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783257693201

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Buchhändler-Empfehlungen

Sabrina Kaiser, Thalia-Buchhandlung

Von Einsamkeit über Wut bis zu Hoffnung und Liebe. Dieser Roman hat alles was man braucht. Unbedingt lesen!

"Das Selbst muss gebrochen werden, um Selbst zu werden"

Hannah B., Thalia-Buchhandlung

Es gibt ganz besondere Bücher, die für immer etwas in einem verändern. An bestimmte Geschichten wird man sich ein Leben lang erinnern. "Vom Ende der Einsamkeit" ist definitiv solch ein einzigartiges Buch und es ist mit Abstand der (für mich) eindrucksvollste Roman, den ich bis jetzt gelesen habe. Benedict Wells thematisiert die grundlegenden Existenzfragen in solch einer grandiosen Komplexität, für die ich einfach keine passenden Worte finde. "Was sorgt dafür, dass ein Leben so wird, wie es ist?", ist eine dieser Fragen und regt einen selbst zum Reflektieren und Hinterfragen an. Was sind genau die Schlüsselmomente, die entscheidend sind? Die das Leben grundlegend und unwiderruflich verändern? Jeder geht mit Schicksalsschlägen anders um. Doch stellt man sich nicht seinen Ängsten und dunklen Gedanken, werden sie einen ein Leben lang verfolgen. Irgendwann wird der Moment kommen, in dem einen die Vergangenheit einholt, in dem man gezwungen wird, sich dieser zu stellen. Dieser Roman umfasst die Grenzmomente des Daseins und spiegelt hemmungslos die Höhen und Tiefen des Lebens wider. Es geht ums Erwachsenwerden, um Vergänglichkeit, Verlust, Trauer, Tod. Um Sehnsucht, Melancholie und verpasste Chancen. Darum, sich selbst zu verlieren, in seinem Kopf gefangen zu sein und in Nostalgie zu ertrinken. Ums Loslassen und sich aus den Fesseln der Vergangenheit zu befreien. Und letzten Endes geht es um die all entscheidende Frage: "Gibt es  Dinge in einem, die alles überstehen?" Ganz, ganz große Herzensempfehlung!

Kundenbewertungen

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Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 17.08.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch war unglaublich gut geschrieben und die Geschichte ging einem teilweise unglaublich nah. In meinen Augen ist dieses Buch ein absolutes Meisterwerk!

Von Verlusten, Familie und dem Weitermachen
von Libertine Literatur am 16.08.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Mann kommt in Benedict Wells ›Vom Ende der Einsamkeit‹ nach einem Motorradunfall in ein Krankenhaus. Doch während seine körperlichen Wunden zu heilen beginnen, können sich nicht alle mit der Geschichte seines Unfalls anfreunden. Ein Unfall, dessen Gründe nicht verstanden werden können, ohne die Geschichte des Fahrers zu ... Ein Mann kommt in Benedict Wells ›Vom Ende der Einsamkeit‹ nach einem Motorradunfall in ein Krankenhaus. Doch während seine körperlichen Wunden zu heilen beginnen, können sich nicht alle mit der Geschichte seines Unfalls anfreunden. Ein Unfall, dessen Gründe nicht verstanden werden können, ohne die Geschichte des Fahrers zu kennen. Und diese Geschichte führt weit in die Kindheit des Mannes zurück. Zu einer Zeit, in der das Motorradfahren noch in weiter Ferne lag und seine Eltern ihn und seine beiden Geschwister Marty und Liz aufzogen. Doch ein Bruch zieht sich durch seine Kindheit und die seiner Geschwister. Von einem Tag auf den anderen wird ihr Leben in seinen Grundfesten erschüttert. Eine Erschütterung, die spürbar in den Seiten von ›Vom Ende der Einsamkeit‹ weilt. »Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich. Vorsichtig öffne ich die Augen, blinzle ein paarmal. Langsam weicht die Dunkelheit.« 1980 ist Jules erst sieben und seine Kindheit kaum anders als die vieler Kinder. Unliebsame Besuche bei der Großmutter, sich zankende Geschwister auf Rücksitzen. Noch drei, fast vier Jahre soll diese scheinbare Normalität erhalten bleiben. Doch diese Normalität endet mit dem Tod seiner Eltern. Wie seine beiden Geschwister wird auch Jules in ein Internat geschickt. Doch dadurch muss er nicht nur sein Zuhause hinter sich lassen, auch seine Geschwister können nicht mehr wie gewohnt bei ihm bleiben, da sie im Internat anderen Altersgruppen angehören. »Dreieinhalb Jahre später, im Dezember 1983: das letzte Weihnachtsfest mit meinen Eltern. Am frühen Abend stand ich am Fenster meines Kinderzimmers, während die anderen das Wohnzimmer herrichteten. Wie jedes Jahr riefen sie mich erst, wenn alles fertig geschmückt war, doch wie lange dauerte es noch?« Auf dem Internat lernt Jules Alva kennen, die ihn und sein Leben für viele Jahre prägen soll. Doch es ist nicht nur die Geschichte von Jules und Alva, von der Wells in ›Vom Ende der Einsamkeit‹ erzählt. Vielmehr ist es die Geschichte einer Familie, die zugleich von Verlusten, aber auch von Zuwachs gezeichnet ist. Nicht nur Jules entwickelt sich für den Leser oder die Leserin nachvollziehbar weiter, auch seine Geschwister müssen in ›Vom Ende der Einsamkeit‹ erwachsen werden. In der Beschreibung dieser Geschwisterbeziehung steckt eine der großen Stärken dieses Romans. Wunden, die sie einander zufügen, Fehler, die sie gemeinsam machen. Der Versuch von Annäherung und eigenständiger Entwicklung. »Was folgt, ist dunkles Staunen und ein dichter Nebel, nur selten gelichtet von einigen kurzen Erinnerungen. Wie ich in meinem Zimmer in München stehe und aus dem Fenster sehe, in den Innenhof mit der Schaukel und dem Baumhaus und in das Morgenlicht, das sich in den Ästen der Bäume verfängt. Es ist der letzte Tag in unserer komplett leergeräumten Wohnung, ich höre Marty nach mir rufen.« Facetten und Teile der Geschichte erzählt Wells nur in Anspielungen und dem Ungesagten. Fragen bleiben ungeklärt, nur von dem Gefühl einer vagen Ahnung begleitet. Wieso starb Onkel Eric so jung? Und wieso sieht Jules’ Bruder Marty so anders aus als er? ›Vom Ende der Einsamkeit‹ zeigt das Leben von Jules und seinen Geschwistern Marty und Liz über mehrere Jahrzehnte ihres Lebens hinweg. Trotz aller düsterer Momente entwickeln sich die Figuren und wachsen dabei ans Herz. Ein tolles Buch über Familie, Verluste und Möglichkeiten.

Emotional aufwühlende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Ebringen am 03.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich liebe dieses Buch, es ist meiner Meinung nach das Beste von Benedict Wells. „Vom Ende der Einsamkeit“ regt den Leser dazu an, sich mit dem Thema „Tod“ auseinanderzusetzen. Ich musste noch Tage danach immer wieder daran denken- ich kann es einfach nur empfehlen selbst zu lesen :)


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